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	<title>Neofolk - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-06-05T11:34:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Genre&lt;br /&gt;
|Name = &lt;br /&gt;
|Entstehungsphase = 1980er Jahre &lt;br /&gt;
|Herkunftsort = [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]]&lt;br /&gt;
|Vorläufer = [[Post-Punk]], [[Post-Industrial]], [[Folk]]&lt;br /&gt;
|Nachfolger = &lt;br /&gt;
|Instrumente = Akustikgitarre, E-Bass, Violine, Cello, Flöte, Trompete, Piano, Synthesizer, Perkussion, Marschtrommel&lt;br /&gt;
|Bands = [[Death in June]], [[Current 93]], [[Sol Invictus (Band)|Sol Invictus]]&lt;br /&gt;
|Sonstiges2Titel = &lt;br /&gt;
|Sonstiges2Inhalt = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neofolk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (griechisch &amp;#039;&amp;#039;neos&amp;#039;&amp;#039; = ‚neu‘, englisch &amp;#039;&amp;#039;folk&amp;#039;&amp;#039; von [[Folklore]]; die [[Volkskunde|Volkskultur]], in diesem Fall Musik betreffend), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Apocalyptic Folk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine Musikrichtung, die etwa in der Mitte der 1980er Jahre in England entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stilistische Einordnung ==&lt;br /&gt;
Neofolk-Kompositionen beruhen hauptsächlich auf einer akustischen Instrumentierung mit [[Akustische Gitarre|Akustikgitarren]], [[Flöte]]n, [[Trommel]]n, [[Violine|Geigen]] oder [[Violoncello|Celli]], häufig unter Verwendung von [[Synthesizer]]-Flächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Musik von Death in June beispielsweise beinhaltet seit &amp;#039;&amp;#039;The Guilty Have No Pride&amp;#039;&amp;#039; (1983) „viele Versatzstücke, Klänge, Loop-Techniken oder Herangehensweisen […], die später ausgebaut und verfeinert das Klangbild der Band maßgeblich prägen sollten“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nopride&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Tony F. |url=http://www.nonpop.de/nonpop/index.php?type=review&amp;amp;area=1&amp;amp;p=articles&amp;amp;id=1032 |titel=Death in June – The guilty have no pride &amp;amp;#91;Rezension&amp;amp;#93; |abruf=2009-11-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Current 93s &amp;#039;&amp;#039;Swastikas for Noddy&amp;#039;&amp;#039; (1988) bewegt sich „zwischen [[The Incredible String Band|Incredible String Band]], [[Runenmagie]], [[Kinderreim]]en und [[Apokalypse]]“&amp;lt;ref name=&amp;quot;neuschwabenland&amp;quot;&amp;gt;[https://www.evolver.at/stories/Neofolk_Rokkos_Adventures_3_05_2008/ &amp;#039;&amp;#039;Lichtscheiben über Neuschwabenland&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt; und vereinte einen Großteil der Protagonisten der Neofolk-Szene. Geprägt wurde der Neofolk besonders durch Current 93s &amp;#039;&amp;#039;Thunder Perfect Mind&amp;#039;&amp;#039; und Death in Junes &amp;#039;&amp;#039;But What Ends When the Symbols Shatter?&amp;#039;&amp;#039; (beide 1992).&amp;lt;ref name=&amp;quot;neuschwabenland&amp;quot;/&amp;gt; Current 93s Album &amp;#039;&amp;#039;Black Ships Ate the Sky&amp;#039;&amp;#039; (2006) bietet ein „Klangbild zwischen filigraner Folklore und dezent dröhnender [[Psychedelisch|Psychedelik]]“,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.nonpop.de/nonpop/index.php?mkey=CURRENT-93-Aleph-At-Hallucinatory-&amp;amp;type=preview&amp;amp;area=1&amp;amp;p=articles&amp;amp;id=1755|titel=NONPOP &amp;gt; CURRENT 93: Aleph At Hallucinatory ...