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	<title>Negev - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Bertramz: Änderung 261233315 von ~2025-31114-03 nochmals rückgängig gemacht; keine eigenen Berechnungen, täuscht falsche Genauigkeit vor, das sind ungefähre Zahlen, vgl. :en:Negev#Geography. 60 %: https://www.britannica.com/place/Negev</title>
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		<updated>2025-11-04T08:27:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/261233315&quot; title=&quot;Spezial:Diff/261233315&quot;&gt;261233315&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-31114-03&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-31114-03&quot;&gt;~2025-31114-03&lt;/a&gt; nochmals rückgängig gemacht; keine eigenen Berechnungen, täuscht falsche Genauigkeit vor, das sind ungefähre Zahlen, vgl. &lt;a href=&quot;http://192.168.1.62:8083/index.php/Negev#Geography&quot; class=&quot;extiw&quot; title=&quot;en:Negev&quot;&gt;en:Negev#Geography&lt;/a&gt;. 60 %: https://www.britannica.com/place/Negev&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die Wüste. Zum Maschinengewehr siehe [[IMI Negev]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Negev-2005-1.JPG|mini|hochkant=1.5|Wüste Negev]]&lt;br /&gt;
Die [[Wüste]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Negev&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, kurz der (oder die) Negev, auch der (oder die) &amp;#039;&amp;#039;Negeb&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|נֶגֶב|modern=1|de=Süden (Israels), Südland}}; {{arS|النقب&amp;amp;lrm;|an-Naqb}}), nimmt mit etwa 12.000 km² rund 60 Prozent des Staates [[Israel]] ein. Die [[Indigene Völker|indigenen]] Einwohner des Negev sind [[Beduinen]]. Etwa zehn Prozent der israelischen Bevölkerung lebt im Negev.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städte ==&lt;br /&gt;
Die größte Stadt des annähernd dreieckigen Gebiets ist [[Beʾer Scheva]], die Hauptstadt des Distrikts Negev (etwa 190.000 Einwohner). Etwa in der Mitte des Negev liegt [[Mitzpe Ramon]] am Rand des Kraters [[Maktesch Ramon]]. Die südliche Spitze endet in den Städten [[Eilat]] auf israelischer und [[Aqaba]] auf jordanischer Seite. Südöstlich Beʾer Schevas liegt die Stadt [[Dimona]] mit dem [[Atomreaktor]] am [[Kernforschungszentrum Negev]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Städte des Negev sind [[Kirjat Gat|Qirjat Gat]], [[Sderot]], [[Netiwot|Netivot]], [[Ofakim|Ofaqim]], [[Arad (Israel)|ʿArad]], [[Jerocham]], [[Rahat]], [[Omer (Israel)|ʿOmer]], [[Lehawim|Lehavim]], [[Meitar]], [[Tel Scheba]], [[Ar’ara BaNegev|ʿArʿara baNegev]], [[Kuseife]], [[Segev Schalom]], [[Hura]] und [[Laqiye]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Einteilung und Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
[[Datei:WV Negev &amp;amp; Southern Judean Mountains &amp;amp; southern Judean Desert regions in Israel.png|mini|Negev (rot), Israels Teile der [[Judäisches Bergland|Judäischen Berge]] (pink) und der [[Judäische Wüste|Judäischen Wüste]] (rosa) auf einer Karte des Staates]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Negev wird im Osten von der [[Arava]]-Senke und im Norden von der Linie [[Gaza (Stadt)|Gaza]]–[[En Gedi]] am [[Totes Meer|Toten Meer]] begrenzt. Im Westen gilt die Grenze Israels zu [[Ägypten]] und die Grenze zum [[Gazastreifen]] als Begrenzung, da der kontinuierliche Übergang zum [[Sinai-Halbinsel|Sinai]] keine natürlichen Anhaltspunkte für eine Begrenzung bietet. Im Norden und Westen ist der Negev als staubige und teilweise [[löss]]bedeckte Ebene ausgebildet, im Süden zeigt er sich jedoch wesentlich abwechslungsreicher und ist von [[Gebirge]]n, [[Tal|Tälern]] und [[Erosion (Geologie)|Erosionskratern]] durchzogen; der größte und bekannteste ist der Krater [[Machtesch Ramon]]. Wenn es im Winter und Frühjahr zu Regenfällen kommt, verwandeln sich die ausgetrockneten [[Wadi]]s in Sturzbäche, und die Wüste erblüht für kurze Zeit. Höchster Berg ist der [[Har Ramon]] mit {{Höhe|1035|IL|link=1}}. Etwa 25&amp;amp;nbsp;km nördlich von Eilat liegt der Nationalpark [[Timna (Israel)|Timna]], das Gebiet der antiken (3000 v. Chr.), noch bis ins 20. Jahrhundert ausgebeuteten Kupferminen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wüste Negev ist ein Teil des [[Wüste]]ngürtels, der sich vom [[Atlantischer Ozean|Atlantischen Ozean]] bis nach [[Indien]] erstreckt und der klimatologisch betrachtet wegen der Existenz der [[Hadley-Zelle]] entsteht. Sie gilt als der am längsten – seit etwa 1,8 Millionen Jahren – unveränderte sichtbare Teil der Erdoberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Judäische Wüste]] wird fälschlicherweise oft als Teil des Negevs betrachtet. Die Judäische Wüste ist jedoch eine [[Regenschatten]]wüste, die Negevwüste eine [[Trockenwüste]]. Die imaginäre Grenze der beiden Wüsten verläuft ungefähr in ost-westlicher Richtung nördlich von [[Arad (Israel)|ʿArad]] (es existieren verschiedene Interpretationen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nördliche Abgrenzung zum Hügelland [[Schefela]] ist fließend. Je nach Definition beginnt der Negev bei [[Kirjat Malachi|Qirjat Malʾachi]] oder erst bei [[Kirjat Gat|Qirjat Gat]]. Das liegt daran, dass die bewässerte Landwirtschaft die Nordgrenze der Negevwüste in den letzten Jahrzehnten um dutzende Kilometer nach Süden verschoben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nördlichen Negev beträgt die jährliche Niederschlagsmenge noch 350–400&amp;amp;nbsp;mm. Diese Niederschlagsmenge ermöglicht die Existenz weitläufiger, gepflanzter Nadelwälder, wie des [[Lahavwald]]s oder des [[Yatirwald|Jattirwalds]], die zu den größten in Israel zählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederschlagsmenge bei Beʾer Scheva beträgt bereits 200&amp;amp;nbsp;mm jährlich. Zwischen Beʾer Scheva und [[Sde Boker]] ist das Landschaftsbild von einer Trockensteppe geprägt, südlich davon beginnt eine Extremwüste. [[Eilat]] erhält jährlich etwa 30&amp;amp;nbsp;mm Regen, mit starken jährlichen Schwankungen. So sind niederschlagslose Jahre keine Seltenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niederschläge im Negev haben zwei Entstehungsmöglichkeiten: Entweder wird der Regen von den südlichen Ausläufern einer über dem Mittelmeer herziehenden [[Front (Meteorologie)|Front]] generiert (nur in den Wintermonaten) oder von einem [[Tiefdruckkeil]] vom [[Rotes Meer|Roten Meer]], der in den Übergangsjahreszeiten zum Teil heftige Gewitter verursachen kann (selten). In Eilat ist die zweite Regenvariante die übliche, während in Beʾer Scheva die erste von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tierwelt ==&lt;br /&gt;
Typische größere Säugetiere des Negev sind [[Nubischer Steinbock|Nubische Steinböcke]]. Darüber hinaus wurden [[Asiatischer Esel|Asiatische Halbesel]] und [[Arabische Oryx]]antilopen ausgewildert, die einst dort heimisch waren. Die Halbesel leben im Gebiet des [[Machtesch Ramon|Ramon Canyon]] und in der [[Arava]]-Senke. Als Besonderheit leben in der Wüste Negev noch einige Exemplare des seltenen Arabischen Leoparden.&amp;lt;ref&amp;gt;Inbar Perez, Eli Geffen, Ofer Mokady: &amp;#039;&amp;#039;Critically Endangered Arabian leopards Panthera pardus nimr in Israel: estimating population parameters using molecular scatology.&amp;#039;&amp;#039; Oryx (2006), 40:3:295–301 [http://journals.cambridge.org/action/displayAbstract?fromPage=online&amp;amp;aid=467935%20 online].&amp;lt;/ref&amp;gt; Als weitere große Räuber kommen darüber hinaus [[Streifenhyäne]]n&amp;lt;ref&amp;gt;J. C. Kerbis-Peterhans, L. K. Horwitz: “A bone assemblage from a striped hyaena (&amp;#039;&amp;#039;Hyaena hyaena&amp;#039;&amp;#039;) den in the Negev Desert, Israel.” In: &amp;#039;&amp;#039;Israel Journal of Zoology&amp;#039;&amp;#039; [ISR. J. ZOOL.] Band 37, Nr. 4, 1992, S. 225–245, {{Webarchiv |url=http://md1.csa.com/partners/viewrecord.php?requester=gs&amp;amp;collection=ENV&amp;amp;recid=2809157&amp;amp;q=Striped+Hyena+negev&amp;amp;uid=788191437&amp;amp;setcookie=yes |text=csa.com |wayback=20111204095600  }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Arabischer Wolf|Arabische Wölfe]] vor. Die Tiere sind heute