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	<title>Nethegau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Redaktor GLAM: Higher resolution version of image</title>
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		<updated>2025-07-02T13:19:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Higher resolution version of image&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gau&lt;br /&gt;
|NAME=Nethegau&lt;br /&gt;
|KARTE=&lt;br /&gt;
|KARTENBESCHREIBUNG=&lt;br /&gt;
|BILD=&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG=oberes Bild&lt;br /&gt;
|LAGE-POLITISCH=[[Nordrhein-Westfalen]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
|LAGE-GAU=[[Oberwälder Land]]&lt;br /&gt;
|LAGE-GAU-BEZ=Gau im&lt;br /&gt;
|HISTORISCHES ZENTRUM= [[Brakel]]&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD=51/42/0/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD=9/10/0/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = DE-NW&lt;br /&gt;
|POSKARTE= Deutschland Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVKARTE=&lt;br /&gt;
|FLÄCHE=&lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN=&lt;br /&gt;
|BILD1=&lt;br /&gt;
|BILD1-BESCHREIBUNG=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nethegau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, benannt nach dem Fluss [[Nethe]], wird in unterschiedlichen Quellen auch Netago, Netga, Netgau, aber auch Nithega genannt und umfasst im Wesentlichen das Brakeler Bergland zwischen [[Weser]] und [[Eggegebirge]] um die Städte [[Brakel]] und [[Bad Driburg]] im heutigen [[Kreis Höxter]] in [[Nordrhein-Westfalen]] sowie den nördlichen Teil des heutigen [[Borgentreich]]er Stadtgebietes.&amp;lt;ref&amp;gt;So nicht anders angegeben ergeben sich die Belege aus den unter Literatur angegebenen Werken.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Zu verschiedenen Zeiten wurde die Abgrenzung der mittelalterlichen Gaue unterschiedlich angegeben, zeitweise versuchte man sogar feste Grenzen zu erarbeiten. Heute wird eher die ungefähre Lage angegeben, da zu einem Gau gehörige Orte nur selten und punktuell aus den [[Quelle (Geschichtswissenschaft)|Quellen]] hervorgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einer Urkunde Ottos des Großen vom 8. Juni 965 geht hervor, dass der Hof &amp;#039;&amp;#039;Bodincthorpe&amp;#039;&amp;#039;, das heutige [[Bökendorf]], im &amp;#039;&amp;#039;pago Nithega&amp;#039;&amp;#039; liegt und aus dem Erbbesitz der Liudolfinger dem Kloster Corvey geschenkt wird. Um 1400 wird [[Willebadessen]] als im Gericht &amp;#039;&amp;#039;in der Vestene videlicet in pago Netago&amp;#039;&amp;#039; (in heutigem Deutsch: „im Gerichtsbezirk, nämlich im Gau Nethegau“) gelegen bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig August Theodor Holscher: &amp;#039;&amp;#039;Die ältere Diöcese Paderborn, nach ihren Grenzen, Archidiaconaten, Gauen und alten Gerichten. V. Archidiaconat Iburg (später Brakel).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Westfälische Zeitschrift]] 40, 1882, S.&amp;amp;nbsp;84. Hermann Bannasch: &amp;#039;&amp;#039;Das Bistum Paderborn unter den Bischöfen Rethar und Meinwerk.&amp;#039;&amp;#039; Altertumsverein, Paderborn 1972, S.&amp;amp;nbsp;75, 79. Urkunde Ottos I., Nr. 292 vom 8. Juni 965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit Hinweisen zu benachbarten Gauen und Landschaften ergibt sich folgendes Bild: Der &amp;#039;&amp;#039;Nethegau&amp;#039;&amp;#039; grenzt im Westen an das [[Eggegebirge]], im Norden an den [[Wetigau]], im Süden an den [[Hessengau]] und im Osten an den [[Augau]] um die [[Weser]]. Wie schon angegeben erstreckt er sich um den Fluss [[Nethe]].&amp;lt;ref&amp;gt;Th. Menke: [http://www.maproom.org/00/46/present.php?m=0033/ Karte &amp;#039;&amp;#039;Deutschlands Gaue; III. Sachsen. Nördliches Thüringen.