<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Neologie</id>
	<title>Neologie - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Neologie"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Neologie&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T09:24:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Neologie&amp;diff=1409406&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Halbgeviertstrich, Leerzeichen vor Zahl eingefügt, Leerzeichen nach Punkt eingefügt, Kleinkram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Neologie&amp;diff=1409406&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-05-02T06:02:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Halbgeviertstrich, Leerzeichen vor Zahl eingefügt, Leerzeichen nach Punkt eingefügt, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neologie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (griechisch für „neue Lehre“) versteht man die Rezeption der deutschen [[Zeitalter der Aufklärung|Aufklärung]] durch die [[evangelische Theologie]] im 18. Jahrhundert. Es ist zwischen der Verwendung des Begriffs Neologie in theologischer (1) und linguistischer Hinsicht (2) zu unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Aner: &amp;#039;&amp;#039;Die Theologie der Lessingzeit&amp;#039;&amp;#039;. Max Niemeyer Verlag, Halle (Saale) 1929.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Teubert, Wolfgang (Hrsg.): Neologie und Korpus. Tübingen 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffe ==&lt;br /&gt;
Die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;Neologie&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Neologe&amp;#039;&amp;#039; (Bezeichnung für einen Vertreter dieser Richtung) wurden als negativ besetzte, abschätzig gemeinte Fremdbezeichnungen etwa im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht Beutel, Kompendium..., S.&amp;amp;nbsp;112–115.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Gesichtspunkte der Neologie sind:&lt;br /&gt;
* Die [[Verbalinspiration|Inspirationslehre]] der [[Lutherische Orthodoxie|lutherischen Orthodoxie]] wird zu Gunsten einer [[Historisch-kritische Exegese|historisch-kritischen]] Betrachtungsweise der Bibel relativiert.&lt;br /&gt;
* Die Verbindlichkeit kirchlicher [[Dogma|Dogmen]] und [[Glaubensbekenntnis|Bekenntnisse]] wird in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
* Das Christentum wird vorrangig [[Ethik|ethisch]] akzentuiert. Seine Bedeutsamkeit wird von seiner [[Empirie|empirischen]] Wirksamkeit für ein „besseres Leben“ abhängig gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linguistik ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neologie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Neologismenforschung&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet in der Linguistik den Bereich der [[Sprachwissenschaft]], der sich mit der Bildung, dem Auftreten, der Wahrnehmung und der Integration neuer Wörter und Wendungen in eine Sprache beschäftigt. Der zentrale Untersuchungsgegenstand ist der &amp;#039;&amp;#039;[[Neologismus]]&amp;#039;&amp;#039;, also eine neue lexikalische Einheit, die (meist) noch nicht lexikalisiert ist und als neu empfunden wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Teubert, Wolfgang: Neologie und Korpus. Tübingen 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der linguistischen Forschung ist der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Neologie&amp;#039;&amp;#039; nicht eindeutig, sondern umfasst unterschiedliche Aspekte. So unterscheidet man zwischen der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;objektiven Neuheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; eines Wortes – etwa nachweisbar durch Erstbeleg oder fehlende [[Lexikalisierung]] – und dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neuheitseffekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, also der subjektiven Wahrnehmung eines Wortes als neu durch Rezipienten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Irmhild Barz |Titel=Neologie und Wortbildung. Zum Neuheitseffekt von Wortneubildungen |Hrsg=Wolfgang Teubert |Sammelwerk=Neologie und Korpus |Band=Studien zur deutschen Sprache, Band 11 |Verlag=Gunter Narr Verlag |Ort=Tübingen |Datum=1998 |ISBN=3-8233-5141-9 |Seiten=13-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neuheitseffekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein zentraler Begriff in der Neologieforschung. Er bezeichnet die kognitive Reaktion der Rezipienten auf ein neues Wort, die sich in Form von Irritation, Aufmerksamkeit oder auch Nichtverstehen äußern kann. Der Neuheitseffekt kann von Person zu Person stark variieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Methoden der Neologismenforschung ==&lt;br /&gt;
Die Erforschung von Neologismen erfolgt durch [[Korpusanalysen]], Beobachtung von Erstbelegen, Umfragen zu Vertrautheitsurteilen (vgl. Plank 1981), sowie durch die stilistische und semantische Analyse von Wortneubildungen in Texten.&amp;lt;ref&amp;gt;Plank, Frans (1981): Morphologische (Ir-)Regularitäten. Aspekte der Wortstrukturtheorie. Tübingen. S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein zentrales Problem der Neologie besteht darin, dass Neuheit keine feste Eigenschaft eines Wortes ist, sondern eine temporäre und kontextabhängige Wahrnehmung darstellt. Wörter können unbemerkt entstehen und untergehen oder sich langsam lexikalisieren – der Übergang von Gelegenheitsbildung (&amp;#039;&amp;#039;Okkasionalismus&amp;#039;&amp;#039;) zum festen Sprachgebrauch ist fließend.&amp;lt;ref&amp;gt;Fleischer, Wolfgang (1983): Dynam in Wortbildung und Wortschatz der deutschen Gegenwartssprache: Okkasionalismen und Neologismen. In: Germanistisches Jahrbuch. Hrsg., v. Deutschlektorat beim KIZ der DDR in Budapest II. S. 41–53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;in der Reihenfolge des Erscheinens&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Karl Aner: &amp;#039;&amp;#039;Die Theologie der Lessingzeit&amp;#039;&amp;#039;. Max Niemeyer Verlag, Halle (Saale) 1929.&lt;br /&gt;
* [[Kurt Nowak]]: &amp;#039;&amp;#039;Vernünftiges Christentum? Über die Erforschung der Aufklärung in der evangelischen Theologie Deutschlands seit 1945&amp;#039;&amp;#039; (= Forum Theologische Literaturzeitung, Band 2).  Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 1999, ISBN 3-374-01745-2.&lt;br /&gt;
* [[Andreas Urs Sommer]]: &amp;#039;&amp;#039;Neologische Geschichtsphilosophie. Johann Friedrich Wilhelm Jerusalems Betrachtungen über die vornehmsten Wahrheiten der Religion.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für neuere Theologiegeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 9 (2002), S. 169–217.&lt;br /&gt;
* Christopher Spehr: &amp;#039;&amp;#039;Das Magdeburger Neologentreffen im Jahre 1770.&amp;#039;&amp;#039; In: Albrecht Beutel, Volker Leppin, Udo Sträter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Christentum im Übergang. Neue Studien zu Kirche und Religion in der Aufklärungszeit&amp;#039;&amp;#039; (= Arbeiten zur Kirchen- und Theologiegeschichte, Band 19). Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2006, ISBN 3-374-02396-7, S. 87–102.&lt;br /&gt;
* [[Albrecht Beutel]]: &amp;#039;&amp;#039;Kirchengeschichte im Zeitalter der Aufklärung. Ein Kompendium&amp;#039;&amp;#039; (UTB 3180). Göttingen 2009, ISBN 978-3-525-03717-1, S. 112–146.&lt;br /&gt;
* Albrecht Beutel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neologie Handbuch&amp;#039;&amp;#039;. Mohr Siebeck, Tübingen 2025, ISBN 978-3-16-161660-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://bdn-edition.de/ Bibliothek der Neologie (Hybride textkritische Ausgabe zehn zentraler Texte der Neologie)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufklärung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theologischer Rationalismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Protestantismus in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum in Deutschland (18. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>