geschützt, weshalb sich insbesondere die Bestände des Wolfs erholen konnten. Im Jahr 1999 lebten im Negev etwa 90 bis 160 der grauen Räuber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CWC&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reuven Hefner, Eli Geffen: &amp;#039;&amp;#039;Group Size and Home Range of the Arabian Wolf (Canis lupus) in Southern Israel&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Mammalogy&amp;#039;&amp;#039;, Volume 80, Issue 2, 20 May 1999, Pages 611–619, {{DOI|10.2307/1383305}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Negevwüste kommen zwei Gazellenarten vor. Die [[Dorkasgazelle]] ist relativ häufig und kam im Jahr 1985 mit über 1.000 Tieren im südlichen Negev vor. Weitaus seltener ist die [[Edmigazelle]], deren Bestand im gleichen Jahr nur noch 27 Tiere umfasste.&amp;lt;ref&amp;gt;Yoram Yom-Tov: “The numerical status of Gazella dorcas and Gazella gazella in the Southern Negev Desert, Israel”. In: &amp;#039;&amp;#039;Biological Conservation&amp;#039;&amp;#039;. Band 40, Nr. 4, 1987, S. 245–253, [[doi:10.1016/0006-3207(87)90118-2]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bestand der Dorkasgazelle blieb seither stabil. Die Art kommt etwa im Gebiet des [[Machtesch Ramon]] lokal in relativ hoher Bestandsdichte vor.&amp;lt;ref&amp;gt;M. J. Lawes, R. F. Nanni: “The density, habitat use and social organisation of Dorcas Gazelles (Gazella dorcas) in Makhtesh Ramon, Negev Desert, Israel”. In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Arid Environments.&amp;#039;&amp;#039; 24, 1993, S.&amp;amp;nbsp;177–196, [[doi:10.1006/jare.1993.1016]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Wüste Negev beherbergt die [[Ägyptische Landschildkröte]] (&amp;#039;&amp;#039;Testudo kleinmanni&amp;#039;&amp;#039;), eine vom Aussterben bedrohte Schildkrötenart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Nomaden ===&lt;br /&gt;
Der Negev wurde vor 4.000 bis 7.000 Jahren zuerst von Nomaden bewohnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shahinp459&amp;quot;&amp;gt;Mariam Shahin: &amp;#039;&amp;#039;Palestine. A Guide.&amp;#039;&amp;#039; Interlink Books, Northampton Mass. 2005, ISBN 1-56656-557-X.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Finkelstein&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal|author=Israel Finkelstein, Avi Perevolotsky|title=Processes of Sedentarization and Nomadization in the History of Sinai and the Negev|journal=Bulletin of the American Schools of Oriental Research|issue=279|pages=67–88|date=1990-08|language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Erste Siedlungen ([[Gilat]]) entstanden in der Kupfersteinzeit. In der [[Mittlere Bronzezeit|Mittleren Bronzezeit]] nahm die Siedlungstätigkeit insbesondere im nördlichen Negev erheblich zu. Diese Entwicklung wird mit dem zunehmenden Kupferhandel zwischen der [[Levante]] und Ägypten in Verbindung gebracht. Darauf deutet auch ein archäologisch nachweisbarer Rückgang der Siedlungsaktivitäten während der [[Erste Zwischenzeit]] in Ägypten hin. Sowohl Abbau als auch Verarbeitung von Kupfer sind in dieser Region nachweisbar. Die schlechten Klimabedingungen für die Landwirtschaft, geringe Funde von architektonischen Belegen für Ackerbau und Viehhaltung sowie zahlreiche Tonscherben geografisch fernen Ursprungs lassen auf einen umfangreichen Import von Lebensmitteln schließen.&amp;lt;ref&amp;gt;Susan L. Cohen: “The Negev in the Intermediate Bronze Age: Questions of Subsistence, Trade, and Status” In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Ancient Near Eastern History.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 9, Nr. 2, 2022, S. 223, 226, 229, {{DOI|10.1515/janeh-2021-0012}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Amalekiter]] und [[Edom]]iter sind für 2000 v. Chr. belegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shahinp459&amp;quot; /&amp;gt; Im 14. Jahrhundert v. Chr. wurde aus [[Ägypten]] kommend das Wissen zur Förderung und Verarbeitung von Kupfer im Gebiet des Negev sowie auf dem [[Sinai-Halbinsel|Sinai]] übernommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shahinp459&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tebes&amp;quot;&amp;gt;J. M. Tebes: [http://www.uca.edu.ar/esp/sec-ffilosofia/esp/docs-institutos/s-cehao/otras_public/tebes_monog_sbl.pdf &amp;#039;&amp;#039;Centro y periferia en el mundo antiguo. El Negev y sus interacciones con Egipto, Asiria, y el Levante en la Edad del Hierro (1200–586 A.D.)