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	<title>Neue Kammern - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T01:27:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2025-38963-0: -Kategorie:Hohenzollern : redundant wegen Kategorie:Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin</title>
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		<updated>2025-08-16T02:15:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;-&lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Hohenzollern&quot; title=&quot;Kategorie:Hohenzollern&quot;&gt;Kategorie:Hohenzollern&lt;/a&gt; : redundant wegen &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Schl%C3%B6sser_und_Parks_von_Potsdam_und_Berlin&quot; title=&quot;Kategorie:Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin&quot;&gt;Kategorie:Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Potsdam neue kammern 322.jpg|mini|hochkant=1.2|Die Neuen Kammern, im Hintergrund die [[Historische Mühle von Sanssouci|Mühle von Sanssouci]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Aerial image of the New Chambers in Potsdam (view from the south).jpg|mini|hochkant=1.2|Luftbild der Neuen Kammern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neuen Kammern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im Park [[Sanssouci]], [[Potsdam]] wurden ab 1747 für [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich den Großen]] als Orangeriegebäude, Theater-, Bankett- und Konzertsaal errichtet, zwischen 1771 und 1775 zu vier Festsälen und einem Gästezimmertrakt umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das südwestlich neben Schloss [[Sanssouci]] stehende ehemalige Gästeschloss ist das Gegenstück zu der östlich liegenden [[Bildergalerie (Sanssouci)|Bildergalerie]]. Beide Gebäude flankieren durch Baumreihen und Rampen getrennt das höherliegende [[Sommerresidenz|Sommerschloss]], dessen Architektur sie aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orangerie als Vorgängerbau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Neue Kammern, Park Sanssouci, Potsdam.jpg|mini|hochkant=1.2|Die Neuen Kammern]]&lt;br /&gt;
Eine [[Orangerie]] war der Vorgängerbau der Neuen Kammern. Das eingeschossige Gebäude wurde 1747 in 110 Metern Länge und 6,5 Metern Höhe nach Plänen [[Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff]]s im Stil des Weinbergschlosses unter Leitung von [[Jan Bouman]] mit südlicher Ausrichtung fertiggestellt. In den Wintermonaten beherbergte sie in den sieben Sälen die Kübelpflanzen der Schlossterrassen. Rampen, über die die schweren Gefäße heraus- bzw. hereingefahren wurden, erinnern noch heute an die ursprüngliche Nutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste nachweisbare Orangerie in Potsdam war von 1685 bis 1714 das unter dem Großen Kurfürsten [[Friedrich Wilhelm (Brandenburg)|Friedrich Wilhelm von Brandenburg]] errichtete Pomeranzenhaus im späteren [[Marstall (Potsdam)|Marstall]], heute Filmmuseum. Im Zuge der Umwandlung des nördlichen Teils des [[Broderieparterre]]s des [[Lustgarten (Potsdam)|Lustgartens]] am [[Potsdamer Stadtschloss]] in einen Exerzierplatz unter dem Soldatenkönig [[Friedrich Wilhelm I. (Preußen)|Friedrich Wilhelm I.]] wurde es aufgegeben. Die Orangen überwinterten bis zum Regierungsantritt Friedrichs des Großen in einem Gewächshaus im 1715 errichteten [[Marlygarten]] und bildeten neben weiteren während der [[Schlesische Kriege|Schlesischen Kriege]] dort erworbenen Orangenbäumen den Grundstock für Sanssouci.