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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Nervengewebe</id>
	<title>Nervengewebe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T07:03:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nervengewebe&amp;diff=72262&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A03:80:173E:5600:5871:E4DB:E5B2:43DE: Grammatik</title>
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		<updated>2025-04-17T13:12:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Grammatik&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nervengewebe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eines der vier [[Gewebe (Biologie)#Tierische Gewebearten|Grundgewebe]] von [[Gewebetiere]]n, zu denen unter anderen die [[Wirbeltiere]] und somit auch die [[Mensch|Menschen]] gehören. Es besteht aus [[Nervenzelle]]n und [[Gliazelle]]n, die beide von gemeinsamen [[Neuroektoderm|neuroektodermalen]] Vorläuferzellen abstammen, welche bei [[Chordatiere]]n aus dem [[Neuralrohr]] und den [[Neuralleiste]]n hervorgehen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Cerebellum - biel - very high mag.jpg|mini|Gewebeschnitt aus dem [[Kleinhirn]] ([[Max Bielschowsky|Bielschowsky]]-Färbung):&amp;lt;br /&amp;gt;Im Bild oben umgeben von [[Glia]] hellbraun angefäbt die Fortsätze und großen [[Perikaryon|Zellkörper]] weniger [[Purkinjezelle]]n in engem Kontakt mit einigen schwarz angefärbten Fortsätzen von [[Korbzelle]]n.&amp;lt;br /&amp;gt;Darunter die Lage der [[Körnerzelle|cerebellaren Körnerzellen]]; sie stellen bei Säugetieren über 50 % aller Neuronen.]]&lt;br /&gt;
Nervenzellen, oder Neuronen, und Gliazellen bilden zusammen das Nervengewebe und entwickeln im Zusammenspiel die Grundstrukturen des [[Nervensystem]]s. Aus dem Neuralrohr wird so der [[Zentralnervensystem|zentrale]] Bereich mit [[Gehirn]] und [[Rückenmark]], im [[Peripheres Nervensystem|peripheren]] Bereich werden [[Nerv]]en, [[Plexus (Medizin)|Nervengeflechte]] und [[Ganglion (Nervensystem)|Ganglien]] gebildet, mitsamt [[Enterisches Nervensystem|enterischer]] Anteile im [[Gastrointestinaltrakt]]. Dabei tragen Neuronen und Glia zusammenwirkend auch die grundlegenden Funktionen dieses Systems, die [[Erregungsleitung|Weiterleitung]] und [[Erregungsübertragung|Übertragung]] neuronaler [[Erregung (Physiologie)|Erregung]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuronen bilden dafür Fortsätze aus, die Erregungen von anderen Zellen aufnehmen ([[Dendrit (Biologie)|Dendriten]]) oder eine eigene Erregung an andere Zellen mitteilen ([[Neurit]]). An den Stellen der Erregungsübertragung ([[Synapse]]n) werden auf diese Weise Neuronen verknüpft und bilden so miteinander vernetzt zusammenhängende Ketten, Schleifen oder Kreise. Für den funktionellen Zusammenhang solcher [[Neuronales Netz|neuronalen Netze]] eines Nervensystems von besonderer Bedeutung sind dabei die Kontakte von Neuronen, über die es mit dem übrigen Körper und dessen Umgebung in Beziehung steht. Hierzu gehören einerseits [[afferent]]e Kontakte bestimmter Neuronen zu sensorischen – durch ihre Umgebung spezifisch veränderbaren – Zellen wie [[Sinneszelle]]n ([[Rezeptor (Physiologie)|Sensoren]]) und andererseits [[efferent]]e Kontakte bestimmter Neuronen zu motorischen – ihre Umgebung spezifisch verändernden – Zellen wie [[Muskelzelle]]n oder [[Drüse]]nzellen ([[Effektor (Physiologie)|Effektoren]]). Neuronen, die zwischen sensorischen bzw. motorischen Anteilen fördernd oder hemmend vermitteln, werden [[Interneuron]]en genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gliazellen bilden in der frühen Entwicklung Grundstrukturen, an denen sich junge Neuronen wandernd oder