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	<title>Nerd - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-27T19:50:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt einen Sonderling oder Fachidiot. Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Nerd (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nerd&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|nɜːd}}] ([[Englische Sprache|englisch]] modern für „[[Computerfreak]]“; ursprünglich für „Sonderling“)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dict.cc/englisch-deutsch/nerd.html Nerd.] In: dict.cc Englisch-Deutsch; abgerufen am 4. Februar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine Bezeichnung für an Spezialinteressen hängende Menschen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fudder&amp;quot;&amp;gt;[https://fudder.de/warum-nerds-ploetzlich-cool-sind-interview-mit-nerdforscher-mathias-mertens--118207113.html Warum Nerds plötzlich cool sind.] fudder.de, Interview mit Nerdforscher Mathias Mertens, 22. November 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wort weist vom Kontext abhängig anerkennende oder abwertende Anklänge auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stefanie Müller |url=https://www.deutsche-bildung.de/de/magazin/blog-chancestudium/detailansicht/news/detail/News/schlagwort-im-check-der-nerd-wird-cool/ |titel=Schlagwort im Check: Der „Nerd“ wird cool |werk=Deutsche Bildung |datum=2017-07-19 |abruf=2019-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Positiv betrachtet ist ein Nerd ein [[Individualismus|Individualist]], der durch außergewöhnliche Fachkenntnisse entsprechende Anerkennung in technisch bewanderten Kreisen genießt. Negativ gesehen ist er ein sozial unbeholfener, verschrobener [[Einzelgänger]], der ständig vor dem Computer sitzt und dadurch in [[soziale Isolation]] gerät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; konstatierte drei Eigenschaften: „soziale Vernetzung per Mausklick, Ironie und Intelligenz.“ Als besonders ausgeprägte Form des Computerfreaks gehört zum Nerd das Klischee eines [[Eigenbrötler]]s, der das Haus nur mit bedrucktem [[T-Shirt]] verlässt,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sueddeutsche.de/digital/computerfreak-nerd-das-unbekannte-wesen-1.350989 |titel=Nerd – das unbekannte Wesen |werk=Süddeutsche Zeitung |datum=2010-05-11 |abruf=2019-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; vorwiegend allein oder innerhalb abgeschotteter Gruppen agiert und keinen Wert auf die Meinung von [[Neuling#Noob/Boon|Noobs]] legt. Das Wort findet über das Computerumfeld hinaus Anwendung als Bezeichnung für meist männliche Technikenthusiasten, die sich besonders für [[Science-Fiction]] oder andere Bereiche aus Wissenschaft und Technik interessieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist ein in die deutsche [[Umgangssprache]] importiertes Wort, das ursprünglich aus dem US-amerikanischen [[Jargon|Slang]] der Schulen, Colleges und Universitäten stammt. Dort wird es als Synonym für „Sonderling“ gebraucht, unter anderem im Sinne von „[[Fachidiot]]“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;SpiegelOnline_DnN-GF&amp;quot;&amp;gt;[https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/die-neuen-nerds-gefeierte-fachidioten-a-746949.html Die neuen Nerds - Gefeierte Fachidioten.] [[Spiegel Online]], Jugendmagazin „Yaez“, 24. Februar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Schwachkopf“&amp;lt;ref name=&amp;quot;duden&amp;quot;&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Nerd &amp;#039;&amp;#039;Nerd, der&amp;#039;&amp;#039;.] duden.de; abgerufen am 17. Oktober 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder „Streber“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seo-analyse.com/seo-lexikon/n/nerd/ Nerd – Begriffserklärung und Definition.] seo-lexikon; abgerufen am 4. Februar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; und nicht gerade geliebten „Eigenbrötler“&amp;lt;ref&amp;gt;Jasmin Siri: [https://soziologie.de/blog/2013/05/nerds-nerdettes-2-die-anormalitat-des-nerd/ &amp;#039;&amp;#039;Die Anormalität des Nerd&amp;#039;&amp;#039;.] DGS – Deutsche Gesellschaft für Soziologie, 4. Mai 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; einer Klasse; als Gegenbegriff zum sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[Jock (Slang)|Jock]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heine&amp;quot;&amp;gt;Matthias Heine: [https://www.welt.de/kultur/article147671892/Wie-US-Serien-die-deutsche-Sprache-veraendern.html &amp;#039;&amp;#039;Wie US-Serien die deutsche Sprache verändern&amp;#039;&amp;#039;.] [[Welt Online]], 16. Oktober 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der Begriff ursprünglich negativ besetzt war, hat er sich unter Technikenthusiasten zu einer selbstironischen Eigenbezeichnung entwickelt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heine&amp;quot; /&amp;gt; vor allem wenn sie eine Affinität zur [[Hacker]]kultur zeigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.linuxtaskforce.de/translations/HackerFAQ.html &amp;#039;&amp;#039;Hacker FAQ&amp;#039;&amp;#039; für Manager].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Entwicklung geht bis hin zu einem positiveren [[Bedeutungswandel]], der insbesondere durch Medien wie Fernsehserien die Umgangssprache beeinflusst;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heine&amp;quot; /&amp;gt; von der reinen Außenseiterrolle hin zu einem Menschen, der die Gesellschaft voranbringt (etwa durch Vergleiche mit [[Archimedes]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;SpiegelOnline_DnN-GF&amp;quot; /&amp;gt; und [[Bill Gates]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/bill-gates-wird-60-vom-nerd-zum-wohltaeter-der-superlative/12504562.html Bill Gates – Vom Nerd zum Wohltäter der Superlative.] handelsblatt.com, 28. Oktober 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsherkunft und -entwicklung ==&lt;br /&gt;
Zum ersten Mal wurde das Wort „nerd“ im Buch &amp;#039;&amp;#039;If I Ran the Zoo&amp;#039;&amp;#039; (1950) von [[Dr.&amp;amp;nbsp;Seuss]] verwendet. Darin ist der „Nerd“ Bestandteil eines imaginären Zoos.&amp;lt;ref name=&amp;quot;English Language 1212&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;American Heritage Dictionary of the English Language&amp;#039;&amp;#039;. Third Edition, S.&amp;amp;nbsp;1212, Houghton Mifflin Co., Boston / New York / London 1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Geisel, Theodor Seuss: &amp;#039;&amp;#039;If I Ran the Zoo&amp;#039;&amp;#039;. Random House Books for Young Readers, New York 1950, S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=And then, just to show them, I’ll sail to Ka-Troo&amp;lt;br /&amp;gt; And Bring Back an It-Kutch, a Preep and a Proo,&amp;lt;br /&amp;gt; A Nerkle, a Nerd, and a Seersucker, too!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im amerikanischen [[Jargon|Slang]] ist das Wort seit 1951 dokumentiert und seit den 1960er Jahren populär.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harper&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.etymonline.com/word/nerd |titel=nerd (n.) |werk=Online Etymology Dictionary |sprache=en |abruf=2021-03-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Angenommen wird eine Herkunft vom Wort ‚nert‘, das als Abwandlung von ‚nut‘ (buchstäblich ‚Nuss‘, im übertragenen Sinne: ‚verrückte Person‘) gesehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut einem Artikel der &amp;#039;&amp;#039;[[IEEE Spectrum]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[IEEE Spectrum]]&amp;#039;&amp;#039;, 4/1995, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; des [[Institute of Electrical and Electronics Engineers|IEEE]] 1995 stammt die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Nerd&amp;#039;&amp;#039; ursprünglich vom Rückwärtslesen von &amp;#039;&amp;#039;drunk&amp;#039;&amp;#039; (englisch ‚betrunken‘), also: &amp;#039;&amp;#039;knurd&amp;#039;&amp;#039;. Demnach beziehe sich die Bezeichnung auf College-Absolventen, die Partys vermeiden. Aus „knurd“ wurde im Laufe der Zeit „nerd“ („kn“ am Wortanfang wird im Englischen „n“ ausgesprochen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;[[Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary]]&amp;#039;&amp;#039; definiert &amp;#039;&amp;#039;nerd&amp;#039;&amp;#039; als: &lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=– a person who behaves awkwardly around other people and usually has unstylish clothes, hair, etc.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
– person who is very interested in technical subjects, computers, etc.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
– Full Definition: an unstylish, unattractive, or socially inept person; especially; one slavishly devoted to intellectual or academic pursuits &amp;lt;computer nerds&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |Quelle=Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.merriam-webster.com/dictionary/nerd &amp;#039;&amp;#039;nerd&amp;#039;&amp;#039;.] In: [[Merriam Webster]] (englisch); abgerufen am 19. Oktober 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Duden]] nahm den Begriff 2004 auf und definierte ihn im Jargon als abwertend für „sehr intelligenter, aber sozial isolierter Computerfan“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;duden&amp;quot; /&amp;gt; Zu einer weiteren Etablierung im Deutschen sowie auch positiver Umdeutungen kam es laut dem Germanisten Andreas Osterroth durch Synchronisationen US-amerikanischer Serien wie etwa &amp;#039;&amp;#039;[[The Big Bang Theory]]&amp;#039;&amp;#039; 2009. Laut Osterroth kam es insbesondere im Deutschen zu einer [[Melioration (Linguistik)|Melioration]], nachdem der Begriff ursprünglich im Englischen als [[Antonym]] zum sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[Jock (Slang)|Jock]]&amp;#039;&amp;#039;, einem athletisch und erotisch erfolgreichen Highschoolschüler, stand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heine&amp;quot; /&amp;gt; „Nerd“ ist somit ein [[Geusenwort]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Beitrag von [[Spiegel Online]] ist das zum Phänomen gehörige [[Stereotyp]] so alt wie die Menschheit selbst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SpiegelOnline_DnN-GF&amp;quot; /&amp;gt; Als Beispiel wird dort [[Archimedes]] aufgeführt, ein griechischer Ingenieur und Physiker aus dem 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert vor Christus, der in der heutigen Zeit wohl als Nerd bezeichnet werden könnte. Er entwickelte Waffen, berechnete die Zahl Pi und entdeckte die Hebelgesetze, soll aber deutlich weniger für Körperpflege übrig gehabt haben. Der Legende nach soll Archimedes sogar wegen seines Nerdtums gestorben sein: Vollkommen in ein mathematisches Problem versunken und geometrische Figuren in den Sand malend raunzte er einen ihm näher kommenden Soldaten an mit den Worten „Störe meine Kreise nicht“. Dafür wurde er erschlagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SpiegelOnline_DnN-GF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
[[Wil Wheaton]], US-amerikanischer Schauspieler, bekennt sich regelmäßig in seinen Autobiographien und in seinem Weblog zu seinem privaten Leben als Nerd und verkörperte auch in seiner Rolle als [[Figuren im Star-Trek-Universum#Fähnrich Wesley Crusher|Wesley Crusher]] in der Science-Fiction-Serie &amp;#039;&amp;#039;[[Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert]]&amp;#039;&amp;#039; einen jungen Nerd. [[Linus Torvalds]], finnischer Programmierer und Initiator des [[Kernel (Betriebssystem)|Kernels]] [[Linux]], dessen Entwicklung er bis heute koordiniert, bezeichnet sich selbst als Nerd in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Just for Fun&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Medienberichten wird [[Bill