|autor=Uwe S.|zugriff=2010-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; eine Mischung aus [[Dissonanz|dissonanten]] Passagen und den für die Band typischen Folkklängen, aus „experimentellen Tönen und eingängigen, sanften Klängen“,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.nonpop.de/nonpop/index.php?mkey=Current-93-Rezension-und-Bericht&amp;amp;type=preview&amp;amp;area=1&amp;amp;p=articles&amp;amp;id=1146|titel=NONPOP &amp;gt; Current 93: Rezension und Bericht|autor=Martin L.|zugriff=2010-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und auf dem Death-in-June-Album &amp;#039;&amp;#039;The Rule of Thirds&amp;#039;&amp;#039; (2008) arbeitete [[Douglas Pearce]] „nur mit Stimme und Akustikgitarre“, womit es im Grunde „eine reine Folkplatte“ ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;thirds2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Michael We. |url=http://www.nonpop.de/nonpop/index.php?nav=1&amp;amp;area=1&amp;amp;p=articles&amp;amp;action=showdetails&amp;amp;id=1556&amp;amp;artpage=3&amp;amp;type=review |titel=DEATH IN JUNE: The Rule Of Thirds &amp;amp;#91;Rezension&amp;amp;#93; |abruf=2009-11-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Themen der „Neuen Folklore“ zählen unter anderem Naturmystik, [[Neopaganismus|Neuheidentum]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;neuschwabenland&amp;quot;/&amp;gt; [[Christentum]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;neuschwabenland&amp;quot;/&amp;gt; [[Satanismus]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;neuschwabenland&amp;quot;/&amp;gt; [[Buddhismus]], [[Chaosmagie]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;neuschwabenland&amp;quot;/&amp;gt; [[Runen#Runenesoterik|Runologie]] oder das Mittelalter. Literarische und dichterische Bezüge tauchen häufig auf. Zu den rezipierten Autoren zählen unter anderem [[Rainer Maria Rilke]], [[Hermann Hesse]], [[Ernst Jünger]], [[Novalis]], [[Mishima Yukio|Yukio Mishima]], [[Julius Evola]], [[Jean Genet]] und [[Stefan George]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Projekte bestanden und bestehen aus einer Person, die entweder allein oder mit Kollegen und Freunden eine Produktion einspielt. Dabei sind Zusammenarbeit zwischen den Künstlern aus dem Neofolk- oder [[Martial Industrial|Martial-Industrial]]-Umfeld üblich. Gemeinsam ist dabei oft die Verwendung kontroverser Symbolik und ein Hang zu Tabuthemen. Bei ihren Veröffentlichungen legen die Musiker hohen Anspruch auf eine anspruchsvolle und programmatische Gestaltung des Tonträgers, der oft nur in limitierter Stückzahl und in aufwändig gestalteten Box-Sets vertrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Entstehung und Etablierung im Post-Punk- und Post-Industrial-Kontext ===&lt;br /&gt;
Als Begründer des Neofolk gelten [[Death in June]] und [[Sol Invictus (Band)|Sol Invictus]], beide aus der britischen [[Punk (Musik)|Punk]]-Band [[Crisis (Punkband)|Crisis]] hervorgegangen, sowie die Band [[Current 93]] von [[David Tibet]], der vorher bei den [[Post-Industrial]]-Bands [[Psychic TV]] und [[23 Skidoo]] aktiv gewesen war. Es gibt zahlreiche weitere Verschränkungen und Querverbindungen zu Künstlern aus dem [[Industrial]]-Umfeld, die vor allem auf die experimentierfreudigen Tage von Current 93 zusammen mit [[Nurse With Wound]] oder Death in June mit [[Boyd Rice]] und seinem Projekt NON zurückzuführen sind. Dadurch werden etliche Neofolk-Künstler im englischsprachigen Raum als Teil der Post-Industrial-Bewegung angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortbestand als eigenständige Szene ===&lt;br /&gt;
