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	<title>Neman - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Eriosw am 16. März 2026 um 13:53 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-16T13:53:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit der Kleinstadt in der russischen Oblast Kaliningrad. Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Neman (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in Russland&lt;br /&gt;
|deutscher Name         = Neman&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Ragnit&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Name in Landessprache  = Не́ман&lt;br /&gt;
|Wappen                 = Герб-Немана.svg&lt;br /&gt;
|Flagge                 =&lt;br /&gt;
|lat_deg = 55 |lat_min= 2 |lat_sec= 00&lt;br /&gt;
|lon_deg = 22 |lon_min= 2 |lon_sec= 00&lt;br /&gt;
|Art des Gebietes       = Rajon&lt;br /&gt;
|Gebiet                 = Neman&lt;br /&gt;
|Gebiet in der Tabelle  =&lt;br /&gt;
|innere Gliederung      =&lt;br /&gt;
|Bezeichnung des Oberhaupts = &lt;br /&gt;
|Oberhaupt              = Waleri Klenjowski&lt;br /&gt;
|Gründungsjahr          =&lt;br /&gt;
|erste Erwähnung        = 1220&lt;br /&gt;
|frühere Namen          = Ragnit &amp;lt;small&amp;gt;(bis 1946)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Status                 = Stadt&lt;br /&gt;
|Status seit            = 1722&lt;br /&gt;
|Fläche                 = 14&lt;br /&gt;
|Art der Höhe           =&lt;br /&gt;
|Höhe des Zentrums      = 20&lt;br /&gt;
|offizielle Sprache     =&lt;br /&gt;
|offizielle Sprache-ref =&lt;br /&gt;
|Ballungsraum           =&lt;br /&gt;
|nationale Zusammensetzung =&lt;br /&gt;
|Zusammensetzung nach Religionen =&lt;br /&gt;
|Telefonvorwahl         = (+7) 40162&lt;br /&gt;
|Postleitzahl           = 238710–238711&lt;br /&gt;
|OKATO                  = 27221501&lt;br /&gt;
|Webseite               = [http://neman.gov39.ru/ neman.gov39.ru]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neman&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Не́ман}}), {{deS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ragnit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}} ({{ltS|Ragaĩnė}}, {{plS|Ragneta}}), ist eine Kleinstadt in der russischen [[Oblast Kaliningrad]] (ehemaliges nördliches [[Ostpreußen]]) mit {{EWZ|RU|27221501}} Einwohnern (Stand {{EWD|RU|27221501}}).&amp;lt;ref name=&amp;quot;einwohner_aktuell&amp;quot; /&amp;gt; Sie ist Verwaltungssitz der kommunalen Selbstverwaltungseinheit &amp;#039;&amp;#039;Stadtkreis Neman&amp;#039;&amp;#039; im [[Rajon Neman]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Die Stadt liegt am südlichen, bis zu 15 Meter hohen Ufer des Flusses [[Memel]], der auf Russisch &amp;#039;&amp;#039;Neman&amp;#039;&amp;#039; heißt und hier die [[Grenze zwischen Litauen und Russland]] bildet. In der Nähe befindet sich der Berg Rombinus, der neben dem [[Samland|samländischen]] Rinau und der [[Rominter Heide]] zu den heidnischen Hauptheiligtümern der Region zählte. Neben dem Fluss prägen der Schlossberg und der [[Obereißelner Höhenzug|Obereißeln]], die höchste Erhebung der Region, die Landschaft. 10 Kilometer westlich liegt die Nachbarstadt [[Sowetsk (Kaliningrad)|Sowetsk]] (Tilsit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ragnitwappen.jpg|hochkant|mini|Historisches Stadtwappen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte von Burg und Stadt seit dem Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Ihren Ursprung hat die Stadt in der [[Burg Ragnit]] ([[Altpreußische Sprache|prußisch]] &amp;#039;&amp;#039;ragas&amp;#039;&amp;#039;: Horn, Ecke, Landzunge, Spitze, Hinausragendes), einem Stützpunkt des [[Prußen]]stammes der [[Schalauen]]. Sie siedelten spätestens im 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert beiderseits des Memelflusses. Um 1220 wurde die damals hölzerne Burg von einem russischen Heer erfolglos belagert, doch 1277 gelang es dem [[Deutscher Orden|Deutschen Ritterorden]] unter dem Vogt von Samland Theoderich, die Burg zu zerstören. Die Ritter errichteten 1289 eine neue Holz-Erde-Burg, die sie „Landeshut“&amp;lt;ref&amp;gt;http://biblio.unibe.ch/web-apps/maps/zoomify.php?pic=Ryh_6102_1_A.jpg&amp;amp;col=ryh &amp;#039;&amp;#039;Prvssiae descriptio ... Henrico Zellio edita&amp;#039;&amp;#039; (Karte von 1573)&amp;lt;/ref&amp;gt; nannten. Dieser Name konnte sich jedoch nicht durchsetzen, und so blieb es bei der ursprünglichen Bezeichnung. 