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schendel 7&amp;quot;&amp;gt;Schendel, Przytański: Die Neuen Kammern im Park Sanssouci, 1987, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor dem [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] mussten  mehr als 1000 Orangenbäume in weiteren Orangerien überwintern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schendel 13&amp;quot;&amp;gt;Schendel, Przytański: Die Neuen Kammern im Park Sanssouci, 1987, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Orangerie]]n zur Überwinterung der immergrünen Orangenbäume mit gleichzeitigen Blüten- und Fruchtständen und der mythologischen Anspielung auf die Äpfel der [[Hesperiden]], als Zeichen der Stärke und Macht, waren im [[Barock]] sehr beliebt und hatten bei Friedrich dem Großen wegen seiner dem Haus [[Oranien]] entstammenden Urgroßmutter [[Luise Henriette von Oranien|Luise Henriette]] einen weiteren symbolischen Bezug. Das Wahrzeichen der Oranier ist ein Orangenzweig.&amp;lt;ref&amp;gt;Schendel, Prrzytański: &amp;#039;&amp;#039;Die Neuen Kammern im Park Sanssouci&amp;#039;&amp;#039;, 1987, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Kammern Sanssouci Kuppel, Laterne, Attikaskulptur.jpg|mini|hochkant=1.2|Attikaskulptur von Friedrich Christian Glume]]&lt;br /&gt;
Die horizontale Wirkung des langgestreckten Gebäudes wird an der Südseite durch zwei einachsige Seiten[[risalit]]e und den Mittelrisaliten&amp;lt;ref name=&amp;quot;dehio&amp;quot;&amp;gt;[http://ns.gis-bldam-brandenburg.de/HTML-8336/PotsSansNeueKammern.pdf.html Dehio Brandenburg]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Kuppel und der Figurengruppe von [[Friedrich Christian Glume]] durchbrochen. Den Mittelpunkt der [[Attika (Architektur)|Attika]]-Skulptur bildet eine Wappen[[Kartusche (Kunst)|kartusche]], über deren Rand [[Kronos]] blickt als Sinnbild der Zeit. Rechts neben ihm schwebt die Weltkugel mit einem Band aus [[Freimaurer]]zeichen, überwiegend [[Alchimisten]]zeichen der Metalle, in Anspielung auf Friedrichs des Großen Freimaurertum und Gründung der &amp;#039;&amp;#039;Loge zu den drei Weltkugeln&amp;#039;&amp;#039;. Die Sonne im Strahlenkranz steht hinter der Weltkugel, an deren Seiten [[Putto|Putten]] pflanzen oder einen Orangenbaum aufrichten, entsprechend der ersten Nutzung des Gebäudes. Rechts ist [[Pomona (Göttin)|Pomona]] mit ihrem Füllhorn abgebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;Schendel, Przytański: Die Neuen Kammern im Park Sanssouci, 1987, S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Aufsetzen der Kuppel mit [[Laterne (Architektur)|Laterne]] auf dem Mittelrisalit entsprechend der 1755–1763 von [[Johann Gottfried Büring]] östlich von Sanssouci erbauten [[Bildergalerie (Sanssouci)|Bildergalerie]], um eine Symmetrie zwischen den das Schloss Sanssouci flankierenden Gebäuden herzustellen, ist die auffallendste Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes der ursprünglichen Orangerie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fenstertüren der Risalite bestehen aus Rundbögen mit möglicherweise von Friedrich Christian Glume gestalteten Schlusssteinen aus Sandstein, die übrigen 20 bodentiefen Fenster der Südfassade haben flache Zirkelbogen mit drei Varianten von in Stuck ausgeführten [[Rocaille]]n mit Blumen, Früchten, Muscheln und kleinen Wasserkaskaden der Bildhauer Johann Becker und Johann Böhme. Die Nordfassade mit ihrem tief zu beiden Seiten des großen Mittelsaal über dem Heizgang heruntergezogenen Dach ist nicht repräsentativ gestaltet. Den Heizgang hatte Knobelsdorff vom ehemaligen [[Marstall (Potsdam)|Pomeranzenhaus des Stadtschlosses]] übernommen. Die letzte Fensterachse wurde zu einem Treppenhaus zum Plateau von Sanssouci.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schendel 7&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußere Umbauten durch [[Ludwig Ferdinand Hesse]] unter [[Friedrich Wilhelm IV.]] erfolgten im Zusammenhang mit dem Triumphstrassenprojekt, Hinzufügung eines Säulenganges zur Maulbeerallee und eines Portikus an der Westseite. 1924 wurden die Neuen Kammern als Museum eröffnet und waren zwischen 1963 und 1987 wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Statuen vor der Südfassade ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Kammern - Statuen vor dem Mittelrisalit.jpg|mini|hochkant=1.2|Marmorstatuen vor dem Mittelrisalit]]&lt;br /&gt;
