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	<title>Netznutzungsentgelt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Netznutzungsentgelt&amp;diff=451228&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wi-luc-ky: Vorlage:Webarchiv-fix: Doppel-Slash erg. [war in Fehlerkat]; bibliograph. Korr./Erg.; Weblinks akt.; Print zu #LIteratur</title>
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		<updated>2026-02-21T20:32:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php/Vorlage:Webarchiv&quot; title=&quot;Vorlage:Webarchiv&quot;&gt;Vorlage:Webarchiv&lt;/a&gt;-fix: Doppel-Slash erg. [war in &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Fehlerkat&lt;/a&gt;]; bibliograph. Korr./Erg.; Weblinks akt.; Print zu &lt;a href=&quot;#LIteratur&quot;&gt;#LIteratur&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Staatslastig|DE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Netznutzungsentgelte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Netzentgelte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind im liberalisierten [[Energiemarkt]] [[Entgelt]]e, die [[Stromnetz#Netzbetreiber|Strom-]] und Gasnetzbetreiber für die Netznutzung zur [[Netzdurchleitung]] von den Netznutzern erheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergründe ==&lt;br /&gt;
Netznutzer sind in der Regel – vor allem bei Privatkunden – die Lieferanten, größere Industriekunden nutzen aber zunehmend das Netz selbst und bezahlen den Strom- bzw. Gasnetzbetreiber direkt. Alle Netzbetreiber in Deutschland haben ihre jeweils gültigen Netznutzungsentgelte im Internet zu veröffentlichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BNetzA1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/A_Z_Glossar/N/Netzentgelt.html |titel=Netzentgelt (Strom und Gas) |hrsg=BNetzA |abruf=2022-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Regularien über die Erhebung von Netznutzungsentgelten wurden in der Vergangenheit durch [[Verbändevereinbarung (Energiewirtschaft)|Verbändevereinbarungen]] geregelt und die Ausführung im zugehörigen Kommentarband des [[Verband der Netzbetreiber]] (VDN) beschrieben. Entsprechend [[Energiewirtschaftsgesetz]] (EnWG) wird die Ermittlung der Netznutzungsentgelte in der [[Stromnetzentgeltverordnung]] (StromNEV) und der [[Gasnetzentgeltverordnung]] (GasNEV) – beide in Kraft getreten am 29. Juli 2005 – geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß [[Energiewirtschaftsgesetz]] mussten die Netzbetreiber ihre Netznutzungsentgelte der [[Bundesnetzagentur]] erstmals zum 1. November 2005 zur Genehmigung vorlegen. Nach der Antragstellung hatte die Bundesnetzagentur sechs Monate Zeit zur Prüfung. Seit dem 1. Januar 2009 unterliegen die Netzentgelte zudem einer [[Anreizregulierung]], die die Betreiber zu Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen bewegen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berechnungsgrundlagen ===&lt;br /&gt;
Gemäß {{§|21|enwg_2005|juris|text=§ 21 Absatz 2}} EnWG wird das Netznutzungsentgelt auf der Grundlage der Kosten einer Betriebsführung, die denen eines effizienten und strukturell vergleichbaren Netzbetreibers entsprechen müssen, unter Berücksichtigung von Anreizen für eine effiziente Leistungserbringung und einer angemessenen, wettbewerbsfähigen und risikoangepassten Verzinsung des eingesetzten Kapitals gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Berechnung der Netzentgelte erfolgt durch Festsetzung einer Erlösobergrenze für die