1293 wurde auf einer Halbinsel der Memel eine weitere Feste errichtet, die Schalauerburg. Beide Burgen sicherte das Ordensland nach Norden hin und waren Stützpunkte für die Ende des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts begonnenen [[Litauerkriege des Deutschen Ordens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser kriegerischen Auseinandersetzungen wurde 1355 die Schalauerburg zerstört. Sie wurde zwar bereits ein Jahr später wieder aufgebaut, doch nachdem sie 1365 erneut geschleift wurde, verzichtete man auf einen nochmaligen Wiederaufbau. Dagegen wurde die ebenfalls abgebrannte Burg Ragnit in den Jahren 1397 bis 1409 unter Mitwirkung des rheinländischen Baumeisters Nikolaus Fellenstein, der auch am Bau der [[Marienburg (Ordensburg)|Marienburg]] beteiligt war, in [[Ziegelstein|Backstein]] zu einer der stärksten Festungen des Ritterordens aufgebaut. Im Schutze der Burg hatte sich inzwischen ein Marktflecken entwickelt, der dank der günstigen Verkehrslage an der Heerstraße nach [[Tschernjachowsk|Insterburg]] und dem Flussübergang nach Norden an Bedeutung gewann. Die Pläne des Ordens, die Siedlung zur Stadt zu erheben, kamen wegen der Niederlage gegen Polen in der [[Schlacht bei Tannenberg (1410)]] nicht zur Ausführung. Allerdings wurde der Ort Sitz einer [[Kommende|Komturei]], der auch die Burgen in Tilsit und [[Polessk|Labiau]] unterstanden. Auch nach der [[Säkularisation]] des Ritterordens 1525 blieb Ragnit Sitz eines [[Amtshauptmann]]es. Im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde der Ort zweimal zerstört, während des [[Zweiter Nordischer Krieg|Zweiten Nordischen Krieges]] im Jahre 1656 durch [[Tataren]], 1678 während des [[Nordischer Krieg (1674–1679)|Schwedisch-Brandenburgischen Krieges]] durch schwedische Truppen.&lt;br /&gt;
[[Datei:1684 год.JPG|mini|Ragnit um 1684]]&lt;br /&gt;
Durch die [[Große Pest (Preußen)]] und die folgende Hungersnot verlor Ragnit zwei Drittel seiner Bevölkerung. 1722 wurde Ragnit durch den preußischen König [[Friedrich Wilhelm I. (Preußen)|Friedrich Wilhelm&amp;amp;nbsp;I.]] zur Stadt erhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Toeppen]]: &amp;#039;&amp;#039;Ueber preussische Lischken, Flecken und Städte. Ein Beitrag zur Geschichte der Gemeindeverfassungen in Preußen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Altpreußische Monatsschrift&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, Königsberg 1867, S. 511–536, [http://books.google.de/books?id=f-EVAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA515 insbesondere S. 515.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zerstörte die [[Kaiserlich Russische Armee]] mit [[Kosaken]] und [[Kalmücken]] im Jahre 1757 die Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;Theodor Werner: &amp;#039;&amp;#039;Von der Anno 1767 den 24. Sept. etc. durch die Russen geschehenen Plünderung und Einäscherung der Stadt Ragnit.&amp;#039;&amp;#039; (Aus einer ungedruckten Chronik des Vize-Bürgermeisters Theodor Werner vom 2. Oktober 1757.) In: &amp;#039;&amp;#039;Vaterländisches Archiv für Wissenschaft, Kunst, Industrie und Agrikultur oder Preußische Provinzial-Blätter&amp;#039;&amp;#039;. Band 14, Königsberg 1835. [http://books.google.de/books?id=ZP8AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA417&amp;amp;lpg=PA417&amp;amp;dq=1757+ragnit+kalm%C3%BCcken&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=5KoYUjHoA_&amp;amp;sig=DJxxrNk8tXBf9dEVdNVZoZM9udw&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=pBgBTLLcM86MOP_ekNcE&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result S. 417–420.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im [[Russlandfeldzug 1812]] erlitt Ragnit schwere Brandschäden. Durch die [[Preußische Reformen|Preußischen Reformen]] von 1815 wurde Ragnit Kreisstadt. 1922 musste sie diesen Status abgeben, als der [[Kreis Ragnit]] und der [[Kreis Tilsit]] zum [[Landkreis Tilsit-Ragnit]] vereinigt und das Landratsamt in die größere Nachbarstadt verlegt wurden. 