Fortsätze ausbildend orientieren können, anschließend stabilisieren sie Fortsätze und Verknüpfungen durch eine Umhüllung und erlauben später durch mehrfache [[Myelinscheide|Umhüllungen]] eine besonders rasche Erregungsleitung ([[Saltatorische Erregungsleitung|saltatorisch]]). Im reiferen Nervensystem sorgen sie unter anderem für eine störungsarme Signalübertragung und [[Signaltransduktion]], nehmen ausgeschüttete [[Botenstoffe]] auf, stellen Nährstoffe bereit und sind an der [[Blut-Hirn-Schranke]] wie, als [[Ependym|Ependymzellen]], an der [[Blut-Liquor-Schranke]] beteiligt, mit denen das Nervengewebe gegenüber dem [[Intravasalraum|intravasalen]] Raum der versorgenden [[Kapillare (Anatomie)|Blutkapillaren]] auf besondere Weise abgrenzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nervengewebe erscheint im lebenden Organismus rosa oder hellgrau bis weißlich, mit feinen strukturbedingten Unterschieden. In der sogenannten [[Graue Substanz|Grauen Substanz]] überwiegen die [[Perikaryon|Körper]] von Nervenzellen, deren Ansammlungen im [[Zentrales Nervensystem|zentralen Nervensystem]] (ZNS) auch als [[Nucleus (ZNS)|Kerne]], im peripheren meist als [[Ganglion (Nervensystem)|Ganglien]] bezeichnet werden. Die [[Weiße Substanz]] besteht vornehmlich aus den Fortsätzen von Nervenzellen, die als [[Axon]] von Gliazellen umhüllt bei [[myelin]]haltigen [[Nervenfaser]]n hell erscheinen und oft zu [[Nervenbahn|Leitungsbahnen]] zusammengefasst sind, beispielsweise als zentrale [[Projektionsbahn]], im [[Peripheres Nervensystem|peripheren Nervensystem]] (PNS) meist [[Nerv]]en genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Verhältnis von Gliazellen und Neuronen ==&lt;br /&gt;
Während [[Nervenzelle]]n Impulse selektiv als [[Aktionspotential]]e weiterleiten ([[Erregungsleitung]]) und auf andere Zellen übertragen ([[Erregungsübertragung]]) in einem gigantischen Netzwerk [[Konvergenz (Neurophysiologie)|konvergierend]] und divergierend untereinander verbundener Neuronen, die [[Bahnung|bahnend]] oder [[Inhibition (Neuron)|hemmend]] aufeinander Einfluss nehmen, unterstützen die zumeist kleineren Gliazellen sie dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gliazellen lassen sich nach Herkunft, Struktur, Funktion und Ort unterscheiden. Zur eigentlichen, wie die Nervenzellen aus dem [[Neuroektoderm]] hervorgehenden Glia gehören die &amp;#039;&amp;#039;[[Astrozyt]]en&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Oligodendrozyt]]en&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Schwannsche Zelle|Schwann-Zellen]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Mantelzelle|Satellitenzellen]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Ependym]]zellen&amp;#039;&amp;#039;. Als &amp;#039;&amp;#039;[[Mikroglia]]&amp;#039;&amp;#039; werden eingewanderte Zellen anderer Herkunft bezeichnet, die im ZNS unter anderem eine den [[Makrophage]]n ähnliche Aufgabe übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Astrozyten&amp;#039;&amp;#039; haben Kontaktstellen zur Blutbahn und zu näheren und entfernten Neuronen, bilden aber im Gegensatz zu den Neuronen kein globales Netz. In manchen Quellen werden die Glianetze als [[Synzytium]] und die Verbindungen mit [[Gap Junctions]] erklärt. Die Funktion der Glia ist nur teilweise verstanden. Zu Beginn der neuronatomischen Forschung hielt man Gliazellen für eine reine Kittsubstanz ([[Altgriechische Sprache|gr.]] γλία &amp;#039;&amp;#039;glia&amp;#039;&amp;#039; ‚Leim‘). Später erkannte man Schutz- und Filterfunktionen: Glia hält die für die Nervenzellen erforderliche biochemische Umgebung aufrecht, produziert für die Nervenfunktion notwendige Substanzen, entsorgt störende Stoffwechselprodukte. Ein Astrozyt ernährt mit seinen Zellfortsätzen mehrere Neurone und ein Neuron wird durch mehrere Astrozyten versorgt. Viele kleine Astrozytenkontakte (periphere astrozytische Prozessus, PAP) bilden häufig eine korbartige Umhüllung an und um eine Synapse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regeneration von Nervengewebe ==&lt;br /&gt;