betroffenen Netzbetreiber, welche die gesamten zulässigen Netzkosten und sonstigen Erlöse decken darf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Netzentgelte/Anreizregulierung/WesentlicheElemente/start.html |titel=Wesentliche Elemente der Anreizregulierung |titelerg=Erlösobergrenze |hrsg=BNetzA |abruf=2022-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Obergrenze wird vor Beginn der Regulierungsperioden für jedes Jahr der kommenden Regulierungsperiode ermittelt, wobei eine Regulierungsperiode 5 Jahre dauert. Eine individuelle Anpassung der Erlösobergrenzen an die Preisentwicklung kann durch den Netzbetreiber vorgenommen werden. Ergeben sich darüber hinaus unvorhergesehene Änderungen, kann eine Anpassung beantragt werden, um unzumutbare Härten zu vermeiden. Auch die Regulierungsbehörde kann Anpassungen nach Qualitätskriterien vornehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erlösobergrenze wird bei den Unternehmen durch eine Kostenprüfung ermittelt. Die Daten müssen von einem [[Wirtschaftsprüfer]] bestätigt sein. Die Differenz zwischen Erlösobergrenze und tatsächlichem Erlös wird von der Bundesnetzagentur jährlich auf einem Regulierungskonto eingetragen. Übersteigen die tatsächlichen Erlöse die Obergrenze um fünf Prozent bei Gas und Strom, müssen unverzüglich Anpassungen der Netzentgelte vorgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundlage der Kostenrechnung baut auf den Bestimmungen der StromNEV bzw. GasNEV von 2005 auf. Außerdem fließen bei der Bewertung der Netzkosten auch die dauerhaft nicht beeinflussbaren Kostenanteile ein. Das sind u. a.: gesetzliche Vorgaben, [[Konzessionsabgabe]]n, Betriebssteuern, vorgelagerte Netzebenen, bestimmte Investitionen, Mehrkosten für den Betrieb von [[Erdkabel]]n, betriebliche und tarifliche Vereinbarungen zu Lohnzusatz- und Versorgungsleistungen (soweit bis zum 31. Dezember 2016 entstanden und im Netzentgeltgenehmigungsverfahren der BNetzA anerkannt), [[Betriebsrat]]stätigkeit (im Falle der gesetzlichen Kostenerstattungspflicht durch den Netzbetreiber), Verfahrensregelungen für den grenzüberschreitenden [[EEX|Stromhandel]] sowie für den Zugang zu den Erdgasfernleitungsnetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ändert sich die Versorgungsaufgabe eines Netzbetreibers, können jährlich Anpassungen der Erlösobergrenzen bei der Regulierungsbehörde beantragt werden. Faktoren sind hier: Fläche des Versorgungsgebiets, Anzahl der Anschluss- bzw. Ausspeisepunkte, Jahreshöchstlast, sonstige von der Regulierungsbehörde festgelegte [[Kennzahl|Parameter]].&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|2=Der nachfolgende Abschnitt}}&lt;br /&gt;
Der Effizienzvergleich, den die Bundesnetzagentur vor jeder Regulierungsperiode durchführt, ergibt sich aus den Gesamtkosten des Netzbetriebs nach Abzug der nicht beeinflussbaren Kostenanteile. Dieses Kostenvolumen fließt einmal unternehmensindividuell und einmal standardisiert, um beispielsweise Effekte aus der Altersstruktur des Netzes zu neutralisieren, in die Effizienzwertermittlung ein. Zudem wird der Effizienzwert mit Hilfe von zwei verschiedenen Verfahren (DEA &amp;amp; SFA) ermittelt. Es ergeben sich vier Effizienzwerte (→ 2 Kostenbasen mit 2 Verfahren), aus denen der höchste Wert für den Netzbetreiber herangezogen wird. Dieser Effizienzwert wird in Prozent angegeben und darf 60 Prozent nicht unterschreiten. Beim Effizienzvergleich werden verschiedene gegebene Unterschiede bei den einzelnen Netzbetreibern berücksichtigt: Versorgungsaufgabe (siehe oben), geografische, geologische und topografische Merkmale, Leitungslänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind alle Daten ermittelt, wird die Erlösobergrenze in das Netzentgelt umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eigenkapitalverzinsung ===&lt;br /&gt;
