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	<title>Neolithisches Subpluvial - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T09:02:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Neolithisches_Subpluvial&amp;diff=2774118&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Kulturelle Auswirkungen */ Link korrigiert</title>
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		<updated>2024-06-12T19:37:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kulturelle Auswirkungen: &lt;/span&gt; Link korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neolithische Subpluvial&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neolithische Regenzeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Englische Sprache|engl.]] &amp;#039;&amp;#039;Holocene Wet Phase&amp;#039;&amp;#039;) war ein längerer Zeitabschnitt im [[Holozän]], der sich in [[Nordafrika]] durch ein betont feuchtes [[Klima]] auszeichnete. In seinem von 7500 bis 3500 [[v. Chr.]] (bzw. von 7000 bis 3000 v. Chr.) dauernden Verlauf ergrünte die [[Sahara]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datierung ==&lt;br /&gt;
Das Neolithische Subpluvial setzte zu Beginn des [[Atlantikum]]s im [[7. Jahrtausend v. Chr.]] ein. Bard (1999) gibt die Dauer mit 7000 bis 3000 v. Chr. an,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kathryn A. Bard |Titel=Encyclopedia of the Archaeology of Ancient Egypt |Verlag=Routledge |Ort=London |Datum=1999 |Sprache=en |ISBN=0-415-18589-0 |Seiten=863}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das Ende dieser nassen Periode wird gelegentlich aber bereits um 3300 v. Chr. gesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Toby A. H. Wilkinson |Titel=Early Dynastic Egypt |Verlag=Routledge |Ort=London |Datum=1999 |Sprache=en |ISBN=0-415-18633-1 |Seiten=372}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des Neolithischen Subpluvials (3500 bzw. 3000 v. Chr.) etablierten sich erneut trockene Verhältnisse. Dies führte zur [[Desertifikation]] der Sahara, deren Aridität bis auf den heutigen Tag anhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie und Hydrographie ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Megatschad GIS.PNG|350px|mini|Maximale Ausdehnung des Mega-Tschad; heutiger See in Grün]]&lt;br /&gt;
Während des Neolithischen Subpluvials waren die [[Hydrographie|hydrographischen]] Gegebenheiten in weiten Teilen [[Nordafrika|Nord-]], [[Zentralafrika|Zentral-]] und [[Ostafrika]]s sehr unterschiedlich zu den heutigen Bedingungen. Damals bestehende Seen hatten um bis zu 10 Meter erhöhte Wasserspiegel. So erreichte der heute [[Endorheisch|endorheische]] [[Tschadsee]] eine Oberflächenausdehnung von fast 400.000 Quadratkilometern; er übertraf somit das heutige [[Kaspisches Meer|Kaspische Meer]] und hatte eine maximale Tiefe von 170 Metern ([[Mega-Tschad]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Frédéric Bouchette, Mathieu Schuster, Jean-François Ghienne, Cléa Denamiel, Claude Roquin, Abderamane Moussa, Patrick Marsaleix, Philippe Duringer: {{Webarchiv|url=http://www.bouchette.org/data/articles-pdf/bouchette_etal_2010_QR_megalac.pdf |wayback=20140324094443 |text=Hydrodynamics in Holocene Lake Mega-Chad |archiv-bot=2022-12-20 14:56:24 InternetArchiveBot }} (PDF-Dokument) (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser See entwässerte über den [[Mayo Kébbi (Fluss)|Mayo Kébbi]] in den [[Niger (Fluss)|Niger]], und somit das gesamte [[Tschadbecken]] von 2,4 Mio.&amp;amp;nbsp;km². Weitere Abflussänderungen stellten sich beispielsweise beim [[Turkanasee]] [[Kenia]]s ein, der damals zum [[Nil]] hin entwässerte. Während des Neolithischen Subpluvials entstanden mehrere flachgründige Seen und Flussläufe, die später dann wieder verschwanden und heute nur mittels [[Radar]] und [[Fernerkundung|Satellitenbild]] ausgemacht werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Während des Neolithischen Subpluvials herrschten in Nordafrika fruchtbare klimatische Bedingungen. Die jetzige Sahara bestand aus einem [[Savanne]]nökosystem mit [[Elefant]]en, [[Giraffe]]n und anderen für die südlich gelegene [[Sahelzone]] typischen Tieren. Auch jetzt ausgestorbene Groß[[Taxon|taxa]] wie beispielsweise [[Rindergiraffen|Sivatherium]] und [[Pelorovis]] waren noch anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Afrikaforscher und Historiker [[Roland Anthony Oliver|Roland Oliver]] gibt eine Beschreibung&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Roland Oliver |Titel=The African Experience: From Olduvai Gorge to the 21st Century (Series: History of Civilization) |Verlag=Phoenix Press, revised edition |Ort=London |Datum=1999 |Sprache=en |ISBN=0-297-64366-5 |Seiten=39}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der damaligen Verhältnisse:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die heute aus nackten Fels bestehenden Hochländer der Zentralsahara südlich der Libyschen Wüste, wie beispielsweise der [[Tibesti]] oder der [[Hoggar]], waren damals von Wäldern aus Eiche, Walnuss, Linde, Erle und Ulme bestanden. Die etwas tiefer gelegenen Regionen wie der [[Tassili]] und der [[Acacus]] im Norden, sowie der [[Ennedi-Massiv|Ennedi]] und der [[Aïr]] im Süden wurden von Oliven und Wacholdersträuchern sowie Aleppokiefern besiedelt. Die Talungen nahmen ganzjährig fließende, fischreiche Gewässer auf, die von samentragenden Graslandschaften umrahmt wurden.&lt;br /&gt;
