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	<title>Neo-Osmanismus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Neo-Osmanismus&amp;diff=2530394&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: vorher richtig</title>
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		<updated>2026-02-04T10:10:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;vorher richtig&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Николай Младенов и Ахмед Давутоглу (6129534032).jpg|miniatur|Ahmet Davutoğlu (hier rechts mit dem [[Bulgarien|bulgarischen]] Außenminister [[Nikolaj Mladenow]]) gilt als einer der Hauptinitiatoren der neuen Außenpolitik, ohne selbst den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Neoosmanismus&amp;#039;&amp;#039; zu verwenden]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neo-Osmanismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{trS|&amp;#039;&amp;#039;Neo-Osmanlıcılık&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Yeni Osmanlıcılık&amp;#039;&amp;#039;}}) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neo-Osmanentum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein vieldeutiges [[politisches Schlagwort]]. Neo-Osmanismus wird auch in einem kritischen Sinne verwendet, um Vorbehalte gegen die [[Außenpolitik der Türkei|türkische Außenpolitik]] auszudrücken und ferner um mögliche [[Neoimperialismus|neoimperiale]] Absichten der Türkei, die verstärkte Hinwendung der Türkei zum [[Islam]] und die Ausrichtung der Außenpolitik auf die [[arabische Welt]] und damit auf die frühere Einflusssphäre des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reiches]] zu umschreiben. Als Protagonisten des Neo-Osmanismus gelten der türkische Präsident [[Recep Tayyip Erdoğan]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Florian Calian |Titel=Altes Trauma: Erdogans toxische Re-Islamisierung der Hagia Sophia |Sammelwerk=Neue Zürcher Zeitung |Online=https://www.nzz.ch/meinung/altes-trauma-erdogans-toxische-re-islamisierung-der-hagia-sophia-ld.1586089?reduced=true |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und der ehemalige türkische Ministerpräsident [[Ahmet Davutoğlu]], der die Bezeichnung allerdings ablehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|titel=I am not a neo-Ottoman, Davutoğlu says|werk=todayszaman.com|zugriff=2012-07-23|datum=2009-11-25|url=http://www.todayszaman.com/news-193944-i-am-not-a-neo-ottoman-davutoglu-says.html|archiv-url=https://web.archive.org/web/20131204063320/http://www.todayszaman.com//news-193944-i-am-not-a-neo-ottoman-davutoglu-says.html|archiv-datum=2013-12-04 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Osmanismus]] war ursprünglich eine in der [[Tanzimat]]-Zeit aufgekommene Vorstellung, die alle Einwohner des Osmanischen Reiches als gleichberechtigte Bürger betrachtet, ohne Ansehen der Religion oder der Ethnie im Gegensatz zur damaligen Organisation in [[Millet-System|Millets]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich diente der Begriff Neo-Osmanismus nach Angaben von [[Kemal Karpat]] zur Beschreibung der türkischen Expansionspolitik bei der [[Türkische Besetzung Nordzyperns|Besetzung Zyperns]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kemal H. Karpat: Studies on Ottoman Social and Political History: Selected Articles and Essays. Leiden 2002, S. 524&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bassam Tibi]] definierte den Begriff Neo-Osmanismus 1997 als „Vision“. Tibi beschrieb damit die Politik [[Necmettin Erbakan|Erbakans]] und dessen Versuch der „Neubelebung der großtürkischen, osmanischen Vergangenheit“ zu beschreiben. Erbakan sei Neo-Osmanist und [[Panturkismus|Panturkist]] zugleich. In der Türkei jener Jahre hätten der neo-osmanische Panturkismus, der [[Islamismus|islamische Fundamentalismus]] und der [[Kemalismus]] im Wettstreit miteinander gelegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.isn.ethz.ch/isn/Digital-Library/Publications/Detail/?ots591=0c54e3b3-1e9c-be1e-2c24-a6a8c7060233&amp;amp;lng=en&amp;amp;id=6793 Bassam Tibi: Die postkemalistische Türkei zwischen der Europäischen Union und dem pantürkischen Islamismus]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Internationale Politik (Zeitschrift)|Zeitschrift für Internationale Politik]] definierte den Begriff April 2009 als „ideologische Strömung“ und verwendete den Begriff, um das verstärkte Engagement der Türkei in der arabischen Welt und die Hinwendung