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	<title>Nekton - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T10:24:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nekton&amp;diff=19303&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: vorher richtig; &quot;halbes&quot; Anführungszeichen</title>
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		<updated>2025-07-23T16:04:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;vorher richtig; &amp;quot;halbes&amp;quot; Anführungszeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Heringsschwarm.gif|mini|Marines Nekton: Ein Schwarm [[Atlantischer Hering]]e (&amp;#039;&amp;#039;Clupea harengus&amp;#039;&amp;#039;) auf Wanderung zu den Laichplätzen in der Ostsee. Die hohe Geschwindigkeit kann über mehrere Tausend Kilometer durchgehalten werden. Einige Wissenschaftler sind der Meinung, dass die Fortbewegung in geschlossenen Gruppen eine Verringerung des Energieverbrauchs bewirkt.]]&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nekton&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (zu {{grcS|νηκτόν|nekton|de=das Schwimmende}}, ‚die Schwimmkraft‘&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Nehring und Ute Albrecht (1997): &amp;#039;&amp;#039;Benthos und das redundante Benthon: Neologismen in der deutschsprachigen Limnologie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lauterbornia.&amp;#039;&amp;#039; Heft 31, Dinkelscherben Dezember 1997, S. 17–30 ({{ZOBODAT |pfad=pdf/Lauterbornia_1997_31_0017-0030.pdf}}).&amp;lt;!-- {{Webarchiv|url=http://www.stefannehring.de/downloads/061_Nehring+Albrecht-1997_Lauterbornia-31_benthon.pdf |wayback=20160509040228 |text=E-Text (PDF-Datei; 212&amp;amp;nbsp;kB) |archiv-bot=2019-05-03 13:48:32 InternetArchiveBot }}--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;) versteht man die „Schwimmwelt“, d.&amp;amp;nbsp;h. die Gesamtheit der [[Pelagial|pelagischen]] Tiere in [[Ozean]]en und [[Binnengewässer]]n, die zu einer kontrollierten Horizontalbewegung fähig ist, also zu einem aktiven, strömungsunabhängigen Schwimmen. Das Adjektiv ist vom Wortstamm (&amp;#039;&amp;#039;nekt&amp;#039;&amp;#039;-) zu bilden und lautet daher korrekt „nektisch“, man findet aber ebenso, auch in wissenschaftlicher Literatur, die Form „nektonisch“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Terminus „Nekton“ wurde 1890 von [[Ernst Haeckel]] in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Plankton-Studien&amp;#039;&amp;#039; eingeführt, als Pendant zum Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Plankton]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aleyev&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung ==&lt;br /&gt;
Ein Gewässer lässt sich in verschiedene Lebensräume ([[Biotop]]e) gliedern: Das [[Benthal]], also den Boden- bzw. Uferbereich und die sich daran anschließende Zone des freien Wassers, das [[Pelagial]]. Die Bewohner des Pelagials lassen sich wiederum nach dem Grad an Eigenbeweglichkeit in zwei Gruppen einteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nekton stellt den einen Teil der Lebensgemeinschaft ([[Biozönose]]) im Pelagial, also dem ufer- und bodenfernen Bereich dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nekton stellt die überwiegende Zahl der [[Konsument (Ökologie)|Konsumenten]] oberster Ordnung des [[Nahrungskette|Nahrungsnetzes]] im jeweiligen [[Biotop]].&lt;br /&gt;