1828 wurde die Burg Ragnit durch ein Feuer stark beschädigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Fertigstellung der [[Bahnstrecke Sowetsk–Nesterow|Bahnstrecke Tilsit–Stallupönen]] (1894) und der [[Schmalspurbahn]] Ragnit–Insterburg der [[Insterburger Kleinbahnen]] (1913) siedelten sich schnell Industriebetriebe an. So entstanden Ziegeleien und eine Eisengießerei, außerdem entwickelte sich die Stadt zu einem Obstbauzentrum. Hatte Ragnit 1782 nur 1882 Einwohner, so war deren Zahl 1895 auf 4591 gestiegen. Am Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Ragnit eine evangelische Kirche, ein evangelisches Schullehrerseminar, eine [[Präparandenanstalt]], eine landwirtschaftliche Winterschule und war Sitz eines [[Amtsgericht]]s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1945 gerhörte Ragnit zum [[Landkreis Tilsit-Ragnit]] im [[Regierungsbezirk Gumbinnen]] der [[Provinz Ostpreußen]] des [[Deutsches Reich|Deutschen Reichs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] lebten in Ragnit 10.094 Einwohner, die Stadt beherbergte Zellstoff-, Holzwaren- und Maschinenbaufabriken. Nachdem Anfang August 1944 die [[Rote Armee]] das Nordufer der Memel erreicht hatte, wurde am 20. Oktober 1944 die Evakuierung der Stadt angeordnet. Die Einwohner verließen die Provinz erst im Januar 1945 über die Ostsee im Rahmen des [[Unternehmen Hannibal|Unternehmens Hannibal]].&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [[Theodor Schieder]] [Bearb.]: &amp;#039;&amp;#039;Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa.&amp;#039;&amp;#039; Band I/1, Nr. 16, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1984 (dtv-reprint), ISBN 3-423-59072-6&amp;lt;/ref&amp;gt; Ragnit wurde am 17. Januar 1945 kampflos von der Roten Armee eingenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt wurde nach der russischen Bezeichnung für den Fluss Memel in &amp;#039;&amp;#039;Neman&amp;#039;&amp;#039; umbenannt. Durch Umsiedlungsprojekte kamen Neusiedler vor allem aus [[Zentralrussland]], der Region des heutigen [[Wolga (Föderationskreis)|Föderationskreises Wolga]] und aus [[Belarus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Demographie ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bevölkerungsentwicklung  bis 1945&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Anzahl Einwohner&lt;br /&gt;
! Anmerkungen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1782 || align=&amp;quot;center&amp;quot; | 1882 || &amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Friedrich Goldbeck]]: &amp;#039;&amp;#039;Volständige Topographie des Königreichs Preussen.&amp;#039;&amp;#039; Teil I: &amp;#039;&amp;#039;Topographie von Ost-Preussen.&amp;#039;&amp;#039; Königsberg/Leipzig 1785, [http://books.google.de/books?id=Mww_AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA30 S. 30–31, Nr. 8)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1802 || align=center |  2083    || &amp;lt;ref name=&amp;quot;AAM&amp;quot;&amp;gt;Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: &amp;#039;&amp;#039;Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats&amp;#039;&amp;#039;. Band 5: &amp;#039;&amp;#039;T–Z&amp;#039;&amp;#039;, Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&amp;amp;pg=PA362 S. 360–367, Ziffer 562.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1810 || align=center |  1777     || &amp;lt;ref name=&amp;quot;AAM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1816 || align=center |   2018       || davon 1979  Evangelische, 32  Katholiken  und sieben Juden&amp;lt;ref name=&amp;quot;AAM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1821 || align=center |   1990    ||  in 171 Privatwohnhäusern&amp;lt;ref name=&amp;quot;AAM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1875 || align=&amp;quot;center&amp;quot; | 3875 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1880 || align=&amp;quot;center&amp;quot; | 3580 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1895 || align=&amp;quot;center&amp;quot; | 4591 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1905 || align=&amp;quot;center&amp;quot; | 4908 || meist Evangelische&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers&amp;quot; &amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ragnit&amp;#039;&amp;#039;, Lexikoneintrag in: &amp;#039;&amp;#039;Meyers Großes Konversations-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. 