Die Genre-Bezeichnung selbst wurde jedoch erst mit der wachsenden Popularität des Stils erschaffen und ist seit 1988 belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Diedrich Diederichsen (Kulturwissenschaftler)|Diedrich Diederichsen]]: Beschreibung der Musik des „Nate Starkman &amp;amp; Son“-Plattenlabels, das Mitte bis Ende der 1980er hauptsächlich folk-inspirierten Post-Punk (wie z.&amp;amp;nbsp;B. Fourwaycross und [[Shiva Burlesque]]), Gothic- und Indie-Rock veröffentlichte. In: Spex Musikmagazin, Ausgabe 10/88, Oktober 1988, S.&amp;amp;nbsp;61&amp;lt;/ref&amp;gt; Seither wird die Gemeinschaft aus Musiker und Anhängern von vielen ihrer Angehörigen als eigenständige Szene betrachtet, andere sehen darin noch immer einen Bestandteil der ausklingenden [[Dark Wave|Dark-Wave]]-Bewegung, in deren Umfeld sich das Neofolk-Genre in den 1980er und 1990er Jahren bewegte. Grund hierfür ist der stilistische Ursprung des Neofolk sowie seine Überlagerungen mit anderen Genres hinsichtlich Thematiken oder klanglicher Komponenten. Musikprojekte wie [[Allerseelen (Band)|Allerseelen]], [[Blood Axis]], [[Hekate (Band)|Hekate]], [[Kirlian Camera]], [[Ordo Rosarius Equilibrio]], [[Ostara (Band)|Ostara]] oder [[Sixth Comm]]/[[Mother Destruction]] steuern mit einzelnen Tracks in das Neofolk-Umfeld, repräsentieren den Stil jedoch nur teilweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Große Bedeutung im Zusammenhang mit der Szene hatte der Londoner Schallplattenladen &amp;#039;&amp;#039;Vinyl Experience&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;symbolsshatter&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|autor=John Eden|url=http://www.whomakesthenazis.com/2010/11/what-ends-when-symbols-shatter-my-time.html|titel=What Ends When the Symbols Shatter? My Time as a Death In June Fan|hrsg=Who Makes the Nazis?|datum=2010-11-07|sprache=en|offline=1|archiv-url=https://web.archive.org/web/20101111025230/http://www.whomakesthenazis.com/2010/11/what-ends-when-symbols-shatter-my-time.html|archiv-datum=2010-11-11|abruf=2022-12-07|abruf-verborgen=0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; dessen Katalog sich aus einer Vielzahl von Neofolk-Alben zusammensetzte. Der Laden war ein Kristallisationspunkt der entstehenden Apocalyptic-Folk-Szene.&amp;lt;ref name=&amp;quot;symbolsshatter&amp;quot;/&amp;gt; Aus ihm ging der Vertrieb &amp;#039;&amp;#039;World Serpent Distribution&amp;#039;&amp;#039; hervor&amp;lt;ref name=&amp;quot;symbolsshatter&amp;quot;/&amp;gt;, der 2004 in Insolvenz ging. Bedeutende Musiklabels, die sich auf den Neofolk fokussiert und internationale Interpreten unter Vertrag stehen haben, sind etwa das von Stephan Pockrandt gegründete Dresdner Label &amp;#039;&amp;#039;Eis und Licht&amp;#039;&amp;#039;, das von 1998 bis 2010 bestand, das 2009 gegründete &amp;#039;&amp;#039;Lichterklang&amp;#039;&amp;#039; aus Gelsenkirchen und das seit 1996 bestehende [[Prophecy Productions|Prophecy]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwürfe einer Nähe zum Rechtsextremismus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sol Invictus Live.jpg|rechts|mini|[[Sol Invictus (Band)|Sol Invictus]] beim Elfenfolk-Festival]]&lt;br /&gt;
