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	<title>Neoismus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-03-09T21:20:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:ZUQ&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:ZUQ (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:ZUQ&lt;/a&gt; beachten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neoismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Parodie|parodistischer]] [[-ismus]]. Er ist der Name eines [[Subkultur|subkulturellen]] [[Netzwerk]]s [[Kunst|künstlerischer]] [[Aktionismus|Aktionisten]] und Medienexperimentatoren und steht, in allgemeinerem Sinne, auch für eine praktische Underground-[[Philosophie]]. Neoismus arbeitet mit kollektiven Pseudonymen und Identitäten, Streichen und Irritationen, Paradoxen, [[Plagiat]]en und Fälschungen. Er hat zahlreiche widersprüchliche Definitionen seiner selbst geprägt, um sich jeder Einordnung und Historisierung zu entziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Es gibt keine allgemein anerkannten Definitionen des Neoismus und neoistischer Aktivitäten. Spaltungen innerhalb des neoistischen Netzwerkes hatten sehr unterschiedliche Darstellungen des Neoismus und seiner Geschichte zur Folge. Am bekanntesten ist das [[Schisma]] zwischen dem Autor [[Stewart Home]] und dem Rest des neoistischen Netzwerks, das sich auch in der Version des Neoismus von Homes Büchern im Unterschied zu diversen neoistischen Ressourcen im Internet niederschlägt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mar &amp;quot;&amp;gt;[[Oliver Marchart]] (1997): &amp;#039;&amp;#039;[https://web.archive.org/web/20170114183016/http://sammelpunkt.philo.at:8080/66/1/sthome.htm „Neo-dadaistischer Retro-Futurismus“ oder: wie Stewart Home die Avantgarde erfand]&amp;#039;&amp;#039; auf [http://sammelpunkt.philo.at &amp;#039;&amp;#039;Sammelpunkt. Elektronisch archivierte Theorie&amp;#039;&amp;#039;], [[Internet Archive|Internet-Archive]]-Memento vom 14. Januar 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In nicht-neoistischer Terminologie könnte Neoismus eine internationale Subkultur genannt werden, die in ihren Anfängen an experimentelle Kunst (wie [[Dada]], [[Surrealismus]], [[Fluxus]] und [[Konzeptkunst]]), [[Punk]]kultur, [[Industrial]]- und [[Electropop]]-Musik, politische und religiöse Freidenkerbewegungen sowie [[Science-Fiction]]-Literatur, [[Pataphysik]] und spekulative [[Wissenschaft]] anknüpfte, solche Traditionslinien aber zugleich zurückwies. Neoisten kamen ferner aus dem Umfeld der [[Graffiti]]- und Straßenkunst, der L=A=N=G=U=A=G=E poetry, von [[Experimentalfilm]] und [[Videokunst|-Video]], der [[Mail Art]], der frühen Church of the SubGenius sowie [[schwul]]-[[Lesbe|lesbischer]] Kultur. Später wandelte sich Neoismus von einer aktiven Subkultur zu einem selbstverfassten [[Moderne Sage|modernen Mythos]]. Als Nebeneffekt davon haben seit den späten 1980er Jahren viele subkulturelle, künstlerische und politische Gruppen auf Neoismus Bezug genommen, oft jedoch nur vage, und dadurch seinen [[Mythos]] fortgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vorläufer ===&lt;br /&gt;
Das englische Wort &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neoism&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde 1914 von dem amerikanischen Satiriker Franklin P. Adams als Parodie moderner Kunst geprägt.&amp;lt;ref&amp;gt;Franklin P. Adams, &amp;#039;The Neo-Neoism&amp;#039;, in: ders., By and Large, Doubleday 1914, S. 82, [http://www.archive.org/stream/byandlarge00adamgoog Faksimile auf archive.org]&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Kurzgeschichte &amp;#039;&amp;#039;No Way Back&amp;#039;&amp;#039; des britischen Science-Fiction-Autors [[Sydney J. Bounds]] von 1977 taucht es als Name eines Planeten auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Philip Harbottle (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Best of Sydney J. Bounds, vol. 2: The Wayward Ship and other stories.