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	<title>Nestroyhof - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien 02 Nestroyhof a.jpg|mini|Nestroyhof von [[Oskar Marmorek]]]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nestroyhof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein 1898 nach Entwürfen von [[Oskar Marmorek]] errichtetes [[Jugendstil]]-Gebäude am [[Nestroyplatz]] im 2. [[Wiener Gemeindebezirke|Wiener Gemeindebezirk]] [[Leopoldstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nachdem Oskar Marmorek 1897 die Malerin [[Cornelia Marmorek|Nelly Schwarz]] geheiratet hatte, erbaute er 1898 den Nestroyhof für seinen Schwiegervater Julius Schwarz. Der Nestroyhof diente anfangs als Zentrum für [[jüdische Kultur]] (Marmorek war ein Wegbegleiter [[Theodor Herzl]]s) und wurde multifunktional für Theater, Filmvorführungen, Büros, Geschäfte und Wohnungen benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nestroy-Säle ==&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Etablissement Nestroy-Säle&amp;#039;&amp;#039;, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar &amp;#039;&amp;#039;Sphinx&amp;#039;&amp;#039; sowie einen Theatersaal, das Intime Theater, wo unter anderem die Theatergruppe &amp;#039;&amp;#039;Trianon&amp;#039;&amp;#039; von [[Karl Kraus]] auftrat, die am 29. Mai 1905 in einer Privatvorführung [[Frank Wedekind]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Die Büchse der Pandora (Drama)|Die Büchse der Pandora]]&amp;#039;&amp;#039; mit [[Tilly Wedekind|Tilly Newes]], [[Adele Sandrock]], [[Albert Heine]], [[Anton Edthofer]], [[Egon Friedell]] und Wedekind selbst in der Rolle des [[Jack the Ripper]] zur österreichischen Erstaufführung brachte. Von 1904 bis 1918 leiteten Emil Richter-Roland und Oscar Friedmann das &amp;#039;&amp;#039;Intime Theater&amp;#039;&amp;#039; als literarische Kleinbühne, die österreichische Erstaufführungen von [[Maxim Gorki]], [[August Strindberg]] oder [[Maurice Maeterlinck]], und später auch französische Lustspiele unter Emils Gattin Josefine zur Aufführung brachte. Nach dem Bankrott des &amp;#039;&amp;#039;Etablissement Nestroy-Säle&amp;#039;&amp;#039; wurde das moderne Variététheater &amp;#039;&amp;#039;Folies Comiques&amp;#039;&amp;#039; eröffnet. Zum später gegründeten &amp;#039;&amp;#039;Theater Reklame&amp;#039;&amp;#039; wurden im Nebentrakt des Gebäudes ein Lichtspieltheater und im Keller die Tanzbar eingerichtet, die beide bis 1942 existierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jüdische Künstlerspiele ==&lt;br /&gt;
Von 1927 bis 1938 war des Nestroyhof die Heimat der &amp;#039;&amp;#039;Jüdischen Künstlerspiele&amp;#039;&amp;#039;. Unter der Leitung von Jakob Goldfließ präsentierten die Jüdischen Künstlerspiele Abende, die [[Zionismus]], jüdische Identität und [[Antisemitismus (bis 1945)|Antisemitismus]] thematisieren. Der Spielplan war breit gefächert, sowohl jiddische Revuen mit zionistischer Tendenz von Abisch Meisels als auch anspruchsvolle Dramen wie [[Arnold Zweig]]s Drama über eine antisemitische [[Ritualmord]]legende „Die Sendung Semaels“ mit [[Leo Reuss]] in einer deutsch-jiddischen Inszenierung gelangten zur Aufführung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kinthetop.at/forschung/kinthetop_2_NestroyhofDetail01.html Theater Nestroyhof Hamakom], Wiener Kino- und Theatertopografie&amp;lt;/ref&amp;gt; Außer ansässigen Schauspielern wie Mina Deutsch, Paula Dreiblatt, Dolly Nachbar und Benzion Sigall traten in den Künstlerspielen Gäste aus „Ost und West“ auf, besonders beliebt waren die Gastspiele der Siegler-Pastor Truppe aus Rumänien mit ihrem Star Sevilla Pastor. Ernste Theaterkunst boten Paul Baratoff in [[August Strindberg]]s „Der Vater“, auch Schauspieler wie [[Hans Moser]] traten dort auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab Gastspiele berühmter [[Jüdisches Theater|jiddischer Theatertruppen]] aus [[Budapest]], [[Warschau]], [[Wilna]] ([[Wilnaer Truppe]]) und [[Galizien]] sowie das [[Staatliches Jüdisches Theater Moskau|Moskauer