Im überwiegend zu Beginn der 2000er Jahre geführten Diskurs um mögliche rechtsextreme Strömungen in der Schwarzen Szene nahm die Debatte um Neofolk-Interpreten wie Death in June, Sol Invictus, Allerseelen, Von Thronstahl und Blood Axis eine zentrale Rolle ein. Die meisten Publikationen zu [[Die Schwarze Szene im Spannungsfeld rechter Ideologien|Überschneidungen zwischen Dark Wave und neuer Rechter]] behandeln ausführlich den Neofolk und dessen Interpreten. Als Kernschriften der Auseinandersetzung gelten &amp;#039;&amp;#039;Ästhetische Mobilmachung&amp;#039;&amp;#039; von Andreas Speit und &amp;#039;&amp;#039;Looking for Europe&amp;#039;&amp;#039; von Andreas Diesel und Dieter Gerten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Andreas Diesel, Dieter Gerten |Titel=Looking For Europe |Auflage=2. |Verlag=Index |Datum=2007 |ISBN=978-3-936878-02-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Andreas Speit |Titel=Ästhetische Mobilmachung |Verlag=Unrast |Ort=Münster |Datum=2002 |ISBN=3-89771-804-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritikern zufolge werden von diversen Interpreten des Neofolk fatalistische Affirmationen des NS-Regimes vertreten. Obwohl der Nationalsozialismus damit nicht unbedingt verherrlicht wird, würde dieser dennoch religiös verklärt, während seine weltlichen Ursachen verschleiert würden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Religion&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stefan von Hoyningen-Huene |Titel=Religiosität bei rechtsextrem orientierten Jugendlichen|Verlag=Lit-Verlag |Ort=Münster |Datum=2002 |ISBN=3-8258-6327-1 |Seiten=243ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Besonderen gilt die Konstruktion einer nationalen und kulturellen, weißen und europäischen Identität anhand einer [[Eklektizismus|eklektizistischen]] Vermengung europäischer Geschichtsfragmente als bezeichnend für die Offenheit der Neofolk-Szene gegenüber rechten Ideologiebeständen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LuW80f&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Büsser |Hrsg=Martin Büsser, Jochen Kleinherz, Jens Neumann, Johannes Ullmaier |Titel=Lichtrasse und Wälsungenblut – Neurechte Tendenzen im Apocalyptic Folk |Sammelwerk=Retrophänomene in den 90ern |Reihe=Testcard |Nummer=4 |Datum=1997 |ISBN=3-931555-03-8 |Seiten=76-87, hier S. 80 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Direkte Anknüpfungspunkte an die neuen Rechten werden der Neofolkszene besonders in der &amp;#039;&amp;#039;Kritik an der Moderne&amp;#039;&amp;#039;, dem Verlangen nach einer [[Eurozentrismus|eurozentrisch]] völkischen Identität und einer elitären Selbstverortung attestiert. In der häufig bemühten Suche nach kulturellen Bezugspunkten der eigenen Identität würden völkische, nationalistische, faschistische und nationalsozialistische Symbole, Ideologien und Personen aufgegriffen und aufbereitet. So begründe die elitäre Selbstverortung bei einigen Akteuren einen radikal fatalistischen [[Sozialdarwinismus]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;LuW82&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Büsser |Hrsg=Martin Büsser, Jochen Kleinherz, Jens Neumann, Johannes Ullmaier |Titel=Lichtrasse und Wälsungenblut – Neurechte Tendenzen im Apocalyptic Folk |Sammelwerk=Retrophänomene in den 90ern |Reihe=Testcard |Nummer=4 |Datum=1997 |ISBN=3-931555-03-8 |Seiten=76-87, hier S. 82}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Rückzug auf Interpretationsoffenheit und der Ablehnung eindeutiger politischer Stellungnahmen enthalten sich viele der kritisierten Projekte einer deutlichen Verortung. Fürsprecher von Gruppen wie Death in June, Blood Axis und Allerseelen bezeichnen die Anknüpfungspunkte an rechte Ideologiefragmente als Provokationen und konzeptionell verankerte Gesellschaftskritik, die „mit Unbehagen, Ungewissheiten und provokant missverständlichen Anspielungen und Zitaten operiert.