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	<title>Nels Anderson - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonKatBot: Bot: Kategorie:Vertreter der Chicagoer Schule der Soziologie umbenannt in Kategorie:Vertreter der Chicagoer Schule (Soziologie): laut Diskussion</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Vertreter_der_Chicagoer_Schule_der_Soziologie&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Vertreter der Chicagoer Schule der Soziologie (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Vertreter der Chicagoer Schule der Soziologie&lt;/a&gt; umbenannt in &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Vertreter_der_Chicagoer_Schule_(Soziologie)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Vertreter der Chicagoer Schule (Soziologie) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Vertreter der Chicagoer Schule (Soziologie)&lt;/a&gt;: laut &lt;a href=&quot;/index.php?title=Wikipedia:WikiProjekt_Kategorien/Diskussionen/2025/November/27&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Wikipedia:WikiProjekt Kategorien/Diskussionen/2025/November/27 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nels Anderson&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. Juli]] [[1889]] in [[Chicago]], USA; † [[8. Oktober]] [[1986]] in [[Fredericton]], [[New Brunswick/Nouveau-Brunswick|New Brunswick]], Kanada) war ein US-amerikanischer Soziologe der [[Chicagoer Schule (Soziologie)|Chicagoer Schule]]. Durch seine empirische Untersuchung des Lebens der [[Hobo]]s erlangte er bleibende internationale Bekanntheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nels wurde nach seinem aus Schweden stammenden Vater, einem Wanderarbeiter, benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Die biografischen Angaben entstammen der Einleitung des von Allan Kent Powell herausgegebenen Buches: &amp;#039;&amp;#039;Nels Anderson&amp;#039;s World War I Diary&amp;#039;&amp;#039;, Salt Lake City 2013, S. 1–21.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Mutter Annie war die Tochter schottischer Immigranten. Sie brachte insgesamt elf Kinder zur Welt; darunter einen Halbbruder und zwei Kinder, die bereits früh starben. Nels junior war der zweite in dieser Reihe. 1889 – kurz nach seiner Geburt – zog die Familie nach [[Spokane]]. Der Vater erwarb 70 Meilen außerhalb der Stadt ein Waldgelände, das er in eine Farm umwandeln wollte, musste aber erkennen, dass er sich damit übernommen hatte. Die Familie zog durch verschiedene Orte in [[Idaho]] und kehrte schließlich 1898 wieder nach Chicago zurück. Dort blieb sie bis 1901, dann nahm der Vater eine Hausmeister-Stelle in einer unbewohnten Feriensiedlung bei [[Traverse City]] an, wozu auch ein Farmgelände gehörte. Schließlich gelang es ihm, eine eigene Farm zu erwerben. Um seine Schulbildung fortzusetzen, verbrachte Nels junior zwei Jahre bei einer befreundeten Frau, der er Burschendienste leistete. Nach dem 8.&amp;amp;nbsp;Schuljahr kehrte er nach Hause in der Hoffnung zurück, eine [[Highschool|High school]] besuchen zu können, was sein Vater jedoch als überflüssig ansah. Nels junior setzte sich durch; jedoch nahmen die familieninternen Auseinandersetzungen ein Ausmaß an, dass er nach einem Jahr von zuhause weglief. Er fuhr zu seinem älteren Bruder nach [[Galesburg (Illinois)|Galesburg]], [[Illinois]], wobei er zum ersten Mal die US-amerikanischen Wanderarbeiter kennenlernte, mit denen er sich später als Soziologe beschäftigen sollte. Die bevorzugte Reiseart dieser „[[Hobo]]s“ war die kostenlose Mitfahrt in den Waggons von Güterzügen. Nels Anderson schlug sich als Maultiertreiber, Bauarbeiter und Heizer durch. Während der Wirtschaftskrise von 1907/08 arbeitete er auch als Hausierer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer seiner Wanderfahrten wurde er an der Grenze von Utah und [[Nevada]] aus dem Zug geworfen. Er nahm die Einladung zu einem Abendessen von einem Mann an, der in einem nahe gelegenen Feld Heu machte. Dieser Mann, Lamond Woods, war Mormone und Nels Anderson wurde zu einem inoffiziellen Familienmitglied und leistete Handlangerdienste auf den [[Ranching|Ranches]] befreundeter Familien. In dieser Zeit begann Anderson auch das [[Mormonentum]] zu studieren und wurde 1910 getauft. Obwohl er den Glauben nicht in dem Sinne praktizierte, dass er etwa regelmäßig den Gottesdienst besucht oder auf Alkohol oder Zigaretten verzichtet hätte, bestand Anderson