Die Bundesnetzagentur legt für jede Regulierungsperiode einen [[Eigenkapitalrendite|Eigenkapitalzinssatz]] für die Netzbetreiber fest.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Beschlusskammern/BK04/BK4_74_EK_Zins/BK4_Beschl_EK_Zins.html |titel=Beschlüsse Eigenkapitalzinssatz |hrsg=BNetzA |abruf=2022-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser hat Einfluss auf die Höhe des Netzentgeltes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Regulierungsperiode (Gas: 2009–2012; Strom: 2009–2013): Für Neuanlagen in Höhe von 9,29 % und für Altanlagen von 7,56 % vor [[Körperschaftsteuer (Deutschland)|Körperschaftssteuer]]. Vorher waren die Eigenkapitalzinssätze für Neuanlagen durch den Verordnungsgeber in den Netzentgeltverordnungen festgelegt und lagen für Betreiber von Elektrizitätsversorgungsnetzen bei 7,91 % und für Betreiber von Gasversorgungsnetzen bei 9,21 %.&lt;br /&gt;
# Regulierungsperiode (Gas: 2013–2017; Strom: 2014–2018): Für Neuanlagen in Höhe von 9,05 % und für Altanlagen von 7,14 % vor Steuer.&lt;br /&gt;
# Regulierungsperiode (Gas: 2018–2022; Strom: 2019–2023): Für Neuanlagen in Höhe von 6,91 % und für Altanlagen von 5,12 % vor Steuer.&lt;br /&gt;
# Regulierungsperiode (Gas: 2023–2027; Strom: 2024–2028): Für Neuanlagen in Höhe von 5,07 % und für Altanlagen von 3,51 % vor Steuer. Vor der Festlegung ist im Zusammenhang mit der [[Niedrigzinspolitik]], den dauerhaft niedrigen [[Marktzins]]en und steigenden [[Erdgas/Tabellen und Grafiken#Gaspreis|Gas-]] und [[Strompreis]]en über die Höhe der Eigenkapitalzinssätze diskutiert worden. Der [[BDEW]] und [[Verband kommunaler Unternehmen|VKU]] haben die Absenkung mit Blick auf die Investitionen in die Netzinfrastruktur kritisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bdew.de/presse/presseinformationen/bundesnetzagentur-sendet-ein-voellig-falsches-signal/ |titel=„Bundesnetzagentur sendet ein völlig falsches Signal“ |titelerg=Gemeinsames Pressestatement BDEW und VKU |werk=bdew.de |datum=2021-10-20 |abruf=2022-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Gutachten im Auftrag von [[Lichtblick (Unternehmen)|Lichtblick]] und dem [[Bundesverband Neue Energiewirtschaft]] sah hingegen weiteres Einsparpotenzial.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Thomas Wein |url=https://api.lichtblick.de/downloads/presse/2021/netzrenditen.zip |titel=Gutachten zur Festlegung der Eigenkapitalzinssätze für Gas- und Stromnetzbetreiber anlässlich des Konsultationsverfahrens der BNetzA Juli 2021 |hrsg=[[Leuphana Universität Lüneburg]] |datum=2021-08-23 |abruf=2022-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung der Netzentgelte ==&lt;br /&gt;
Die Höhe der Netzentgelte ist je nach Netzbetreiber und Region unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stromnetz ===&lt;br /&gt;