&amp;#039;&amp;#039; Cosmos Books, 2003, ISBN 1-58715-517-6, S. 190, [http://books.google.com/books?id=i3-1-TXPTH8C&amp;amp;pg=PA191&amp;amp;dq=sydney+j.+bounds+neoism&amp;amp;hl=en&amp;amp;ei=osBbTqexOYKf-QabxpGeDA&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=1&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 erfand der Künstler und Aktionist David Zack die multiple Künstleridentität [[Monty Cantsin]] und lud den lettischstämmigen Dichter und Sänger Maris Kundzins sowie den aus Ungarn emigrierten späteren Performance- und Videokünstler [[Istvan Kantor]] ein, sie gemeinsam zu gebrauchen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;quot;This Monty Cantsin character is a blank legend - could sing Hungarian as well as Latvian - if you need a name try Monty Cantsin&amp;quot;, 9. November 1977, nach Istvan Kantor, [http://www.ccca.ca/performance_artists/k/kantor/kantor_perf18/neoism/the_origin.rtf The Origin of Monty Cantsin]&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Künstlerkommune „Portland Academy“ in [[Portland (Oregon)]] um Zack, Kantor, Al Ackerman und Thomas „Musicmaster“ Cassidy sowie Mitglieder des Musikerkollektivs [[Smegma (Band)|Smegma, 1973]] wurde neben Monty Cantsin auch der Name &amp;#039;&amp;#039;ISM&amp;#039;&amp;#039; ironisch für die eigene künstlerische Arbeit verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Crane, Mary Stofflet (Hrsg.), Correspondence Art, San Francisco: Contemporary Art Press, 1984, Reproduktion des Plattencovers von „Monty Cantsin&amp;#039;s ISM Street Myth Blues Band“ (1978) auf S. 113&amp;lt;/ref&amp;gt; 1979 wurde ISM unter dem Eindruck der Portlander Frauen-[[Post-Punk]]-Band The Neo Boys zu „Neoism“ umgeformt.&amp;lt;ref&amp;gt;Quellmaterial im vom Smegma-Mitglied Mike Lastra gedrehten Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;Northwest Passage: The Birth of Portland&amp;#039;s DIY Culture&amp;#039;&amp;#039;, DVD: Culture Image, 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neoistisches Netzwerk ===&lt;br /&gt;
Mit Kantors Umzug nach [[Montreal]] ([[Kanada]]) im Jahr 1979 wurden Neoismus und die Monty Cantsin-Identität zu einem lokalen und später internationalen Netzwerk weiterentwickelt. Neoismus knüpfte dabei an Strömungen der [[Mail Art]] an, denen es nicht um den Austausch von Kunstobjekten ging, sondern um Lebenskünstlertum, Streiche, irritierenden Humor sowie Experimente mit Pseudonymen und Identität, wie sie auch von Kantors Mentoren in der Portland Academy betrieben wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Marchart, Neoismus, Edition Selene, Wien, 1997, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Kantor bezeichnet Neoismus schlicht etwas, das sich stets neuerfindet und sich – ähnlich dem multiplen Namen Monty Cantsin – im Laufe der Zeit auf völlig verschiedene Akteure, Praxen und Ästhetiken beziehen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Géza Perneczky, The Magazine Network, Edition Soft Geometry, Köln, 1993, S. 157, sowie Interview mit Istvan Kantor in Kinokaze #2, 1993, S. 17, teilweise zitiert auch in Stephen Perkins, Neoist Interruptus and the Collapse of Originality, University of Iowa, 2005, S. 1, [https://www.xexoxial.org/perkins/neoist_interruptus.pdf PDF]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu Beginn stand Neoismus für die Aktivitäten von Kantors Montrealer Netzwerk junger Subkultur- und [[Post-Punk]]-Aktionisten,&amp;lt;ref&amp;gt;Perneczky, S. 157&amp;lt;/ref&amp;gt; vergleichbar u.