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	<title>Neoabsolutismus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neoabsolutismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man unter anderem die Regierungsform im [[Kaisertum Österreich]] in den Jahren von 1851 bis 1867 nach der Niederschlagung der [[Märzrevolution]], die sich am [[Aufgeklärter Absolutismus|Aufgeklärten Absolutismus]] des 18. Jahrhunderts orientierte und durch das Fehlen einer [[Verfassung]] im formellen Sinn oder eines [[Parlament]]s geprägt war. Eine vergleichbare Periode erlebte auch das [[Königreich Preußen]] oder Frankreich im [[Zweites Kaiserreich|Zweiten Kaiserreich]]. Für ähnliche Phänomene außerhalb Österreichs ist der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Spätabsolutismus&amp;#039;&amp;#039; gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kaisertum Österreich ==&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:KaiserFranzjosef1853-1-.jpg|mini|hochkant|Der junge Kaiser Franz-Josef I.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alexander von Bach.jpg|mini|hochkant|Minister Bach]]&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Revolution von 1848/49 im Kaisertum Österreich]] hatte Kaiser [[Ferdinand I. (Österreich)|Ferdinand I.]] zunächst einige liberale Zugeständnisse gemacht, wie die Abschaffung der [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]], und ließ einen Entwurf zu einer konstitutionellen Monarchie ([[Pillersdorfsche Verfassung]]) ausarbeiten. Dennoch breitete sich die Revolution auf alle Teile der Monarchie aus. In der [[Lombardei]] führte der Mailänder Volksaufstand zum [[Italienische Unabhängigkeitskriege|Ersten Italienischen Unabhängigkeitskrieg]], in [[Böhmen]] brach der [[Prager Pfingstaufstand]] aus, und schon im März hatte die Revolution ausgehend von [[Pest (Stadt)|Pest]] auf das [[Königreich Ungarn]] übergegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser Ferdinand I. machte weitere Zugeständnisse, die zu [[Bauernbefreiung]] und Beendigung der [[Erbuntertänigkeit]] sowie der Konstitution eines Parlaments, genannt [[Reichstag (Österreich)|Reichstag]], führten. Nach dem [[Wiener Oktoberaufstand 1848]] gewannen jedoch die konservativen Kräfte die Oberhand, die österreichischen Delegierten in der [[Frankfurter Nationalversammlung]] wurden zurückbeordert, und Ferdinand I. musste im Dezember zu Gunsten seines Neffen [[Franz Joseph I. (Österreich-Ungarn)|Franz Joseph I.]] abdanken. Am 7. März 1849 wurde der nach [[Kremsier]] in Mähren geflohene österreichische Reichstag vom neuen Kaiser und Fürst [[Felix zu Schwarzenberg]] aufgelöst und daraufhin die Revolution in Ungarn mit Hilfe von russischen Truppen niedergeschlagen. Die [[Oktroyierte Märzverfassung]] trat praktisch nie in Kraft und wurde am 31. Dezember 1851 durch das [[Silvesterpatent]] auch formal außer Kraft gesetzt. Damit regierte der Kaiser wieder absolut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maßnahmen ===&lt;br /&gt;
[[Alexander von Bach]] wurde vom jungen Kaiser [[Franz Joseph I. (Österreich-Ungarn)|Franz Joseph I.]] mit der Neugestaltung Österreichs im konservativen zentralistischen Sinn beauftragt und war ab 1852 zwar nicht formal, aber [[de facto]] der eigentliche Leiter der Regierung („Ministerium Bach“). Ein vom Kaiser einberufener [[Reichsrat (Österreich)|Reichsrat]] hatte keine Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge wurden die Zensur wieder eingeführt, die Universitäten reformiert und durch das Konkordat von 1855 die Pflichtschulen wieder in die Obhut der katholischen Kirche übergeben, der sie Kaiserin [[Maria Theresia]] 1774 entzogen hatte. Nicht aufgehoben wurde hingegen die Bauernbefreiung sowie die [[Bodenreform in Österreich|Bodenreform]] in den österreichischen und böhmischen Kronländern. Daneben konnte sich der bürgerliche [[Kapitalismus]] weiter durchsetzen, und es kam zu einer ersten [[Gründerzeit]]. Die [[Wiener Stadtmauern]] wurden 1858 abgerissen, um der neu angelegten [[Wiener Ringstraße|Ringstraße]] Platz zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausklang und Folgen ===&lt;br /&gt;
