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	<title>Neokonfuzianismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T15:50:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Neokonfuzianismus&amp;diff=680625&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2025-12-22T07:46:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:ZhuXiBaGua.png|mini|Darstellung eines [[Acht Trigramme|Bagua]] von [[Zhu Xi]]]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neokonfuzianismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Religion|religiös]]-[[Östliche Philosophie|philosophische]] Lehre, die während der chinesischen [[Song-Dynastie]] entstand und deren Ursprünge im [[Konfuzianismus]] liegen, die jedoch auch starke Einflüsse aus [[Buddhismus]] und [[Daoismus]] aufweist. Der Neokonfuzianismus war ab der Song-Dynastie eine der beherrschenden und kulturell einflussreichen Geistesströmungen in China.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Chinesische Sprache|chinesischen Sprache]] gibt es diesen Begriff nicht, dort wird diese Lehre z.&amp;amp;nbsp;B. nach ihrer Entstehungszeit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Songxue&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{zh|t=宋學|p=Sòng xué|v=宋学|b=Song-Lehre}}), nach ihrer ersten Hauptrichtung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lixue&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{zh|t=理學|v=理学|p=lǐxué|kurz=1|b=Lehre vom Prinzip, Rationalismus}}), nach ihrer Weiterentwicklung während der [[Ming-Dynastie]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Song-Ming Lixue&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{zh|t=宋明理學|v=宋明理学|p=Sòng-Míng lǐxué|kurz=1|b=Song-Ming-Rationalismus}}) bzw. unter Einbezug ihrer zweiten Hauptrichtung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Xinli Xue&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{zh|t=心理學|v=心理学|p=xīnlǐxué|kurz=1|b=Lehre vom Prinzip und vom Herzen}}) genannt. Auf [[Koreanische Sprache|Koreanisch]] wird der Neokonfuzianismus &amp;#039;&amp;#039;Seongrihak&amp;#039;&amp;#039; ({{Lang|ko-Hang|성리학}}/{{Lang|ko-Hani|性理學}} {{IPA|[səŋrihak]}}) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begriffe, die bei den verschiedenen neokonfuzianischen Philosophen eine Rolle spielen, und im nachfolgenden erläutert werden, waren zwar alle schon in der älteren [[Chinesische Philosophie|chinesischen Philosophie]] vorhanden, erfuhren aber im Neokonfuzianismus eine neue Gewichtung und Ausdeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der frühe Neokonfuzianismus ==&lt;br /&gt;
Ein eindeutiges Charakteristikum des frühen Neokonfuzianismus ist ein besonderes [[Kosmologie|kosmologisches]] Interesse, in dem sich die Nähe zum Daoismus zeigt. Der erste Vertreter dieser Richtung war der Gelehrte [[Zhou Dunyi]] (1017–1073), der gelegentlich auch als „Begründer“ des Neokonfuzianismus angesehen wird. Vorläufer des Neokonfuzianismus, an die in der Song-Zeit wieder angeknüpft wurde, findet man bereits zur früheren [[Han-Dynastie|Han-Zeit]], in der die sogenannte Neutext-Schule bereits einen das Religiöse mit einbeziehenden Konfuzianismus vertreten hatte. Dieses hanzeitliche Gedankensystem ist hauptsächlich mit [[Dong Zhongshu]] (179–104) verbunden. Ein [[Tang-Dynastie|tangzeitlicher]] Vorläufer des Neokonfuzianismus war der berühmte Gelehrte [[Han Yu]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Kern von Zhou Dunyis Lehre bildete ein daoistisches [[Diagramm]], das er von einem Priester geschenkt bekommen hatte. In