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	<title>Nemirseta - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2026-23928-14 am 18. April 2026 um 17:52 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-18T17:52:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Litauen&lt;br /&gt;
|Verwaltungsbezirk    = [[Klaipėda]]&lt;br /&gt;
|Gemeinde             = [[Palanga]] &lt;br /&gt;
|Amtsbezirk           = [[Palanga]] &lt;br /&gt;
|Gegründet            = vor 1430&lt;br /&gt;
|lat_deg = 55 | lat_min = 52 | lat_sec = 34&lt;br /&gt;
|lon_deg = 21 | lon_min = 4 | lon_sec = 5&lt;br /&gt;
|Höhe                 = 16&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nemirseta&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ltS}} auch {{lang|lt|&amp;#039;&amp;#039;Nemerzatė&amp;#039;&amp;#039;}} oder {{lang|lt|&amp;#039;&amp;#039;Nimerzatė&amp;#039;&amp;#039;}}; [[Nehrungskurisch|kurisch]] &amp;#039;&amp;#039;Nimersata&amp;#039;&amp;#039;; {{deS|&amp;#039;&amp;#039;Nimmersatt&amp;#039;&amp;#039;}}) ist ein Ortsteil des [[Litauen|litauischen]] [[Kurort]]es [[Palanga]] an der [[Baltikum|baltischen]] [[Ostsee]]küste nördlich von [[Klaipėda]]/Memel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie  ==&lt;br /&gt;
Nemirseta liegt in einem küstennahen Waldgebiet der [[Kuren|südkurischen]] Landschaft von [[Megowe]] an einer Nebenstraße der [[Magistralinis kelias A13|A13]], etwa 20 Kilometer nördlich von Klaipėda. Eine richtige Ortschaft bilden die wenigen zerstreut liegenden Häuser allerdings nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsname ==&lt;br /&gt;
[[Etymologie|Etymologisch]] leitet sich der [[Ortsname]] wohl vom [[nehrungskurisch]]en Wort &amp;#039;&amp;#039;Nemira&amp;#039;&amp;#039; für [[Sumpf|Sumpfland]] und von &amp;#039;&amp;#039;seta&amp;#039;&amp;#039; für [[Gehöft]]/Hof ab; [[Eindeutschung|eingedeutscht]] wurde daraus Nimmersatt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lahayne&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Holger Lahayne |url=https://lahayne.lt/2016/07/23/wo-das-reich-ein-ende-hatte/ |titel=Wo das Reich ein Ende hatte |werk=Das Evangelium für Litauen |datum=2016-07-23 |abruf=2023-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf einen unstillbaren Hunger ist der Ortsname also nicht zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Christianisierung bis heute ===&lt;br /&gt;
Während der Kreuzzüge ([[Preußenfahrt]]en) ab der ersten Hälfte des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurden die Ostseegebiete im Bereich der als Heiden angesehenen [[Schalauer]] und [[Kuren]] von [[Ritterorden]] erobert, zunächst durch den [[Schwertbrüderorden]], nach der [[Schlacht von Schaulen (1236)]] durch den [[Deutscher Orden|Deutschen Orden]]. Das stark bewaldete Gebiet um Nimmersatt war nur dünn besiedelt und galt als gefährlich und unfriedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts befand sich der [[Deutschordensstaat|Staat des Deutschen Ordens]] mit dem benachbarten [[Großherzogtum Litauen]] und dem [[Königreich Polen]] in Gebietsstreitigkeiten und kriegerischen Auseinandersetzungen, die erst im Jahre 1422 mit dem [[Friede vom Melnosee|Frieden vom Melnosee]] beendet werden konnten. Im Friedensvertrag kam [[Samogitien]] unter litauische Verwaltung.&amp;lt;ref&amp;gt; Erstaunlich ist, dass auf einer französischen Karte von 1659 &amp;#039;&amp;#039;Nimersat&amp;#039;&amp;#039; nördlich der Grenze liegt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ort wird um 1430 als &amp;#039;&amp;#039;Nymmersatt&amp;#039;&amp;#039; erwähnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lahayne&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Kr Memel.png|mini|Ehemaliger [[Kreis Memel]] mit Nimmersatt als nördlichstem Ort]]&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Reformation]] kam im Jahr 1525 das preußische Ordensland zu einem erheblichen Teil unter polnische [[Lehnshoheit]]. Der nemirsetische Bereich wurde zum nördlichsten Vorposten des [[Säkularisierung|säkularisierten]] [[Herzogtum Preußen|Herzogtums Preußen]]. Ab dem Jahre 1618 war er Teil von [[Brandenburg-Preußen]] mit dem evangelisch-lutherischen [[Haus Hohenzollern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den [[Vertrag von Oliva]] von 1660 konnte sich der [[Friedrich Wilhelm (Brandenburg)|&amp;#039;&amp;#039;Große Kurfürst&amp;#039;&amp;#039; Friedrich Wilhelm von Brandenburg]] von der polnischen Oberhoheit lösen. Als das [[Königreich Preußen]] 1871 in das [[Deutsches Reich|Deutsche Kaiserreich]] einging, wurde Nimmersatt die nördlichste Siedlung des Deutschen Reiches (Schülerreim: „Nimmersatt, wo das Reich sein Ende hat“).