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	<title>Nektarium - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T05:55:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nektarium&amp;diff=279429&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Meloe: rev. Sprachlich verquaste und in der Sache entbehrliche Hinzufügung. Wenn man vorher schon Bescheid weiß, kann man sich zusammenreimen, was gemeint sein soll. Der Nektarsporn wird weiter unten schon besser erklärt.</title>
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		<updated>2023-09-27T14:53:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;rev. Sprachlich verquaste und in der Sache entbehrliche Hinzufügung. Wenn man vorher schon Bescheid weiß, kann man sich zusammenreimen, was gemeint sein soll. Der Nektarsporn wird weiter unten schon besser erklärt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:E milii2 ies.jpg|mini|220px|Florale Nektarien im [[Cyathium]] der &amp;#039;&amp;#039;[[Euphorbia milii]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Aconitum napellus3 ies.jpg|mini|Schnitt durch eine reale Blüte des [[Blauer Eisenhut|Blauen Eisenhut]]s (&amp;#039;&amp;#039;Aconitum napellus&amp;#039;&amp;#039;). Die [[Nektarblatt|Nektarblätter]] sind im großen helmförmigen Kelchblatt untergebracht. Zugänglich ist der Nektar nur für langrüsselige [[Hummeln|Hummelarten]]]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nektarium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Honigdrüse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nektardrüse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine [[Drüse (Botanik)|Saftdrüse]] bei [[Angiospermen|Blütenpflanzen]], die einen [[zucker]]haltigen Saft abscheidet, den [[Nektar (Botanik)|Nektar]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wagenitz&amp;quot;&amp;gt;[[Gerhard Wagenitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Botanik. Die Termini in ihrem historischen Zusammenhang.&amp;#039;&amp;#039; 2., erweiterte Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2003, ISBN 3-8274-1398-2, S.&amp;amp;nbsp;214 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Lage unterscheidet man &amp;#039;&amp;#039;florale&amp;#039;&amp;#039; Nektarien, die sich innerhalb oder an der [[Blüte]], und &amp;#039;&amp;#039;extraflorale&amp;#039;&amp;#039; Nektarien, die sich außerhalb der Blüte befinden. Nach ihrer Funktion unterscheidet man &amp;#039;&amp;#039;nuptiale&amp;#039;&amp;#039; Nektarien, die der Anlockung der [[Bestäubung|Bestäuber]] dienen, und &amp;#039;&amp;#039;extranuptiale&amp;#039;&amp;#039; Nektarien, die nicht der Anlockung der Bestäuber dienen. Ihr Nektar wird beispielsweise gerne von Insekten verspeist, welche die Pflanze vor Fraßfeinden schützen. Florale Nektarien sind meist auch nuptiale Nektarien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wagenitz&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
Nektargewebe ist durch kleine, plasmareiche [[Zelle (Biologie)|Zellen]] charakterisiert.&lt;br /&gt;
Meist besteht es aus mehreren Zellschichten und steht mit [[Leitbündel]]n in Verbindung, häufig allerdings nur mit dem [[Phloem]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die [[Epidermis (Pflanze)|Epidermis]] Teil des Nektargewebes, so wird der Nektar über die ganze Gewebefläche nach außen abgegeben und man spricht von einem &amp;#039;&amp;#039;Epithelnektarium&amp;#039;&amp;#039;. Gehört die Epidermis nicht zum Drüsengewebe, erfolgt die Abgabe des Nektars durch Saftspalten (die den [[Stoma (Botanik)|Spaltöffnungen]] [[Homologie (Biologie)|homolog]] sind), und die Nektarien werden &amp;#039;&amp;#039;mesophylläre Nektarien&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In manchen Pflanzensippen, wie den [[Dipsacales]], erfolgt die Nektarbildung durch einzellige [[Trichom|Haare]], die in ihrer Summe ein &amp;#039;&amp;#039;Trichomnektarium&amp;#039;&amp;#039; bilden. Mehrzellige Haare als Nektarbildner kommen etwa bei &amp;#039;&amp;#039;[[Adoxa]]&amp;#039;&amp;#039; oder den [[Malvengewächse]]n vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Leins: S.&amp;amp;nbsp;117–128.