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	<title>Netzausgleichung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T20:27:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Netzausgleichung&amp;diff=174528&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;J.Ammon: kleine Erläuterung</title>
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		<updated>2023-02-22T16:11:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kleine Erläuterung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Netzausgleichung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der [[Geodäsie]] die Anwendung der [[Ausgleichsrechnung]] auf geodätische Messungen verstanden, um [[Koordinaten]] in einem [[Vermessungsnetz|Punktnetz]] zu bestimmen und bestmöglich an alle vorhandenen, eventuell fehlerbehafteten Messungen anzupassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei wird das Netz, das im Regelfall aus [[Dreieck]]en, Winkeln und Strecken aufgebaut ist, in ein rechnerisches [[Modell]] gefasst und die [[Messung]]en nach der Methode der [[Methode der kleinsten Quadrate|kleinsten Quadrate]] ausgeglichen. Zuvor sind [[Näherungskoordinaten]] der beteiligten Punkte zu ermitteln, die zur [[Linearisierung]] der [[Beobachtung]]s&amp;lt;nowiki/&amp;gt;gleichungen dienen, die für den Ausgleich anzusetzen sind. Die Näherungskoordinaten erhält man aus einer vorläufigen Durchrechnung des Netzes, einer früheren [[Vermessung]] des Gebietes oder grafisch aus einer Karte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der mathematische Vorgang ist üblicherweise eine &amp;#039;&amp;#039;[[Ausgleichung nach vermittelnden Beobachtungen]]&amp;#039;&amp;#039;. Sie minimiert die Wirkung der (unvermeidlichen) kleinen [[Messfehler]], indem sie auf die kleinstmögliche Quadratsumme beschränkt werden. Sind diese Messabweichungen [[zufälliger Fehler|zufällig]] verteilt, d.&amp;amp;nbsp;h. ohne [[systematischer Fehler|systematische]] Anteile, so ist das ausgeglichene Netz das theoretisch erreichbare Optimum. In einem kleinräumigen Netz liegen die Messabweichungen im Durchschnitt unter 0,001&amp;amp;nbsp;[[Gon]] oder&amp;amp;nbsp;3[[Bogensekunde|&amp;quot;]], bei Netzen [[Netz erster Ordnung|Erster Ordnung]] weit unter&amp;amp;nbsp;1&amp;quot;, was einigen Millimetern pro Kilometer entspricht. Auch bei weit ausgedehnten Netzen werden so Punktkoordinaten mit Genauigkeiten im Zentimeter-Bereich erzielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je besser das [[Netz (Geodäsie) #Ausgleichsrechnung und Netzdesign|Netzdesign]] ([[Symmetrie (Geometrie)|symmetrisch]]e Form, ausreichende [[Überbestimmung]]), desto mehr kommen die Vorteile der Netzausgleichung zum Tragen. Sie verbessert die Genauigkeit um durchschnittlich 30 bis 60&amp;amp;nbsp;Prozent und erhöht auch die Zuverlässigkeit. Schwach eingebundene Netzteile (z.&amp;amp;nbsp;B. Ausleger oder ungenaue Abschnitte) können erkannt und allenfalls durch Nachmessungen ergänzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode der kleinsten Quadrate wurde von [[Carl Friedrich Gauß]] entwickelt, als er bei der [[Gaußsche Landesaufnahme|Hannoverschen Landesvermessung]] in der Umgebung des [[Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] auf unerwartete [[Diskrepanz]]en in den Messungen stieß. [[1799]] benutzte er die Methode bei der [[Gradmessung]] zwischen [[Bezirk Altona|Altona]] und [[Gotha]], um die Dreieckswidersprüche in den Winkelmessungen der [[Triangulation (Geodäsie)|Triangulation]] auszugleichen. Die Qualität seiner Ergebnisse erlaubte ihm später, auch den [[Refraktionskoeffizient]]en der Atmosphäre zu bestimmen; sein Wert von 13 % der [[Erdkrümmung]] gilt noch immer als Standard für lange Netz[[visur]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gaußsche Prinzip ist bis heute das wichtigste Ausgleichsprinzip bei geodätischen Messungen, wurde aber im Formelapparat auf die modernere Schreibweise der [[Matrizenrechnung]] umgestellt. Für komplexere Aufgaben kann sie zur [[Least Squares Collocation|Kollokation]] erweitert werden, um auch nicht-geometrische [[Messgröße]]n „in einem Guss“ verarbeiten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Zeitalter der&amp;amp;nbsp;[[EDV]] wurden auch [[Grafische Methode|grafische]] Ausgleichsverfahren angewendet, deren Grundlagen Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts entwickelt wurden. Sie berücksichtigen den Einfluss kleiner [[Winkelfehler]] auf die Punktkoordinaten durch [[Perpendikel]], die man am Übersichtsplan des Netzes quer zur jeweiligen Visur aufträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Nivellement]]s- und [[Höhennetz]]e wiederum wurde eine [[Iteration|iterativ]]e Methode der Ausgleichung entwickelt, die den Namen [[militärischer Höhenausgleich]] erhielt. Dabei werden alle gemessenen Höhendifferenzen in eine Tabelle geschrieben und die Widersprüche (mm..cm pro km) durch systematische Änderungen [[Glätten (Mathematik)|geglättet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Vermessungspunkt]], [[Fehlerellipse]], [[Fehlerfortpflanzung]]&lt;br /&gt;
* [[Regressionsanalyse]], [[Varianzanalyse]], [[Genauigkeit]], [[Zuverlässigkeit (Technik)|Zuverlässigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Ingenieurgeodäsie]], [[Bauwerksüberwachung]]&lt;br /&gt;
* [[Netzausbreitung]], [[astro-geodätische Netzausgleichung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Walter Großmann: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Ausgleichungsrechnung&amp;#039;&amp;#039;, Springer-Verlag 1969&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Heck]]: &amp;#039;&amp;#039;Rechenverfahren und Auswertemodelle der Landesvermessung&amp;#039;&amp;#039;. Wichmann-Verlag, 3. Auflage, Karlsruhe 2003&lt;br /&gt;
* [https://software.applied-geodesy.org/ Java·Applied·Geodesy·3D] - OpenSource Netzausgleichungsprogramm in JAVA&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4003716-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geodäsie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausgleichsrechnung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;J.Ammon</name></author>
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