einem erklärenden Text zum Diagramm betont er, dass das Grenzenlose ([[Wuji]]) gleichzeitig die höchste Grenze ([[Taiji (chinesische Philosophie)|Taiji]]) ist und durch Bewegung und Ruhe [[Yin und Yang]] erschafft. Der Heilige wähle den Zustand der Ruhe, einen Zustand ohne Verlangen, und mache ihn zum höchsten Prinzip, wodurch er den höchsten Maßstab für die Menschheit setze. In dem Begriff der Grenzenlosigkeit und dem Anklang an [[Nichts]]ein und Ruhe, lassen sich die Einflüsse von Daoismus und Buddhismus erkennen. Der Grund, warum die neokonfuzianischen Lehren trotz ihrer Nähe zu diesen [[Religion]]en dem Konfuzianismus zugeordnet werden, liegt darin, dass sich die Vertreter dieser Richtung in ihrer Argumentation auf [[Fünf Klassiker|klassische konfuzianische Schriften]] bezogen, wobei hier das [[Yijing]] und seine Kommentare besonders hervorzuheben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der zweite frühe neokonfuzianische Philosoph, [[Shao Yong]] (1011–1077), beschäftigte sich mit kosmologischen Fragestellungen, insbesondere mit [[Numerologie|numerologischen]] Spekulationen über den Aufbau des Kosmos, die später auch eine große Rolle für die daoistische [[Wahrsagen|Wahrsagekunst]] spielten. Hierbei veränderte er die früheren Spekulationen wesentlich und verlieh ihnen einen größeren Zuschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Übergang von einer kosmologisch orientierten zu einer [[Ontologie|ontologisch]] orientierten Philosophie stellt [[Zhang Zai]] (1020–1077) dar. Er trat mit einem philosophischen System hervor, das sich als „[[Materialismus|materialistisches Denken]]“ kategorisieren lässt. Sein Grundbegriff ist dabei das [[Qi]], der als eine Art [[Quintessenz (Philosophie)|Ätherstoff]] einen allumfassenden Stellenwert hat. Bei Zhang Zai verschwindet die Vorstellung vom Nichtsein (vgl. [[Shunyata]], [[Nirwana]]) und er setzte das Qi mit all jenen Begriffen in Verbindung, die bis dahin die höchste [[transzendent]]e oder [[immanent]]e Realität bezeichnet hatten, nämlich [[Dao]], [[Taiji (chinesische Philosophie)|Taiji]] und [[Taixu]] („große Leere“). Für Zhang Zai stellt das All ein unabänderliches, jedoch in zwei Aggregatzuständen existierendes Sein dar, die höchste Leere als Formlosigkeit und die daraus resultierende geformte Welt. Mit dieser Annahme negierte Zhang Zai das Nichtsein, stellte jedoch den Menschen in einen umfassenden Zusammenhang mit dem übrigen Kosmos, mit dem er dieser Lehre gemäß untrennbar verbunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der spätere Neokonfuzianismus und Zhu Xi ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zhu-xi1.gif|mini|Zhu Xi]]&lt;br /&gt;
In der nächsten Generation der Neokonfuzianer treten besonders die Brüder [[Cheng Hao (Philosoph)|Cheng Hao]] (1032–1085) und [[Cheng Yi (Philosoph)|Cheng Yi]] (1033–1107) hervor, die den Begriff des Li („Ordnungsprinzip“) als wichtigsten Begriff dieser Lehre etablierten. Li wurde sowohl als kosmologisches und ontologisches als auch als [[Moral]]prinzip aufgefasst. Es bildet den Wesensgrund des Seins, aber auch die Strukturordnung des individuellen Seins. Ein weiterer in Bezug auf die neokonfuzianische [[Ethik]] wichtiger Begriff stellt für Cheng Hao die bereits von [[Konfuzius]] hochgeschätzte Menschlichkeit (&amp;#039;&amp;#039;ren&amp;#039;&amp;#039;) dar, die aber bei Cheng die Konnotation von [[Liebe]] bekommt und eine alles Seiende verbindende Qualität darstellt. Für Cheng Yi ist die [[menschliche Natur]] im Sinne von [[Mengzi]] als Produkt des Li uneingeschränkt