&amp;amp;nbsp;a. mit den [[Festival Genialer Dilletanten|Genialen Dilletanten]] in [[West-Berlin]]. Bis in die späten 1980er Jahre konzentrierten sich die Aktivitäten des Neoismus auf &amp;#039;&amp;#039;Apartment Festivals&amp;#039;&amp;#039;, die – nach dem von Immigranten wie Kantor, Balint Szombathy, Gabor Tóth und Boris Wanowitch importierten Vorbild osteuropäischer Untergrundkunst – in Privatwohnungen stattfanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Perneczky, S. 160; Stewart Home, The Assault on Culture, Aporia Press, London 1988, S. 87ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihren spektakulärsten Auftritt hatten die frühen Neoisten mit der zum Apartment Festival deklarierten „Neoist Occupation Week“, einer illegalen und konfrontativen Tag-und-Nacht-Besetzung der Montrealer Kunstgalerie Motivation 5 im Oktober 1980.&amp;lt;ref&amp;gt;Home, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch das Netzwerk der Mail Art wurde der Neoismus über Montreal hinaus bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Perneczky, S. 159f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits das dritte Montrealer Apartment Festival im Jahr 1981 bestand zur Hälfte aus Teilnehmern aus [[Baltimore]] ([[USA]]), die dort seit den späten 1970er Jahren eine anarchistische Subkultur aus experimenteller Musik, [[Experimentalfilm]], Performances, sprachexperimenteller Poesie, [[Pataphysik]] und politischem Aktivismus etabliert hatten und in der Folge den zweiten nordamerikanischen Schwerpunkt des Neoismus bildeten.&amp;lt;ref&amp;gt;Home, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt; 1982 fand das erste europäische neoistische Festival im Würzburger Schrebergarten des Malers [[Blalla W. Hallmann]] statt; organisiert und mit einer Buchpublikation im Eigenverlag dokumentiert durch Peter Below.&amp;lt;ref&amp;gt;http://idioideo.pleintekst.nl/Book1982Wurzburg.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur wegen der Kollektividentität Monty Cantsin ist die reale Zahl aktiver Neoisten schwer zu bestimmen, sondern auch deshalb, weil neben langjährigen Aktivisten sich auch Mitwirkende an den Festivals temporär als Neoisten begriffen. Typische neoistische Slogans waren „radikales Spiel“ („radical play“/„playfare“)&amp;lt;ref name=&amp;quot;playfare&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;tENTATIVELY, a cONVENIENCE&amp;#039;&amp;#039; über das neoistische [[Interpassivität|&amp;#039;&amp;#039;Interpassivitätsprojekt&amp;#039;&amp;#039;]] &amp;#039;&amp;#039;TV Hospital&amp;#039;&amp;#039;, 1994, [[Akademie der Künste (Berlin)|Akademie der Künste]], Berlin, in dessen Eingangsbereich mit dem Satz &amp;quot;ATTENTION: YOU ARE ENTERING A ZONE OF PSYCHOLOGICAL PLAYFARE!&amp;quot; plakativ gewarnt wurde; Projektbeschreibungen 177 bis 183 ff [https://www.thing.de/projekte/7:9%23/tent_mere_outline.html#outline177 &amp;#039;&amp;#039;Seven by Nine Squares&amp;#039;&amp;#039; homepage]&amp;lt;/ref&amp;gt; und „die große Verwirrung“ („the great confusion)“. Auch neoistische Publikationen wie das multiple [[Fanzine]] SMILE sollten Verwirrung und radikales Spiel verkörpern anstatt bloß beschreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Marchart, S. 50f.&amp;lt;/ref&amp;gt; So experimentierten sowohl die neoistischen Festivals als auch neoistische Schriften mit radikaler Unterminierung von [[Identität]], [[Körper (Biologie)|Körpern]], [[Massenmedien|Medien]] und den Kategorien des [[Eigentum]]s und der [[Wahrheit]]. Anders als in typischen [[postmoderne]]n Strömungen war dieses Experiment praktisch und daher existentiell. Zum Beispiel war Monty Cantsin nicht bloß ein kollektives Pseudonym oder eine mythische Person, sondern eine Identität, die von Neoisten real gelebt wurde. Neben üblichen subkulturell-künstlerischen Medien wie Fanzines, [[Performance (Kunst)|Performance]], [[Super-8-Film]] und [[Videokunst|Video]] wurden zu diesem Zweck auch [[Computervirus|Computerviren]],&amp;lt;ref&amp;gt;Tilman Baumgärtel, Experimentelle Software, Telepolis, 17. November 2001, [https://www.heise.de/tp/features/Experimentelle-Software-II-3422501.html]&amp;lt;/ref&amp;gt; Lebensmittel ([[Chapati]]),&amp;lt;ref&amp;gt;Marchart, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt; flammende Dampfbügeleisen sowie, als [[Telepathie|telepathische]] [[Antenne]]n, Metallkleiderbügel eingesetzt. Mit [[Thomas Pynchon]] könnte Neoismus ein „[[Anarchismus|anarchistisches]] Wunder“ eines internationalen Netzwerks von [[Exzentriker]]n genannt werden, die mit oft extremer Intensität unter der gemeinsamen Identität von Monty Cantsin und Neoismus zusammenarbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten und Einflüsse auf andere Subkulturen und Künstler ===&lt;br /&gt;