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andreas Kossert]]: &amp;#039;&amp;#039;Kalte Heimat. Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Siedler, München 2008, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Grenzort mit dem Zollhaus und einer Gastwirtschaft wurde von Reisenden aus den und in die baltischen Provinzen des [[Kaiserreich Russland|kaiserlichen Russlands]] belebt. Die Evangelischen des Dorfes gehörten zum Kirchspiel von [[Kretingalė|Deutsch-Crottingen]], wo Gottesdienste in litauischer und deutscher Sprache abgehalten wurden, dem nördlichsten [[Land Preußen|preußischen]] Kirchspiel überhaupt; dieses war 1654 vom Kirchspiel Memel abgezweigt worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tetzner&amp;quot; /&amp;gt; In Nimmersatt bestand die [[Posthalterei]] [[Immersatt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Franz Tetzner]] |Titel=Die Slawen in Deutschland |Verlag=Outlook Verlag |Ort=Frankfurt |Datum=2022 |ISBN=978-3-36826-924-1 |Seiten=127 |Online={{Google Buch |BuchID=btCREAAAQBAJ |Seite=127 |Hervorhebung=&amp;quot;Der Name Immersatt&amp;quot;}} |JahrEA=1902}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Dorfschule wurde am Ende des 19. Jahrhunderts von 60 Kindern besucht, die nur in deutscher Sprache Unterricht erhielten, allerdings sprach ein Teil der Bewohner noch die ursprüngliche Sprache [[Nehrungskurisch]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tetzner&amp;quot; /&amp;gt; Im März 1897 sprachen in Nimmersatt mit Vorort Immersatt noch 160 Einwohner Nehrungskurisch, waren also ursprünglich [[Nehrungskuren]]. Die meisten davon verwendeten sie nur als Fischersprache; nur 15 Einwohner gaben an, sie auch als Alltagssprache zu gebrauchen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Die_Slaven_in_Deutschland_1902_%28117897636%29.jpg Karte von Franz Tetzner mit Tabelle] aus: [[Franz Tetzner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Slaven in Deutschland : Beiträge zur Volkskunde der Preussen, Litauer und Letten, der Masuren und Philipponen, der Tschechen, Mährer und Sorben, Polaben und Slowinzen, Kaschuben und Polen.&amp;#039;&amp;#039; Braunschweig 1902, Kartenteil „Zu Seite 127.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Sonst war Litauisch die übliche Alltagssprache geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der zum Deutschen Reich gehörenden preußischen Provinz [[Ostpreußen]] ging nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] durch den [[Versailler Vertrag]] verloren: Am 10. Januar 1920 kam Nemirseta mit dem [[Memelland]] ([[Litauische Sprache|litauisch]] &amp;#039;&amp;#039;Klaipėdos kraštas&amp;#039;&amp;#039;) unter die Verwaltung des [[Völkerbund]]es und wurde von den Franzosen verwaltet. Es dominierten weiterhin Deutsche und [[Kulturdeutscher|„Kulturdeutsche“]]. Nach der [[Memelland#Besetzung durch litauische Kräfte 1923: „Klaipėda-Revolte“|„Klaipėda-Revolte“]] wurde 1923 das Gebiet von Litauen annektiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine kurze Zeit wurde Nimmersatt wieder ein Grenzübergang, als der litauische Außenminister [[Juozas Urbšys]] unter dem Druck des nationalsozialistischen Deutschlands am 22. März 1939 eine Vereinbarung traf, nach der das Memelgebiet wieder an das [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]] fiel. Durch das Geheimprotokoll des [[Molotow-Ribbentrop-Pakt]]s wurde die Region dem deutschen Einflussbereich zugeordnet. Zwei Jahre später wurde das [[Reichskommissariat Ostland]] gegründet; damit erübrigte sich hier die Grenze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1944 wurde Nimmersatt von der [[Rote Armee|Roten Armee]] besetzt. Die Stadt [[Klaipėda|Memel]] fiel am 28. Januar 1945; bald darauf wurde das Memelland der [[Litauische Sozialistische Sowjetrepublik|Litauischen SSR]] angeschlossen. Die deutschen Bewohner wurden vertrieben, der Ort verlor ohne Grenze und mit seinen wenigen verbliebenen Einheimischen an Bedeutung und verfiel. Die meisten Gebäude wurden abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Testgelände der [[Sowjetarmee]], hier wurden z.