Manche Organismen, mehrheitlich im Meer, wechseln im Verlauf ihrer Entwicklung zwischen den Lebensräumen. Diese als [[Meroplankton]] bezeichneten Organismen gehören nur mit ihren pelagischen Driftstadien (Eier, Larven) dem Plankton an, später nehmen sie eine [[Benthos|benthische]] (beispielsweise Muscheln) oder nektische Lebensweise (bei vielen Fischarten) an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Den anderen Teil des Pelagials bilden die Lebewesen des Planktons, welche meist deutlich kleiner und daher schwächer sind. Parin nahm 1986 an, dass aktives Schwimmen unabhängig von Meeresströmungen eine Körpergröße von 15–30&amp;amp;nbsp;cm voraussetze.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aleyev&amp;quot; /&amp;gt; Kleinere Organismen sollten daher, sofern sie überhaupt dazu fähig sind, nur zu einer unwesentlichen Eigenbewegung in der Lage sein und somit zu keiner zielgerichteten horizontalen Fortbewegung. Die Annahme, die Körpergröße von etwa 15&amp;amp;nbsp;cm als Kriterium zur Unterscheidung einer Zugehörigkeit zu Plankton oder Nekton heranzuziehen, erwies sich jedoch aus zwei Gründen als ungeeignet:&lt;br /&gt;
# Auch sehr kleine Fische wie das [[Moderlieschen]] mit einer Körperlänge von nur 1,5&amp;amp;nbsp;cm können sich entgegen der Wasserströmung bewegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aleyev&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Das Plankton enthält auch Riesenformen ([[Megaplankton|Mega(lo)plankton]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufteilung mancher Tiere auf einen der beiden Lebensräume kann von ihrem Entwicklungsstadium abhängen, die als [[Larve]]n dem Plankton zuzuordnen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Jeffrey M. Leis: &amp;#039;&amp;#039;Are larvae of demersal fishes plankton or nekton?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Advances in Marine Biology&amp;#039;&amp;#039;, Band 51, 2006, S. 57–141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nektische Organismen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwimmender-Pinguin.jpg|mini|[[Humboldt-Pinguin]]e (&amp;#039;&amp;#039;Spheniscus humboldti&amp;#039;&amp;#039;) jagen im flachen Wasser vor der Westküste Südamerikas (Zoo-Aufnahme).]]&lt;br /&gt;
Neben den [[Wirbeltiere]]n (Fische, [[Meeressäuger]] und Reptilien sowie einige aquatische Vogelarten) haben nur zwei weitere [[Stamm (Biologie)|Stämme]], die [[Gliederfüßer]] (langschwänzige [[Zehnfußkrebse]] (Decapoda)) und die [[Weichtiere]] ([[Coleoidea]] ([[Kopffüßer]])) nektische Formen hervorgebracht. Das Größenspektrum reicht vom Zentimeterbereich – von Bedeutung ist hier besonders das so genannte [[Mikronekton]] von 2 bis 20&amp;amp;nbsp;cm – bis zum etwa 30&amp;amp;nbsp;m langen [[Blauwal]]. Die Fische des Süß- und Meerwassers nehmen innerhalb des Nektons eine dominierende Stellung ein. Sie bilden die artenreichste Gruppe ([[Taxon]]) und, gemeinsam mit den Kopffüßern, den größten Teil der [[Biomasse]] des Nektons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nekton ist außerordentlich divers und kommt in allen [[Klimazone]]n vor. Im Folgenden wird eine Übersicht mit Beispielen aus verschiedenen pelagischen Zonen und [[Biogeographie|zoogeographischen]] Regionen gegeben. Dabei ist zu beachten, dass Lebewesen als marin gelten, wenn sie sich überwiegend in Meeresumgebung aufhalten und zugleich Teil der marinen Nahrungskette sind. [[Eisbär]]en beispielsweise verbringen den Großteil ihres Lebens auf dem [[Meereis]]. Da sie zudem ausgezeichnete Schwimmer sind, zählen auch sie zum Nekton.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Meer ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Polar bear under water.jpg|mini|Tauchender Eisbär (Zoo-Aufnahme)]]&lt;br /&gt;
* Weichtiere (dibranchiate [[Kopffüßer]] ([[Coleoidea]]), beispielsweise das [[Perlboot]] &amp;#039;&amp;#039;Nautilus spec.&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Krebstiere (einige wenige Arten der zu den langschwänzigen [[Zehnfußkrebse]]n gehörenden [[Garnelen]] sind nektisch)&lt;br /&gt;
* Wirbeltiere&lt;br /&gt;
