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	<title>Neopatrimonialismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T07:37:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Neopatrimonialismus&amp;diff=745343&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2025-12-24T08:34:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neopatrimonialismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird ein, besonders häufig in [[Afrika]] anzutreffender, [[Herrschaftsform|Herrschaftstyp]] bezeichnet, der (in Anlehnung an [[Max Weber]]s [[Herrschaft]]stypologie) als eine Mischform aus klassisch patrimonialer und legal-rationaler Herrschaft angesehen werden kann. Als [[Regime]]typ ist er zwischen [[Autokratie]] und [[Demokratie]] anzusiedeln. Kennzeichnende Bestandteile des Neopatrimonialismus sind [[Klientelismus]] und politische [[Patronage]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
In der Weberschen Herrschaftstypologie ist der [[Patrimonialismus]] (als Untertyp der traditionalen Herrschaft) gekennzeichnet durch die Unterwerfung unter die [[Autorität]] einer Person, die durch [[Tradition]] und einen (militärischen) [[Verwaltung]]sstab ausgeübt wird. Unter rational-legaler Herrschaft ist die Willkür einer Person durch eine unpersönliche Ordnung ([[Bürokratie]]) und die Trennung von [[privat]]er und [[öffentlich]]er Sphäre ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In neopatrimonialen Systemen finden sich Elemente beider Typen. Die öffentlichen Regeln ([[Gesetz]]e und [[Soziale Norm|Normen]]) sind zwar [[Formalisierung|formalisiert]], ihre praktische Ausübung aber meist persönlich und auf informeller Ebene vermittelt. Das Hin und Her zwischen beiden ‚Logiken‘ bedingt eine andauernde Verhaltens- und Erwartungsunsicherheit der Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen und Kennzeichen ==&lt;br /&gt;
Die persönliche Willkür, die auch in neopatrimonialen Systemen vorherrscht, hängt zusammen mit autoritärer Politik und der in[[Wirtschaftlichkeit|effizienten]] [[Wirtschaft#Wirtschaftsformen|Wirtschaftsform]] der [[Rentenökonomie]]. Unter diesen Bedingungen verschafft erst das öffentliche Amt die Möglichkeit, auch ökonomisch erfolgreich zu sein. Klientelismus und politische Patronagebeziehungen sind die Folge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während im historischen, patrimonialen [[Klientelismus]] ein Patron einem Klienten ein knappes Gut wie Sicherheit, Vieh, Land, Wasser u.&amp;amp;nbsp;ä. gegen oft auch nur symbolische Dienste zur Verfügung stellte, werden im neopatrimonialen Klientelismus ebenfalls öffentliche Güter und Dienste wie Bildung, Kredite, [[Lizenz]]en und nicht zuletzt öffentliche Ämter vergeben, die einen deutlichen umverteilenden Effekt haben. Speziell der &amp;#039;&amp;#039;politische Klientelismus&amp;#039;&amp;#039; ist häufig anzutreffen, in dem [[Dienstleistung]]en und Mittel gegen politische Unterstützung wie beispielsweise Wählerstimmen (&amp;#039;&amp;#039;elektoraler Klientelismus&amp;#039;&amp;#039;) ,getauscht‘ werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit politischer [[Patronage]] bezeichnet man die nur bestimmten [[soziale Gruppe]]n, in Afrika meist an [[Ethnie]]n festgemachten, gewährten Vorteile, welche nicht-öffentlich und politisch motiviert sind. Weitverbreitete [[Korruption]] und Verwandtenbegünstigungen ([[Nepotismus]]) sind unter anderem die Folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Neopatrimoniale Regime sind zum Beispiel [[Eritrea]], [[Kamerun]], [[Kenia]], [[Simbabwe]], aber auch [[Indonesien]], [[Kolumbien]] und die [[Palästinensische Autonomiegebiete|palästinensischen Autonomiegebiete]]. Auch Russland wird diesem Typ zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor = Hans-Joachim Lauth|Titel = Politische Systeme im Vergleich: Formale und informelle Institutionen im politischen