1749 wurden auf der Terrasse zwischen den bodentiefen Türen und Fenstern 26 zwischen 1745 und 1749 überwiegend von unbekannten italienischen Bildhauern nach antiken Vorbildern geschaffene Statuen aus [[Carraramarmor]], sogenannter „Gartenware“, aufgestellt. Die mythologischen Figuren stehen für die ungezügelte Natur und spielen auf die frühere Nutzung des Gebäudes als Orangerie an. Sie ergänzen die Attikaskulptur Glumes über dem Mittelrisaliten mit Sonne, Zeit und Gartentätigkeiten und stehen mit dem Naturmotiv und der Antikenrezeption auch in Beziehung zu den Fassadenskulpturen der 1755 bis 1763 östlich des Schlosses Sanssouci erbauten Bildergalerie mit ihrem akademischen Lehrprogramm der Bildenden Künste. Mit den Darstellungen von Kunst und Natur sind die das Weinbergschloss flankierenden Schlösser nicht nur architektonisch, sondern auch hinsichtlich ihres Skulpturenprogramms Pendants. Vor dem Mittelrisalit der Neuen Kammern ließ Friedrich II. vier Marmorstatuen des [[Dänemark|dänisch]]-[[Niederlande|niederländischen]] Bildhauers Asmus Frauen aufstellen, &amp;#039;&amp;#039;Antinous&amp;#039;&amp;#039; und [[Endymion (Mythologie)| &amp;#039;&amp;#039;Endymion&amp;#039;&amp;#039;]] signiert „AS Frauen fecit“, &amp;#039;&amp;#039;Apoll&amp;#039;&amp;#039; mit der kaum noch lesbaren Signatur „A F · Fe…“ (Fecit) und eine vierte unbezeichnete Statue des &amp;#039;&amp;#039;Narziss&amp;#039;&amp;#039;, die der Werkstatt Asmus Grauens oder einer anderen niederländischen Werkstatt zugeschrieben wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Silke Kiesant: &amp;#039;&amp;#039;Antinous, Apoll &amp;amp; Endymion. Die Skulpturen von Asmus Frauen im Park Sanssouci&amp;#039;&amp;#039;, 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1929 vorhandenen 24 Statuen wurden ab 1982 aufgrund ihres schlechten Zustandes im Depot aufbewahrt. Durch Spenden in Höhe von insgesamt 1,2 Millionen Euro unter anderem der [[Cornelsen Kulturstiftung]] in Höhe von 278.000 Euro wurden von 2019 bis 2023 20 Statuen restauriert, vier aufgrund ihres schlechten Erhaltungszustandes kopiert und wieder aufgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=https://www.spsg.de/presse-foto-film/presse-infos-2023/2023-06-01-letzte-skulpturen-zurueck-an-den-neuen-kammern/| title= Letzte Skulpturen zurück an den Neuen Kammern| accessdate=2023-08-16 | last= | first=| authorlink= | coauthors= | date=2023-06-01 | format= | work= | publisher=[[Stiftung Preußische Schlösser und Gärten]]| pages= | language= | archiveurl= | archivedate= | quote= | offline = }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zunächst kehrten vier Statuen vor den Mittelrisalit zurück, die Antikenkopie &amp;#039;&amp;#039;[[Apollon]] mit Leier&amp;#039;&amp;#039; von [[Eduard Stützel]], &amp;#039;&amp;#039;[[Narziss]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Endymion&amp;#039;&amp;#039; als Schäfer (Werkstatt Frauen oder niederländische Werkstatt, Frauen) und ein [[Faunus|Faun]] des [[Frankreich|französischen]] Hofbildhauers [[François Gaspard Adam]]. 