&amp;amp;nbsp;B. [[ZSU-23-4|ZSU Shilka]] und [[Strela-10]] eingesetzt, war es ein Sperrgebiet. Das Militär- und Wachpersonal nutze einige alte Gebäude, auch ein paar neue wurden errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort Nemirseta wurde 1958 in die Stadt [[Palanga]] eingemeindet,&amp;lt;ref name=&amp;quot;lahayne&amp;quot; /&amp;gt; die vor 1918 zu Russland gehörte. Seit dem Beitritt der Republik Litauen zur [[Europäische Union|Europäischen Union]] im Jahre 2004 wird dieses Feriengebiet mit Fördermitteln ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; caption=&amp;quot;Bilder aus älterer und neuerer Zeit&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kurlandyja-Žamojć. Курляндыя-Жамойць (N. Sanson, 1659).jpg|Karte mit [[Kurland]] und [[Semgallen]] von 1659 mit &amp;#039;&amp;#039;Nimersat&amp;#039;&amp;#039; an der Grenze&lt;br /&gt;
Nemirseta.jpg|Ehemaliges „Kurhaus Nimmersatt“ um 2003; im linken Teil des Hauses befand sich die Gaststätte „John Karnowsky“&lt;br /&gt;
Datei:Kurhaus Nimmersatt 2017.jpeg|Ehemaliges Kurhaus Nimmersatt (2017)&lt;br /&gt;
Nemirsetos gelbejimo stotis2011.jpg|Schuppen der Seenotrettungsstation (Zustand 2011)&lt;br /&gt;
File:Sochy Park KlaipėdaPam1923.JPG|Ehemaliger Grenzstein des Deutschen Reichs, umgewidmet als litauisches Ehrenmal&lt;br /&gt;
Datei:Nemirseta2011.jpg|Nimmersatt im Winter 2011&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauliche Reste aus deutscher Zeit ===&lt;br /&gt;
Aus der deutschen Zeit sind nur noch wenige Gebäude erhalten: Auffällig an der Durchgangsstraße (Klaipėdos&amp;amp;nbsp;pl.&amp;amp;nbsp;6A) ist das sogenannte „Kurhaus Nimmersatt“, das ein Teil der Gaststätte „John Karnowsky“ war. Es galt als der nördlichste Gasthof des [[Deutsches Reich|Deutschen Reiches]]. Zum Grenzübergang waren es etwa 2,5&amp;amp;nbsp;km. Bald nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde das Haus zweckentfremdet, nach der Loslösung von der [[Sowjetunion]] aufgegeben und in jüngerer Vergangenheit als Steinbruch ausgeplündert. Die verbliebene Ruine ist aus Sicherheitsgründen derzeit mit Planen und Zäunen abgesperrt; die Fenster sind zugemauert. Am 20. Januar 2009 wurde die Ruine als Baudenkmal unter Schutz gestellt,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kvr.kpd.lt/#/static-heritage-detail/8EC7A2AA-C168-4E30-A466-B90F4F26347B |titel=Nemirsetos kurhauzo pastatas |werk=Kultūros Vertybių Registras |hrsg=Kultūros paveldo departamentas prie Kultūros ministerijos |sprache=lt |abruf=2023-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Witterungseinflüsse und [[Vandalismus]] sorgen jedoch für den weiteren Verfall der Gebäudereste. Eine Erneuerung und Nutzung ist nicht geplant. Das ehemalige Zollhaus unmittelbar vor der ehemaligen deutschen Reichsgrenze ist nicht mehr zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wiki.genealogy.net/index.php?title=Nimmersatt&amp;amp;oldid=1982692 |titel=Nimmersatt |werk=GenWiki |hrsg=Verein für Computergenealogie |datum=2019-05-14 |abruf=2023-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Strand steht beim weit sichtbaren Stahlmast der damalige Rettungsschuppen des [[Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger|Seenotrettungsdienstes]], das als Baudenkmal geschützt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kvr.kpd.lt/#/static-heritage-detail/588BD147-9C5A-4E5C-8543-E6B1D2E60BF6 |titel=Nemirsetos laivų gelbėjimo stotis |werk=Kultūros Vertybių Registras |hrsg=Kultūros paveldo departamentas prie Kultūros ministerijos |sprache=lt |abruf=2023-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehemaliger Grenzverlauf ===&lt;br /&gt;
