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	<title>Netzsperre - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T21:17:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Netzsperre&amp;diff=1273707&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schiefbauer: lütt</title>
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		<updated>2025-09-28T15:25:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lütt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Ein Artikel über Internetsperren findet sich unter [[Zensur im Internet]] und über Internetsperren in Deutschland unter [[Sperrungen von Internetinhalten in Deutschland]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Uboot netz bewuchs.jpg|mini|Netzsperre gegen U-Boote im Zweiten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Uboot netz 1.jpg|mini|Funktionsweise einer Netzsperre]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scapa Flow.jpg|mini|Karte mit Lage der Netzsperren in Scapa Flow]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Netzsperren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sperrnetze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Netz- und Balkensperren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind schwimmende [[militär]]ische [[Sperre|Sperranlagen]] des [[Seekrieg]]swesens. Sie wurden überwiegend in flachen Gewässern eingesetzt und dienten vorzugsweise dem Schutz von [[Hafenanlage]]n, Flottenstützpunkten, Liegeplätzen in Buchten, [[Reede]]n und wasserbaulich wichtigen Einrichtungen (etwa Stauwehre, Brücken oder Dämme).&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Gebauer, Egon Krenz: &amp;#039;&amp;#039;Marine-Enzyklopädie&amp;#039;&amp;#039;. Brandenburgisches Verlagshaus. Berlin 1998, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Netzsperren sollten vor allem das Eindringen von [[Kampfschwimmer|Kampftauchern]], [[Schnellboot]]en&amp;lt;ref name=&amp;quot;GebauerKrenz/30&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Gebauer, Egon Krenz: &amp;#039;&amp;#039;Marine-Enzyklopädie&amp;#039;&amp;#039;. S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[U-Boot]]en in die geschützten Bereiche verhindern oder zumindest erschweren. Zudem sollten die Netze auch das Abschießen von beispielsweise [[Torpedo]]s von außerhalb der Sperren in die geschützten Hafen- und Schiffsliegezonen hinein verhindern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GebauerKrenz/30&amp;quot; /&amp;gt; Ausgebracht wurden Netzsperren durch sogenannte [[Netzleger]], bei ihnen handelte es sich meistens um entsprechend umgebaute Handelsschiffe beziehungsweise Hilfskriegsschiffe.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Dudszus, Alfred Köpcke: &amp;#039;&amp;#039;Das große Buch der Schiffstypen. Dampfschiffe, Motorschiffe, Meerestechnik von den Anfängen der maschinengetriebenen Schiffe bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Transpress / Pietsch, Berlin / Stuttgart 1990, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Netz- und Balkensperren gab es bereits zur Zeit der Segelschiffe, wobei ihre primäre Aufgabe zu dieser Zeit darin bestand, das Vordringen von [[Brander]]n auf eine Reede oder in einen Hafen hinein zu verhindern.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Gebauer, Egon Krenz: &amp;#039;&amp;#039;Marine-Enzyklopädie&amp;#039;&amp;#039;. S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des [[Sezessionskrieg]]s (1861 bis 1865) in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] kamen ebenfalls frühe Formen der Netz- und Balkensperren zum Einsatz, wobei die Sperren hierbei zwischen Pfählen befestigt waren, die zusätzlich mit einfachen Minenladungen abgesichert waren; so kam eine solche Sperre beispielsweise seitens der [[Konföderierte Staaten von Amerika|konföderierten Streitkräfte]] während der [[Schlacht in der Mobile Bay]] zum Einsatz, um den Zugang zum Hafen von [[Mobile (Alabama)|Mobile]] abzuriegeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Pemsel, Helmut: &amp;#039;&amp;#039;Seeherrschaft. Eine maritime Weltgeschichte von der Dampfschiffahrt bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. 