Gates]] als ehemaliger Nerd dargestellt, so hatte etwa [[Peter Glaser]] bereits 1996 im Magazin [[Stern (Zeitschrift)|Stern]] geschrieben: „Die Nerds übernehmen gerade die Weltherrschaft“ und seien „eine Schar unattraktiver, neurotischer Bürschchen, die aussehen, als könne man sie mit einem Löschblatt bewusstlos schlagen“. Kulturelle Rezeption fand der Begriff in der Populärkultur wie &amp;#039;&amp;#039;[[Revenge of the Nerds]]&amp;#039;&amp;#039; („Die Rache der Eierköpfe“), einer vierteiligen amerikanischen Filmreihe Mitte der 1980er Jahre. Neuere angloamerikanische Sitcoms wie &amp;#039;&amp;#039;[[The Big Bang Theory]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[The IT Crowd]]&amp;#039;&amp;#039; überzeichnen ironisch Verhalten von sogenannten Nerds. Laut dem Journalisten Christian Fahrenbach wird die Figur des Nerds auch in Kinofilmen wie &amp;#039;&amp;#039;[[Matrix (Film)|Matrix]]&amp;#039;&amp;#039; durch die Rolle des Neo, &amp;#039;&amp;#039;[[Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[The Social Network]]&amp;#039;&amp;#039; verkörpert. Ebenso würden Zeitschriften wie &amp;#039;&amp;#039;[[DeBug|De:Bug]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Wired]]&amp;#039;&amp;#039; zu einer positiven Konnotation beitragen. Der Niederländer [[Max de Bruijn]] schrieb bereits 2000 ein Buch unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Wie werde ich Bill Gates: Aufzucht und Lebensweise des gemeinen Nerd&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SpiegelOnline_DnN-GF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als häufiger Gegenstand von [[Satire]]n und [[Parodie]]n ist das ursprüngliche Nerd-Klischee eng an künstlerische Darstellungen desselben verknüpft, wodurch häufig wiederkehrende äußere Erkennungsmerkmale eine besondere Festigung im [[Klischee]] erhielten und andererseits zur Entwicklung neuer Mode-[[Accessoire]]s beitrugen. Einer der bekanntesten Filmkünstler, die sich mit der Figur des trockenen, tollpatschigen Intellektuellen beschäftigen, ist [[Woody Allen]], der sich unter anderem in entsprechenden Filmrollen mit [[Hornbrille]]n&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christoph Gröner |url=https://www.sueddeutsche.de/leben/woody-allen-trag-sie-noch-einmal-woody-1.576630 |titel=Woody Allen – Trag sie noch einmal, Woody |hrsg=Spiegel Online |datum=2008-05-02 |abruf=2010-07-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigt. In einer [[Retrowelle]] werden ähnliche Brillen zunächst spöttisch als Nerd-Brillen betitelt, kurze Zeit später aber auch im Handel unter diesem Namen angeboten und erfuhren noch größere Verbreitung und Aufmerksamkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hans-Jürgen Jakobs |url=https://www.sueddeutsche.de/leben/stilkritik-der-kolossal-guckkasten-von-marc-bator-1.963728 |titel=Stilkritik: Marc Bator – Der Kolossal-Guckkasten |hrsg=sueddeutsche.de |datum=2010-06-23 |abruf=2010-07-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.gq-magazin.de/articles/stil/accessoires/modetrend/2008/04/25/09868/ |titel=Modetrend Nerd-Brille |hrsg=GQ |datum=2008-04-25 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20100304133604/http://www.gq-magazin.de/articles/stil/accessoires/modetrend/2008/04/25/09868 |archiv-datum=2010-03-04 |archiv-bot=2022-12-20 15:41:00 InternetArchiveBot |abruf=2010-07-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Filmemacher und Künstler [[Johannes Grenzfurthner]], Regisseur der Nerd-Dokumentation &amp;#039;&amp;#039;[[Traceroute (Film)|Traceroute]]&amp;#039;&amp;#039; (2016),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bradley Gibson |url=http://filmthreat.com/reviews/traceroute/ |titel=Traceroute |werk=Film Threat |datum=2017-02-28 |sprache=en-US |abruf=2019-02-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; analysiert in einem Interview mit dem &amp;#039;&amp;#039;Zebrabutter&amp;#039;&amp;#039;-Magazin die Essenz des Nerdtums:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die Keimzelle des Nerdtums ist die Differenz. Das Verlangen nach Verständnis, nach der Möglichkeit, Erfahrungen zu teilen, nicht alleine gelassen zu werden mit den bizarren Interessen, aber gleichzeitig auch eine fast perverse Freude, sich in diesem Defizit zu suhlen. Nerds lieben den Mangel: den der anderen, aber auch den eigenen. Nerds sind begierige Forscher, die sich gerne aneinander messen und dann auch aggressiv wetteifern, dennoch hat Nerd-Sein auch etwas Okkultes und Geheimes. Wie diese Macht dann ausgedrückt oder fokussiert wird, ist sehr wichtig.