Von der ehemaligen deutschen Reichsgrenze&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Messtischblatt 0192 Nimmersatt |Sammelwerk=Topographische Karte 1:25&amp;amp;nbsp;000 |Verlag=Reichsamt für Landesaufnahme |Ort=Berlin |Datum=1939 |Online=https://www.deutschefotothek.de/documents/obj/71051490/df_dk_0010001_0192 |Abruf=2023-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sind kaum noch Spuren zu entdecken; die Grenzsteine auf beiden Seiten sind verschwunden. Der einstige deutsch-russische Grenzverlauf ist deshalb vor Ort nur schwer bestimmbar. Es gibt ein Hinweisschild und einen ausgewiesenen Fahrradweg, der am teilweise stark überwucherten Grenzgraben entlang führt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Melno&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kvr.kpd.lt/#/static-heritage-detail/5E57126B-EABF-42D4-B897-2B1679D1694D |titel=Melno sutartimi nustatytos LDK valstybinės sienos atkarpa II |werk=Kultūros Vertybių Registras |hrsg=Kultūros paveldo departamentas prie Kultūros ministerijos |sprache=lt |abruf=2023-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Umgewidmet als litauisches Ehrenmal, steht der deutsche Grenzstein heute im Skulpturenpark von [[Klaipėda]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grenzübergang mit dem Zollhaus wurde abgerissen. Lediglich ein deutscher Grenzobelisk ist im Skulpturenmuseum von Klaipėda als litauischer Gedenkstein erhalten. Auf einer Seite ist jetzt das [[Lothringerkreuz]] aus dem [[Wappen Litauens]] sichtbar, ihm musste die deutsche Beschriftung weichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen der Durchgangsstraße (Vytauto g.)&amp;lt;ref&amp;gt;Grenzgraben Zugang bei {{Coordinate|text=DMS|NS=55.893737|EW=21.061213|type=landmark|region=LT|name=Reste Grenzgraben}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und dem Strand kann man im Wald auf knapp 500 m mit Unterbrechungen einen Graben erkennen. Es ist der letzte Rest der historischen Grenzmarkierung. Die Gräben waren bis zu 0,5 m tief, oben 3 m breit und nach unten auf etwa 0,5 m verengend. Beiderseits des Grabens wurde durch den Aushub ein 0,3 m hoher und 1 m breiter Wall gebildet. Der Graben war mit Wasser gefüllt und eingezäunt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Melno&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Demographie ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe4&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
! Anmerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1785 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; |  || zwölf Feuerstellen (Haushaltungen)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Johann Friedrich Goldbeck]] |Titel=Volständige Topographie des Königreichs Preussen |Nummer=Teil I: &amp;#039;&amp;#039;Topographie von Ost-Preussen. Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement&amp;#039;&amp;#039; |Ort=Marienwerder |Datum=1785 |Seiten=106 |Online={{Google Buch |BuchID=Mww_AAAAcAAJ |Band=3 |Seite=106 |Hervorhebung=Nimmersath |Linktext=Volltext}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1818 || align=center | 121 || &amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alexander August Mützell, [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]] |Titel=Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats |Band=Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Kr–O&amp;#039;&amp;#039; |Ort=Halle |Datum=1822 |Seiten=291 |Fundstelle=Ziffer 1591 |Online={{Google Buch |BuchID=hjnRAAAAMAAJ |Seite=291 |Hervorhebung=Nimmersatt |Linktext=Volltext}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1831 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 164 || auf einer [[Kataster|katastrierten]] Gemarkungsfläche von 883 Morgen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krug&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]] |Titel=Die Preussische Monarchie; topographisch, statistisch und wirthschaftlich dargestellt. Nach amtlichen Quellen |Nummer=Teil I: &amp;#039;&amp;#039;Provinz Preussen&amp;#039;&amp;#039; |Ort=Berlin |Datum=1833 |Seiten=199 |Fundstelle=Ziffer B.1 |Online={{Google Buch |BuchID=dMwAAAAAcAAJ |Seite=199 |Hervorhebung=Timmersatt |Linktext=Volltext}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1848 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 240 || in 20 Wohngebäuden; davon 228 Evangelische, neun Katholiken und drei Juden&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tetzner&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1858 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 222 ||  auf einer Gemarkungsfläche von 1189 Morgen; in 20 Wohngebäuden; davon 219  Evangelische und drei Katholiken; Umgangssprachen