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	<title>Nero Portoro - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T04:13:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nero_Portoro&amp;diff=1806341&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lysippos: /* Geologie */ linkziel ausreichend</title>
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		<updated>2024-11-07T17:50:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geologie: &lt;/span&gt; linkziel ausreichend&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Nerop fine.jpg|mini|Nero Portoro]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nero Portoro.jpg|miniatur|Nero Portoro Bianco mit zahlreichen weißen und wenigen goldfarbenen Adern (Muster ca. 12&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;8 cm)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Isola Palmaria.jpg|miniatur|Isola Palmaria vom Festland aus betrachtet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nero Portoro&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein schwarzer [[Kalkstein]], dessen Vorkommen von [[Porto Venere]] bis [[Marola]] bei [[La Spezia]] in [[Ligurien]] am [[Golf von La Spezia]] reicht. Mit goldfarbener Aderung ist dieser [[Naturstein|Naturwerkstein]] sehr begehrt und zählt zu den exklusivsten Dekorationsgesteinen der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgebung ==&lt;br /&gt;
Der Name dieses Natursteins setzt sich zusammen aus „Nero“ für seine schwarze Farbe, „Porto“ stammt von der den Steinbrüchen nahegelegenen Ortschaft Porto Venere und „Oro“ steht für die goldfarbenen Adern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich unterschieden wird zwischen &amp;#039;&amp;#039;Porto Nero Giallo&amp;#039;&amp;#039; mit goldgelben Adern ([[italienische Sprache|ital.]] giallo = gelb) und dem weißadrigen &amp;#039;&amp;#039;Porto Nero Bianco&amp;#039;&amp;#039;. Ein weiterer Unterschied wird zwischen fein- &amp;#039;&amp;#039;(Portoro Macchia Fine)&amp;#039;&amp;#039; und grobgeaderten Steinschichten &amp;#039;&amp;#039;(Portoro Macchia Grande)&amp;#039;&amp;#039; gemacht.&amp;lt;ref&amp;gt;Müller: INSK. 7.1.7 (siehe Literatur)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In älteren Publikationen findet sich die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Portor di Portovenere&amp;#039;&amp;#039;. Das Gestein wurde auch im 19. Jahrhundert für repräsentative Zwecke auf dem Seewege in die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] verschifft, wobei es zu dieser Zeit unter dem Handelsnamen &amp;#039;&amp;#039;Black-gold&amp;#039;&amp;#039; Bekanntheit erlangte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich Schmid (Politiker, 1855)|Heinrich Schmid]]: &amp;#039;&amp;#039;Die modernen Marmore und Alabaster, deren Eintheilung, Entstehung, Eigenschaften und Verwendung ...&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig, Wien (Deuticke) 1897, S. 44–45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Das Vorkommen des Nero Portoro reicht von Porto Venere bis Marola. Es gibt dieses Gesteinsvorkommen auch auf den bei Porto Venere vorgelagerten Inseln [[Palmaria (Insel)|Palmaria]] und [[Tino (Insel)|Tino]]. Die Inseln sowie das Steinbruchgebiet auf dem Festland sind Teil des [[UNESCO-Welterbe]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Cinque Terre]]&amp;#039;&amp;#039;. Die aktiven [[Steinbruch|Steinbrüche]] am Golf von La Spezia, überwiegend auf den Höhenzügen gelegen, werden zumeist unterirdisch betrieben. Der Abbau des Nero Portoro in den Bergen nördlich von Porto Venere erfolgte schon in den 1780er Jahren. Um 1833 war der Steinbruch auf der Insel Tino verlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Friedrich Wolfram: &amp;#039;&amp;#039;Vollständiges Lehrbuch der gesammten Baukunst; Erster Band: Lehre von den natürlichen Baustoffen, Erste Abtheilung. Von den natürlichen Baustoffen&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart (Carl Hoffmann), Wien (Carl Gerold’sche Buchhandlung) 1833. S. 65&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Süden der Insel Palmaria befindet sich ein historischer Steinbruch, in dem früher Nero Portoro abgebaut wurde. Zu sehen sind dort noch ein alter Kran, ein [[Flaschenzug]]system zum Transport der Steinblöcke und die Ruinen der Arbeiterunterkünfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Nero Portoro entstand im [[Unterjura]] während der Auffaltung des [[Apennin]] vor etwa 175 Millionen Jahren. Die Gesteinsbildung verlief küstennah in einer Meeresbucht, in der starker [[Alge]]nwuchs herrschte und [[Plankton]] vorkam. In diesem Brackwasser mit Sauerstoffmangel und geringer Wellenbewegung konnte sich ein hoher [[Kohlenstoff]]gehalt ansammeln. Da die abgestorbenen Pflanzen und Meeresorganismen [[Sapropel|Faulschlamm]] erzeugten, färbte sich das Gestein grau bis schwarz. Durch auflagernden Druck und [[Kompaktion]] entstand aus dem [[Calciumcarbonat|kalk]]- und [[Ton (Bodenart)|ton]]haltigen Schlamm Kalkstein. Bei handwerklichen Arbeiten am Gestein setzt Nero Portoro den Geruch von Faulschlamm frei, nach Bearbeitung ist dies jedoch nicht mehr bemerkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Verpressung und starke Auffaltung während seiner Entstehung bildeten sich stark strukturierte und aus Gesteinsbruchstücken geformte Lagen, die diesem Gestein sein typisches Dekor verleihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesteinsbeschreibung ==&lt;br /&gt;
In dem Kalkstein befinden sich Adern aus goldgelbem, weißem oder weißgrauem [[Calcit|Kalzit]]. Die goldgelb gefärbten Adern entstanden durch die Einlagerung von [[Limonit]], einem Gemisch verschiedener [[Eisen]]verbindungen, und durchziehen als [[Stylolith]]en das Gestein. Der Kontrast von schwarzer und goldgelber Farbe gibt dem Naturstein sein charakteristisches Gepräge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unterschiedlich stark gefalteten Adern sind zwischen etwa 1 bis 10 [[Meter|Millimeter]] dick. Die goldgelbe Farbe kann teilweise ins Gelbgraue oder Weiße übergehen. Am begehrtesten sind die Platten und [[Werkstück]]e, die ausschließlich schwarz und goldfarben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Der goldgelb geaderte Kalkstein, der auch unter der unzutreffenden Bezeichnung [[Marmor]] gehandelt wird, zählt zu den exklusiveren Natursteinen. Verwendet wird Nero Portoro seit dem Mittelalter. Im 18., 19. und 20. Jahrhundert fand dieses Gestein vor allem Verwendung im künstlerischen und kunstgewerblichen Bereich für Objekte des Innendekors, wie Säulen, Sockel, Kaminverkleidungen, Zierfelder an Wänden und Schalen. Eine typische und jüngere Verwendungsperiode ist die Zeit des [[Art déco]]. Häufig begegnet man ihm bei Schreibtischgarnituren mit eingepasstem Tintenfass und Vasen. Seit langer Zeit wird zumeist der goldfarbene Typ für Tischplatten verwendet oder als Wandbelag, an Möbeln und als Bodenbelag in exklusiven Räumen verbaut. Die Blockgrößen sind aufgrund des stark [[Kluft (Geologie)|zerklüfteten]] Gesteinsvorkommens oft relativ kleinformatig, häufig bei einem Kubikmeter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nero Portoro ist auf Hochglanz polierfähig, verliert allerdings im Freien seine Politur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kubach-Wilmsen-1978-Steinbuch Hommage a Gutenberg-Mainz.jpg|Steinbuch &amp;#039;&amp;#039;Hommage à Gutenberg&amp;#039;&amp;#039; von [[Kubach-Wilmsen]] (1978) vor dem [[Gutenberg-Museum]] in Mainz&lt;br /&gt;
Datei:Vienna - Natural History Museum - 6140.jpg|[[Naturhistorisches Museum Wien]], runde und paarweise aufgestellte Säulen&lt;br /&gt;
Datei:Kaiserliches Treppenhaus.JPG|[[Berliner Dom]], Türfassung im Kaiserlichen Treppenhaus&lt;br /&gt;
Datei:Nero Portoro Tintenfass.jpg|[[Tintenfass]] mit Stiftablage aus Nero Portoro Giallo (ca. 25&amp;amp;nbsp;cm lang), mit goldfarbenen und wenigen weißen Adern&lt;br /&gt;