Schon bald nach seiner Gründung entstanden diverse Varianten und individuelle Spielformen des Neoismus. In den frühen 1980er Jahren proklamierte der Montrealer und spätere Pariser Neoist Reinhard U. Sevol den „Anti-Neoismus“, den andere Neoisten sich aneigneten, indem sie Neoismus zu einer puren Erfindung von Anti-Neoisten erklärten. Der niederländische Neoist Arthur Berkoff bildete die Ein-Mann-Bewegung „Neoismus/Anti-Neoismus/Pregroperativismus“. Al Ackerman erklärte sich zum „Salmineoisten“ (nach dem Filmschauspieler und Sänger [[Sal Mineo]]). 1994 gründete [[Stewart Home]] die „Neoist Alliance“ als einen [[Okkultismus|okkulten]] Orden, zu dessen Meister er sich erklärte. Zeitgleich firmierten [[italien]]ische Aktivisten des [[Luther Blissett (Sammelpseudonym)|Luther-Blissett-Projekts]] unter dem Namen „Alleanza Neoista“. 1997 organisierte der Kritiker [[Oliver Marchart]] einen „Neoistischen Weltkongress“ in [[Wien]], an dem u.&amp;amp;nbsp;a. die Gruppe [[Monochrom (Gruppe)|Monochrom]], aber keine der zuvor bekannten und in seinem Buch beschriebenen Neoisten teilnahmen. 2001 fand der erste Neoistische Stadtteilkongress Düsseldorf-Mitte statt. 2004 fand ein internationales „Neoist Department Festival“ in Berlin statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Künstler, die an neoistischen Festivals und Projekten mitwirkten, sind u.&amp;amp;nbsp;a. der [[Street Art|Street-Art]]-Pionier [[Richard Hambleton]], der Undergroundfilmemacher [[Jack Smith (Regisseur)|Jack Smith]], der Robotikkünstler Bill Vorn, der Konzeptkünstler [[Klaus Groh (Künstler)|Klaus Groh]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://433rpm.blogspot.com/2010/11/klaus-groh-neoist-concert-tape-1986.html Neoist Concert] von 1986&amp;lt;/ref&amp;gt;, sowie Model und Filmschauspielerin Eugenie Vincent (&amp;#039;&amp;#039;[[I Shot Andy Warhol]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neoistische Spielformen wie multiple Namen, Plagiate und Pranks gingen in andere Subkulturen ein, wurden dabei oft für Neoismus als solchen gehalten und mit [[Situationistische Internationale|situationistischen]] Konzepten vermischt. Die &amp;#039;&amp;#039;[[Plagiat|Plagiarism]]&amp;#039;&amp;#039;- und &amp;#039;&amp;#039;Kunststreik 1990–1993&amp;#039;&amp;#039;-Kampagne der späten 1980er Jahre, von Stewart Home kurz nach Verlassen des neoistischen Netzwerk initiiert, gehört hierzu, ferner die Plunderphonics-Musik, die wiedergegründete „London [[Psychogeographie|Psychogeographical]] Association“, die „Association of Autonomous Astronauts“, das Luther-Blissett-Projekt, das Michael K-Projekt, die deutsche [[Kommunikationsguerilla]] und, seit den späten 1990er-Jahren, [[Netzkunst|Netzkünstler]] wie 0100101110101101.org.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit ihrem Design-Prank &amp;#039;&amp;#039;„[[Einkaufswagen#Einkaufswagen in Kunst, Design und Konsumgesellschaftskritik|Consumer’s Rest]]“ [[Lounge Chair]]&amp;#039;&amp;#039; stellte die &amp;#039;&amp;#039;„Ein-Mann-Künstlergruppe“&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;[[Stiletto (Künstler)|Stiletto Studio,s]]&amp;#039;&amp;#039;  1985 auf dem 9. Neoistischen Festival in Ponte Nossa und 1988 auf dem &amp;#039;&amp;#039;Festival of Plagiarism&amp;#039;&amp;#039; in Braunschweig eine sub- wie gegenkulturell motivierte Verbindung zwischen neoistisch determinierten Aspekten der Kulturkonsumkritik und designkonsumkritischen Aspekten des [[Neues deutsches Design|Neuen deutschen Designs]] her.