zur [[Hamas]] unter Berufung auf das osmanische Erbe zu beschreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://zeitschrift-ip.dgap.org/de/ip-die-zeitschrift/archiv/jahrgang-2009/april/kurswechsel-mit-t%C3%BCcken Kurswechsel mit Tücken]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verwendet wird der Begriff, um den wachsenden Einfluss der Türkei im [[Naher Osten|Nahen Osten]] zu umschreiben. Die Türkei sei mit ihrer [[Soft Power|weichen Macht]] ein Gegenpol zur „harten Macht“ des [[Iran]] oder [[Israel]]s. Allerdings beinhalte der Begriff die Unterstellung, „an die mehrhundertjährige Herrschaft der türkischen Osmanen über die Region anzuknüpfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/neo-osmanischer-vorstoss-in-den-orient-1.3928785 NZZ vom 27. Oktober 2009]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Gero Erdmann und Olga Herzog vom Hamburger Institut für Afrika-Studien wird Neo-Osmanismus in erster Linie von Kritikern verwendet, um Vorbehalte gegen eine aktivere Rolle der Türkei im Nahen Osten und der Welt auszudrücken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.giga-hamburg.de/de/system/files/publications/gf_afrika_1201.pdf Die Türkei in Afrika: Im Schatten des Neo-Osmanismus?] (PDF; 433&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nimet Seker verwendete 2009 Neo-Osmanismus im Sinne einer Rückbesinnung auf die osmanische Einflusssphäre und die „Wiederbelebung imperialer Absichten.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.qantara.de/wcsite.php?wc_c=2687 Neuorientierung der türkischen Außenpolitik, qantara.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karen Krüger schrieb 2011, dass sich im Neo-Osmanismus „islamische Überlegenheitssehnsucht mit patriotischer Ermutigung“ verbinde. Die Rückbesinnung auf das osmanische Erbe sei ein wesentlicher Teil der türkischen [[Kulturpolitik]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/neo-osmanismus-tuerken-und-araber-werden-eins-11228318.html FAZ vom 16. September 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die türkische Außenpolitik orientierte sich nach der Jahrtausendwende zweimal neu. Einer auf Europa und das westliche Bündnis gerichteten Phase folgte ab etwa 2011 eine solche, die Politikwissenschaftler als Neo-Osmanismus bezeichnen, die ihrerseits 2016 durch eine als „[[Eurasismus#Rezeption außerhalb Russlands|Eurasismus]]“ gesehene abgelöst wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bpb.de/themen/kriege-konflikte/dossier-kriege-konflikte/265912/die-tuerkei-im-nahen-osten-mit-dem-eurasismus-ins-naechste-abenteuer/ Bundeszentrale für politische Bildung, 14. März 2018, abgerufen am 10. Juli 2022]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im innenpolitischen Kontext wird der Begriff auch mit der Rückbesinnung auf die türkische Geschichte vor der Republikgründung 1923 verstanden, beispielsweise mit einer Neubewertung von Sultan [[Abdülhamid II.]], und verstärkter historischer Forschung in der Türkei über diese Zeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/khf18 Der verführerische Glanz des Imperiums. Türkischer Neo-Osmanismus und seine Folgen für Europa und Nahost, Körber History Forum 2018], abgerufen am 9. Juli 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.faz.net/aktuell/politik/portraets-personalien/im-portraet-ahmet-davutoglu-politik-der-strategischen-tiefe-11132862.html Im Porträt: Ahmet Davutoglu Politik der strategischen Tiefe], FAZ, 7. September 2011&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.euractiv.de/342/analysen/die-strategische-tiefe-ein-neues-auenpolitisches-verstandnis-der-trkei-005590 |archive-is=20130206182513 |text=&amp;quot;Strategische Tiefe&amp;quot; als neues außenpolitisches Konzept der Türkei?}} in euractiv.de, 8. November 2012&lt;br /&gt;
* [http://www.das-parlament.de/2010/39/Thema/31488466/309822 »Der Kissinger der Türkei«], Das Parlament, Ausgabe 39 2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Neoosmanismus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Islamismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenpolitik (Türkei)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Osmanisches Reich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politikgeschichte (Türkei)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Ideengeschichte (20. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
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