immer darauf, dass er Mormone sei. 1942 veröffentlichte er &amp;#039;&amp;#039;Desert Saints&amp;#039;&amp;#039;, bis heute eine wichtige Quelle zur Geschichte von [[Utah]] und des Mormonentums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als sein leiblicher Vater bestand sein Ziehvater Woods darauf, dass Nels Anderson weiter zur Schule gehen sollte. Er schrieb sich schließlich 1911 an der &amp;#039;&amp;#039;Brigham Young Academy&amp;#039;&amp;#039; (heute die [[Brigham Young University|Brigham-Young-Universität]]) in [[Provo]] ein. Seinen Unterhalt und die Ausbildungsgebühren verdiente er sich – hauptsächlich als Zimmermann und als Lehrer – selbst. Sein Ziel war eigentlich, Rechtsanwalt zu werden, doch kam er hier erstmals auch mit dem Fach [[Soziologie]] in Kontakt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Mihiel France September 1918.tif|zentriert|mini|hochkant=3|Saint-Mihiel im September 1918]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kurz nach dem Abschluss seines Studiums meldete Anderson sich freiwillig für den Kriegsdienst im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] und diente ab April 1918 in einer [[Pionier (Militär)|Pionier]]-Einheit des [[United States Army|US-Heers]]. Nach seiner Grundausbildung in [[Camp Funston]], [[Kansas]], kam er im Juni 1918 auf den Kriegsschauplatz in Frankreich. Er nahm im September an der Offensive von [[Saint-Mihiel|St. Mihiel]] und im Oktober an der [[Maas-Argonnen-Offensive]] teil. Den Waffenstillstand erlebte er in dem Ort [[Stenay]] am Ufer der [[Maas]]. In den folgenden drei Monaten diente er als Meldegänger in der Besatzungsarmee, die in Deutschland das linksrheinische Ufer besetzt hielt. Die Zeit seines Kriegsdiensts hat Anderson in einem Tagebuch festgehalten, das im Jahre 2013 veröffentlicht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ThreeHobosChicago1929.jpg|mini|Hobos in Chicago, 1929]]&lt;br /&gt;
1919/20 kehrte Anderson für sein Abschlussjahr an die &amp;#039;&amp;#039;Brigham Young Academy&amp;#039;&amp;#039; zurück. In diese Zeit fällt ein schwerer Konflikt mit dem US-Senator und Mormonen-Apostel [[Reed Smoot]], in dem es zunächst um Andersons Unterstützung für die Idee eines [[Völkerbund]]s ging, dann aber auch um die Frage, ob die Akademie in eine Volluniversität umgewandelt werden sollte (beides lehnte Smoot ab). Nach seinem Abschluss verdiente Anderson Geld mit dem Verkauf von Strickwaren und Unterwäsche. [[John C. Swensen]], Professor an der &amp;#039;&amp;#039;Brigham Young Academy&amp;#039;&amp;#039;, hatte ihn ermuntert, sich an der [[University of Chicago|Universität von Chicago]] für ein Soziologie-Studium zu bewerben, und entgegen seiner Erwartung wurde er tatsächlich von [[Albion Woodbury Small]] angenommen. [[Ernest Burgess]] erkannte nach einem Semester Andersons einzigartige Lebenserfahrung und organisierte die Mittel für eine Studie über Obdachlose in Chicago. Das Resultat war die inzwischen klassisch gewordene Schrift &amp;#039;&amp;#039;The Hobo. The Sociology of the Homeless Man&amp;#039;&amp;#039;, die ihm den [[Master]]-Abschluss einbrachte. Sie gilt als eine der ersten soziologischen Arbeiten, die die Methode der [[Teilnehmende Beobachtung|teilnehmenden Beobachtung]] verwendete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächsten Jahre verbrachte Anderson mit Lehraufträgen an der [[University of Washington|Universität von Washington]] in [[Seattle]] und an der [[The New School|New School for Social Research]] in [[New York City|New York]]. Im Alter von 40 Jahren wurde er mit einer Arbeit über die [[Slum|Verslumung]] von [[East Harlem]] an der [[New York University]] promoviert. In dieser Zeit hatte er [[Harry Hopkins]] kennengelernt, der unter dem New Yorker Gouverneur [[Franklin D. Roosevelt]] die Sozialhilfe-Maßnahmen während der [[Great Depression|Großen Depression]] koordinierte. Zunächst gründete er ein Zentrum für arbeitslose Seeleute; nach Roosevelts Wahl zum [[Präsident der Vereinigten Staaten|Präsidenten der Vereinigten Staaten]] wurde Anderson innerhalb der &amp;#039;&amp;#039;[[Federal Emergency Relief Agency]]&amp;#039;&amp;#039; für die Beziehungen zu den Gewerkschaften zuständig. In seiner Freizeit widmete er sich aber weiterhin der Forschung und schrieb &amp;#039;&amp;#039;Desert Saints&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wechselte Anderson in die &amp;#039;&amp;#039;[[War Shipping Administration]]&amp;#039;&amp;#039;, die vor allem auch neue Seeleute ausbilden sollte. Dort arbeitete er auf Posten am Persischen Golf, in Ägypten, Indien und in London. 