2. Band. Weltbild-Verlag, Augsburg 1995, S. 420.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichwohl gelang der deutlich überlegenen Flotte der [[Nordstaaten]] der Durchbruch durch diese Sperranlagen dennoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen weitverbreiteten Einsatz von Netz- und Balkensperren durch alle kriegführenden Parteien gab es dann vor allem im [[Erster Weltkrieg|Ersten]] und im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]. Dies war vor allem auch dem Umstand geschuldet, dass die Entwicklung des [[U-Boot]]es hin zu einem vollwertigen und gefährlichen Waffensystem im Seekriegswesen ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts rasant vorangeschritten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sperrmaßnahmen selbst konnten zwar ein U-Boot nicht direkt versenken, allerdings bestand für die U-Boote stets das Risiko, dass sie sich bei einem Durchbruchsversuch (oder einem versehentlichen Kontakt) in diesen verfingen, beziehungsweise dass die Netze die [[Propeller|Schrauben]] und die Steuerelemente blockierten. Ein U-Boot in einer solchen Lage wurde beinahe zwangsläufig manövrierunfähig und war Angriffen von Sicherungsschiffen weitgehend hilflos ausgeliefert. Allerdings war die Zahl der U-Boote, die durch Sperrnetze verloren gingen, relativ gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übersicht von im Ersten Weltkrieg in Netzsperren verloren gegangenen U-Booten (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
* 27. Juli 1915: Das [[Dritte Französische Republik|französische]] U-Boot &amp;#039;&amp;#039;[[Mariotte (U-Boot)|Mariotte]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Kapitänleutnant|Lieutenant de Vaisseau]] Auguste Farbre) lief vor [[Çanakkale (Stadt)|Çanakkale]] in eine [[Osmanisches Reich|osmanische]] Netzsperre und musste manövrierunfähig auftauchen. Nachdem das Boot von osmanischen Küstenbatterien unter Feuer genommen wurde, versenkte die französische Besatzung ihr Boot selbst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://memorial-national-des-marins.fr/recherche-des-batiments/3273-mariotte |titel=Mariotte – Sous Marin |werk=Association Aux Marins: Mémorial national des marins morts pour la France |datum=2023 |sprache=fr |abruf=2023-12-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Besatzung konnte zur Gänze von einem osmanischen Sicherungsschiff gerettet werden.&lt;br /&gt;
* 15. September 1915: Das &amp;#039;&amp;#039;[[Vereinigtes Königreich|britische]] U-Boot [[E7 (U-Boot)|E7]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Lieutenant Commander]] Archibald D. Cochrane) verfing sich im [[Marmarameer]] in einer osmanischen Netzsperre. Nachdem von osmanischen Wachbooten mehrere Sprengladungen auf das Boot abgeworfen worden waren (hieran beteiligte sich auch die Besatzung des deutschen U-Bootes &amp;#039;&amp;#039;UB-14&amp;#039;&amp;#039; unter [[Heino von Heimburg]], die von einem Motorboot aus eine Sprengladung auf das in rund 30 Metern Tiefe befindliche Boot abwarf&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Bendert: &amp;#039;&amp;#039;U-Boote im Duell&amp;#039;&amp;#039;. E. S. Mittler &amp;amp; Sohn, Hamburg 1996, S. 43 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;), tauchte das britische U-Boot auf und ergab sich. Infolge von erheblichen Beschädigungen sank &amp;#039;&amp;#039;E7&amp;#039;&amp;#039; kurze Zeit später, die Besatzung überlebte.&lt;br /&gt;
* 5. April 1916: Vor dem Hafen von [[Le Havre]] fiel das deutsche U-Boot &amp;#039;&amp;#039;[[SM UB 26 (U-Boot)|UB&amp;amp;nbsp;26]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Oberleutnant zur See]] Wilhelm Smiths) dem vermutlich einzigen &amp;quot;offensiven&amp;quot; Einsatz eines Sperrnetzes zum Opfer. Das Boot war von dem französischen Zerstörer &amp;#039;&amp;#039;Trombe&amp;#039;&amp;#039; geortet worden und wurde von diesem mit einem ausgebrachten, hinter dem Zerstörer hergezogenen Sperrnetz überzogen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kemp/17&amp;quot;&amp;gt;Paul Kemp: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen und österreichischen U-Boot-Verluste in beiden Weltkriegen.