Die höchsten &amp;#039;&amp;#039;Netznutzungsentgelte&amp;#039;&amp;#039; für die Nutzung des [[Stromnetz]]es gibt es im [[Ländlicher Raum|ländlichen Raum]], vor allem in den nördlichen und den [[Neue Länder|neuen Bundesländern]]. In dünnbesiedelten Regionen verteilen sich die Kosten auf weniger Nutzer. Die niedrigsten Entgelte werden überwiegend in den Stadtregionen der [[Westdeutsche Länder|alten Bundesländer]] gezahlt, aber auch in einigen Städten der neuen Bundesländer. Die [[Investition]]en in den [[Stromnetzausbau]], die Kosten für [[Systemdienstleistung]]en, [[Kapazitätsreserve, Netzreserve, Sicherheitsbereitschaft]] und [[Redispatch (Stromnetz)|Redispatch]] im Zuge der [[Energiewende in Deutschland]] führen zu steigenden Strom-Netzentgelten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BNetzA1&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Verbraucherzentrale]] setzt sich für die Senkung einzelner Komponenten der Netzentgelte und für mehr Transparenz bei deren Berechnung ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.vzbv.de/publikationen/verbraucher-duerfen-nicht-zahlmeister-fuer-netzentgelte-werden |titel=Verbraucher dürfen nicht Zahlmeister für Netzentgelte werden |hrsg=Verbraucherzentrale Bundesverband |datum=2018-07-06 |abruf=2022-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionen mit viel [[Erneuerbare Energien|erneuerbaren Energien]] haben höhere Netzentgelte. Da der Strom die ganze Bundesrepublik versorgt, gibt es seit 2023 politische Bestrebungen, die Netzkosten bundesweit gerechter zu verteilen. Seit 2025 werden Regionen, die besondere Kostenbelastungen durch den Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien tragen, entlastet. Die Kosten, die durch die Entlastung einzelner Regionen entstehen, können bundesweit verteilt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesnetzagentur.de/verteilung-netzkosten |titel=Verteilung von Netzkosten |hrsg=BNetzA |datum=2023-12-22 |abruf=2024-01-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Achsendiagramm&lt;br /&gt;
| titel=Entwicklung des durchschnittlichen, mengengewichteten&amp;lt;br/&amp;gt;Nettonetzentgeltes (inkl. Messstellenbetrieb) für Haushaltskunden&lt;br /&gt;
| untertitel1=Jahr&lt;br /&gt;
| untertitel2=Ct/kWh&lt;br /&gt;
| width=400&lt;br /&gt;
| d1=2013|w1=6,52&lt;br /&gt;
| d2=2014|w2=6,54&lt;br /&gt;
| d3=2015|w3=6,59&lt;br /&gt;
| d4=2016|w4=6,79&lt;br /&gt;
| d5=2017|w5=7,31&lt;br /&gt;
| d6=2018|w6=7,19&lt;br /&gt;
| d7=2019|w7=7,22&lt;br /&gt;
| d8=2020|w8=7,50&lt;br /&gt;
| d9=2021|w9=7,52&lt;br /&gt;
| d10=2022|w10=8,12&lt;br /&gt;
| d11=2023|w11=9,35&lt;br /&gt;
| d12=2024|w12=11,62&lt;br /&gt;
| d13=2025|w13=11,51&lt;br /&gt;
| url=https://data.bundesnetzagentur.de/Bundesnetzagentur/SharedDocs/Mediathek/Monitoringberichte/MonitoringberichtEnergie2025.pdf&lt;br /&gt;
| quelle=Monitoringbericht 2025&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Übertragungsnetzentgelte ====&lt;br /&gt;
Die vier [[Übertragungsnetzbetreiber]] haben in ihrer [[Regelleistung (Stromnetz)|Regelzone]] grundsätzlich einen unterschiedlichen Anteil am Netzentgelt. Mit dem &amp;#039;&amp;#039;Netzentgeltmodernisierungsgesetz&amp;#039;&amp;#039; von 2017 gab es die erste größere Anpassung der Entgeltregulierung an die geänderten Rahmenbedingungen. Damit verbunden ist auch die &amp;#039;&amp;#039;Verordnung zur schrittweisen Einführung bundeseinheitlicher Übertragungsnetzentgelte&amp;#039;&amp;#039;. Im Jahr 2023 lag dieses einheitlich bei 3,12 Cent pro [[Kilowattstunde]]. Als Teil der [[Strompreisbremse]] hat die [[Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] ([[Kabinett Scholz]]) die Übertragungsnetzentgelte im Jahr 2023 durch einen Zuschuss in Höhe von 12,84 Milliarden Euro auf dem Niveau des Jahres 2022 stabilisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/energiepreisbremsen-2145728 |titel=Energiepreisbremsen kommen |titelerg=Preisdeckel für Strom, Gas und Wärme |werk=[[bundesregierung.de]] |datum=2022-12-16 |abruf=2022-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ohne Zuschuss stiegen die Übertragungsnetzentgelte für das Jahr 2024 auf 6,43 Cent pro Kilowattstunde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/wdr-tanken-heizen-fliegen-wie-sich-die-ampel-beschluesse-auf-verbraucher-auswirken-100.html |titel=Tanken, Heizen, Fliegen: Wie sich die Ampel-Beschlüsse auf Verbraucher auswirken |werk=tagesschau.de |datum=2023-12-13 |abruf=2023-12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für das Jahr 2026 hat die Bundesregierung ([[Kabinett Merz]]) einen Zuschuss in Höhe von 6,5 Milliarden Euro zur Senkung auf 2,86 Cent pro Kilowattstunde beschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/stromkosten-zuschuss-uebertragungsnetze-entlastung-100.html |titel=Wie hoch die Ersparnis bei den Stromkosten ausfällt |werk=tagesschau.de |datum=2025-11-14 |abruf=2025-11-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vermiedene Netznutzungsentgelte ====&lt;br /&gt;
Für die dezentrale Einspeisung elektrischer Energie, die verbrauchsnah ins [[Niederspannungsnetz|Niederspannungs-]] oder ins [[Mittelspannungsnetz]] erfolgt, wurde vermutet, dass dem Netzbetreiber durch die dezentrale Einspeisung geringere Aufwendungen als bei Einspeisung aus Großkraftwerken entstehen. Dem lag die Annahme zu Grunde, dass die dezentral eingespeiste Energie nicht erst aus Großkraftwerken in [[Hochspannungsleitung]]en eingespeist und von dort in Mittelspannungs- und Niederspannungsnetze transformiert werden muss, bis der Endkunde den Strom abnimmt. Erstmals wurden im Jahr 1999 in der [[Verbändevereinbarung (Energiewirtschaft)#VV II (Strom)|Verbändevereinbarung II]] Entgelte für vermiedene Netznutzung eingeführt und später in § 18 der StromNEV übernommen. Dies betrifft zum Beispiel Anlagen mit [[Kraft-Wärme-Kopplung]]. Für [[Erneuerbare-Energien-Gesetz|EEG]]-Anlagen werden die vermiedenen Netzentgelte nicht ausgezahlt, sondern vom Netzbetreiber in das EEG-Konto eingezahlt, sie sind mit der EEG-Vergütung abgegolten. Im Jahr 2017 erreichte die Höhe der ausgezahlten vermiedenen Netzentgelte (negative Einspeiseentgelte) mit 2,5 Milliarden Euro ihren Höchstwert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Beschlusskammern/BK08/BK8_06_Netzentgelte/67_vermNetzentG/BK8_vermNetzentg.html |titel=Vermiedene Netzentgelte |hrsg=BNetzA |abruf=2022-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigte sich, dass die dezentrale Einspeisung von [[elektrischer Strom|elektrischem Strom]] – insbesondere von Strom, zu dessen Erzeugung [[Volatilität#Energiewirtschaft|volatile Energiequellen]], wie z.&amp;amp;nbsp;B. Sonne und Wind, genutzt wurden – keinen Netzausbau einspart, sondern für den Anschluss in lastschwachen Gebieten einen Netzausbau erst erforderlich macht. Zudem wurden Fehlanreize gesetzt, einen Netzanschluss in einer möglichst niedrigen Spannungsebene und in Gebieten mit möglichst hohen Netzentgelten zu realisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Petermann: &amp;#039;&amp;#039;Entgelt für dezentrale Einspeisung nach § 18 StromNEV – ein Auslaufmodell.