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	<title>Netzedistrikt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Netzedistrikt&amp;diff=464624&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sicherlich: /* Geschichte */</title>
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		<updated>2026-01-01T09:07:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Netzedistrikt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine Verwaltungseinheit des [[Königreich Preußen|Staates Preußen]] und bestand von 1772 bis 1807. Das Gebiet wurde der Länge nach von der [[Noteć|Netze]] (&amp;#039;&amp;#039;Noteć&amp;#039;&amp;#039;) durchströmt. Im Gegensatz zu den übrigen [[Annexion]]en Preußens bei der [[Erste Teilung Polens|Ersten Teilung Polens]] 1772 hatte das Netzegebiet nicht von 1308 bis 1466 dem [[Deutscher Orden|Deutschen Orden]] gehört, sondern bestand aus Teilen der [[Polen-Litauen|polnischen]] Herzogtümer [[Großpolen]] und [[Kujawien]]. Nur ein kleiner Teil im Westen hatte zeitweilig zur [[Mark Brandenburg|brandenburgischen]] [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] gehört. Gleichwohl hatte es einen hohen deutschen Bevölkerungsanteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einteilung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Netzedistrikt mit Kreiseinteilung 1772.jpg|mini|Der Netzedistrikt mit seinen vier Kreisen]]&lt;br /&gt;
Die Grenzen wurden 1776 durch eine preußisch-polnische Kommission berichtigt und 1777 endgültig festgelegt. Der Distrikt wurde in folgende vier (adlige) landrätliche Kreise eingeteilt:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Landkreis Bromberg|Bromberg]]&amp;#039;&amp;#039; (Bydgoszcz) mit den Städten Bromberg, [[Fordon]], Schulitz, Polnisch Krone (Coronowo), Nakel, Keyn oder Exin, Mrotzen, Barczyn, Labyczyn, [[Rinarzewo]], Schubin, fünf königlichen Domainenämtern (1806: Bromberg, Niedzewitz-Koronowo, Morozen, Nakel) und 193 adligen Gütern.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Landkreis Inowrazlaw|Inowraclaw]]&amp;#039;&amp;#039; (Inowrocław) mit den Städten Inowraclaw, Kruschwitz, Gniewkowo, Znin, [[Mogilno]], Willatowo, Strzelno, Kwieciszewo, Gonsawa, Gembice, [[Pakość|Pakosch]], sieben königlichen Domainenämtern (1806: Inowrazlaw, Kruschwitz, Gniewkowo, Znin, Mursinno, Mogilno, Strzello) und 200 adligen Gütern.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Kreis Kamin|Kamin]]&amp;#039;&amp;#039; (Camina) mit den Städten [[Kamień Krajeński|Kamin]] &amp;#039;&amp;#039;(Kamień Krajeński)&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Cammin&amp;#039;&amp;#039;, Wissek &amp;#039;&amp;#039;(Wissocka)&amp;#039;&amp;#039;, Wirsitz, Flatow, Zempelburg, Vandsburg, Lobsens &amp;#039;&amp;#039;(Lobzenica)&amp;#039;&amp;#039;, Krojanke &amp;#039;&amp;#039;(Krajenka)&amp;#039;&amp;#039;, Miastetzko (Miasteczko), [[Margonin]], Samoszin (Szamocin), Gollanz, vier königlichen Domainenämtern (1806: Kamin, Zelgniewo, Bialosliwe, Wirsitz) und 257 adligen Gütern.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Landkreis Deutsch Krone|Deutsch Krone]]&amp;#039;&amp;#039;, ursprünglich Arnskrone (Wałcz) mit den Städten Deutsch Krone, [[Piła|Schneidemühl]] &amp;#039;&amp;#039;(Piła)&amp;#039;&amp;#039;, Jastrow &amp;#039;&amp;#039;(Jastrowie)&amp;#039;&amp;#039;, Usch, Budzin, Chodzesen, Czarnikow, Schönlanke &amp;#039;&amp;#039;(Trschonska)&amp;#039;&amp;#039;, Radolin, [[Wieleń|Filehne]] &amp;#039;&amp;#039;(Vielun)&amp;#039;&amp;#039;, Schloppe &amp;#039;&amp;#039;(Sczloppa)&amp;#039;&amp;#039;, [[Tuczno|Tütz]] &amp;#039;&amp;#039;(Tuczno)&amp;#039;&amp;#039;, Märkisch Friedland, vier königlichen Domainenämtern (1806: Deutsch-Krone, Lebehnke, Neuhof, Postollitz) und 196 adligen Gütern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte polnischeteilungen4.png|mini|Der Netzedistrikt im Süden [[Westpreußen]]s auf einer Landkarte mit den Landesgrenzen von 1772]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte kongresspolen.png|miniatur|220px|Nach dem [[Frieden von Tilsit]] 1807 bzw. dem [[Wiener Kongress]] 1815]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der kleinere Teil des Netzedistrikts zwischen den Flüssen [[Noteć|Netze]], [[Gwda|Küddow]] und [[Drawa|Drage]] hatte im 14. und 15. Jahrhundert zur [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] gehört. Darin liegen u.