&amp;#039;&amp;#039;] In: Karl Spruner, Theodor Menke: &amp;#039;&amp;#039;Hand-Atlas für die Geschichte des Mittelalters und die neueren Zeit&amp;#039;&amp;#039;, 1880.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturräumliche Gliederung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gaunamen Ostwestfalen.jpg|mini|hochkant=1.5|Ungefähre Lage der mittelalterlichen Gaue in Ostwestfalen-Lippe, rot: westfälische Gaue, schwarz: ursprünglich engrische Gaue, blau: ostfälische Gaue.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gaukarte des Christiani Vlrici Grvpen Anno 1740.png|mini|hochkant=1.5|„Nethegardi“ statt Bezeichnung als Gau in der Gaukarte &amp;#039;&amp;#039;„TABULA [[Angrivarier|ANGARIAE]] IN [[Erzbistum Paderborn|DIOECESI PATERBORNENSI]]“&amp;#039;&amp;#039; des [[Christian Ulrich Grupen]], 1740]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Duchy of Saxony (134037775).jpg|mini|hochkant=1.5|Die klar abgegrenzten mittelalterlichen Gaue des Herzogtum Sachsens um 1000 aus dem Allgemeinen Historischen Handatlas von Gustav Droysen von 1886.]]&lt;br /&gt;
Nach dem [[Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands]] liegt der &amp;#039;&amp;#039;Nethegau&amp;#039;&amp;#039; in der [[Niedersächsisches Bergland|Haupteinheitengruppe D36 Weser- und Weser-Leine-Bergland (Niedersächsisches Bergland)]], zu der die alten Haupteinheitengruppen 36 &amp;#039;&amp;#039;Oberes Weserbergland&amp;#039;&amp;#039; und 37 &amp;#039;&amp;#039;Weser-Leine-Bergland&amp;#039;&amp;#039;, an denen der Nethegau Anteil hat, sowie 53 &amp;#039;&amp;#039;Unteres Weserbergland&amp;#039;&amp;#039; zusammengefasst wurden. Hier sind zu erwähnen:&lt;br /&gt;
* die Haupteinheit 361 [[Oberwälder Land]], auf dessen Naturräume 361.00 [[Nieheim-Brakeler Bergland]], 361.01 [[Fürstenauer Berge (Oberwälder Land)|Fürstenauer Berge]] und 361.02 [[Bever-Diemel-Kalkbergland]] sich der Hauptteil des Gaus erstreckt.&lt;br /&gt;
* die Haupteinheit 360 [[Warburger Börde]], an deren Untereinheit 360.0 [[Große Börde]], ehemals als 361.1 &amp;#039;&amp;#039;Borgentreicher Land&amp;#039;&amp;#039; eingeordnet, der Gau im Süden Anteil hat.&lt;br /&gt;
* die Haupteinheit 363 [[Eggegebirge|Egge-Gebiet]], auf dessen Untereinheit 362.2 [[Östliches Eggevorland]] sich Teile des Gaus im Westen erstrecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigstes Gewässer ist die [[Nethe]] mit ihren Zuflüssen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jürgen Hövermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Geographische Landesaufnahme: [[Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands#Einzelblätter|Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt&amp;amp;nbsp;99]] Göttingen.&amp;#039;&amp;#039; Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1963. →&amp;amp;nbsp;[http://geographie.giersbeck.de/karten/099.pdf Online-Karte] (PDF; 4,1&amp;amp;nbsp;MB), Sofie Meisel: &amp;#039;&amp;#039;Geographische Landesaufnahme: [[Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands#Einzelblätter|Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt&amp;amp;nbsp;98]] Detmold.&amp;#039;&amp;#039; Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1959. →&amp;amp;nbsp;[http://geographie.giersbeck.de/karten/098.pdf Online-Karte] (PDF; 5,4&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nethegau und Grafschaftsverfassung ==&lt;br /&gt;
Bei diesem Thema ist zu berücksichtigen, dass umstritten ist, ob die [[Gogericht#Fränkische Grafschaftsverfassung in Sachsen|fränkische Grafschaftsverfassung]] im von Karl dem Großen eroberten Sachsen mit der Fläche nach abgegrenzten Grafschaftsbezirken konsequent eingeführt wurde, bzw. bis wann sie dort bestand und ob die Grafschaften den landschaftlichen Gaunamen entsprachen. Sicher ist, dass die Grafschaften von [[Immunitätsbezirk|Immunitäts-]], [[Königspfalz|Pfalz]]-, [[Forst]]- und [[Allod]]ialbezirken sowie Marken durchsetzt waren, in denen die Gewalt der Grafen nicht galt. Auch einzelne Personengruppen waren davon ausgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe z.