 |Autor=Roland Oliver&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;The African Experience: From Olduvai Gorge to the 21st Century&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Auswirkungen ==&lt;br /&gt;
Die milden und fruchtbaren Bedingungen während des Neolithischen Subpluvials gestatteten jetzt eine weit bedeutendere menschliche Besiedlung des Niltals in Ägypten. Auch im Sudan und in der gesamten Sahararegion siedelten sich [[Neolithikum|neolithische]] Gemeinschaften an, darunter Kulturen, die beispielsweise im [[Tassili n&amp;#039;Ajjer]] (Südostalgerien) [[Felsmalerei]]en hinterließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klimatischen Veränderungen brachten für die damaligen Menschen einen bedeutenden Nahrungszuwachs an Fisch, Geflügel, Süßwassermollusken, Nagetieren, Nilpferden und Krokodilen mit sich. Zur Erbeutung dieser aquatischen Biomasse wurden Flöße, Boote, Reusen, Fallen, Harpunen, Netze, Haken, Angelschnüre und Sinkgewichte eingesetzt. Die vom Fluss geprägte Lebensweise ermöglichte wesentlich größere Gemeinschaften als dies unter Jägersippen der Fall war. Als Folge der örtlich entstehenden Töpferei kam es zu kulinarischen Neuerungen wie Suppe, Fischeintopf und Brei, wobei letzterer des Aufsammelns von Getreide bedarf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=John E. G. Sutton |Titel=The Aquatic Civilization of Middle Africa |Sammelwerk=Journal of African History |Band=15 |Datum=1974 |Sprache=en |ISSN=0021-8537 |Seiten=527–546}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 wurden von Archäologen der [[University of Chicago]] an der Fundstelle [[Gobero]] in der [[Ténéré-Wüste]] im nordöstlichen [[Niger]] menschliche Überreste entdeckt, die aus dem Neolithischen Subpluvial stammen. Die Gräberfunde sind hervorragend erhalten und stellen somit einen einzigartigen Beleg für menschliche Ansiedlungen dar. Sie werden mittlerweile den Kulturen des [[Kiffium]]s (7700 bis 6200 v. Chr.) und des [[Tenerium]]s (5200 bis 2500 v. Chr.) zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sind zu nennen die Fundstelle von [[Anthony John Arkell|Anthony Arkell]] im [[Sudan]] am [[Blauer Nil|Blauen Nil]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. J. Arkell |Titel=Early Khartoum |Verlag=[[Oxford University Press]] |Datum=1949 |Sprache=en |OCLC=600772099}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Fundstelle von [[Gabriel Camps]] in [[Algerien|Südalgerien]] ([[Amekni]] bei [[Tamanrasset]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gabriel Camps |Titel=Les civilisation prehistoriques de l&amp;#039;Afrique du Nord et du Sahara |Verlag=Doin |Ort=Paris |Datum=1974 |Sprache=fr |ISBN=2-7040-0030-1 |Seiten=22 und 225-226}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von französischen Archäologen wurden ferner Grabungen im [[Tschad]], in [[Mali]] und im Niger durchgeführt, die [[Harpune|Knochenharpunen]] und [[Töpferei|Wellenlinien-Töpferei]] ans Tageslicht förderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arkell&amp;#039;s Fundstätte lag in einer [[Savanne]]nlandschaft mit einem dreifach höheren Niederschlag als heute. Die Skelettfunde legten eine Verwandtschaft mit heutigen [[Niloten]] wie beispielsweise den [[Nuer]] und den [[Dinka (Volk)|Dinka]] nahe. Radiokarbondatierungen ergaben ein Alter von 7000 bis 5000 v. Chr. Arkell zog anhand von Gemeinsamkeiten mit den französischen Funden in Westafrika die Schlussfolgerung, dass diese Jäger und Fischer auf dem Breitengrad von [[Khartum]] westwärts bis nach Mali eine eigenständige Kultur gebildet hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstelle von Camps wird auf 6700 v. Chr. datiert. Ihre Kulturträger waren Jäger-Sammler und ebenfalls negroiden Ursprungs. Auch sie kannten Wellenlinien-Töpferei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ältere Peron-Transgression]]&lt;br /&gt;
* [[Piora-Schwankung]]&lt;br /&gt;
* [[Sahelzone|Sahel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimageschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quartär]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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