6. Auflage, Band 16, Leipzig und Wien 1909,  [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-016-0571  S. 571.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1910 || align=&amp;quot;center&amp;quot; | 5535 || &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?ostpreussen/ragnit.htm |titel=Landkreis Ragnit |titelerg=Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |werk=gemeindeverzeichnis.de |offline=2026-02-19 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20230707162545if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?ostpreussen/ragnit.htm |archiv-datum=2023-07-07 |abruf=2026-02-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1925 || align=&amp;quot;center&amp;quot; | 7780 || meist Evangelische&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Große Brockhaus&amp;#039;&amp;#039;. 15. Auflage, Band 15, Leipzig 1933, S. 351.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1933 || align=&amp;quot;center&amp;quot; | 9293 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 || align=&amp;quot;center&amp;quot; | 10.061 || davon 9254 Evangelische, 248 Katholiken, 235 sonstige Christen und ein Jude&amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot;&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=tilsit.html|name=Landkreis Tilsit-Ragnit}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;400&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|+ Einwohnerzahlen seit Ende des Zweiten Weltkriegs&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 1959 || 1970 || 1979 || 1989 || 2002 || 2010 || 2021&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anzahl Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ||   9.459  || 11.613 || 12.492 || 13.821 || 12.714 || 11.798 || 9.255&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;(Quellen ab 1959: Volkszählungsdaten)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nemanskoje gorodskoje posselenije 2008–2016 ===&lt;br /&gt;
Die städtische Gemeinde &amp;#039;&amp;#039;Nemanskoje gorodskoje posselenije&amp;#039;&amp;#039; (ru. Неманское городское поселение) wurde im Jahr 2008 eingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Durch das Закон Калининградской области от 30 июня 2008 г. № 257 «Об организации местного самоуправления на территории муниципального образования „Неманский городской округ“» (Gesetz der Oblast Kaliningrad vom 30. Juni&lt;br /&gt;
 2008, Nr. 257: Über die Organisation der lokalen Selbstverwaltung auf dem Gebiet der munizipalen Bildung „Stadtkreis Neman“)&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben der Stadt Neman gehörten ihr weitere 19 Siedlungen an, die vorher zu den Dorfbezirken [[Bolschoje Selo (Kaliningrad)|Bolschesselski selski okrug]], [[Mitschurinski (Kaliningrad)|Mitschurinski selski okrug]] und [[Rakitino (Kaliningrad)|Rakitinski selski okrug]] gehört hatten. 2017 ging die Gemeinde in den neu geschaffenen [[Rajon Neman|Stadtkreis Neman]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Ortsname || Einwohner&amp;lt;br /&amp;gt; 2010&amp;lt;ref&amp;gt;Allrussische Volkszählung von 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; || deutscher Name&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Akulowo (Kaliningrad)|Akulowo]] (Акулово) || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 349 || Klein Neuhof-Ragnit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Artjomowka (Kaliningrad)|Artjomowka]] (Артёмовка) || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 100 || Argeningken-Graudszen/Argenhof und Skambracken/Brakenau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bolschoje Selo (Kaliningrad)|Bolschoje Selo]] (Большое Село) || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 539 || Unter Eißeln&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Dubki (Kaliningrad, Neman)|Dubki]] (Дубки) || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 