sind [[Litauische Sprache|Litauisch]] und Deutsch&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Adolf Schlott |Titel=Topographisch-statistische Uebersicht des Regierungs-Bezirks Königsberg, nach amtlichen Quellen |Verlag=Hartung |Ort=Königsberg |Datum=1861 |Seiten=158 |Fundstelle=Ziffer 216 |Online={{Google Buch |BuchID=IKRYAAAAcAAJ |Seite=158 |Hervorhebung=Nimmersatt |Linktext=Volltext}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1864 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 217 || am 3. Dezember&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Die Ergebnisse der Grund- und Gebäudesteuerveranlagung im Regierungsbezirk Königsberg |Verlag=Preußisches Finanzministerium |Ort=Berlin |Datum=1866 |Kapitel=13. Abschnitt: &amp;#039;&amp;#039;Kreis Memel&amp;#039;&amp;#039; |Seiten=18–25 |Fundstelle=Ziffer 87 |Online={{Google Buch |BuchID=peonAAAAYAAJ |Band=11 |Seite=18 |Hervorhebung=Nimmersatt |Linktext=Volltext}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1867 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 242 || am 3. Dezember&amp;lt;ref name=&amp;quot;KStatB1871&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 235 || am 1. Dezember; in 29 Wohngebäuden und 38 Haushaltungen; davon 231 Evangelische und vier Katholiken&amp;lt;ref name=&amp;quot;KStatB1871&amp;quot; &amp;gt;{{Literatur |Titel=Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Preussen und ihre Bevölkerung.  Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom  1. December 1871 bearbeitet und zusammengestellt |Verlag=Königliches Statistisches Bureau |Ort=Berlin |Datum=1874 |Seiten=8–9 |Nummer=Ziffer 160 |Online={{Google Buch |BuchID=sYlgAAAAcAAJ |Seite=8 |Hervorhebung=Nimmersatt |Linktext=Volltext}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1885 ||  style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 198 || in 40 Wohngebäuden; davon 185 Evangelische, drei Katholiken und zehn Juden&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tetzner&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1898 ||  style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 280 || darunter 15 Einwohner (5 %) mit [[Lettische Sprache|lettischer]] ([[nehrungskurisch]]er) Muttersprache; 160 Einwohner (57 %) verstehen noch das Nehrungskurische und verwenden es im Fischereiwesen, vorherrschend ist die [[litauische Sprache]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tetzner&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Franz Tetzner]] |Titel=Die Kuren in Preußen |Hrsg=Richard Andree |Sammelwerk=[[Globus (Zeitschrift Braunschweig)|Globus]] |Band=75 |Nummer=6 |Verlag=Friedrich Vieweg und Sohn |Ort=Braunschweig |Datum=1899 |Seiten=89–96 |Fundstelle=insbesondere S. 93, rechte Spalte |Online={{Google Buch |BuchID=lIflAAAAMAAJ |Seite=93 |Hervorhebung=Nimmersatt |Linktext=Volltext}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1910 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 227 || am 1. Dezember&amp;lt;ref name=&amp;quot;meyersgaz&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Nimmersatt, Kreis Memel, Ostpreußen |Sammelwerk=Meyers Gazetteer |WerkErg=mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon |Band=2 |Datum=1912 |Seiten=336 |Online=https://www.meyersgaz.org/place/20336008}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?ostpreussen/memel.htm |titel=Landkreis Memel |titelerg=Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |werk=gemeindeverzeichnis.de |offline=2026-02-20 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20230202204825if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?ostpreussen/memel.htm |archiv-datum=2023-02-02 |abruf=2026-02-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1925 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 399 || &amp;lt;ref&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=memel.html|name=Ostpreußen: Stadt- und Landkreis Memel}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://territorial.de/ostp/memel/nimmersa.htm |titel=Amtsbezirk Nimmersatt |werk=Territorial.de |hrsg=Rolf Jehke |abruf=2023-02-07 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil in Litauen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Palanga)]]&lt;br /&gt;
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