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Thomas Kaestle |url=https://www.zebrabutter.net/traceroute-unterwegs-mit-dem-leitnerd.html |titel=Johannes Grenzfurthner über Traceroute: Unterwegs mit dem Leitnerd |werk=Zebrabutter |datum=2016-01-13 |abruf=2019-02-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weibliche Nerds ===&lt;br /&gt;
Während reale Frauen in der deutschen IT-Branche weiterhin unterrepräsentiert und „nicht einmal ein Zehntel der IT-Abteilungen mit weiblichen Mitarbeitern besetzt sind“,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lisa Hänel |url=https://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/beruf/frauen-in-der-informatik-die-it-braucht-mehr-weibliche-nerds-14925598.html |titel=Wenige Frauen in der IT: Her mit den weiblichen Nerds! |werk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ.net]] |datum=2017-03-16 |abruf=2019-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; findet man „weibliche Nerds“ in Filmen und Serien mittlerweile als Hauptfigur. Prominente Beispiele für fiktive weibliche Nerd-Charaktere sind: [[Rihanna]] als &amp;#039;&amp;#039;Nine Ball&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;[[Ocean’s 8]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Tatiana Maslany]] als &amp;#039;&amp;#039;Cosima Niehaus&amp;#039;&amp;#039; und als &amp;#039;&amp;#039;Veera „MK“ Suominen&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;[[Orphan Black]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Jamie Clayton]] als &amp;#039;&amp;#039;Nomi Marks&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;[[Sense8]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Claire Foy]] als &amp;#039;&amp;#039;Lisbeth Salander&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;[[Verschwörung (2018)|Verschwörung]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Carly Chaikin]] als &amp;#039;&amp;#039;Darlene Alderson&amp;#039;&amp;#039; in [[Mr. Robot (Fernsehserie)|Mr.&amp;amp;nbsp;Robot]], [[Aimee Garcia]] als &amp;#039;&amp;#039;Ella Lopez&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;[[Lucifer (Fernsehserie)|Lucifer]]&amp;#039;&amp;#039; und [[Sibel Kekilli]] als &amp;#039;&amp;#039;[[Klaus Borowski#Assistenten|Sarah Brandt]]&amp;#039;&amp;#039; im &amp;#039;&amp;#039;[[Tatort (Fernsehreihe)|Tatort]]&amp;#039;&amp;#039; Kiel (2010–2017).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei fällt auf, dass die meisten dieser Filmfiguren nicht nur weiblich sind, sondern weitere Diskriminierungsmerkmale aufweisen – also zusätzlich als [[Person of color]], [[Transgender|trans]], [[lesbisch]] oder [[Asperger-Syndrom|Asperger-Autistin]] markiert sind und einen Gegenentwurf zur weiß und männlich dominierten [[Hacker]]szene darstellen. So beginnt die Entwicklungsgeschichte der [[Haeckse]]n (Hackerinnen im [[Chaos Computer Club]]) mit dem Hinweis darauf, dass weibliche Hacker „innerhalb der &amp;#039;&amp;#039;purely white male phenomenon&amp;#039;&amp;#039; der &amp;#039;&amp;#039;hacking culture&amp;#039;&amp;#039; als Ausnahmeerscheinung wahrgenommen werden.