Jüdische Staatstheater]] unter der Leitung von [[Alexander Granowski]] (1928), [[Maurice Schwartz]] und sein [[Yiddish Art Theatre|Jiddisches Kunsttheater]] aus den USA (1924 und 1936) und Aufführungen des berühmten Ensembles der [[Habima]], das anlässlich einer Europatournee im Februar 1938 in Wien auftreten wollte. Wie schon zuvor 1926 und 1928 wollte das hebräische Ensemble an einem großen Wiener Theater spielen, wurde jedoch überall abgewiesen und musste mit den kleinen Jüdischen Künstlerspielen im Nestroyhof vorliebnehmen. Nach einigen Vorstellungen brach Habima ihr Gastspiel verfrüht ab und verließ Ende Februar 1938 Wien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2019-05 |url=http://www.vhs.at/fileadmin/uploads_juedischesinstitut/downloads/Doku.pdf |text=10 Jahre Jiddisches Theater in Wien}} (PDF-Datei; 729&amp;amp;nbsp;kB), Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung, Wien, 2004&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 wurde der Nestroyhof von der damaligen Besitzerin, Anna Stein, von den [[Nationalsozialisten]] übernommen, 1940 [[Arisierung|„arisiert“]] und an die Industriellenfamilie [[Ludwig Polsterer|Polsterer]] vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.augustin.or.at/?art_id=1030 Nestroyhof: Interview mit Erica Lindenstraus], AUGUSTIN, Florian Müller 04/2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde im Gebäude zwischenzeitlich wieder das &amp;#039;&amp;#039;Nestroy Kino&amp;#039;&amp;#039; betrieben, das später zu einem Kaffeehaus umgebaut wurde. Ein [[Restitution (Österreich)|Restitutionsverfahren]] im Jahr 1952 führte zu einem umstrittenen Ausgleich. Die Erben verzichteten auf Rückstellung, die Familie Polsterer zahlte einen Kostenbeitrag von 3500 Schilling.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=443 | wayback=20090103095730 | text=&amp;#039;&amp;#039;Posse mit Hakenkreuzen&amp;#039;&amp;#039;. In: Falter 11/2007 vom 14. März 2007}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Wiederherstellung des im Krieg beschädigten Hauses fand unter Einbeziehung staatlicher Förderungen 1956/57 statt. Die ursprünglich im ägyptischen Stil gebaute „Sphinx“-Bar im Keller ist bis heute nicht revitalisiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ebenerdigen Festsälen war bis in die sechziger Jahre die Tischlerei Bartosch untergebracht. Danach wurden die Räumlichkeiten von einem [[Supermarkt]] verwendet. Ab 1997 waren die Räumlichkeiten verlassen und für Besucher nicht zugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theater Nestroyhof Hamakom ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Logo Theater Nestroyhof ! Hamakom (2023).svg|mini|Logo]]&lt;br /&gt;
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales [[Zuschauerraum|Auditorium]] und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt. Diese kulturelle Nutzung konnte mit einem [[Prekarium|Präkariatsrecht]], das einer der Miteigentümer gegen die Interessen der Mehrheitseigentümer erwirkt hatte, ermöglicht werden. 2007 wurde das Stück &amp;#039;&amp;#039;Die verlassene Dido&amp;#039;&amp;#039; von [[Markus Kupferblum]] hier uraufgeführt und erhielt den [[Nestroy-Theaterpreis]] als &amp;#039;&amp;#039;Beste Off-Produktion&amp;#039;&amp;#039; des Jahres. 2007 wurde das Präkariatsrecht aufgrund größer werdender finanzieller Schwierigkeiten aufgegeben, eine kommerzielle Nutzung als Geschäftsfläche stand wieder im Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 2008 startete eine neue Initiative unter Einbeziehung des Minderheitseigentümers, die eine unbefristete kulturelle Nutzung der Theaterräume zum Ziel hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://wirtschaftsblatt.at/home/life/immobilien/1116773/index | wayback=20131129153354 | text=Wiens braune Flecken sorgen erneut für Zündstoff}}, WirtschaftsBlatt, 2. Oktober 2009, 11:28  von Stefan Mey&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gruppe &amp;#039;&amp;#039;Theater Nestroyhof Hamakom&amp;#039;&amp;#039; (ha Makom = [[Hebräische Sprache|hebräisch]] für „Der Ort“) unter der Leitung von Frederic Lion und Amira Bibawy erstellte ein Konzept zur Bespielung des Hauses und erreichte eine städtische Kultur-Förderung von 2009 bis 2013. Auch die Restaurierung des Theaters zählte zum Ziel der Gruppe, wofür die Stadt Wien einen Baukostenzuschuss gewährte. Die Renovierungsarbeiten im Inneren des Theaters leitete der Architekt [[Gregor Eichinger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Beendigung der Sanierungsarbeiten am Gebäude im Herbst 2009 ging das &amp;#039;&amp;#039;Theater Nestroyhof Hamakom&amp;#039;&amp;#039; vom provisorischen in den regulären Theaterbetrieb über.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wiev1.orf.at/stories/372207/ Nicht bloß Theater im Nestroyhof] (ORF Wien, 1. Juli 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt; Es werden dort auch Ausstellungen und Lesungen abgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunstraum Nestroyhof ==&lt;br /&gt;
Der Kunstraum Nestroyhof erstreckt sich über zwei Stockwerke und 250 Quadratmeter. Er wird von Christine Janicek als künstlerischer Leiterin geleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wien.orf.at/v2/news/stories/2780483/ Start für „Kunstraum Nestroyhof“] [[orf.at]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juni 2016 wurde der Kunstraum neben dem Theater HaMakom der &amp;#039;&amp;#039;Kunstraum Nestroyhof&amp;#039;&amp;#039; mit der Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Real Fiktional&amp;#039;&amp;#039; eröffnet, in der Arbeiten der Objektkünstlerin [[Julie Hayward]] und des Malers [[Thomas Reinhold]] präsentiert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://diepresse.com/home/diverse/immoapp/5012437/Die-Kunst-kehrt-zuruck Die Kunst kehrt zurück], [[Die Presse]], 10. Juni 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach sechs Jahren und mehr als 30 Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, zahlreiche Performances, einige Konzerte, Performances , Lesungen , Diskussionen, Symposien&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Vienna_Biking/51-eEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%22Kunstraum+Nestroyhof%22&amp;amp;pg=PA13&amp;amp;printsec=frontcover Vienna Biking], Seite 13, Falter Verlag, 2021, ISBN 978-3-85439-692-5&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie eine Vielzahl an weiteren Veranstaltungen schloss der Kunstraum Nestroyhof Ende 2022 aus ökonomischen Gründen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://kunstraum-nestroyhof.at/aktuell/ Kunstraum Nestroyhof] kunstraum-nestroyhof.at&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Nestroyhof}}&lt;br /&gt;
* [http://www.hamakom.at/ Offizielle Webpräsenz des Theater Nestroyhof Hamakom]&lt;br /&gt;
* [http://kunstraum-nestroyhof.at/ Webpräsenz des Kunstraums Nestroyhof]&lt;br /&gt;
* [http://www.nestroyhof.eu/historie.htm Historie des Nestroyhofs]&lt;br /&gt;
* [http://www.jta.at/new_hp/index.php?action=show&amp;amp;do=section&amp;amp;idx=13&amp;amp;l=0 Jüdisches Theater Austria – Nestroyhof]&lt;br /&gt;
* [http://www.kinthetop.at/forschung/kinthetop_2_NestroyhofDetail01.html Wiener Kino- und Theatertopographie – Nestroysäle]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Theater in Wien}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/12/51.5/N |EW=16/23/5.6/E |type=landmark |dim=400 |region=AT-9}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=1148032207|LCCN=no/2017/106968|VIAF=386150323737509970330}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theatername (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterbetrieb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leopoldstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Jugendstils in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1890er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Johann Nestroy]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal (Wien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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