412 || Paskallwen/Schalau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Dubrawino (Kaliningrad)|Dubrawino]] (Дубравино) || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 9 || Palentienen/Palen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gorino (Kaliningrad)|Gorino]] (Горино) || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 71 || Ober Eißeln&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gudkowo (Kaliningrad)|Gudkowo]] (Гудково) || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 87 || Gudgallen/Großfelde und Jonienen/Tilsenau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Iskra (Kaliningrad)|Iskra]] (Искра) || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 152 || (Groß) Kindschen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kotelnikowo (Kaliningrad, Neman)|Kotelnikowo]] (Котельниково) || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 136 || Neuhof-Ragnit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Krasnoje Selo (Kaliningrad)|Krasnoje Selo]] (Красное Село) || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 116 || Kiauschälen/Kleinmark und Klapaten/Angerwiese&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kustowo (Kaliningrad)|Kustowo]] (Кустово) || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 49 || Klein Lenkeningken/Kleinlenkenau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Lesnoje (Kaliningrad, Neman)|Lesnoje]] (Лесное) || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 289 || Groß Lenkeningken/Großlenkenau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Mitschurinski (Kaliningrad)|Mitschurinski]] (Мичуринский) || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 384 || Althof-Ragnit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Podgornoje (Kaliningrad, Neman)|Podgornoje]] (Подгорное) || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 45 || Titschken/Tischken&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rakitino (Kaliningrad)|Rakitino]] (Ракитино) || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 407 || Kurschen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rjadino (Kaliningrad)|Rjadino]] (Рядино) || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 14 || Raudszen/Rautengrund und Bambe/Heidenanger (Ostpr.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Schdanki (Kaliningrad)|Schdanki]] (Жданки) || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 23 || Pellehnen/Dreidorf und Tilszenehlen/Quellgründen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Tuschino (Kaliningrad)|Tuschino]] (Тушино) || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 82 ||  Lobellen und Nettschunen/Dammfelde&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wetrowo (Kaliningrad, Neman)|Wetrowo]] (Ветрово) || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 317 || Woydehnen/Wodehnen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirche ==&lt;br /&gt;
=== Evangelisch ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe den Hauptartikel&amp;#039;&amp;#039; → [[Evangelische Kirche Ragnit]]&lt;br /&gt;
==== Pfarrkirche ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Ehemalige evangelische Kirche zu Ragnit.jpg|mini|Ehemals evangelische Kirche Ragnit heute]]&lt;br /&gt;
Die Pfarrkirche in Ragnit&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walther Hubatsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Bilder ostpreussischer Kirchen.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1968, S. 112, Abb. 497&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde anstelle einer Vorgängerkirche im Jahre 1771/72 als verputzter, dreischiffiger Bau errichtet. Der Turm stammt aus dem Jahre 1853. Die Innenausstattung ist nicht mehr vorhanden, denn nach 1945 wurde das Gebäude zu einem Möbellager mit darüberliegenden Wohnungen umgebaut&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.prussia39.ru/sight/index.php?sid=625 Евангелическая кирха Рагнита – Evangelische Kirche Ragnit bei prussia39.ru] (mit historischen sowie aktuellen Fotos)&amp;lt;/ref&amp;gt;. Nach einem Unfall trug man 1993 den Turm bis zum Dachfirst des Langhauses ab, so dass heute nur noch der Unterbau erhalten ist. Hier befindet sich jetzt ein Gebetsraum der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen Kirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kirchengemeinde ====&lt;br /&gt;