&amp;amp;nbsp;a. die Städte Tietz (Tuczno), Deutsch Krone, Friedland, Filehne, Schloppe und Zempelburg. Das von Preußen gemäß dem [[Warschauer Vertrag (1773)|Vertrag von Warschau]] 1773 annektierte Gebiet mit vorwiegend deutschsprachiger Bevölkerung hatte dagegen seit 1466 unter [[Königreich Polen|polnischer]] Hoheit gestanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1776 lagen noch die beiden neumärkischen adligen Güter Petzenick und Prochno mitten im landrätlichen Kreis Deutsch Krone. Ein anderes Stück des Netzedistrikts zwischen [[Pommerellen]], der Küddow und der Netze bis nach [[Nakło nad Notecią|Nakel]] und von dort bis zur [[Weichsel]] &amp;#039;&amp;#039;(Wisła)&amp;#039;&amp;#039; hatte im 13. Jahrhundert zu Pommerellen gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Netzedistrikt wurde zunächst als eigenständige preußische Verwaltungseinheit behandelt, dann aber 1775 [[Westpreußen]] zugeschlagen und damit dem bisher nur aus [[Ostpreußen]] bestehenden Königreich Preußen einverleibt. Der Adel des Netzedistrikts hat 1786 zusammen mit dem westpreußischen Adel in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] die [[Huldigung]] gegenüber König [[Friedrich Wilhelm II. (Preußen)|Friedrich Wilhelm&amp;amp;nbsp;II.]] geleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die [[Elbinger Konvention]], die dem [[Frieden von Tilsit]] folgte, musste Preußen fast den gesamten Netzedistrikt an das neugebildete [[Herzogtum Warschau]] abgeben, erhielt das Gebiet aber auf dem [[Wiener Kongress]] durch den am 3. Mai 1815 in Wien mit [[Russisches Kaiserreich|Russland]] geschlossenen Vertrag zurück. Der größere Teil wurde 1815 der [[Provinz Posen]] als [[Regierungsbezirk Bromberg]], der 1807 bei Preußen verbliebene kleinere Teil in der Provinz Westpreußen dem [[Regierungsbezirk Marienwerder]] zugeschlagen. Das erstgenannte Gebiet trug als Wahlbezirk für das [[Preußisches Herrenhaus#Herrenhaus (1854–1918)|Preußische Herrenhaus]] noch bis 1918 die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Netze-Distrikt&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] annektierte 1920 die [[Zweite Polnische Republik]] aufgrund der Bestimmungen des  [[Versailler Vertrag]]s den größten Teil des Territoriums des ehemaligen Netzedistrikts mit überwiegend deutschsprachiger Bevölkerung. So entstand der [[Polnischer Korridor|polnische Korridor]]. Bei der [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] blieben lediglich der [[Netzekreis]], die Kreise [[Landkreis Flatow|Flatow]], [[Landkreis Deutsch Krone|Deutsch Krone]] und der am 1. April 1914 geschaffene Stadtkreis Schneidemühl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Berghaus]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutschland seit hundert Jahren.&amp;#039;&amp;#039; Teil II,  Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Gebiets-Eintheilung.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Günther, Leipzig 1861  S. 344–346 ([https://books.google.de/books?id=PZIUAAAAQAAJ&amp;amp;pg=344 Google Books]).&lt;br /&gt;
* Rudolf Bonin: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der erzbischöflichen Gnesen-Grundherrschaft von Kamin (Wpr.) und Umgegend. Mit vier Beilagen aus den Jahren 1236–1284. Ein Beitrag zur Geschichte der Gründung dieser auf beiden Seiten der Kamionka gelegenen Grundherrschaft und ihrer Leiden als Grenzland zwischen Großpolen und Pommerellen, dann zwischen Polen und dem Deutschen Orden.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des historischen Vereins für den Regierungsbezirk Marienwerder&amp;#039;&amp;#039;, Heft 41, Marienwerder 1902, S. 1–19.&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Giesebrecht]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Landwehre der Pommern und der Polen zu Anfang des zwölften Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Baltische Studien.&amp;#039;&amp;#039; Band 11, Stettin 1845, S. 146–190 ([https://books.google.de/books?id=bq0OAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA146 S. Google Books]).&lt;br /&gt;