2019 wurden &amp;#039;&amp;#039;Meleager&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Herkules Farnese&amp;#039;&amp;#039; am westlichen Risalit,  &amp;#039;&amp;#039;Hermes Andros Farnese&amp;#039;&amp;#039; und eine &amp;#039;&amp;#039;[[Aphrodite Kallipygos|Venus Kallipygos]]&amp;#039;&amp;#039; am östlichen Risalit und im Juni 2023 &amp;#039;&amp;#039;Apoll mit Lyra&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;Vestalin&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Pomona mit Früchten&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Diana mit Hund&amp;#039;&amp;#039; aufgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=https://www.spsg.de/forschung-sammlungen/restaurierung/restaurierungsprojekte/skulpturen-an-den-neuen-kammern/| title=Zwölf Skulpturen kehren restauriert an die Neuen Kammern von Sanssouci zurück | accessdate=2021-11-15 | last= | first=| authorlink= | coauthors= | date=2021 | format= | work= | publisher=[[Stiftung Preußische Schlösser und Gärten]]| pages= | language= | archiveurl= | archivedate= | quote= | offline = }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=https://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam/Potsdam-Zwoelf-Skulpturen-zurueck-an-den-Neuen-Kammern-von-Sanssouci| title=Zwölf Skulpturen zurück an den Neuen Kammern | accessdate=2021-11-15 | last= | first=| authorlink= | coauthors= | date=2021-10-28 | format= | work= | publisher=[[Märkische Allgemeine]]| pages= | language= | archiveurl= | archivedate= | quote= | offline = }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Freistehende Einzelfiguren, die ohne mit der Fassade verbunden zu sein deren Rhythmus prägen, waren im deutschen Barock neu und weisen auf den beginnenden [[Klassizismus]] hin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schendel 13&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Raumeinteilung und innere Ausstattung ==&lt;br /&gt;
Die Säle der ursprünglichen Orangerie waren entsprechend der äußeren Gliederung des Gebäudes angeordnet. Dem annähernd quadratischen, die gesamte Gebäudetiefe einnehmenden Jaspissaal hinter dem Mittelrisalit, schlossen sich zu beiden Seiten je zwei langgestreckte fünfachsige Galerien mit einem ovalen einachsigen Saal dazwischen an. Die Säle der im Sommer leerstehenden Orangerie dienten Friedrich dem Großen als Theater,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schendel 13&amp;quot; /&amp;gt; Bankett- und Konzertsäle. Nachdem die Orangenbäume in einem schlichten Ersatzbau untergebracht worden waren, begann 1771–1775 der Umbau der Neuen Kammern durch [[Georg Christian Unger]] in ein Gästeschloss. Dabei blieben die wesentlichen Bestandteile des Außenbaus erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem mittleren und den östlichen Sälen wurden vier Festsäle und aus den drei westlichen Sälen drei Wohn- und vier Schlafzimmer für Gäste nebst dahinter liegenden Zimmern für die Dienerschaft errichtet, und durch Umbauten 1842–1843 von [[Ludwig Persius]] sieben Gästequartiere  mit Dienerschaftszimmern im neu erbauten Obergeschoss geschaffen, die auch von Hofdamen der Königin [[Elisabeth Ludovika von Bayern|Elisabeth]] genutzt wurden. Der späte Stil des [[Friderizianisches Rokoko|friderizianischen Rokoko]] fand hier noch einmal seinen grandiosen Höhepunkt, obwohl der [[Klassizismus]] schon weitgehend den Zeitgeschmack bestimmte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wand- und Deckenentwürfe stammen von [[Johann Christian Hoppenhaupt der Jüngere|Johann Christian Hoppenhaupt dem Jüngeren]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;dehio&amp;quot; /&amp;gt; der schon an den Dekorationen von [[Sanssouci]] und des [[Neues Palais|Neuen Palais]] beteiligt war. Die Stuckarbeiten stammen wie in der [[Bildergalerie (Sanssouci)|Bildergalerie]] von [[Constantin Philipp Georg Sartori]] und Johann Michal Merck.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dehio&amp;quot; /&amp;gt; Der bildnerische Schmuck besteht neben der [[Rocaille]] aus Naturformen, Blumen und Früchten. Jeder Saal hat einen eigenen Farbklang mit farbigen Wänden, abgestimmten Fußböden aus schlesischem  Marmor und an den Wänden aufgereihten Tafelstühlen mit zur Raumfarbe passend eingefärbten Lederkissen nach [[Johann Melchior Kambly]] 1986 nachgebildet. Vom Empfangssaal bis zum Jaspissaal steigern sich die Dekorationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ostflügel ===&lt;br /&gt;