Prozess|Verlag = Walter de Gruyter GmbH &amp;amp; Co KG|Datum = 2014-11-10|ISBN = 9783486779066|Online = https://books.google.de/books?id=IVXpBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA367&amp;amp;dq=vergleich+russland+usa+verfassung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjA76aO79fQAhWBXCwKHd9HAJkQ6AEIODAG#v=snippet&amp;amp;q=%20russland&amp;amp;f=false|Abruf = 2016-12-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] zeichnet sich der Regierungsstil von [[Donald Trump]] während seiner zweiten Amtszeit durch eindeutig neopatrimoniale Tendenzen aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jonathan Rauch |url=https://www.theatlantic.com/ideas/archive/2025/02/corruption-trump-administration/681794/ |titel=One Word Describes Trump |werk=The Atlantic |datum=2025-02-24 |sprache=en |abruf=2025-03-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Bratton, Nicolas van de Walle: &amp;#039;&amp;#039;Democratic experiments in Africa. Regime transitions in comparative perspective.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge u. a. 1997, ISBN 0-521-55429-2, insbesondere S. 61–96 (&amp;#039;&amp;#039;Cambridge studies in comparative politics&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* [[Shmuel Noah Eisenstadt|S. N. Eisenstadt]]: &amp;#039;&amp;#039;Traditional patrimonialism and modern neopatrimonialism.&amp;#039;&amp;#039; Sage, Beverly Hills CA 1973 (&amp;#039;&amp;#039;Sage research papers in the social sciences&amp;#039;&amp;#039; 1, {{ZDB|192381-x}}).&lt;br /&gt;
* [[Ulf Engel]]: &amp;#039;&amp;#039;Neopatrimonialismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Rolf Hofmeier, [[Andreas Mehler]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kleines Afrika-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2004, ISBN 3-406-51071-X (&amp;#039;&amp;#039;Beck’sche Reihe&amp;#039;&amp;#039; 1569).&lt;br /&gt;
* Jean-François Médard (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;États d’Afrique noire. Formations, mécanisme et crise.&amp;#039;&amp;#039; Éditions Karthala, Paris 1991, ISBN 2-86537-313-4, insbesondere S. 323–353 (&amp;#039;&amp;#039;Collection Hommes et sociétés&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* [[Peter Molt]]: &amp;#039;&amp;#039;Machiavellismus und Neopatrimonialismus: Zur politischen Herrschaft in Afrika südlich der Sahara.&amp;#039;&amp;#039; In: Rupert Breitling, Winand Gellner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Machiavellismus, Parteien und Wahlen. Medien und Politik.&amp;#039;&amp;#039; Politische Studien zum 65. Geburtstag von Prof. Dr. Erwin Faul. Maisch und Queck, Gerlingen 1988, S. 90–107.&lt;br /&gt;
* Peter Pawelka: &amp;#039;&amp;#039;Herrschaft und Entwicklung im Nahen Osten: Ägypten.&amp;#039;&amp;#039; Müller Juristischer Verlag, Heidelberg 1985, ISBN 3-8114-0685-X, insbesondere S. 22–97 (&amp;#039;&amp;#039;Uni-Taschenbücher&amp;#039;&amp;#039; 1384 &amp;#039;&amp;#039;Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Hannes Wimmer: &amp;#039;&amp;#039;Die Modernisierung politischer Systeme. Staat, Parteien, Öffentlichkeit.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien u. a. 2000, ISBN 3-205-99202-4, S. 111–162.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Gero Erdmann: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.inwent.org/E+Z/1997-2002/ez1001-6.htm Neopatrimoniale Herrschaft – Der Übergang zur Demokratie ist nicht gelungen]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[E+Z  Entwicklung und Zusammenarbeit]]&amp;#039;&amp;#039; (Nr. 10, Oktober 2001, S. 294–297).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrschaftssoziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaftsform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrschaftsform]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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