* [[Johann Friedrich Goldbeck]]: &amp;#039;&amp;#039;Vollständige Topographie des Königreichs Preußen.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Topographie von Westpreußen.&amp;#039;&amp;#039; Marienwerder 1789 (Nachdruck: Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen, Hamburg 1991), S. 78–120 ([https://books.google.de/books?id=SQw_AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA78 Google Books]).&lt;br /&gt;
* [[August Karl Holsche|August Karl von Holsche]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Netzedistrikt, ein Beytrag zur Länder- und Völkerkunde mit statistischen Nachrichten&amp;#039;&amp;#039;. Königsberg 1793  ([https://books.google.de/books?id=-4Y2AAAAMAAJ&amp;amp;printsec=frontcover Google Books]).&lt;br /&gt;
* Gustav Philipp Körner: &amp;#039;&amp;#039;Der Netzdistrikt – Bilder aus der Vergangenheit und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Bromberg 1868 ([https://books.google.de/books?id=eXZTAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover Google Books]).&lt;br /&gt;
* [[Johann Ludwig Quandt]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Land an der Netze nebst der Neumark, wie sie von Pommern besessen und verloren wurden.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Baltische Studien&amp;#039;&amp;#039;, Band 15, Stettin 1853, S. 165–204 ([https://books.google.de/books?id=vwMZAQAAIAAJ&amp;amp;pg=PA165 Google Books]).&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Wilhelm Ferdinand Schmitt]]: &amp;#039;&amp;#039;Topographie der zum ehemaligen Netz-Distrikt gehörigen Kreise West-Preussens&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Preußische Provinzial-Blätter&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Andere Folge&amp;#039;&amp;#039;, Band VI, Königsberg 1854, S. 257–289  ([https://books.google.de/books?id=w7MtAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA257 Google Books]) und S. 432–461 ([https://books.google.de/books?id=w7MtAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA432 Google Books]), Band VII, Königsberg 1855, S. 42–46 ([https://books.google.de/books?id=HbMtAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA42  Google Books]) und S. 105–118 ([https://books.google.de/books?id=HbMtAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA105 Google Books]).&lt;br /&gt;
* [[Max Beheim-Schwarzbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Netzedistrikt in seinem Bestande zur Zeit der ersten Theilung Polens&amp;#039;&amp;#039;. In:  &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift der Historischen Gesellschaft für die Provinz Posen&amp;#039;&amp;#039;.  Siebenter Jahrgang, Posen 1892, S. 188–223 ([https://books.google.de/books?id=hMFKAQAAMAAJ&amp;amp;pg=RA2-PA188&amp;amp;hl=de Googler Books]) und S. 381–426 ([https://books.google.de/books?id=hMFKAQAAMAAJ&amp;amp;pg=RA2-PA381&amp;amp;hl=de Google Books]).&lt;br /&gt;
* J. Meisner: &amp;#039;&amp;#039;Gerichtsverfassung und Rechtspflege im Netze-Distrikt unter Friedrich dem Großen&amp;#039;&amp;#039;. In:  &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift der Historischen Gesellschaft für die Provinz Posen&amp;#039;&amp;#039;. Siebenter Jahrgang, Posen 1892, S. 236–336 ([https://books.google.de/books?id=hMFKAQAAMAAJ&amp;amp;pg=RA2-PA263&amp;amp;hl=de Google Books]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.raether-buch.de/History_Maps.htm | wayback=20070616044924 | text=Sammlung historischer Landkarten zur deutsch-polnischen Geschichte}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Besitzungen und Provinzen Preußens&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Provinzen Preußens}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4289605-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Westpreußen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungseinheitsgründung 1772|Netze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1807]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sicherlich</name></author>
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