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;EWeRK. Zeitschrift des Instituts für Energie- und Wettbewerbsrecht in der Kommunalen Wirtschaft e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; 3/2016, {{ISSN|1866-8585}}, S. 185–190 ({{Webarchiv |url=https://www.ewerk.nomos.de/fileadmin/ewerk/doc/2016/Ewerk_2016_03_12.pdf |wayback=20200712085508 |text=nomos.de |format=PDF; 435&amp;amp;nbsp;kB |()=[]}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem &amp;#039;&amp;#039;Netzentgeltmodernisierungsgesetz&amp;#039;&amp;#039; ({{BGBl|2017 I S. 2503}}) von 2017 wurde die Höhe der vermiedenen Netzentgelte ab dem 1. Januar 2018 auf den Stand 31. Dezember 2016 eingefroren. Für Anlagen mit volatiler Erzeugung wurden die vermiedenen Netzentgelte schrittweise bis zum 31. Dezember 2019 abgeschafft und dürfen seit dem 1. Januar 2020 nicht mehr gezahlt werden. Für andere bestehende oder bis zum 31. Dezember 2022 neu errichtete dezentrale Erzeugungsanlagen blieben sie zunächst erhalten. Nach dem Urteil des EuGH zur {{EU-Richtlinie|2009|72}}&amp;lt;ref&amp;gt;[[EuGH]], Urteil vom 2. September 2021 {{Rspr|C-718/18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (heute {{EU-Richtlinie|2019|944}}) hatte das [[Kabinett Scholz]] mit dem &amp;#039;&amp;#039;Gesetz zur Anpassung des Energiewirtschaftsrechts an unionsrechtliche Vorgaben und zur Änderung weiterer energierechtlicher Vorschriften&amp;#039;&amp;#039; ({{BGBl|2023 I Nr. 405}}) der [[Bundesnetzagentur]] mehr Kompetenz übertragen. Mit Beschluss der Bundesnetzagentur vom 17. Februar 2026 werden die vermiedenen Netznutzungsentgelte schrittweise vom 1. Juli 2026 bis zum 31. Dezember 2028{{Zukunft|2028}} vollständig abgeschmolzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Beschlusskammern/GBK/Ebene2_Methoden/Vermiedene_Netzentgelte/start.html |titel=Verfahren zur Abschmelzung der Entgelte für dezentrale Erzeugung in den Jahren 2026 bis 2028 |titelerg=GBK-25-02-1#1 |hrsg=BNetzA |datum=2026-02-17 |abruf=2026-02-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Offshore-Windparks ====&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Januar 2019 sind Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Anbindungsleitungen für [[Offshore-Windpark]]s nicht mehr in den Netzentgelten enthalten. Diese werden in der [[Offshore-Netzumlage]] ermittelt und als gesonderter Betrag auf der Stromrechnung ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasnetz ===&lt;br /&gt;
{{Achsendiagramm&lt;br /&gt;
| titel=Entwicklung der Netzentgelte inklusive der Entgelte&amp;lt;br/&amp;gt;für Messung und Messstellenbetrieb für Haushaltskunden&lt;br /&gt;
| untertitel1=Jahr&lt;br /&gt;
| untertitel2=Ct/kWh&lt;br /&gt;
| width=400&lt;br /&gt;
| farbe=FFCC00&lt;br /&gt;
| d1=2012|w1=1,28&lt;br /&gt;
| d2=2013|w2=1,39&lt;br /&gt;
| d3=2014|w3=1,41&lt;br /&gt;
| d4=2015|w4=1,40&lt;br /&gt;
| d5=2016|w5=1,50&lt;br /&gt;
| d6=2017|w6=1,50&lt;br /&gt;
| d7=2018|w7=1,51&lt;br /&gt;
| d8=2019|w8=1,56&lt;br /&gt;
| d9=2020|w9=1,48&lt;br /&gt;
| d10=2021|w10=1,50&lt;br /&gt;
| d11=2022|w11=1,55&lt;br /&gt;
| d12=2023|w12=1,81&lt;br /&gt;
| d13=2024|w13=1,82&lt;br /&gt;
| d14=2025|w14=2,16&lt;br /&gt;
| url=https://data.bundesnetzagentur.de/Bundesnetzagentur/SharedDocs/Mediathek/Monitoringberichte/MonitoringberichtEnergie2025.pdf&lt;br /&gt;