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nektarorgane ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wild Columbine.jpg|mini|Die [[Sporn (Botanik)|gespornten]] Nektarorgane von &amp;#039;&amp;#039;[[Aquilegia canadensis]]&amp;#039;&amp;#039; dienen zugleich auch der optischen Anlockung der Bestäuber]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;Nektarorgane&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Nektarblätter&amp;#039;&amp;#039; (Honigblätter) werden Organe (umgebildete Staub- oder Kronblätter) bezeichnet, die zur Nektarbildung und Nektardarbietung besonders morphologisch ausgestaltet sind. Sie können unterschiedliche Gestalt annehmen: tüten-, trichter-, schlauchförmig bei &amp;#039;&amp;#039;[[Helleborus]]&amp;#039;&amp;#039;, pfriemlich bei &amp;#039;&amp;#039;[[Trollius]]&amp;#039;&amp;#039;, flächig bis kronblattartig bei &amp;#039;&amp;#039;[[Ranunculus]]&amp;#039;&amp;#039;, als [[Sporn (Botanik)|Sporn]], Ausstülpung &amp;#039;&amp;#039;[[Aquilegia]]&amp;#039;&amp;#039; (Tüten mit Sporn). Oder in einem helmartigen Perigonblatt verborgen, wie bei &amp;#039;&amp;#039;[[Aconitum]]&amp;#039;&amp;#039;. Sie sind entweder mit oder ohne Schaufunktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kletro.jpg|mini|Nektarien an Blattstielen und Blüten]]&lt;br /&gt;
Die Nektarorgane der [[Hahnenfußgewächse]] stehen zwischen [[Blütenhülle]] und [[Androeceum]] und werden oft als den Staubblättern homolog angesehen. Dies ist jedoch nicht unwidersprochen,&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Leins: S.&amp;amp;nbsp;126.&amp;lt;/ref&amp;gt; sie werden auch mit Kronblättern homologisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wagenitz&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Neotropis|neotropischen]] Familie der [[Marcgraviaceae]] gibt es ähnlich aussehende Nektarorgane, die sich aber nicht in den Blüten befinden, sondern an der Blütenstandsachse oder an den Blütenstielen sitzen. Es handelt sich um die umgewandelten [[Tragblatt|Tragblätter]] der Blüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Florale Nektarien ==&lt;br /&gt;
Das Nektarium in einer Blüte kann in vielen Bereichen der Blüte gebildet werden. Die floralen Nektarien werden oft als Drüsenflächen(-schuppen), -erhebungen oder -haare und in Vertiefungen (Nektar-, Honiggrube, -grübchen, -löcher) ausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Perianth]] (Nektar-, Honigblätter): Beim [[Türkenbund]] (&amp;#039;&amp;#039;Lilium martagon&amp;#039;&amp;#039;) befinden sich die Nektarien an der Oberseite der [[Perigon]]blätter in einer mit Haaren überdeckten Nektarrinne (Honigfalte, -furche). Bei den [[Malven]] (&amp;#039;&amp;#039;Malva&amp;#039;&amp;#039;) sitzen sie an der Oberseite der [[Kelchblatt|Kelchblätter]], bei &amp;#039;&amp;#039;[[Adoxa]]&amp;#039;&amp;#039; an der Oberseite der [[Kronblatt|Kronblätter]]. Sie können auch als Nektar-, Honigschuppe wie bei [[Hahnenfuß]] (&amp;#039;&amp;#039;Ranunculus&amp;#039;&amp;#039;), an der Basis von zur Schau dienenden, petaloiden Nektarblättern ausgebildet sein, die sich hier zwischen den [[Blüte]]n- und Staubblättern befinden. Manchmal sind die Honigblätter aber auch nur klein und unscheinbar zwischen Kron- oder Staubblättern versteckt wie bei der [[Trollblume]]. Auch sind sie manchmal unscheinbar, also ohne Schaufunktion, wie bei der [[Nieswurz]] und dem [[Eisenhut]]. Bei den &amp;#039;&amp;#039;[[Adonisröschen|Adonis]]&amp;#039;&amp;#039; ist die Nektarproduktion sekundär reduziert, die Honigblätter dienen hier nur der Schau, weil die Perigonblätter reduziert sind. Sie können auch in einem Sporn liegen, eine hohle Aussackung im Bereich der Blüte. Bei &amp;#039;&amp;#039;[[Delphinium]]&amp;#039;&amp;#039; sind die Nektarien im abstehenden Sporn des einen Kronblatts verborgen. Es kann auch ein abstehender &amp;#039;&amp;#039;Nektarsporn&amp;#039;&amp;#039; ausgebildet werden, wie bei &amp;#039;&amp;#039;[[Consolida regalis]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Aquilegia&amp;#039;&amp;#039;. Der Nektarsporn kann der Schaufunktion dienen.&lt;br /&gt;