Datei:Briefhalter.jpg|[[Briefhalter]] einer Schreibtischgarnitur aus Nero Portoro Giallo nur mit goldfarbenen Adern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendungsbeispiele ==&lt;br /&gt;
* [[Wien]], [[Naturhistorisches Museum Wien|Naturhistorisches Museum]], 36 monolithische und 3,5 Meter hohe, paarweise aufgestellte Säulen in der oberen Kuppelhalle des Gebäudes (Entwürfe zum Gebäude: [[Gottfried Semper]], [[Karl Freiherr von Hasenauer]] um 1871)&lt;br /&gt;
* Wien, [[Wiener Ringstraße#Parkring|Wiener Ringstraße]], [[Palais Erzherzog Wilhelm]], Fassaden je eines offenen Kamins im großen Festsaal und in einem Gang (Gesamtentwurf: [[Theophil von Hansen|Theophil Hansen]], 1864–1868)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alois Kieslinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Steine der Wiener Ringstrasse&amp;#039;&amp;#039;. Steinerverlag, Wiesbaden 1972, S. 316&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Wien, [[Kohlmarkt (Wien)|Kohlmarkt]] 12, Gebäude &amp;#039;&amp;#039;House of Gentlemen&amp;#039;&amp;#039;, Plattenverkleidung an der Hauptfassade&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Seemann und Herbert Summesberger: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Steinwanderwege, die Geologie der Großstadt&amp;#039;&amp;#039;. Brandstätter, 1999, ISBN 3-85447-787-2, S. 58&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Paris]], [[8. Arrondissement (Paris)|8. Arrondissement]], Innengestaltung der Pfarrkirche [[La Madeleine (Paris)|Sainte-Marie-Madeleine]], Bau 1842 unter Leitung von [[Jean-Jacques-Marie Huvé]] abgeschlossen&amp;lt;ref&amp;gt;Price: &amp;#039;&amp;#039;Decorative stone&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Berlin]], [[Berliner Dom]], Gewände mit [[Architrav]] und angedeutetem [[Epistylion]] der Durchgangstür zur Tauf- und Traukapelle im Kaiserlichen Treppenhaus (Gesamtentwurf: [[Julius Carl Raschdorff]], 1894–1905)&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes H. Schroeder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Naturwerksteine in Architektur und Baugeschichte von Berlin. Gesteinskundlicher Stadtbummel zwischen Alexanderplatz und Großem Stern&amp;#039;&amp;#039;. (Führer zur Geologie von Berlin und Brandenburg; Bd. 6). 2. Aufl. Selbstverlag Geowissenschaftler in Berlin und Brandenburg e.V., Berlin 2006, ISBN 978-3-928651-12-7. S. 115&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Genua]], [[Chiesa del Gesù (Genua)|Chiesa del Gesù e dei Santi Ambrogio e Andrea]], barocke [[Baluster]] der [[Altarschranke]] eines Seitenaltars mit dem Gemälde &amp;#039;&amp;#039;Sant&amp;#039;ignazio guarisce un&amp;#039;ossessa&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Miracles of Saint Ignatius&amp;#039;&amp;#039;) von [[Peter Paul Rubens]].&amp;lt;ref&amp;gt;Paolo Marchi et al.: &amp;#039;&amp;#039;Pietre di Liguria&amp;#039;&amp;#039;. Genova (Sagep Editrice) 1993, ISBN 88-7058-489-5. S. 52&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karlfried Fuchs: &amp;#039;&amp;#039;Natursteine aus aller Welt, entdecken, bestimmen, anwenden&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 2. München (Callwey) 1997, ISBN 3-7667-1267-5.&lt;br /&gt;
* Friedrich Müller: &amp;#039;&amp;#039;Internationale Natursteinkartei (INSK).&amp;#039;&amp;#039; 10. Bde., 3. Aufl. 1993, Ebner Verlag, Ulm 1993.&lt;br /&gt;
* Monica T. Price: &amp;#039;&amp;#039;Decorative stone, the complete sourcebook&amp;#039;&amp;#039;. London (Thames &amp;amp; Hudson) 2007, ISBN 978-0-500-51341-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biogenes Sedimentgestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kalksteinsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesteinseinheit des Jura]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturwerkstein des Jura]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sedimentärer Naturwerkstein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lysippos</name></author>
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