==== Blaue Galerie ====&lt;br /&gt;
Die blaue Galerie, nächst der Treppe zur Terrasse von Sanssouci gelegen, diente als Empfangssaal und erhielt ihren Namen von den blauen Füllungen der weißen Stuckmarmorverkleidungen, die mit ihren Goldadern [[Lapislazuli]] imitieren und mit acht feuervergoldeten bronzenen Wandbranchen (1774) geschmückt sind. Auf den beiden Supraportenreliefs der Brüder [[Johann David Räntz|Johann David]] (1729–1783) und [[Johann Lorenz Wilhelm Räntz]] (1733–1776) ist die Geschichte von [[Akis|Acis]] und [[Galateia]] dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Büfettsaal ====&lt;br /&gt;
Der Blauen Galerie im östlichen Teil schließt sich der ovale Büfettsaal für vermutlich kleinere Gesellschaften an, der nach der Tradition verspiegelter Porzellankabinette gestaltet ist. 19 goldene Konsolen trugen ursprünglich sechs große chinesische und 13 kleinere frühklassizistische Porzellangefäße der [[Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin|Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin]], die seit 1945 verschollen sind. Die Keramikerin [[Heidi Manthey]] schuf 1987 moderne Fayencen, um sich dem ursprünglichen Eindruck zu nähern. Dem Grundriss entsprechend, weist der Boden ein konzentrisches Streifenmuster aus rötlichem und weißem Marmor auf. In vier Nischen stehen Marmorstatuen von [[Antoine Tassaert]], die den Weingott [[Bacchus]] und Figuren aus seinem Umkreis darstellen und im Auftrag Friedrichs II. für die Bildergalerie gefertigt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Seidel (Kunsthistoriker)|Paul Seidel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Ausstellung von Kunstwerken aus dem Zeitalter Friedrichs des Großen. III. Das Bildhauer-Atelier Friedrichs des Grossen und seine Inhaber&amp;#039;&amp;#039;, in: Jahrbuch der Preußischen Kunstsammlungen 1983, S. 120–126, 121.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ovidgalerie ====&lt;br /&gt;
Die ursprünglich in der Lieblingsfarbe Friedrichs des Großen grün gestrichenen Wände der Ovidgalerie sind verblasst. In dem Konzertsaal werfen nach dem Vorbild französischer Spiegelsäle fünf fast bis zur Decke reichenden Spiegel der Nordseite die Gartenausblicke der gegenüberliegenden südlichen hohen Fenstertüren zurück. Auf Wunsch Friedrichs II. wurden an den Wände 14 vergoldete Stuck[[relief]]s mit Szenen der Liebesabenteuer antiker Götter aus den &amp;#039;&amp;#039;[[Metamorphosen (Ovid)|Metamorphosen]]&amp;#039;&amp;#039; des römischen Dichters [[Ovid]] von der Werkstatt der aus [[Bayreuth]] stammenden Bildhauerbrüder Johann David und Johann Lorentz Wilhelm Räntz geschaffen, bei denen die Figuren in ihren Verwandlungen dargestellt werden. Mit den im 18. Jahrhundert beliebten Motiven der Metamorphosen ließ Friedrich II. besonders seine für Musikdarbietungen bestimmten Räume gestalten, so dass wahrscheinlich auch die Ovidgalerie als Konzertsaal genutzt wurde.&lt;br /&gt;
An der westlichen Spiegelwand beginnend im Uhrzeigersinn werden insbesondere dargestellt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. [[Apollon|Apollo]] und [[Klytia (Geliebte des Apollon)#Clytia bei Ovid|Clytia]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. [[Venus und Adonis]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
4. [[Der Triumph des Bacchus|Bacchus und Ariadne]] an der Ostwand&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