** Einige Pflanzen besitzen &amp;#039;&amp;#039;postflorale Nektarien&amp;#039;&amp;#039;, die noch lange nach dem Verwelken der Blüte funktionieren und z.&amp;amp;nbsp;B. Ameisen anlocken, um bei den Pflanzen die [[Samenausbreitung|Samenverbreitung]] zu unterstützen.&amp;lt;ref&amp;gt;S. W. Nicolson, M. Nepi, E. Pacini: &amp;#039;&amp;#039;Nectaries and Nectar.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 2007, ISBN 978-1-4020-5936-0, S.&amp;amp;nbsp;32–43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Androeceum]]: Beim [[Krokusse|Krokus]] (&amp;#039;&amp;#039;Crocus&amp;#039;&amp;#039;) sitzen sie an der Außenseite der [[Staubfaden]]basis (Filament- oder Stamennektarien), bei den [[Leingewächse]]n an Staubfadenanhängseln. Bei einigen [[Hahnenfußgewächse]]n sind die ganzen [[Staminodium|Staminodien]] zu Nektarien umgewandelt (Staminodialnektarien).&lt;br /&gt;
* [[Gynoeceum]]: Hier können &amp;#039;&amp;#039;Septalnektarien&amp;#039;&amp;#039;, Scheidewandnektarien; eingesenkte Nektarien an den Berührungsflächen benachbarter Karpelle ([[Fruchtblatt|Fruchtblätter]]) mit einem Ausführungsgang nach außen, ausgebildet werden. Auch können außen am [[Fruchtknoten]] Nektarien vorhanden sein. Auch [[Narbe (Botanik)|Narben]] können Nektar abscheiden. Am [[Griffel (Botanik)|Griffel]]polster können ebenfalls Nektarien vorkommen. Ebenfalls an Pistilloden, reduzierten [[Stempel (Botanik)|Stempeln]].&lt;br /&gt;
* [[Blütenachse]] ([[Diskus (Botanik)|Diskus]]) (Diskusnektarien): Etwa als ringförmige, sezernierende Erhebung, Verdickung zwischen Androeceum und Gynoeceum (intrastaminaler Diskus) in den Gattungen &amp;#039;&amp;#039;[[Calystegia]], [[Citrus (Gattung)|Citrus]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Ruta (Gattung)|Ruta]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Extraflorale Nektarien ==&lt;br /&gt;
Extraflorale Nektarien befinden sich außerhalb der Blüten, etwa an Laubblättern z.&amp;amp;nbsp;B. in den Winkeln von Blattrippen oder am Blattrand, an der Rachis bei gefiederten Blättern, an Blattstielen (z.&amp;amp;nbsp;B. bei &amp;#039;&amp;#039;Prunus&amp;#039;&amp;#039;) oder an [[Nebenblatt|Nebenblättern]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Wicken (Vicia)|Wicken]]), sie können aber auch an Zweigen oder an Früchten vorkommen. Meist stehen sie nicht im Zusammenhang mit der Bestäubung, sind also extranuptial. Ausnahmen sind etwa die Nektarien der [[Euphorbien]], die zwar außerhalb der stark reduzierten Blüten sitzen, aber Teil der [[Pseudanthium|Pseudanthien]] sind und eindeutig der Bestäubung dienen. Die extrafloralen Nektarien dienen den Pflanzen oft zur Anlockung von Insekten, die sie vor Fraßfeinden schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pseudonektarien ==&lt;br /&gt;
Pseudonektarien sind oft glitzernde Haare oder trockene bis feuchte Organe und Flächen, die für Insekten attraktiv sind und diese so anlocken.&amp;lt;ref&amp;gt;Pat Willmer: &amp;#039;&amp;#039;Pollination and Floral Ecology.&amp;#039;&amp;#039; Princeton University Press, 2011, ISBN 978-0-691-12861-0, S.&amp;amp;nbsp;528 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Leins: &amp;#039;&amp;#039;Blüte und Frucht. Morphologie, Entwicklungsgeschichte, Phylogenie, Funktion, Ökologie.&amp;#039;&amp;#039; E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 2000, ISBN 3-510-65194-4, S. 117–128.&lt;br /&gt;
* [https://cms.uni-konstanz.de/fileadmin/biologie/ag-doerken/pdf/Bestimmungs%C3%BCbungen/Ranunculaceae.pdf Veit M. Dörken: &amp;#039;&amp;#039;Ranunculaceae – Hahnenfußgewächse (Ranunculales)&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 1,5&amp;amp;nbsp;MB), auf cms.uni-konstanz.de, abgerufen am 8. Februar 2018.&lt;br /&gt;
* Russell F. Mizell: &amp;#039;&amp;#039;Many Plants Have Extrafloral Nectaries Helpful to Beneficials.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;EDIS.&amp;#039;&amp;#039; University of Florida, No. 9, 2004, [[doi:10.32473/edis-in175-2004]], [https://www.researchgate.net/publication/237204953 online] auf researchgate.net.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Nectaries|Nektarien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blüte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blatt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Meloe</name></author>
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