Die Regierung Bach kam jedoch schon 1859 durch den [[Sardinischer Krieg|Zweiten Italienischen Unabhängigkeitskrieg]] mit [[Königreich Sardinien|Sardinien-Piemont]] in Bedrängnis und musste nach der [[Schlacht von Solferino|Niederlage von Solferino]] zurücktreten. Mit dem [[Oktoberdiplom]] von 1860 und dem [[Februarpatent]] von 1861 kehrte der Kaiser vom neoabsolutistischen Regierungssystem erstmals wieder ab. Endgültig beendet wurde die Phase des Neoabsolutismus allerdings erst nach dem [[Deutscher Krieg|Deutschen Krieg]] von 1866 durch die [[Dezemberverfassung]] von 1867 und den [[Österreichisch-Ungarischer Ausgleich|Österreichisch-Ungarischen Ausgleich]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.habsburger.net/de/glossar/neoabsolutismus |titel=Neoabsolutismus |sprache=de |abruf=2026-04-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch ist der österreichische Neoabsolutismus sowohl als Versuch zu betrachten, liberale Kräfte auszuschalten und die Macht allein in die Hand des Kaisers zurückzubringen, als auch als Gegenmodell zum aufkommenden [[Nationalismus]] der [[Risorgimento|italienischen]], [[Tschechien#Nationale Wiedergeburt der Tschechen|tschechischen]], [[Slowakische Nationalbewegung|slowakischen]] und [[Magyarisierung|ungarischen]] Bevölkerung im Vielvölkerstaat. Genauso war er gegen den [[Deutschnationalismus|großdeutschen Nationalismus]] gerichtet und verhinderte somit die nationale Einheit Deutschlands mit Einbeziehung der deutschsprachigen österreichischen Kronländer ([[Großdeutsche Lösung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kunst und Architektur beförderte der Neoabsolutismus den [[Historismus]]. Eines der ehrgeizigsten Projekte war das [[Kaiserforum (Wien)|Kaiserforum]] Wien. Zahlreiche Denkmäler und Inschriften sollten die Größe der Habsburgermonarchie vergegenwärtigen. Fehlende politische und wirtschaftliche Erfolge (Niederlagen in der [[Schlacht von Solferino]] und der [[Schlacht von Königgrätz]], [[Gründerkrach]] an der [[Wiener Börse]]) führten allerdings zu einem Missverhältnis zwischen repräsentierter und tatsächlicher Macht, das etwa in der [[Wiener Operette]] seinen Niederschlag fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Harm-Hinrich Brandt]]: &amp;#039;&amp;#039;Der österreichische Neoabsolutismus: Staatsfinanzen und Politik 1848–1860.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bde. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1978. [Digitalisat Bd. 1: https://opacplus.bsb-muenchen.de/Vta2/bsb00064687/bsb:BV005784690?page=1] [Digitalisat Bd. 2: https://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00064688_00001.html].&lt;br /&gt;
* [[Georg Christoph Berger Waldenegg]]: &amp;#039;&amp;#039;Mit vereinten Kräften! Zum Verhältnis von Herrschaftspraxis und Systemkonsolidierung im Neoabsolutismus am Beispiel der Nationalanleihe von 1854.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien/Köln/Weimar 2002, ISBN 3-205-77013-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Neoabsolutismus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4435153-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kaisertum Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Ideengeschichte (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichische Politikgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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