4. Vertumnus und [[Pomona (Göttin)|Pomona]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
5. Perseus und [[Andromeda (Mythologie)|Andromeda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Jaspissaal ====&lt;br /&gt;
In der Mitte des Bauwerks unter der Kuppel liegt der größte Raum, der Jaspissaal, genutzt als Fest- und Konzertsaal. Die Wände des Festsaals sind prachtvoll mit rotem [[Jaspis]], einem Halbedelstein, und grauem schlesischen Marmor ausgeschmückt. Die gleichen Farben finden sich in der Gestaltung des Fußbodens wieder. Das Deckenbild &amp;#039;&amp;#039;Venus mit ihrem Gefolge&amp;#039;&amp;#039; entwarf 1774 der [[Hofkünstler|Hofmaler]] [[Johann Christoph Frisch]]. Vor dem Hintergrund des roten Jaspis wurden an den Wänden [[Konsole (Bauwesen)|Konsolen]] angebracht, geschmückt mit [[Büste]]n der [[Antike]] und des 18. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;120&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innenaufnahme, Neue Kammern, Sanssouci, Potsdam-7531.jpg|Blaue Galerie&lt;br /&gt;
Innenaufnahme, Neue Kammern, Sanssouci, Potsdam-7534.jpg|Buffetsaal&lt;br /&gt;
Innenaufnahme, Neue Kammern, Sanssouci, Potsdam-7539.jpg|Ovidgalerie&lt;br /&gt;
Innenaufnahme, Neue Kammern, Sanssouci, Potsdam-7553.jpg|Jaspissaal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Westflügel ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1773 und 1775 wurden zunächst die Gästezimmer errichtet. Aus drei Sälen entstanden sieben Gästeappartements. Die Breite des mittleren Appartements hinter dem westlichen Seitenrisalit wurde durch den vormaligen ovalen Saal vorgegeben. Die Säle rechts und links davon wurden durch insgesamt vier Querwände, zwei je Saal, in weitere sechs Appartements, drei je Saal, unterteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adelheid Schendel, Jerzy Prrzytański: Die Neuen Kammern im Park Sanssouci. Potsdam-Sanssouci 1987, S. 15/16&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gästeräume wurden unterschiedlich als Lack-, Bilder- oder Intarsienkabinette dekoriert, deren kostbare [[Intarsie]]n aus einheimischen Hölzern die Wände von der Decke bis zum Boden schmücken. Zur Gemäldeausstattung der Gästezimmer gehören Potsdamer [[Vedute]]n, die die Ausgestaltung der Stadt unter Friedrich den Großen dokumentieren und eigens für das Gästehaus vom König in Auftrag gegeben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Großes Intarsienkabinett ====&lt;br /&gt;
Das Wohnzimmer der zweiten Gästewohnung wird nach der Gestaltung der Wandverkleidung mit Einlegearbeiten durch die Gebrüder [[Heinrich Wilhelm Spindler|Heinrich Wilhelm]] und [[Johann Friedrich Spindler]] als das Große Intarsienkabinett bezeichnet. Die aufwändigen Holzarbeiten dieses Raumes allein sollen vier Jahre beansprucht haben. Ihre Anfertigung wurde im Jahre 1772 begonnen. Bei der Ausfertigung wurden verschiedene tropische und einheimische Hölzer, wie beispielsweise [[Amaranthen|Amaranth]], [[Ebenholz]], [[Palisander]], [[Maulbeeren|Maulbeere]] und [[Ahorne|Ahorn]] verarbeitet. Die eingelegten Holzstücke erhielten zum Teil durch das kurzfristige Eintauchen in glühenden Sand am Rand dunkle Verfärbungen, wodurch die [[Intarsien]] eine plastische Wirkung erhalten. Unterschiedliche Farbabstufungen erreichte man außer durch die Naturfarben der Hölzer durch Auftragen von Wachs auf die Oberfläche. Details und Texturen wurden mit heißen Nadeln in die Holzoberfläche eingeritzt. Es sind Pflanzen, Früchte, Vögel, Jagdwerkzeuge und Musikinstrumente dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wohnzimmer der dritten Gästewohnung lehnt sich in der Gestaltung an diesen Raum an. Es wird aus diesem Grund mitunter „Kleines Intarsienkabinett“ genannt. Die verwendeten Holzarten sind jedoch weniger kostbar.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;120&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innenaufnahme, Neue Kammern, Sanssouci, Potsdam-7564.jpg|Grünes Lackkabinett der ersten Gästewohnung&lt;br /&gt;