Bereits in vorreformatorischer Zeit war Ragnit ein Kirchdorf&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Hubatsch: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Dokumente.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1968, S. 488&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Zuge der [[Reformation]] nahmen hier [[lutherisch]]e Geistliche ihren Dienst auf, zunächst ein litauischer Prediger, dann auch ein deutscher, bis nach 1818 noch ein dritter Amtsträger eingesetzt wurde. Im Jahre 1925 zählte die Kirchengemeinde 13.000 Gemeindeglieder, die größtenteils in der Stadt, viele aber auch in den über 40 [[Kirchspiel]]orten wohnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund von [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|Flucht und Vertreibung der Bevölkerung]] kam das evangelisch-kirchliche Leben nach 1945 in Neman zum Erliegen. Heute sind evangelische Kirchenglieder zur südöstlich der Stadt liegenden kleinen [[evangelisch-lutherisch]]en Gemeinde in [[Sabrodino (Kaliningrad, Neman)|Sabrodino]] &amp;#039;&amp;#039;(Lesgewangminnen&amp;#039;&amp;#039;, 1938 bis 1946 &amp;#039;&amp;#039;Lesgewangen)&amp;#039;&amp;#039; hin orientiert. Sie gehört zur [[Propstei Kaliningrad]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.propstei-kaliningrad.info/ |wayback=20110829063946 |text=Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;(Königsberg)&amp;#039;&amp;#039; der [[Evangelisch-Lutherische Kirche Europäisches Russland|Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kirchenkreis Tilsit Ragnit/Diözese Ragnit ====&lt;br /&gt;
Schon früh war Ragnit Amtssitz und namensgebend für eine Inspektion, die später in einen [[Kirchenkreis]] umgewandelt wurde. In den 1920er Jahren wurde der Kirchenkreis Ragnit mit dem Nachbarkirchenkreis Tilsit zusammengeführt, jedoch blieben die beiden Diözesen getrennt erhalten, lediglich nördlich der [[Memel]] gelegene Pfarreien wurden ausgeklammert. Der [[Evangelische Kirche Ragnit#Kirchenkreis Tilsit-Ragnit/Diözese Ragnit|Kirchenkreis Tilsit-Ragnit]] mit der Diözese Ragnit gehörte bis 1945 zur [[Kirchenprovinz Ostpreußen]] der [[Kirche der Altpreußischen Union]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholisch ===&lt;br /&gt;
Unter den mehr als 10.000 Einwohnern der Stadt Ragnit waren im Jahre 1939 lediglich 248 Katholiken&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wiki.genealogy.net/Ragnit#Landkreis_Tilsit_Ragnit Ragnit bei GenWiki]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sie hielten ihre Messfeiern mit dem Propst aus [[Sowetsk (Kaliningrad)|Tilsit]] (Sowetsk) solange in der Ragniter Burg, bis sich der Bau einer kleinen Kirche mit Pfarrhaus ermöglichte. Sie gehörte zum [[Bistum Ermland]]. Heute ist das Gebäude nicht mehr in kirchlichem Besitz. Die Gemeinde nutzt einen kleinen Gebetsraum im Turmunterbau der ehemaligen evangelischen Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orthodox ===&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren ist in Ragnit eine Gemeinde der [[Russisch-orthodoxe Kirche|Russisch-orthodoxen Kirche]] entstanden. Zunächst feierte diese ihre Gottesdienste in einem gesonderten Raum im Ostteil der ehemaligen evangelischen Pfarrkirche. Seit 1995 verfügt sie über eine neu errichtete Kirche. Die Gemeinde ist der [[Diözese Kaliningrad und Baltijsk]] zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ragnit Castle 10.jpg|mini|Burgruine Ragnit]]&lt;br /&gt;
