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	<title>Nehalennia - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T15:05:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nehalennia&amp;diff=527178&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DerMaxdorfer: Literaturangaben vervollständigt; Weblink entfernt, der nicht einmal eine Artikelvorschau bietet</title>
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		<updated>2025-07-26T13:56:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Literaturangaben vervollständigt; Weblink entfernt, der nicht einmal eine Artikelvorschau bietet&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert die germanische Göttin – &amp;#039;&amp;#039;Nehalennia&amp;#039;&amp;#039; ist auch eine [[Libellen]]gattung sowie der Asteroid [[(2462) Nehalennia]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Nehalennia.jpg|mini|Weiherelief der Nehalennia aus Domburg&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|13|8788}}. Heute teilweise zerstört im Zeeuws Museum Middelburg Inv. G 3224, Abbildung nach L. J. F. Janssen: &amp;#039;&amp;#039;De Romeinsche Beelden en Gedenksteenen van Zeeland.&amp;#039;&amp;#039; Leiden 1845, Taf. 14, 26a.&amp;lt;/ref&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nehalennia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine germanische Göttin, die im zweiten und dritten Jahrhundert von römischen, keltischen und germanischen Einwohnern im Gebiet der niederländischen [[Schelde]]mündung verehrt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Domburg 1655 – Nehalennia Tempel.jpeg|mini|Kartenausschnitt von Domburg mit dem Nehalennia-Tempel nach [[Nicolaes Visscher I]] von 1655]]&lt;br /&gt;
[[Datei:WLANL - mystic mabel - Voltarief van de Godin Nehalennia 150-250 na Chr. (1).jpg|mini|Votivstein der Nehalennia in einer [[Ädikula]] aus der Oosterschelde geborgen. Leiden, Rijksmuseum van Oudheden Inv. i 1970/12.3, Leihgabe im Zeeuws Museum Middelburg&amp;lt;ref&amp;gt;{{AE|1973|363}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
Nehalennia wurde durch Darstellungen auf etwa 25 [[Weihestein|Votivsteinen]] bekannt, die 1647 bei [[Domburg]] auf der Halbinsel [[Walcheren]] gefunden wurden. Etwa 25&amp;amp;nbsp;km nordöstlich von Domburg wurden nach 1970 aus der [[Oosterschelde]] in Höhe des Ortes [[Colijnsplaat]] über 100 [[Votivgabe]]n in Form von Statuen und Statuetten und Weihesteinen der Göttin geborgen. An beiden Fundstellen hatte ein Tempel gestanden. Auf den Bilddenkmälern findet sich Nehalennia sitzend oder stehend. Die Darstellungsweise entspricht der der Muttergöttinnen ([[Matronen]]) im Rheinland. Im Gegensatz zu diesen trägt sie eine [[Pelerine]] und hat einen Hund bei sich. Gelegentlich ist sie als [[Galionsfigur]] am [[Bug (Schiffbau)|Bug]] von Schiffen abgebildet, wurde aber auch mit einem Fruchtkorb dargestellt. Zwei der [[Weihestein]]e enthalten Inschriften, aus denen hervorgeht, dass es Kaufleute und Schiffer des Englandhandels waren, die die Steine aufgestellt hatten. Die Inschriften sind in lateinischer Sprache gehalten. Viele [[Dedikant]]en sind römische Bürger. Der [[Decurio (Kommunalverwaltung)|Decurio]] Q. Phoebius Hilarus aus [[Nijmegen]] stiftete einen Altar vor Beginn einer Fahrt (&amp;#039;&amp;#039;pro mercibus bene conservandis&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;{{AE|1975|630}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; und einen nach der Rückkehr (&amp;#039;&amp;#039;ob merces suas bene conservatas&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;{{AE|1975|646}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Es finden sich auch keltische und germanische Namen. Durch Zeitangaben in einigen Inschriften lässt sich der Tempelbetrieb an den beiden Fundorten in die Zeit zwischen 188 und 227 datieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Inhalten des Kapitels „Geschichte“ siehe {{RGA|21|64|65|Nehalennia|P. Stuart}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund und Identifizierung mit anderen Gottheiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man deutet Nehalennia als eine Göttin der Fruchtbarkeit und der Schifffahrt. Ellmers hält sie für eine „zweifelsfrei germanische“ Göttin der Schifffahrt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;elmers&amp;quot; /&amp;gt; Ein Teil der Wissenschaft geht davon aus, dass es sich um eine germanische Gottheit handelt, und deutet den Namen als „Die das Wasser nahe hat“, die also am Ufer wohnt. Wahrscheinlich steht der Name jedoch mit Nebel in Verbindung (idg. &amp;#039;&amp;#039;nebh&amp;#039;&amp;#039; ‚Nässe, Feuchtigkeit‘; &amp;#039;&amp;#039;hel&amp;#039;&amp;#039; ‚verhehlen, verhüllen‘). Der zweite Namensbestandteil &amp;#039;&amp;#039;-lennia&amp;#039;&amp;#039; könnte mit gotisch &amp;#039;&amp;#039;linnan&amp;#039;&amp;#039; (verschwinden, weggehen) in Verbindung stehen. Nehalennia würde daher „die im Nebel Verschwindende“ bedeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin scheint Nehalennia, welche oft mit Mantel und einem Hund oder Wolf dargestellt wird, auch die Göttin der Unterwelt gewesen zu sein. Verbindungen bestehen daher wohl zur nordischen Totengöttin [[Hel (Mythologie)|Hel]] (siehe auch [[Niflhel]]) und zur deutschen Gestalt der [[Frau Holle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der frühere Vorschlag, Nehalennia mit [[Isis]] zu identifizieren, die nach [[Tacitus]]&amp;lt;ref&amp;gt;Tacitus, &amp;#039;&amp;#039;[[Germania (Tacitus)|Germania]]&amp;#039;&amp;#039; Kap. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; von den [[Sueben]] verehrt wurde, wird heute nicht mehr weiterverfolgt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;neumann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Datei:Nehalennia Sculpture Domburg.jpg|Nehalennia-Skulptur in Domburg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museen ==&lt;br /&gt;
Die Reliefs aus Domburg wurden in der reformierten Kirche von Domburg untergebracht, wo ein großer Teil 1848 bei einem Feuer vernichtet wurde. Die geretteten Altfunde befinden sich heute im Zeeuws Museum in [[Middelburg]] und im Rijksmuseum van Oudheden in Leiden. Die Fundstücke von 1970 werden heute im &amp;#039;&amp;#039;[[Rijksmuseum van Oudheden]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Leiden (Stadt)|Leiden]] aufbewahrt. Im &amp;#039;&amp;#039;Maritiem Museum&amp;#039;&amp;#039; in [[Zierikzee]] widmete sich 1990 eine kleine Ausstellung der Göttin Nehalennia. Fünf Votivaltare waren ausgestellt, die 1970 aus der Oosterschelde geborgen wurden. Das Modell eines der Nehalennia geweihten Tempels war ebenfalls zu sehen: In Colijnsplaat im Hafengelände wurde eine Nachbildung eines solchen römischen Tempels in Originalgröße gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Audrey Ferlut: &amp;#039;&amp;#039;The Cult of Nehalennia in Colijnsplaat during the Roman Empire: Merchants transferring Urban Ritual Practices to an Outpost on the North Sea.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Susanne Rau]], [[Jörg Rüpke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Religion and Urbanity Online.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/Boston 2023 ([https://doi.org/10.1515/urbrel.23149233 Online-Publikation, Open Access]).&lt;br /&gt;
* {{RE|XVI,2|2177|2182|Nehalennia|[[Fritz Moritz Heichelheim|Fritz Heichelheim]]|}}&lt;br /&gt;
* [[Ada Hondius-Crone]]: &amp;#039;&amp;#039;The Temple of Nehalennia at Domburg.&amp;#039;&amp;#039; J. M. Meulenhoff, Amsterdam 1955.&lt;br /&gt;
* {{Roscher|3,1|76|86|Nehalennia|[[Max Ihm]]}}&lt;br /&gt;
* {{LIMC|6|716|719|Nehalennia|Didier Martens}}&lt;br /&gt;
* Bernard Mees: &amp;#039;&amp;#039;Nehalennia and the Marsaci.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik]].&amp;#039;&amp;#039; Band 83, 2023, S. 1–25.&lt;br /&gt;
* {{RGA|21|61|65|Nehalennia|[[Günter Neumann (Philologe)|Günter Neumann]], Petrus J. Stuart}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Simek]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der germanischen Mythologie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X, S. 280–281.&lt;br /&gt;