&amp;#039;&amp;#039; Urbes Verlag, Gräfelfing bei München 1998, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das manövrierunfähige Boot musste schließlich auftauchen und wurde von der Besatzung selbstversenkt, es gab keine Personalverluste. Das Wrack von &amp;#039;&amp;#039;UB&amp;amp;nbsp;26&amp;#039;&amp;#039; wurde im August 1916 von den Franzosen gehoben, repariert und bis 1925 unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Roland Morillot&amp;#039;&amp;#039; genutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kemp/17&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 13. Mai 1916: Das [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarische]] U-Boot &amp;#039;&amp;#039;[[U 6 (k.u.k. Marine)|U&amp;amp;nbsp;6]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Linienschiffsleutnant]] Hugo von Falkhausen) geriet in der [[Otranto-Sperre]] in Sperrnetze und musste, nachdem das Boot nicht mehr freizubekommen war, auftauchen und wurde von der eigenen Besatzung selbstversenkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Kemp: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen und österreichischen U-Boot-Verluste in beiden Weltkriegen.&amp;#039;&amp;#039; Urbes Verlag, Gräfelfing bei München 1998, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die 15 Mann starke Besatzung wurde vollständig von drei Fischkuttern gerettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Aspekte ==&lt;br /&gt;
Die beschwerten Netze aus [[Kunststoff]] mit Verstärkung aus dünnen, [[Austenit (Gefügebestandteil)|austenitischen]] [[Draht|Drähten]] werden quer zur Hafeneinfahrt verlegt. Die Maschen der Netze sind so eng, dass weder Personen noch Torpedos durch sie hindurch kommen. Da Torpedos zudem meist mit einem [[Aufschlagzünder]] versehen sind, ist die Gefahr einer Explosion im Netz gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Durchfahrt von Schiffen wird die Netzsperre je nach Konstruktion entweder in Richtung See weggeklappt und auf den Grund gelegt oder mit Hilfe eines [[Schlepper (Schiffstyp)|Schleppers]] zur Seite gezogen. Einrichtung, Überwachung, Unterhalt und Betrieb von deutschen Netzsperren in wichtigen [[Hafen|Häfen]] oblag im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] den von der [[Kriegsmarine]] dazu eingerichteten [[Sperrkommandant]]uren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stahlnetze, die noch im [[Erster Weltkrieg|Ersten]] und [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] insbesondere zur Absperrung von [[U-Boot-Bunker]]n und Seehäfen verwendet wurden, kommen heute praktisch nicht mehr zum Einsatz, da sie zu schwer und zu unhandlich sind. Als Gegenmaßnahmen wurden an U-Booten [[Netzabweiser]] und [[Netzsäge]]n angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Netze als Schutz von Liegeplätzen keine hundertprozentige Sicherheit bieten, zeigte sich in [[Scapa Flow]], wo es trotz mehrfacher Netzreihen dem deutschen U-Boot &amp;#039;&amp;#039;[[U 47 (U-Boot, 1938)|U&amp;amp;nbsp;47]]&amp;#039;&amp;#039; gelang, in den Stützpunkt einzudringen, seine Torpedos abzuschießen und auch wieder aus dem Stützpunkt zu entkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2007 kam eine rund 4,5&amp;amp;nbsp;km lange Abriegelung des [[Seebad#Ostsee|Ostseebads]] [[Heiligendamm]] anlässlich des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der [[Gruppe der Acht|G8]] zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Otranto-Sperre|Netzsperre von Otranto]]&lt;br /&gt;
* [[Netzleger]]&lt;br /&gt;
* [[Torpedoschutznetz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Anti-submarine nets}}&lt;br /&gt;
* [http://www.marineverband.at/downloads/flagge_2006_2.pdf Bericht über die ehem. Netzsperre (1918) im Hafen Pula.] (PDF; 986 kB) marineverband.at, S. 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegs- und Gefechtsführung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:U-Jagd]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Netz (Textilie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schiefbauer</name></author>
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