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kunstforum International]], Kunstperiodikum, Bd. 82, 1986, &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche Avantgarde-Design - Möbel, Mode, Kunst und Kunstgewerbe&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg.: Christian Borngräber, S. 130–143 (Kapitel „Stiletto“)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Birgit Richard: &amp;#039;&amp;#039;Subkultureller Stil contra „Lifestyle“ im Design. Zu den komplexen Verflechtungen von Jugendästhetik und Design&amp;#039;&amp;#039;, S. 74ff – 84ff [hier insbesondere Erläuterungen und Abbildungen zu: „Neue Deutsche Gemütlichkeit“ von Stiletto] in Stefan Lengyel und Hermann Sturm: &amp;#039;&amp;#039;Design Schnittpunkt Essen / Design Lines Meet in Essen&amp;#039;&amp;#039;, (Text: de/en), Verlag Ernst &amp;amp; Sohn, Berlin, 1990, ISBN 3-433-02539-8 (Textdokument [https://web.archive.org/web/20101211170843/http://web.uni-frankfurt.de/fb09/kunstpaed/indexweb/publikationen/subculdesign.htm online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stewart Home]] über Stilettos Lectureperformanceworkshop [https://www.stewarthomesociety.org/features/festplag2.htm &amp;#039;&amp;#039;Klauen und Kopieren als die höchste Form der Kreativität im Kampf gegen Design&amp;#039;&amp;#039;] zum Festival of Plagiarism an der [[Hochschule für Bildende Künste Braunschweig]] vom 8. bis 10. Juni 1988&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch medienkonsumkritische Öffentlichkeitsarbeit zum Aspekt der [[Interpassivität]] betrieb sie in neoistischen Kollaborationen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;playfare&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;cramer&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;tENTATIVELY, a cONVENIENCE&amp;#039;&amp;#039; über neoistische Interpassivität und Florian Cramers Verhältnis zum Neoismus in einer Buchkritik über Florian Cramers Buchpublikation „Anti-Media“ http://idioideo.pleintekst.nl/Book2013Anti-Media.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Künstler, die sich vage auf den Neoismus beziehen, sind die englische Musikgruppe [[The KLF]] sowie das Aktionskünstlerpaar [[Alexander Brener]] und [[Barbara Schurz]]. Seit 2008 treten Sprecher der [[Hedonistische Internationale|Hedonistischen Internationale]] unter dem Namen Monty Cantsin auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Neoisten und Anti-Neoisten ==&lt;br /&gt;
{| width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;50%&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* Al „Blaster“ Ackerman, [[Portland (Oregon)|Portland]], [[Austin (Texas)|Austin]] und Baltimore&amp;lt;ref&amp;gt;Ask Dr. Ackerman https://www.thing.de/projekte/7:9%23/ack_index_index.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Artemus Barnoz, [[Montreal]]&lt;br /&gt;
* Arthur Berkhoff, [[Amsterdam]] und [[Almelo]], [[Niederlande]]&lt;br /&gt;
* [[John Berndt]], Baltimore&lt;br /&gt;
* [[Luther Blissett (Sammelpseudonym)|Luther Blissett]] (kollektives [[Pseudonym]])&lt;br /&gt;
* Kiki Bonbon, Montreal&lt;br /&gt;
* Zbignew Brethegrehir, Montreal&lt;br /&gt;
* [[Monty Cantsin]] (Multipler Name)&lt;br /&gt;
* tENTATIVELY, a cONVENIENCE, Baltimore und [[Pittsburgh]]&lt;br /&gt;
* [[Karen Eliot]] (Multipler Name)&lt;br /&gt;
* [[Graf Haufen]], Berlin&lt;br /&gt;
* [[Stewart Home]], [[London]]&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;50%&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* Pete Horobin, [[Dundee]], [[Schottland]]&lt;br /&gt;
* [[Istvan Kantor]], Montreal und [[Toronto]]&lt;br /&gt;
* Florian Cramer, Berlin und Rotterdam&amp;lt;ref name=&amp;quot;cramer&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Georg Ladanyi, Berlin&lt;br /&gt;
* Napoleon Moffat, Montreal&lt;br /&gt;
* Reinhardt U. Sevol, Montreal und [[Paris]]&lt;br /&gt;
* Stiletto, Berlin&lt;br /&gt;
* Via Vidorae, Montreal&lt;br /&gt;
* Boris Wanowitch, Montreal&lt;br /&gt;