* {{DNP|8|786|787|Nehalennia|[[Wolfgang Spickermann]]}}.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Spickermann: &amp;#039;&amp;#039;Religion an der Nordseeküste: Dea Nehalennia.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Kai Ruffing]], [[Armin Becker]], [[Gabriele Rasbach]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kontaktzone Lahn. Studien zum Kulturkontakt zwischen Römern und germanischen Stämmen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Philippika.&amp;#039;&amp;#039; Band 38). Harrassowitz, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-447-06249-7, S. 127–138.&lt;br /&gt;
* [[Bernardus Hendrikus Stolte|B. H. Stolte]]: &amp;#039;&amp;#039;Die religiösen Verhältnisse in Niedergermanien.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfgang Haase (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Aufstieg und Niedergang der römischen Welt]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. II 18, 1 &amp;#039;&amp;#039;Religion (Heidentum: Die religiösen Verhältnisse in den Provinzen)&amp;#039;&amp;#039;. Walter de Gruyter, Berlin/New York 1986, ISBN 3-11-010050-9, S. 591–671.&lt;br /&gt;
* Petrus J. Stuart, [[Julianus Egidius Bogaers|J. E. Bogaers]]: &amp;#039;&amp;#039;Nehalennia. Römische Steindenkmäler aus der Oosterschelde bei Colijnsplaat&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Collections of The National Museum of Antiquities at Leiden.&amp;#039;&amp;#039; Band 11; = &amp;#039;&amp;#039;[[Corpus Signorum Imperii Romani]] Nederland.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Rijksmuseum van Oudheden, Leiden 2001, ISBN 90-6255-046-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Nehalennia (goddess)|Nehalennia}}&lt;br /&gt;
* {{LiviusNeu|religion|nehalennia|||Nehalennia}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Homepage&lt;br /&gt;
   |url=http://www.nehalennia-tempel.nl/&lt;br /&gt;
   |titel=Nehalennia Tempel: Zeuuws-Romeins verleden herleeft&lt;br /&gt;
   |werk=nehalennia-tempel.nl&lt;br /&gt;
   |hrsg=Stichting monument Nehalennia&lt;br /&gt;
   |zugriff=2013-08-28&lt;br /&gt;
   |sprache=nl&lt;br /&gt;
   |kommentar=2005–2013}}&lt;br /&gt;
* [http://www.zeeuwsmuseum.nl/museum/collectie/topstukken/votiefsteen Nehalennia-Relief im Zeeuws Museum in Middelburg]&lt;br /&gt;
* [http://edh-www.adw.uni-heidelberg.de/inschrift/suche?hd_nr=&amp;amp;provinz=&amp;amp;land=&amp;amp;fo_antik=&amp;amp;fo_modern=&amp;amp;literatur=&amp;amp;dat_jahr_a=&amp;amp;dat_jahr_e=&amp;amp;atext1=Nehalennia&amp;amp;bool=AND&amp;amp;atext2=&amp;amp;sort=hd_nr&amp;amp;anzahl=20 Inschriften in der Epigraphische Datenbank Heidelberg]&lt;br /&gt;
* [https://gams.uni-graz.at/context:fercan.dce.nehalennia/sdef:Context/get?context=context:fercan.dce!context:fercan.dce.nehalennia Einträge im F.E.R.C.A.N Projekt: „Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elmers&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Detlev Ellmers]]&lt;br /&gt;
 |Hrsg=Heinrich Beck, Detlev Ellmers, Kurt Schier&lt;br /&gt;
 |Titel=Die archäologischen Quellen zur germanischen Religionsgeschichte&lt;br /&gt;
 |Sammelwerk=Germanische Religionsgeschichte – Quellen und Quellenprobleme&lt;br /&gt;
 |Reihe=Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde&lt;br /&gt;
 |Band=Band&amp;amp;nbsp;5&lt;br /&gt;
 |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
 |Datum=1992&lt;br /&gt;
 |ISBN=&lt;br /&gt;
 |Seiten=95–117, hier S.&amp;amp;nbsp;105}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;neumann&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{RGA|21|61|64|Nehalennia|[[Günter Neumann (Philologe)|Günter Neumann]]}} Hier: S.&amp;amp;nbsp;62.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123420474|VIAF=45208161}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weibliche Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanische Gottheit als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DerMaxdorfer</name></author>
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