| quelle=Monitoringbericht 2025&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne nachfragebedingten Rückbau des Gasnetzes wird bis Anfang der 2040er-Jahre eine Steigerung der Netzentgelte um 1600 Prozent erwartet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mareike Herrndorff, Philipp Godron, Aicha Platzdasch, Andreas Jahn |Titel=Reaktion zu den Eckpunkten der Weiterentwicklung des Regulierungsrahmens für Strom- und Gasnetzbetreiber |Verlag=[[Agora Energiewende]] |Ort=Berlin |Datum=2024-02-29 |Seiten=8 ff. |Fundstelle=insb. Abb. 2 und 4 |Online=[https://www.agora-energiewende.de/fileadmin/Projekte/2024/2024-08_DE_Stellungnahme_Anreizregulierung/A-EW_Stellungnahme_Anreizregulierung_WEB.pdf agora-energiewende.de] |Format=PDF |KBytes=1130 |Abruf=2024-06-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Ludwig Einhellig, Andreas Herzig, Stefan Lares, Theresa Rainer |Titel=Eigenkapitalverzinsung bei Netzbetreibern aus Sicht von Investoren |Sammelwerk=[[Energiewirtschaftliche Tagesfragen]] |Band=66 |Nummer=5 |Datum=2016 |Seiten=36–42 |Online={{Webarchiv |url=https://www2.deloitte.com/content/dam/Deloitte/de/Documents/financial-services/Eigenkapitalverzinsung%20bei%20Netzbetreibern%20aus%20Sicht%20von%20Investoren.pdf |wayback=20221218175924 |text=deloitte.com |()=[]}} |Format=PDF |KBytes=448}}&lt;br /&gt;
* Alexander Klügl, Ulrich Mahn: &amp;#039;&amp;#039;Netzentgelte Strom – einfach kalkuliert&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Bibliothek der Energiewirtschaft&amp;#039;&amp;#039;). Hrsg.: Michael Seidel. vde-Verlag, Berlin 2020, ISBN 978-3-8007-5138-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.enbw.com/content/de/netznutzer/media/pdf/vvii_plus.pdf |wayback=20100904005211 |text=&amp;#039;&amp;#039;Verbändevereinbarung II+.&amp;#039;&amp;#039; |format=PDF; 235&amp;amp;nbsp;kB}} In: &amp;#039;&amp;#039;enbw.com,&amp;#039;&amp;#039; 13. Dezember 2001&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Verband der Netzbetreiber – VDN – e.&amp;amp;nbsp;V. beim VDEW |url=http://hertener-stadtwerke.de/media/kommentarband_vv2.pdf |titel=Kommentarband zur Verbändevereinbarung II+ |werk=hertener-stadtwerke.de |datum=2002-11 |format=PDF; 2,4&amp;amp;nbsp;MB |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20030312151449/http://hertener-stadtwerke.de/media/kommentarband_vv2.pdf |archiv-datum=2003-03-12 |abruf=2013-05-25}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://bdew.de/internet.nsf/id/DE_EEG-Umsetzungshilfen/$file/2007-03-03_VDN-Kalkulationsleitfaden_18_StromNEV.pdf |wayback=20110702024814 |text=&amp;#039;&amp;#039;Kalkulationsleitfaden § 18 StromNEV&amp;#039;&amp;#039; |format=PDF; 216&amp;amp;nbsp;kB}} In: &amp;#039;&amp;#039;bdew.de,&amp;#039;&amp;#039; 3. März 2007&lt;br /&gt;
* [[Hans Koberstein]], Joe Sperling: {{Webarchiv |url=https://www.zdf.de/politik/frontal-21/geheime-netzentgelte-100.html |wayback=20250301170703 |text=&amp;#039;&amp;#039;Geheime Netzentgelte: Wie Stromriesen kräftig abkassieren.&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frontal21]],&amp;#039;&amp;#039; ZDF, 21. August 2018; {{YouTube |id=XoQA-btcl1Y |titel=Frontal21 (ZDF): Geheime Netzentgelte – Wie Stromriesen kräftig abkassieren |abruf=&amp;lt;!-- 2026-02-21 --&amp;gt; |upload=2018-08-22 |uploader=Will Fried (Uploader) |laufzeit=8:53&amp;amp;nbsp;min |sprache=de}}; Manuskript unter [https://www.klimareporter.de/images/dokumente/2018/08/geheimenetzentgelte.pdf klimareporter.de] (PDF; 63&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energiehandel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energiewirtschaft (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektrische Energieverteilung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wi-luc-ky</name></author>
	</entry>
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