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dunkel188&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nicholas Padellaro |Hrsg=Alexander Nym |Titel=Post-Punk |Sammelwerk=Schillerndes Dunkel |WerkErg=Geschichte, Entwicklung und Themen der Gothic-Szene |Datum=2010 |ISBN=978-3-86211-006-3 |Seiten=183-188, hier S. 188}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritiker halten dem jedoch eine generelle Offenheit und Bereitschaft gegenüber neurechten und rechtsextremen Medien als mangelnde Abgrenzung entgegen, die von neurechten Akteuren genutzt würde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LuW80f&amp;quot;/&amp;gt; Als ein weiteres Problem im Hinblick auf eine potentielle Vereinnahmung von rechts wird der Umstand benannt, dass Interpreten der zweiten Generation auf die Ästhetik zurückgreifen, ohne sich selbst aus der Tradition des Post-Industrials heraus entwickelt zu haben. Diese Interpreten weisen kaum bis keine ästhetischen oder stilistischen Brüche auf, welche einen kritischen Impetus transportieren können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gernot Musch |Hrsg=Alexander Nym |Titel=For Those Who Go Beyond |Sammelwerk=Schillerndes Dunkel |WerkErg=Geschichte, Entwicklung und Themen der Gothic-Szene |Datum=2010 |ISBN=978-3-86211-006-3 |Seiten=264-274, hier S. 270 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vereinnahmungsversuche von rechts ließen sich trotz Ermangelung einer eindeutigen politischen Verortung der meisten der kritisierten Projekte beobachten. Neben vielfachen Besprechungen und Interviews in neurechten und rechtsextremen Zeitschriften und Onlinemagazinen besuchen häufig entsprechende Personengruppen Neofolk-Konzerte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rollingstone.de/der-sound-der-neuen-rechten-1107335/ |hrsg=Rolling Stone |titel=Der Sound der neuen Rechten |zugriff=2016-09-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend bemühten sich neurechte Akteure wie der Publizist [[Martin Lichtmesz]] 2010 den Neofolk als eine rechte Gegenkultur zu deuten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Lichtmesz |Hrsg=Alexander Nym |Titel=Vom Rüschenhemd zur Uniform |Sammelwerk=Schillerndes Dunkel |WerkErg=Geschichte, Entwicklung und Themen der Gothic-Szene |Datum=2010 |ISBN=978-3-86211-006-3 |Seiten=374-379, hier S. 378}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutende Vertreter ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- alphabetische Reihenfolge beachten --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;column-width:20em&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Current 93]]&lt;br /&gt;
* [[Darkwood]]&lt;br /&gt;
* [[Death in June]]&lt;br /&gt;
* [[Fire + Ice]]&lt;br /&gt;
* [[Forseti (Band)|Forseti]]&lt;br /&gt;
* [[Hagalaz’ Runedance]]&lt;br /&gt;
* [[In My Rosary]]&lt;br /&gt;
* [[Of The Wand &amp;amp; The Moon|:Of The Wand &amp;amp; The Moon:]]&lt;br /&gt;
* [[Orplid (Band)|Orplid]]&lt;br /&gt;
* [[Sol Invictus (Band)|Sol Invictus]]&lt;br /&gt;
* [[Sonne Hagal]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veranstaltungen ==&lt;br /&gt;
* [[Wave-Gotik-Treffen]] Leipzig&lt;br /&gt;
* Flammenzauber Heldrungen&lt;br /&gt;
* Mithras Garden-Festival Zwickau/Satzvey&lt;br /&gt;
* L&amp;#039;affaire fatale Mannheim&lt;br /&gt;