Sehenswert ist die Ruine der Burg Ragnit des Deutschen Ordens. Sie hat eine fast quadratische Form, auf vier Etagen waren elf große Säle und viele kleinere Räume. Besondere Aufmerksamkeit erfuhren das Konventsgebäude, das Kabinett und die Gästezimmer aller 45 Komture Ragnits. Mehrmals ausgebrannt, wurde das Innere der Burg immer wieder umgebaut. Ab 1825 diente sie als [[Land- und Stadtgericht Ragnit|Stadt- und Kreisgericht]] und Gefängnis, zudem ab 1849 einem [[Militärgericht]] und ab 1879 einem [[Verwaltungsgericht (Deutschland)|Verwaltungsgericht]]. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] brannte die Burg 1944/45 aus. In der sowjetischen Zeit wurde ihre Ruine teilweise gesprengt. Angeblich plant der Konzern [[Rosatom]], der 2010 mit dem Bau eines Atomkraftwerkes 15 Kilometer außerhalb der Stadt begonnen hat, einen Wiederaufbau zu unterstützen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hoffnung für Schloss Ragnit, Preußische Allgemeine Zeitung, 14/2010 vom 3. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhalten geblieben sind auch die als solche genutzte Stadtkirche und das schmale Uhrentürmchen der ehemaligen [[Vorburg]], ebenso sechs Gedenksteine für Gefallene des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Personen ==&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* [[Christian Otter]] (1598–1660), Mathematiker und Festungsbauer&lt;br /&gt;
* [[Johann Friedrich Reiffenstein]] (1719–1793), Maler und Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Leopold Neumann (Ingenieur)|Johann Leopold Neumann]], geadelt &amp;#039;&amp;#039;von Baehr&amp;#039;&amp;#039; (1793–1897), preußischer Landvermesser und Kupferstecher&lt;br /&gt;
* [[Julius Bacher]] (1810–1890), Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Kurt von Sanden (Politiker)|Kurt von Sanden]] (1842–1901), Rittergutsbesitzer und Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses&lt;br /&gt;
* [[Richard Kleffel]] (1850–1919), Sanitätsoffizier&lt;br /&gt;
* [[Henry Settegast]] (1853–1901), Pflanzenbauwissenschaftler&lt;br /&gt;
* [[Karl Brinkmann]] (1854–1901), Zweiter Bürgermeister in Königsberg (und Berlin)&lt;br /&gt;
* [[Gustav Laukant]] (1869–1938), deutscher Politiker ([[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands |USPD]])&lt;br /&gt;
* [[Richard Meyer (Politiker, 1885)|Richard Meyer]] (1885–1970), Pädagoge, Verwaltungsbeamter, Politiker, Vizepräsident des Niedersächsischen Landtags&lt;br /&gt;
* [[Ernst von Windheim]] (1891–1946), Landrat&lt;br /&gt;
* [[Erwin Bodky]] (1896–1958), Cembalist und Musikwissenschaftler&lt;br /&gt;
* [[Walter Bruno Henning]] (1908–1967), Iranist&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Reiner]] (1909–1982), Basketballspieler und -funktionär&lt;br /&gt;
* [[Christel Jankowsky]] (1919–1956), KZ-Aufseherin&lt;br /&gt;
* [[Rose-Marie Wegner]] (1924–2018), Professorin für Landwirtschaft in Bonn, Leiterin des Instituts für Kleintierzucht in Celle&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Petersen: &amp;#039;&amp;#039;Rose-Marie Wegner (16.03.1924 – 13.04.2018)&amp;#039;&amp;#039;. In: Thomas Fuchs, Linda Mosig (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Chronik des Akademischen Jahres 2017/2018&amp;#039;&amp;#039;. Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Bonn 2019, S. 61–62.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Herbert Peters]] (1925–2006), Bildhauer und Graphiker&lt;br /&gt;
* [[Hans-Günter Schodruch]] (1926–1999), deutscher Rechtsanwalt und Politiker ([[Die Republikaner|REP]])&lt;br /&gt;
* [[Ursula Benker-Schirmer]] (1927–2020), Gobelingestalterin und Manufakturbetreiberin&lt;br /&gt;
* [[Dagmar Reemtsma]] (* 1933), deutsche Aktivistin&lt;br /&gt;
* [[Freya Stephan-Kühn]] (1943–2001), Schriftstellerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mit der Stadt verbunden ===&lt;br /&gt;
* [[Martin Mosvid]] (Martynas Mažvydas), Schriftsteller und 1547 Drucker des ersten Buches in litauischer Sprache, war von 1549 bis 1563 Pfarrer in Ragnit († 21. Mai 1563)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Größtes Unternehmen der Stadt ist das &amp;#039;&amp;#039;Nemaner Zellulose- und Papierkombinat&amp;#039;&amp;#039; mit mehr als 1000 Beschäftigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unweit Neman fand am 25. Februar 2010 in Anwesenheit des [[Föderale Agentur für Atomenergie Russlands|Rosatom]]-Chefs [[Sergei Wladilenowitsch Kirijenko|Sergei Kirijenko]], des stellvertretenden russischen Ministerpräsidenten [[Sergei Borissowitsch Iwanow|Sergei Iwanow]] und des Gouverneurs der Oblast Kaliningrad [[Georgi Walentinowitsch Boos|Georgi Boos]] die feierliche [[Grundsteinlegung]] für das [[Kernkraftwerk Kaliningrad]] statt. Nach Verzögerungen verkündete der russische Energieminister im November 2015, dass die Bauarbeiten in absehbarer Zeit nicht wieder aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