“ Vor diesem Hintergrund trägt die Typologie des weiblichen Nerds in mehrfacher Hinsicht Züge einer [[Antiheld]]in. Die Figur der &amp;#039;&amp;#039;Lisbeth Salander&amp;#039;&amp;#039; in der &amp;#039;&amp;#039;Millennium-Trilogie&amp;#039;&amp;#039; von [[Stieg Larsson]] wird beispielsweise als „Nerd, Hackerin, Anti-Heldin, Kindfrau im Punkrock-Outfit und Asperger-Autistin mit fotografischem Gedächtnis“ charakterisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Katja Rothe |Hrsg=Stephanie Kleiner, Robert Suter |Titel=Autismus – Glückspathologisierung 2.0 |Sammelwerk=Stress und Unbehagen Glücks- und Erfolgspathologien in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts |Verlag=Neofelis |Ort=Berlin |Datum=2017 |Seiten=127-146}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Katja Rothe |url=https://www.academia.edu/36653073/Autismus_Gl%C3%BCckspathologisierung_2.0 |titel=Autismus – Glückspathologisierung 2.0 |werk=Academia |abruf=2019-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Larsson selbst schreibt in einer Mail an seinen schwedischen Verleger über sie:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Mein Ausgangspunkt war, wie Pippi Langstrumpf als Erwachsene wäre. Würde man sie eine Soziopathin nennen, weil sie die Gesellschaft anders betrachtet und sie keine sozialen Kompetenzen hat? Sie wurde zu Lisbeth Salander, die viele maskuline Züge hat.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Anorak (Slang)]]&lt;br /&gt;
* [[Geek]]&lt;br /&gt;
* [[Nerdcore]]&lt;br /&gt;
* [[Otaku]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* David Anderegg: &amp;#039;&amp;#039;Nerds. Who They Are and Why We Need More of Them&amp;#039;&amp;#039;. Penguin 2007, ISBN 978-1-58542-590-7.&lt;br /&gt;
* David Brooks: &amp;#039;&amp;#039;Why Geek Is Newly Chic&amp;#039;&amp;#039;. In: The New York Times (in: SZ, 2. Juni 2008, S. 2).&lt;br /&gt;
* [[Max Goldt]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein gutes und ein schlechtes neues Wort für Männer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mind boggling – Evening Post&amp;#039;&amp;#039;, Zürich 1998, S. 84–90.&lt;br /&gt;
* [[Annekathrin Kohout]]: &amp;#039;&amp;#039;Nerds. Eine Popkulturgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. C.H.Beck, München 2022, ISBN 3-406-77446-6.&lt;br /&gt;
* [[Stefanie Mühlsteph]]: &amp;#039;&amp;#039;Nerdikon. Die fabelhafte Welt der Nerds und Geeks.&amp;#039;&amp;#039; Mit Illustrationen von Jana Moskito. Schwarzkopf &amp;amp; Schwarzkopf, Berlin 2013, ISBN 978-3-86265-304-1.&lt;br /&gt;
* Andreas Osterroth: &amp;#039;&amp;#039;Der Einfluss der Synchronfassungen massenmedialer Produkte auf den Sprachwandel am Beispiel des Lexems »Nerd«&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Sprachreport&amp;#039;&amp;#039; Heft 3, 2015, Seiten 1–8. Kursiv gedruckt: &amp;#039;&amp;#039;Nerd&amp;#039;&amp;#039; im Titel.&lt;br /&gt;
* [[Sibylle Berg]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Nerds retten die Welt]]&amp;#039;&amp;#039;. Kiepenheuer &amp;amp; Witsch, Köln 2020, ISBN 3-462-05460-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* [[Traceroute (Film)|&amp;#039;&amp;#039;Traceroute&amp;#039;&amp;#039;]] (2016): detaillierte Dokumentation über die Nerd-Kultur von [[Johannes Grenzfurthner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Nerds|Nerd}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.paulgraham.com/nerds.html Why Nerds are unpopular] – eine Analyse auf Basis von US-Schulen darüber, warum Nerds gesellschaftlich häufig isoliert sind (englisch)&lt;br /&gt;
* {{YouTube |id=enSooHm02kw |titel=TV-Bericht von 3sat über die Nerdkultur}}&lt;br /&gt;
* [http://www.elektrischer-reporter.de/elr/video/115/ „Weltretter mit Hornbrillen?“] – Videobeitrag vom 3. April 2009 des [[Elektrischer Reporter|elektrischen Reporters]] über Nerds&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Netzkultur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schimpfwort (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentensprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebensstil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialfigur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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