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	<title>Neudeutsche Schule - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Neudeutsche_Schule&amp;diff=361142&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-12476-76: Verdeutlichung</title>
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		<updated>2026-02-25T13:30:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Verdeutlichung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zur Richtung der Schachkomposition siehe [[Neudeutsche Schule (Schach)]].}}&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neudeutsche Schule&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war im 19. Jahrhundert eine Strömung in der musikalischen Entwicklung weg vom konservativen Verständnis der [[Musik]] als absolut hin zur [[Programmmusik|Programmatik]] in der Musik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Um [[Franz Liszt]] hatte sich in der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s eine Gruppe von Musikern und Musikwissenschaftlern gebildet, die das Wort von der „Musik der Zukunft“ prägte. Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Neudeutsche Schule&amp;#039;&amp;#039; stammt von [[Franz Brendel]], dem Herausgeber der &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zeitschrift für Musik|Neuen Zeitschrift für Musik]]&amp;#039;&amp;#039;. Zu den Vorbildern der Neudeutschen zählten neben Liszt die Komponisten [[Hector Berlioz]] und [[Richard Wagner]], zu ihren Repräsentanten die Liszt-Schüler [[Joachim Raff]], [[Peter Cornelius (Komponist)|Peter Cornelius]], [[Alexander Ritter (Musiker)|Alexander Ritter]], [[Felix Draeseke]], [[Wendelin Weißheimer]], der Schriftsteller [[Richard Pohl]] und der [[Musiktheorie|Musiktheoretiker]] [[Carl Friedrich Weitzmann]]. Als historische Vorbilder wurden [[Ludwig van Beethoven]] (als Komponist) und [[Robert Schumann]] (als Kritiker) herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Neudeutschen Schule ging es um eine Neudefinition des Künstlers in der Gesellschaft. Neben der Komposition von Musik wurde die geistige Auseinandersetzung mit Musik, die Musikkritik, zu einem substantiellen Aufgabenbereich des Künstlers erhoben. Der Musiker wurde zum [[Intellektueller|Intellektuellen]]. Diese Rolle behielten auch viele Komponisten der Moderne bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neudeutsche Schule verschaffte sich allerdings auch Gegner, unter denen sich insbesondere [[Johannes Brahms]], [[Joseph Joachim]] und [[Eduard Hanslick]] befanden. Auch [[Hans von Bülow]], der anfangs Anhänger der Bewegung gewesen war, wandte sich später gegen diese. Diese Opposition geriet mit den Neudeutschen in den sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Musikstreit&amp;#039;&amp;#039;, der in den gängigen Musikzeitschriften, besonders der &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zeitschrift für Musik|Neuen Zeitschrift für Musik]]&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;[[Rheinische Musik-Zeitung|Rheinischen Musik-Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, ausgetragen wurde. Die Themen und Paradigmen der Neudeutschen Schule prägten die musikästhetischen Debatten bis in den Anfang des [[20. Jahrhundert]]s hinein. Hierbei etablierte sich der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Neudeutsche Schule&amp;#039;&amp;#039; für jene Richtung in [[Deutschland]], die das [[Musikdrama]] und die [[Programmmusik]] zum Inbegriff des Fortschritts in der Musik erklärte. Im 20. Jahrhundert wurden etwa [[Friedrich Klose]], [[Richard Strauss]] und [[Siegmund von Hausegger]] sowie der Musikwissenschaftler [[Arthur Seidl]] in diesen Kontext eingeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Einflüsse ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;neudeutsch&amp;#039;&amp;#039; impliziert eine politische Zielrichtung oder zumindest eine nationale Zugehörigkeit. Dagegen spricht jedoch deren dezidierte Internationalität (in der Trias Berlioz – Liszt – Wagner). Tatsächlich waren der junge Liszt und der junge Wagner in ihren Schriften von frühsozialistischen Sozialutopien geleitet, die mit dem Bestreben nach einem Nationalstaat verbunden waren. Diese politische Dimension verlor sich aber recht schnell im journalistischen Streit, nur Brendel spricht in seinem Aufsatz „Das Kunstwerk der Zukunft und die Einzelkünste“ von einer Weltgesellschaft, deren Leitkunst das Musikdrama (Wagners) ist. Die Neudeutsche Schule und besonders die Symphonischen Dichtungen Liszts bildeten aber für viele europäische Künstler einen Weg, sich mit ihrem Land zu identifizieren und eine eigene „Tonsprache“ zu entwickeln: So sind nahezu alle nationalen Schulen und Stile (z.&amp;amp;nbsp;B. Russland, Tschechien und Finnland) im späten 19. Jahrhundert in direkter oder indirekter Weise von der Ästhetik und der Musik Liszts, Wagners und Berlioz’ herleitbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dominik von Roth u. Ulrike Roesler (Hrsg.): Die Neudeutsche Schule – Phänomen und Geschichte: Quellen und Kommentare zu einer zentralen musikästhetischen Kontroverse des 19. Jahrhunderts, 3 Bde., Stuttgart u. Kassel 2020 ([https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-476-04923-0 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Rainer Schmusch: &amp;#039;&amp;#039;Neudeutsche Schule.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Handwörterbuch der musikalischen Terminologie]].&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;4, hrsg. von [[Hans Heinrich Eggebrecht]] und [[Albrecht Riethmüller]], Schriftleitung Markus Bandur, Steiner, Stuttgart 2002 ([https://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0007/bsb00070512/images/index.html?fip=193.174.98.30&amp;amp;seite=397&amp;amp;pdfseitex= Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* {{OeML|Neudeutsche-Schule|Neudeutsche Schule|GWi}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4128691-1|LCCN=sh2012001456}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik des 19. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponistengruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franz Liszt]]&lt;/div&gt;</summary>
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