** [[Rundmäuler]] ([[Schleimaale]], [[Neunaugen]])&lt;br /&gt;
** Fische (Beispiele: [[Thunfisch]], [[Walhai]], [[Makrele]])&lt;br /&gt;
** Reptilien ([[Meeresschildkröten]], [[Seeschlangen]], [[Meerechse]], [[Leistenkrokodil|Salzwasserkrokodil]])&lt;br /&gt;
** Vögel (Beispiele: [[Pinguine]], [[Lummen]], [[Tölpel]])&lt;br /&gt;
** [[Meeressäuger]] ([[Wale]], [[Robben]], [[Seeotter]], [[Seekühe]], [[Eisbär]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In Binnengewässern ===&lt;br /&gt;
* Wirbeltiere&lt;br /&gt;
** [[Rundmäuler]] ([[Neunaugen|Bachneunauge]])&lt;br /&gt;
** Fische&lt;br /&gt;
** Amphibien&lt;br /&gt;
** Reptilien (Beispiele: aquatische [[Schildkröten]], [[Krokodile]])&lt;br /&gt;
** Vögel (Beispiele: [[Kormoran (Art)|Kormoran]], [[Eistaucher]])&lt;br /&gt;
** Säugetiere (Beispiele: [[Biber]], [[Otter]], [[Flussdelfin]]e und mehrere Arten eigentlicher [[Delfine]], die auch in Flüsse aufsteigen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anpassungen ==&lt;br /&gt;
Die meisten nektischen Arten sind räuberische [[Fleischfresser]]. Diese Lebensweise erfordert die Fähigkeit zur schnellen Fortbewegung und eine Reihe entsprechender [[Analogie (Biologie)|analoger]] Anpassungen, die sich bei den verschiedenen Taxa im Laufe ihrer Stammesgeschichte ([[Evolution]]) unabhängig voneinander entwickelten ([[Konvergenz (Biologie)|Konvergenz]]). Solche Anpassungen an schnelles Schwimmen stellt vor allem die Entwicklung eines stromlinienförmigen Körpers zur Reduzierung des Strömungswiderstandes und damit der [[Reibung]] dar. Für rasches Vorankommen haben Fische und Wale unpaarige [[Flosse]]n entwickelt (Schwanzflosse/[[Fluke]]), dazu eine stabilisierende (Rückenflosse/[[Finne (Flosse)|Finne]]) und paarige Brustflossen, die der Steuerung dienen. Bewohner des [[Benthal]]s, das [[Benthos]], sind hingegen oft langsamer, denn ihre Beute besteht vornehmlich aus sich ebenfalls langsam bewegenden oder am [[Substrat (Ökologie)|Substrat]] festsitzenden (sessilen) Organismen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Historische Untersuchungen der frühen [[Phanerozoikum|phanerozoischen]] marinen Diversität auf Gattungsebene zeigen eine explosive Ausweitung des Meereslebens bis zum späten [[Ordovizium]], gefolgt von einer Phase des erratischen Niedergangs, die bis zum Ende des [[Paläozoikum]]s andauert, während eine jüngere Analyse die Dauer dieser frühen Entfaltung des Lebens bis ins [[Devon (Geologie)|Devon]] vorverlegt. Im Devon ereignete sich eine „nektonische Revolution“, die erstmalige und rasche Besetzung des freien Wasserraums durch Tiere. Wahrscheinlich wurden bodenlebende und nektonische Lebensweisen gefördert durch die Konkurrenz innerhalb der besetzten benthischen Lebensräume sowie der Verfügbarkeit von reichlich vorhandener planktischer Nahrung.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Klug, Björn Kröger, Wolfgang Kiessling, Gary L. Mullins, Thomas Servais, Jiří Frýda, Dieter Korn, Susan Turner: &amp;#039;&amp;#039;The Devonian nekton revolution&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Lethaia&amp;#039;&amp;#039;, Band 43, Nr. 4, 2010, S. 465—477, {{doi|10.1111/j.1502-3931.2009.00206.x}} [https://doc.rero.ch/record/210208/files/PAL_E4307.pdf (PDF)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Ökosystem|Ökosystem See}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aleyev&amp;quot;&amp;gt;Yu G. Aleyev: &amp;#039;&amp;#039;Nekton&amp;#039;&amp;#039;. Springer Science &amp;amp; Business Media, 2012, ISBN 94-010-1324-1, ISBN 978-94-010-1324-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Limnologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meeresbiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebewesen – Ökologische Gruppe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
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