Innenaufnahme, Neue Kammern, Sanssouci, Potsdam-7565.jpg|Schlafzimmer der ersten Gästewohnung&lt;br /&gt;
Innenaufnahme, Neue Kammern, Sanssouci, Potsdam-7573.jpg|Großes Intarsienkabinett der zweiten Gästewohnung&lt;br /&gt;
Innenaufnahme, Neue Kammern, Sanssouci, Potsdam-7569.jpg|Schlafzimmer der zweiten Gästewohnung&lt;br /&gt;
Innenaufnahme, Neue Kammern, Sanssouci, Potsdam-7570.jpg|Schlafzimmer der dritten Gästewohnung&lt;br /&gt;
Innenaufnahme, Neue Kammern, Sanssouci, Potsdam-7577.jpg|Kleines Intarsienkabinett der vierten Gästewohnung&lt;br /&gt;
Innenaufnahme, Neue Kammern, Sanssouci, Potsdam-7578.jpg|Schlafzimmer der vierten Gästewohnung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gartengestaltung ==&lt;br /&gt;
1746/1747 ließ Friedrich II. das Gelände westlich der Sanssouci-Terrassen ein 100 m × 100 m großes Gelände in vier regelmäßige Quartiere gliedern und ausschließlich mit Kirschbäumen, seinen Lieblingsfrüchten, bepflanzen. Die Anpflanzungen wurden rekonstruiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wacker, S. 64ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Adelheid Schendel, Jerzy Prrzytański: &amp;#039;&amp;#039;Die Neuen Kammern im Park Sanssouci&amp;#039;&amp;#039;. Potsdam-Sanssouci 1987.&lt;br /&gt;
* Gert Streidt, Klaus Frahm: &amp;#039;&amp;#039;Potsdam. Die Schlösser und Gärten der Hohenzollern&amp;#039;&amp;#039;. Könemann Verlagsgesellschaft mbH, Köln 1996. ISBN 3-89508-238-4&lt;br /&gt;
* Jörg Wacker: &amp;#039;&amp;#039;Der Kirschgarten vor den Neuen Kammern im westlichen Lustgarten des Parks Sanssouci in Potsdam. Entstehung, Überformung und langwierige Wiederherstellung&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Die Gartenkunst]] 32. 1/2020, S. 39–72.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4549667-5}}&lt;br /&gt;
* [https://www.spsg.de/schloesser-gaerten/objekt/neue-kammern/ Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Neue Kammern]&lt;br /&gt;
* [https://www.potsdam.de/content/neue-kammern-0 Potsdam mit Videolink]&lt;br /&gt;
* Silke Kiesant: &amp;#039;&amp;#039;Antinous, Apoll &amp;amp; Endymion. Die Skulpturen von Asmus Frauen im Park Sanssouci&amp;#039;&amp;#039;, Holland in Potsdam, 2023 ([https://holland-in-potsdam.de/2023/08/antinous-apoll-endymion/ online])&lt;br /&gt;
* [https://www.spsg.de/unterstuetzen-foerdern/spenden/projekte/neue-kammern/ SPSG: Skulpturen an den Neuen Kammern]&lt;br /&gt;
* [http://ns.gis-bldam-brandenburg.de/hida4web/view?docId=obj09156910.xml;doc.style=gridview Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum]&lt;br /&gt;
* [https://artsandculture.google.com/partner/neue-kammern-sanssouci Google Cultural Institute]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=XMcbqBstz8o SPSG: Ovidgalerie]&lt;br /&gt;
* [http://www.telemachos.hu-berlin.de/materialien/ovidprojekt/neue_kammern/einfuehrung.htm Metamorphosen der Ovidgalerie in Bild, Text, Ton (Projekt Telemachos der HU Berlin)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=52.403648 |EW=13.035622 |type=landmark |region=DE-BB}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser in Potsdam}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4549667-5|VIAF=317281957}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Neue Kammern}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk in Potsdam]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum in Potsdam]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1770er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg]]&lt;/div&gt;</summary>
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