Die Regenerationsfähigkeit des Nervengewebes ist im Vergleich zu anderen Geweben sehr beschränkt, insbesondere da Nervenzellen nicht mehr teilungsfähig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der frühen embryonalen Entwicklung ist die Anlage des Nervensystems einige Zeit die Region mit der höchsten Rate an Zellteilungen, und fetal entstehen zu Spitzenzeiten beim Menschen einige tausend junger Nervenzellen pro Sekunde. Doch diese Neuronen sind danach nicht mehr zu Zellteilungen fähig, postmitotisch. Und nicht alle leben solange wie das Organ des Organismus, in dessen Gewebe sie ihren Platz suchen (siehe selektive [[Apoptose]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ausgewachsenen (adulten) Gehirn sind nur in wenigen Regionen noch undifferenzierte neurale Vorläuferzellen zurückgeblieben, die sich weiterhin teilen können und fähig sind, [[Neuroblast]]en und junge Neuronen zu bilden (siehe adulte [[Neurogenese]]). So können auch beim Menschen beispielsweise neben Gliazellen noch junge Nervenzellen gebildet werden, etwa in Regionen des [[Hippocampus]] oder in der [[subventrikuläre Zone|subventrikulären Zone]], um Neuronen in Riechkolben und Riechschleimhaut zu ersetzen. Dafür müssen diese jungen Neuronen in jene Hirnregion einwandern (Migration) und einen Platz suchen (mit [[Chemotaxis]] bzw. [[Haptotaxis]]), Fortsätze ausstrecken (Axogenese), Übertragungsstellen ausbilden ([[Synaptogenese]]), Kontakte im vorgefundenen Netzwerk anderer Neuronen aufnehmen, Signale empfangen und Signale aussenden, schließlich auch solche, mit denen der Erregungszustand bestimmter einzelner anderer Zellen verändert werden kann ([[Exzitatorisches postsynaptisches Potential|Exzitation]] oder [[Inhibitorisches postsynaptisches Potential|Inhibition]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Weg dorthin und im Prozess unterwegs differenziert sich ein Neuron – um eine Stelle in einer zellulären Umgebung mit bestimmten Verknüpfungen einzunehmen. Gelingt es nicht, überlebt das Neuron nicht lange. Gelingt es, so nimmt das Neuron eine besondere Stelle im neuronalen Netzwerk ein – und ist an diesem Platz nur durch junge Neuronen zu ersetzen, die einen ähnlichen Differenzierungsprozess nachvollziehen. Doch sind die durch Zellteilung aus reifen Neuronen nicht zu bilden. Denn dafür müssten diese sich abrunden, die Fortsätze rückbilden, ihre Kontakte verlieren, und somit funktionsunfähig werden. Dem Ersatz differenzierter und funktionstragender Neuronen innerhalb eines neuronalen Netzwerks sind daher durch die Komplexität der neuronalen Verknüpfungen enge Grenzen gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Peripheres Nervensystem|Peripheren Nervensystem]] dagegen kann nach der Schädigung einer [[Nervenfaser]] der Fortsatz eines Neurons als Axon wieder in den Kanal der Markscheide – sofern noch vorhanden – einwachsen, etwa mit der Geschwindigkeit, wie Haare wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.heise.de/tp/features/Warum-Nerven-zu-haben-nicht-genuegt-3419029.html Astrozyten steuern Neurone]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4171476-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurobiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nervengewebe| ]]&lt;/div&gt;</summary>
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