* David Zack, Portland und [[Mexiko]]&lt;br /&gt;
* [[Gordon W.]], Toronto und Berlin&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Neoism is a prefix and a suffix with no substance in between“ - tENTATIVELY, a cONVENIENCE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Neoism is a movement to create the illusion that there&amp;#039;s a movement called Neoism.“ „Come, join us. We want war with you.“ - John Berndt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „If Neoism didn&amp;#039;t exist, we would have to NOT create it“ - Artemus Barnoz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „It is not a matter of describing Neoism but of abolishing“ - Luther Blissett&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Neoism doesn&amp;#039;t exist except in the reactions it creates“ - Roberto Bui / [[Wu Ming]] Yi&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Time is not money and we have plenty of it“ - Kiki Bonbon&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Plagiarism is Necessary. Progress Implies It. NO MORE MASTERPIECES!“ - Karen Eliot&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Neoisms not just for Xmas, it&amp;#039;s for life!“ - Stewart Home&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „We are the Neoists, do NOT listen to us“ - Monty Cantsin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Neoism is conspiracy errorism“ – Stiletto Studio,s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;http://sammelpunkt.philo.at/id/eprint/1980/1/sthome.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://idioideo.pleintekst.nl/Book1997Neoismus.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.xcult.org/texte/cramer/glaube/glaube.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.thing.de/projekte/7:9%23/text_index.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://quotes.pub/the-art-strike-papers-and-neoist-manifestos-the-years-without-art-quotes The Art Strike Papers and Neoist Manifestos: The Years Without Art Quotes &amp;amp; Sayings with Wallpapers &amp;amp; Posters]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.goodreads.com/author/quotes/29676.Stewart_Home Stewart Home Quotes (Author of 69 Things to do with a Dead Princess)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;A Neoist Research Project&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. v. N.O. Cantsin, London: OpenMute, 2010, ISBN 978-1-906496-46-3&lt;br /&gt;
* [[Oliver Marchart]]: &amp;#039;&amp;#039;Neoismus/Neoism&amp;#039;&amp;#039;, Edition Selene, Klagenfurt – Wien 1997, ISBN 3-85266-038-6&lt;br /&gt;
* Géza Perneczky: &amp;#039;&amp;#039;The Magazine Network.&amp;#039;&amp;#039; Köln: Edition Soft Geometry, 1993.&lt;br /&gt;
* Tina Klopp: [http://www.br-online.de/bayern2/nachtstudio/neoisten-luther-blissett-cantsin-ID1307366286219.xml &amp;#039;&amp;#039;Grobkörnige Bilder, viele Rätsel: Die Künstler-Phänomene der Neoisten&amp;#039;&amp;#039;], Radiofeature BR2 Nachtstudio, Bayerischer Rundfunk, 7. Juni 2011, 20:30–21:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://neoism.pleintekst.nl/ Neoistische Website] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://anti.neoism.info/ Anti-Neoismus] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.thing.de/projekte/7:9%23/neoism_index.html Entwurf eines neoistischen Wörterbuchs auf thing.de]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/6/38.htm | wayback=20001214221200 | text=&amp;#039;&amp;#039;Stoppt die Avantgarde!&amp;#039;&amp;#039;.}} „Bericht von den Neoistischen Festwochen &amp;#039;97“&lt;br /&gt;
* [http://www.enki100.net/ Neoisten im Film vgl. Nr.8]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konzeptkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturphilosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstbetrieb]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Nobody perfect</name></author>
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