gut, jedoch besitzt der „Ätherstoff“ ([[Qi]]) einen indifferenten Charakter und ist so für Unvollkommenheiten, die ‚Böses‘ hervorbringen, verantwortlich, da aus ihm das „Material“ oder die „Befähigung“ (&amp;#039;&amp;#039;cai&amp;#039;&amp;#039;) hervorgeht, aus dem der individuelle Mensch besteht. Mit dieser Differenzierung bekam auch die bei Cheng Hao noch im Vertrauen auf die alles verbindende Liebe aufgebaute Idee von Selbstkultivierung und Erziehung bei Cheng Yi einen anderen Akzent. Cheng Yi legt sein Augenmerk auf Jing (wörtlich „Ehrfurcht“), das Achtgeben oder Ernstnehmen der in ihrer Eigenart völlig unterschiedlichen Dinge und Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bei Cheng Yi erwähnte Begriff „Erforschung der Dinge“ entstammt einem Kapitel des Ritualklassikers [[Buch der Riten|Liji]]. Zusammen mit einem anderen Kapitel des Liji bildeten nun [[Das Große Lernen]] ({{zh|kurz=1|t=大學|v=大学|p=dàxué}}) und [[Mitte und Maß]] (Zhong Yong) zusammen mit dem Buch [[Mengzi]] und den „Gesprächen des Konfuzius“ ([[Lunyu]]) die „[[Vier Bücher (Konfuzianismus)|Vier kanonischen Bücher]]“ (Si Shu) des Konfuzianismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der neokonfuzianischen Strömung kam es alsbald zur Differenzierung von zwei Richtungen, deren eine oft als [[Rationalismus|rationalistisch]] bezeichnet wird, und deren andere als [[Intuition|intuitionalistisch]] eingeordnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wichtigste Vertreter der rationalistischen Richtung ({{Zh|c = |t = 理學|v = 理学|p = Lĭxué|kurz = ja|b = Lehre vom Prinzip}}) war [[Zhu Xi]] (1130–1200) mit der „[[Cheng-Zhu-Schule]]“ ({{Zh|c = |t = 程朱[理]學|v = 程朱[理]学|p = Chéng-Zhū [lĭ]xué|kurz = ja}}). Zhu Xi vollzog die endgültige Ablösung des Ordnungsprinzips (Li) vom Ätherstoff (Qi) und gab ihm einen [[Metaphysik|metaphysischen]] Sinn, da er das Ordnungsprinzip als „oberhalb der Gestaltungsebene“ (vgl. [[Ideenlehre|Platonische Idee]]) ansah und das Höchste, [[Taiji (chinesische Philosophie)|Taiji]], als das allumfassende Li betrachtete. Zhu Xis Idee vom ewigen und allumfassenden Ordnungsprinzip wird in ihrem Einfluss mitverantwortlich gemacht für eine Akzentverschiebung in der chinesischen Kultur, die eine Verlangsamung der Entwicklung der chinesischen Gesellschaft zur Folge hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die idealistische Xinxue-Richtung ({{Zh|c = |t = 心學|v = 心学|p = Xīnxué|kurz = ja|b = Lehre des Herzens}}) des Neokonfuzianismus kritisierte jedoch Zhu Xis Dualismus und richtete sich gegen die Spaltung des „Gemütsbewusstseins“ (&amp;#039;&amp;#039;xin&amp;#039;&amp;#039;, wörtlich Herz, aber auch Verstand). Der prominenteste Vertreter dieser Richtung ist [[Lu Jiuyuan]] (1139–1193). Er vertrat einen Glauben an die Zusammenfassung von Zeit und Raum im individuellen Herzen oder Gemütsbewusstsein (&amp;#039;&amp;#039;xin&amp;#039;&amp;#039;), durch welche das Individuum am Ganzen, der kosmischen Einheit, teilhat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Neokonfuzianismus zur Zeit der Ming-Dynastie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wang-yang-ming.jpg|mini|Wang Shouren]]&lt;br /&gt;
Während der [[Ming-Dynastie|Ming-Zeit]] war der Neokonfuzianismus die beherrschende Staats[[ideologie]], was sich bis in die [[Qing-Dynastie|Qing-Zeit]] fortsetzte.&lt;br /&gt;