* Runes + Men Festival Dresden/Leipzig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Anton Shekhovtsov, &amp;#039;[http://www.shekhovtsov.org/articles/Anton_Shekhovtsov-Apoliteic_Music.html Apoliteic music: Neo-Folk, Martial Industrial and &amp;quot;metapolitical fascism&amp;quot;]&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Patterns of Prejudice&amp;#039;&amp;#039;, Vol. 43, No. 5 (December 2009), pp. 431–457. {{doi|10.1080/00313220903338990}}&lt;br /&gt;
* [[Andreas Speit]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ästhetische Mobilmachung. Dark Wave, Neofolk und Industrial im Spannungsfeld rechter Ideologien.&amp;#039;&amp;#039; [[Unrast Verlag]], Münster 2002, ISBN 3-89771-804-9 (Ideologiekritik).&lt;br /&gt;
* Stéphane François: &amp;#039;&amp;#039;The Euro-Pagan Scene: Between Paganism and Radical Right.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal for the Study of Radicalism.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 1, Num. 2, 2008, S. 35–54 (Aufsatz über Neofolk als Identitätsbildung). [http://muse.jhu.edu/login?auth=0&amp;amp;type=summary&amp;amp;url=/journals/journal_for_the_study_of_radicalism/v001/1.2francois.html | Excerpt(extended Abstract) davon]&lt;br /&gt;
* Gregor Hufenreuter: &amp;#039;&amp;#039;Kontinuitätsmuster ohne Kontinuität? Völkisches Liedgut vom Deutschen Liederbuch des Kaiserreichs zum Neofolk der Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Uwe Puschner]] und G. Ulrich Großmann: &amp;#039;&amp;#039;Völkisch und national. Zur Aktualität alter Denkmuster im 21. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2009, ISBN 978-3-534-20040-5 (Wissenschaftliche Beibände zum Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums, Band 29), S. 354–365.&lt;br /&gt;
* Andreas Diesel, Dieter Gerten: &amp;#039;&amp;#039;Looking for Europe – Neofolk und Hintergründe.&amp;#039;&amp;#039; [[Prophecy Productions|Index Verlag]], Zeltingen-Rachtig 2005, ISBN 3-936878-02-1 (Musikalische und inhaltliche Darstellung aus Eigensicht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- hier sollten Info-Seiten stehen - aber _keine_ Foren, einseitige Rezensionen usw. siehe [[Wikipedia:Weblinks|Richtlinien zum Verlinken]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|url=http://www.fluxeuropa.com/|wayback=20110207200831| text=Fluxeuropa}} – Englisches Onlinemagazin, wird seit 2005 nicht mehr aktualisiert, es war allerdings das erste seiner Art und umfasst ein sehr großes Band- und Tonträgerarchiv (Webarchivversion).&lt;br /&gt;
* [https://www.funprox.com/ Funprox (Funeral Procession)] Englischsprachiges Onlinemagazin aus Holland, welches einen Großteil seiner Berichterstattung dem Neofolk widmet.&lt;br /&gt;
* [https://www.sturmgeweiht.de sturmgeweiht.de] Umfassende, direkt zu navigierende Datenbank mit einer großen Zahl szenerelevanter Liedtexte.&lt;br /&gt;
* [https://www.podcast.de/episode/1469998/Ein_Versuch_die_Neofolk-Szene_zu_greifen_Serie_305%3A_TINYA/ Ein Versuch die Neofolk-Szene zu greifen] Gregor Hufenreuter spricht über Hintergründe des Neofolk.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- hier sollten Info-Seiten stehen - aber _keine_ Foren und Rezensionen, siehe Richtlinien zum Verlinken --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stilrichtung des Dark Wave]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neofolk| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Folk-Genre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stilrichtung des Post-Industrial]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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