=== Straßen ===&lt;br /&gt;
Neman liegt verkehrsgünstig nur 13 Kilometer von [[Sowetsk (Kaliningrad)|Sowetsk]] &amp;#039;&amp;#039;(Tilsit)&amp;#039;&amp;#039; an der [[Europastraße 77]] entfernt. Durch die Stadt verläuft die [[A198 (Russland)|Fernstraße A 198]] (einstige deutsche [[Reichsstraße 132]]), die Sowetsk mit [[Gussew]] &amp;#039;&amp;#039;(Gumbinnen)&amp;#039;&amp;#039; verbindet. Wenige Kilometer östlich der Stadt endet die [[R508 (Russland)|Fernstraße 508]], die von [[Kaliningrad]] &amp;#039;&amp;#039;(Königsberg)&amp;#039;&amp;#039; in einem weiten Bogen durch die südöstliche [[Oblast Kaliningrad]] bis nach hier führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schienen ===&lt;br /&gt;
Eine Schienenanbindung besteht für Neman nicht mehr. Vor 1945 war die Stadt Bahnstation an der [[Bahnstrecke Sowetsk–Nesterow|Bahnstrecke Tilsit–Ragnit–Pillkallen/Schloßberg–Stallupönen/Ebenrode]] sowie Endstation der [[Bahnstrecke Kraupischken–Ragnit|Kleinbahnlinie von Kraupischken/Breitenstein (Ostpr)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städtepartnerschaften ==&lt;br /&gt;
* [[Jurbarkas]], [[Litauen]]&lt;br /&gt;
* [[Lida]], [[Belarus]]&lt;br /&gt;
* [[Ostróda]], [[Polen]]&lt;br /&gt;
* [[Preetz]], [[Kreis Plön]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Friedrich Goldbeck]]: &amp;#039;&amp;#039;Volständige Topographie des Königreichs Preussen.&amp;#039;&amp;#039; Teil I: &amp;#039;&amp;#039;Topographie von Ost-Preussen.&amp;#039;&amp;#039; Königsberg/Leipzig 1785, [http://books.google.de/books?id=Mww_AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA30 S. 30–31, Nr. 8)].&lt;br /&gt;
* Michael Antoni (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler West- und Ostpreußen. Die ehemaligen Provinzen West- und Ostpreußen (Deutschordensland Preußen) mit Bütower und Lauenburger Land.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Kunstverlag, München 1993, ISBN 3-422-03025-5, S. 504–507&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Herbert Kirrinnis&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Fritz Brix]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Stadt Ragnit&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Tilsit-Ragnit, Stadt und Landkreis&lt;br /&gt;
   |Ort=Würzburg&lt;br /&gt;
   |Datum=1971&lt;br /&gt;
   |Seiten=188–208}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ragnit, Schloß und Stadt&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Preussische Provinzial-Blätter&amp;#039;&amp;#039;. Jahrgang 1848 Juli – December, Königsberg 1848, [https://books.google.de/books?id=APApAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA74 S. 74–78.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Neman, Kaliningrad Oblast|Neman}}&lt;br /&gt;
* [http://www.tilsit-ragnit.de/ragnit/index.html Stadt Ragnit]&lt;br /&gt;
* [http://news.neman-online.info/ Zeitung «Nemanskie Vesti»] (russisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.neman-online.info/ Neman – Ragnit] (russisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.mojgorod.ru/kalining_obl/neman/index.html Neman auf &amp;#039;&amp;#039;mojgorod.ru&amp;#039;&amp;#039;] (russisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.bankgorodov.ru/place/inform.php?id=2144 Neman bei bankgorodov.ru] (russisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.prussia39.ru/geo/geo.php?id=105 Neman bei prussia39.ru] (russisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orte in der Oblast Kaliningrad}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtkreis Neman}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7748693-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Rajon Neman]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Memel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Munizipalkreis Neman]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eriosw</name></author>
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