Zur Zeit der Ming gewann die idealistische Richtung die Oberhand und als ihr bedeutendster Vertreter zu dieser Zeit gilt der Gelehrte und Politiker [[Wang Shouren]] (1472–1529, genannt Wang Yangming) mit der „Lu-Wang-Schule“ ({{Zh|c = |t = 陸王[心]學|v = 陆王[心]学|p = Lù-Wáng [xīn]xué}}). Wang identifizierte sowohl das „Wesen“ (&amp;#039;&amp;#039;xing&amp;#039;&amp;#039;) als auch das „Herz“ (&amp;#039;&amp;#039;xin&amp;#039;&amp;#039;) mit dem Ordnungsprinzip (&amp;#039;&amp;#039;li&amp;#039;&amp;#039;) und übernahm die Auffassung von „Menschlichkeit“ (&amp;#039;&amp;#039;ren&amp;#039;&amp;#039;) als alle Dinge und Wesen verbindende Liebe. Wang betont, dass erst das Erkennen des Menschen der Außenwelt Gestalt gebe, und dass das „angeborene Wissen“ (&amp;#039;&amp;#039;liang zhi&amp;#039;&amp;#039;, wörtlich: gutes Wissen) zwangsläufig zu gutem Handeln führe. Wang Shouren hatte eine buddhistisch beeinflusste Erziehung genossen und sich in [[Chan]]-[[Meditation]] geübt, so dass seine Philosophie starke Einflüsse dieser Richtung zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nachfolge Wang Shourens bildeten sich die verschiedensten Denkrichtungen und Schulen heraus (siehe [[Sieben Schulen der Wang-Yangming-Lehre]]), die alle ihren Ursprung auf die Philosophie Wangs zurückführten. Grob erfassen kann man drei Richtungen, deren erste der realistischen Schule zuzurechnen ist, und die versuchte, die Balance in Bezug auf Selbstkultivierung und Verpflichtungen Staat und Gesellschaft gegenüber zu halten, deren zweite stark zum Chan geneigt war und am Ende fast in diesem aufging. Der bedeutendste Vertreter dieser zweiten Richtung, der Longxi-Schule, [[Wang Ji]], nahm an, die [[Drei Lehren]] seien ein und dasselbe. Die dritte Richtung, die Taizhou-Schule, hatte bedeutende Vertreter in [[Wang Gen]] (1483–1540), ihrem Gründer, und später [[Li Zhi (Philosoph)|Li Zhi]] (1527–1602), der den traditionalistischen Konfuzianismus angriff und einen ungehemmten [[Naturalismus (Philosophie)|Naturalismus]], [[Egalitarismus]], [[Subjektivismus]] und [[Spontaneität]] predigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mandschu-Zeit und Niedergang des Konfuzianismus ==&lt;br /&gt;
In der Folgezeit wandten sich die neokonfuzianischen Philosophen jedoch verstärkt den Wurzeln ihrer Philosophie zu und relativierten die idealistische Sichtweise. Vertreter dieser wieder verstärkt materialistischen Richtungen waren&lt;br /&gt;
[[Huang Zongxi]], [[Wang Fuzhi]] und [[Gu Yanwu]] (1613–1682). In den Arbeiten des letzteren lässt sich durch diese Hinwendung zu früheren Strömungen ein neues Phänomen entdecken, nämlich das Aufkommen eines wissenschaftlichen Ansatzes. Gu beschäftigte sich mit Themen wie [[Epigraphik]], [[Phonetik]], historischer [[Geographie]], aber auch mit lebensnahen Themen wie der Eröffnung von Bergwerken und der Entwicklung von Privatbanken. Dabei zeichnete sich ab, dass er sozusagen eine neue, [[Induktion (Denken)|induktive]] Methode aufbrachte, deren wichtigster Begriff &amp;#039;&amp;#039;kaozheng&amp;#039;&amp;#039;, der Beweis, wurde. Infolgedessen trat an die Stelle der [[Hermeneutik]] die [[Textkritik]], eine neue wichtige Richtung der chinesischen Gelehrsamkeit im 18. und 19. Jahrhundert. Durch diese Textkritik entdeckte man den Han-zeitlichen Konfuzianismus wieder und eine neue Schule, die Han-Schule entstand, die drei Jahrhunderte lang mit der an Zhu Xi orientierten Song-Schule konkurrierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert vollzog sich dann innerhalb von etwas mehr als einem Jahrzehnt der Umschlag vom Konfuzianismus zu einer Art Antikonfuzianismus. Einer der letzten Vertreter der traditionellen chinesischen Philosophie, die gleichsam mit ihm endete, war [[Kang Youwei]] (1858–1927), der erfolglos versuchte, den Konfuzianismus als Staatsreligion zu etablieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neokonfuzianismus außerhalb Chinas ==&lt;br /&gt;