&amp;amp;nbsp;B. W. Schlesinger: &amp;#039;&amp;#039;Bemerkungen zum Problem der westfälischen Grafschaften und Freigrafschaften&amp;#039;&amp;#039;, in: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur deutschen Verfassungsgeschichte des Mittelalters 2&amp;#039;&amp;#039;, 1963. Hermann Bannasch: Das Bistum Paderborn unter den Bischöfen Rethar und Meinwerk, Paderborn 1972, S. 55&amp;amp;nbsp;f. Heinrich Boettger: Diöcesan- und Gau-Grenzen Norddeutschlands zwischen Oder, Main, jenseits des Rheins, der Nord- und Ostsee. Von Ort zu Ort schreitend festgestellt. 4 Bände und Karte. Buchhandlung des Waisenhauses u. a., Halle u. a. 1875–1876.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grafen sind im Nethegau erwähnt:&lt;br /&gt;
* 940 Dendus und Hampo&lt;br /&gt;
* 965 Ludolf (Vogt)&lt;br /&gt;
* 1021 Dodico&lt;br /&gt;
* 1033 Hermann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Zeit ging die Herrschaft über das Gebiet an das [[Hochstift Paderborn]] und in Teilen auch an die Fürstabtei [[Corvey]] über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Nethegau in der Literatur ==&lt;br /&gt;
Die Dichtung &amp;#039;&amp;#039;[[Dreizehnlinden (Friedrich Wilhelm Weber)|Dreizehnlinden]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Wilhelm Weber: &amp;#039;&amp;#039;Dreizehnlinden.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 1878.&amp;lt;/ref&amp;gt; von [[Friedrich Wilhelm Weber]] ist dort ebenso zu verorten wie &amp;#039;&amp;#039;[[Die Judenbuche]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Annette von Droste-Hülshoff]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weber besingt im ersten Teil seines Epos eine Wanderung durch den Nethegau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Aus dem Nethegau&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wonnig ist’s, in Frühlingstagen&lt;br /&gt;
Nach dem Wanderstab zu greifen&lt;br /&gt;
Und, den Blumenstrauß am Hute,&lt;br /&gt;
Gottes Garten zu durchschweifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben ziehn die weißen Wolken,&lt;br /&gt;
Unten gehn die blauen Bäche,&lt;br /&gt;
Schön in neuen Kleidern prangen&lt;br /&gt;
Waldeshöh’ und Wiesenfläche.&amp;amp;nbsp;…&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hermann Bannasch: &amp;#039;&amp;#039;Das Bistum Paderborn unter den Bischöfen Rethar und Meinwerk.&amp;#039;&amp;#039; Altertumsverein, Paderborn 1972.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Engelbert Giefers: &amp;#039;&amp;#039;Der Nethegau. Eine historisch-topographische Abhandlung.&amp;#039;&amp;#039; Westfälische Zeitschrift, Band 5, 1842&amp;lt;ref&amp;gt;https://de.wikisource.org/wiki/Westf%C3%A4lische_Zeitschrift/Inhalt#Band_1_.281838.29_bis_Band_5_.281842.29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ludwig Maasjost: &amp;#039;&amp;#039;Das Brakeler Bergland – Der Nethegau&amp;#039;&amp;#039;. 2. verbesserte Auflage, bearbeitet von Lothar Hamelmann. Landschaftsführer des Westfälischen Heimatbunds, Heft 6, Aschendorff Verlag, Münster 1981, ISBN 3-402-06342-5.&lt;br /&gt;
* Diether Pöppel: &amp;#039;&amp;#039;Das Hochstift Paderborn – Entstehung und Entwicklung der Landeshoheit.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 1996.&lt;br /&gt;
* Gottholt Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Comitate im Bistum Paderborn&amp;#039;&amp;#039;, WZ 103/104 1954, S.&amp;amp;nbsp;221–270.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.maproom.org/00/46/present.php?m=0033/ Karte mit deutschen Gauen, 1880]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gau (Nordrhein-Westfalen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Nordrhein-Westfalen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Redaktor GLAM</name></author>
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