1946 nahm er eine Stelle in der [[Office of Military Government for Germany (U.S.)|US-amerikanischen Militärregierung von Deutschland]] an und kam 1947 ins zerstörte Berlin. In einem ersten Projekt interviewte er Deutsche zum [[Judenfeindlichkeit#Der Begriff Antisemitismus|Antisemitismus]]. Bald wurde er jedoch damit beauftragt, Gewerkschaften zu etablieren, die frei von kommunistischem Einfluss sein sollten. Unter seiner Leitung wurden zwei Akademien aufgebaut und mehrere Forschungsprojekte – unter anderem in [[Darmstadt]] – durchgeführt. Nach sieben Jahren Arbeit für die [[Alliierte Hohe Kommission]] und das [[Außenministerium der Vereinigten Staaten]] wurde er frühzeitig in den Ruhestand versetzt, weil er in der [[McCarthy-Ära]] mit seinen Sympathien für Gewerkschaften als verdächtig galt. Schließlich kam er von 1953 bis 1962 als Leiter des [[UNESCO-Institut für Sozialwissenschaften|UNESCO-Instituts für Sozialwissenschaften]] in [[Köln]] unter. Ab 1963 lehrte er – inzwischen 75 geworden – an der [[Memorial University of Newfoundland|Memorial-Universität von Neufundland]] und an der [[University of New Brunswick|Universität von New Brunswick]], wo er den Fachbereich Soziologie begründete. Da er die Altersgrenze überschritten hatte, erhielt er jedoch keine Festanstellung mehr. 1977 – im Alter von 88 – setzte sich Nels Anderson schließlich zur Ruhe. Er starb als 97-Jähriger im Jahr 1986.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Hobo. The Sociology of the Homeless Man&amp;#039;&amp;#039;. University of Chicago Press, Chicago 1923 ([https://www.gutenberg.org/ebooks/67300 Project Gutenberg]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Urban Sociology&amp;#039;&amp;#039;. Knopf, New York 1928.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Men on the Move&amp;#039;&amp;#039;. University of Chicago Press, Chicago 1940.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Desert Saints&amp;#039;&amp;#039;. University of Chicago Press, Chicago 1942.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The American hobo. An autobiography&amp;#039;&amp;#039;. E. J. Brill, Leiden 1975.&lt;br /&gt;
* Raffaele Rauty (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;On Hobos and Homelessness (Heritage of Sociology Series)&amp;#039;&amp;#039;. University of Chicago Press, Chicago 1999, ISBN 978-0-226-01967-3.&lt;br /&gt;
* Allan Kent Powell (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nels Anderson&amp;#039;s World War I Diary&amp;#039;&amp;#039;. [[University of Utah]] Press, Salt Lake City 2013, ISBN 978-1-60781-255-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Footnotes, Bände 14-15,&amp;#039;&amp;#039; [[American Sociological Association]], 1986, S. 13.&lt;br /&gt;
* Roger A. Salerno: &amp;#039;&amp;#039;Sociology Noir. Studies at the University of Chicago in Loneliness, Marginality and Deviance, 1915–1935&amp;#039;&amp;#039;. McFarland &amp;amp; Company, Jefferson (North Carolina) und London 2007, ISBN 978-0-7864-2990-5, Kapitel: &amp;#039;&amp;#039;Nels Anderson an the Hobo&amp;#039;&amp;#039;, S. 119–142.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.unb.ca/fredericton/arts/departments/sociology/nelsanderson.html Andersond-Online-Biographie (University of New Brunswick)] (englisch)&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|10183831X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=10183831X|LCCN=n/50/21941|NDL=00551161|VIAF=46801667}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Anderson, Nels}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (New Brunswick)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertreter der Chicagoer Schule (Soziologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1986]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Anderson, Nels&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanischer Soziologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Juli 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Chicago]], USA&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Oktober 1986&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Fredericton]], [[New Brunswick]], Kanada&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonKatBot</name></author>
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