In [[Korea]], das den Konfuzianismus schon sehr früh importiert hatte, sind besonders [[Yi Hwang]] (1501–70) und [[Yi I]] (1536–84) hervorzuheben, die die Lehren des chinesischen Neokonfuzianismus studierten und weiterentwickelten. In der Folgezeit entwickelten sich in Korea unterschiedliche Schulen, die sich teilweise stark bekämpften, was auch Auswirkungen auf die innenpolitische Entwicklung hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Japan]] spielte der Konfuzianismus schon seit der Han-Dynastie eine Rolle, wurde aber erst im 17. Jahrhundert unter dem [[Tokugawa]]-[[bakufu]] zur Gelehrtenbildung. Neben der [[Kogaku]] ({{lang|ja|古学}}), die eher am herkömmlichen Konfuzianismus und dem Studium seiner Texte orientiert war, übernahm Japan die zwei chinesischen Hauptströmungen des Neokonfuzianismus: die [[Shushigaku]] ({{lang|ja|朱子学}}, von chin. &amp;#039;&amp;#039;Lu-Wang (li)xue&amp;#039;&amp;#039;) und die [[Yōmeigaku]] ({{lang|ja|陽明学}}, von chin. [[Wang Yangming|&amp;#039;&amp;#039;Yangming&amp;#039;&amp;#039;]] &amp;#039;&amp;#039;(xin)xue&amp;#039;&amp;#039;). Bedeutende Vertreter des Neokonfuzianismus in Japan waren [[Fujiwara Seika]] ({{lang|ja|藤原惺窩}}; 1561–1619), [[Hayashi Razan]] ({{lang|ja|林羅山}}; 1583–1657), [[Nakae Tōju]] ({{lang|ja|中江藤樹}}; 1608–1648), [[Yamazaki Ansai]] ({{lang|ja|山崎闇斎}}; 1618–1682), [[Kumazawa Banzan]] ({{lang|ja|熊沢蕃山}}; 1619–1691), [[Kinoshita Jun’an]] ({{lang|ja-Hani|木下順庵}}; 1621–1698), [[Kaibara Ekken]] ({{lang|ja|貝原益軒}}; 1630–1714), [[Arai Hakuseki]] ({{lang|ja|新井白石}}; 1657–1725), [[Muro Kyūsō]] ({{lang|ja-Hani|室鳩巣}}; 1658–1734), [[Miwa Shissai]] ({{lang|ja|三輪執斎}}; 1669–1744), [[Miura Baien]] ({{lang|ja|三浦梅園}}; 1723–1789), [[Ōshio Chūsai]] ({{lang|ja|大鹽中齋}}; 1794–1837) und [[Satō Issai]] ({{lang|ja|佐藤一斎}}; 1772–1859). Aus dem japanischen Neokonfuzianismus entstanden vom 17. bis ins 19. Jahrhundert eigenständige Schulen, von denen manche bedeutenden Einfluss auf die geistesgeschichtliche Entwicklung im frühmodernen Japan hatten, darunter z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kokugaku]] und [[Mitogaku]]. Außerdem spielten neokonfuzianische Gelehrte eine große Rolle in der Kritik der [[Religion in Japan]], wobei der [[Buddhismus in Japan|Buddhismus]] oft abwertend und indigene, nicht-buddhistische Traditionen oft aufwertend beurteilt wurden (vgl. [[Shinbutsu-Shūgō]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Neokonfuzianismus spielte auch eine Rolle im Gebiet des heutigen [[Vietnam]], wozu aber noch wenig wissenschaftliche Literatur vorliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Bauer (Sinologe)|Wolfgang Bauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der chinesischen Philosophie. Konfuzianismus, Daoismus, Buddhismus&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck, München 2001, ISBN 3-406-47157-9.&lt;br /&gt;
* [[Anne Cheng]]: &amp;#039;&amp;#039;Histoire de la pensée chinoise&amp;#039;&amp;#039;. Seuil, Paris 1997, ISBN 2-02-012559-5, S. 399–439.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{IEP|https://www.iep.utm.edu/n/neo-conf.htm|Neo-Confucian Philosophy|John H. Berthrong}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chinesische Philosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konfuzianismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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