&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 5,3&amp;amp;nbsp;MB), (=Ancient Near East Monographs; Band 1. Society of Biblical Literature), CEHAO, Buenos Aires 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Israeliten und Nabatäer ===&lt;br /&gt;
Durch Ausbau der Kupferminen im 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v. Chr. konnte sich Beʾer Scheva als regionaler Handelsplatz während des Aufstiegs der Assyrer etablieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shahinp460&amp;quot;&amp;gt;Mariam Shahin: &amp;#039;&amp;#039;Palestine. A Guide.&amp;#039;&amp;#039; Interlink Books, Northampton Mass. 2005, ISBN 1-56656-557-X.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischen 1020 und 928&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. sind auch kleine jüdische Ortschaften um die Stadt herum nachgewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shahinp460&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ankunft der [[Nabatäer]] im 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v. Chr. und deren Entwicklung und Ausbau der Bewässerungssysteme konnten sich mindestens fünf städtische Zentren entwickeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shahinp460&amp;quot; /&amp;gt; Die Nabatäer schöpften ihren Wohlstand vornehmlich aus der Kontrolle des Handels von Gewürzen, [[Weihrauch]] und [[Myrrhe]] zwischen ihrer Hauptstadt [[Petra (Jordanien)|Petra]] und den Mittelmeerhäfen.&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Michael Evenari#Die Entdeckung der Sturzwasserbewirtschaftung|titel1=Die Entdeckung der Sturzwasserbewirtschaftung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römische und byzantinische Zeit ===&lt;br /&gt;
Das [[Römisches Reich|Römische Reich]] beanspruchte ab 106 das Gebiet des Negev für sich, wobei das Leben und die Kultur der nomadischen Stämme –&amp;amp;nbsp;wie auch woanders im Römischen Reich üblich&amp;amp;nbsp;– wenig beeinflusst wurden. Unter byzantinischer Herrschaft wurde im 4. Jahrhundert das Christentum eingeführt. Außerdem wuchs die Bevölkerung durch eine zunehmende Umstellung auf Ackerbau drastisch an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
==== Flucht und Vertreibung ====&lt;br /&gt;
Der Großteil der inzwischen nur noch halb-nomadisch lebenden [[Beduinen#Beduinen in Israel|Beduinen]] ist während des [[Palästinakrieg]]es von 1948 geflohen oder wurde vertrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Ismael Abu Saʿad: {{Webarchiv |url=http://www.sikkuy.org.il/2003/english03/pdf/bedouinEn03.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Bedouin Towns in Israel at the Start of the 21st Century: The Negev Bedouin And The Failure Of The Urban Resettlement Program&amp;#039;&amp;#039;. |wayback=20041110010559 }} (PDF; 323&amp;amp;nbsp;kB) Ben-Gurion University of the Negev, 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zwangsumsiedlungen ====&lt;br /&gt;
Nach der Gründung des Staates Israel wurde ein großer Teil des Negev zu staatlichem (militärischem) Gebiet erklärt und die Beduinen wurden auf ein Reservat-ähnliches Gebiet im Nordosten des Negev umgesiedelt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bedouin&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://weblaw.haifa.ac.il/he/Faculty/Kedar/lecdb/landregime/118.pdf|text=&amp;#039;&amp;#039;The Indigenous Bedouin of the Negev Desert in Israel&amp;#039;&amp;#039;, Negev Coexistence Forum, S. 8|wayback=20151103182236}}&amp;lt;/ref&amp;gt; welches lediglich 10 % der Fläche des Negev ausmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Neubesiedelung ====&lt;br /&gt;
Seit den 1960er-Jahren versucht die israelische Regierung, sowohl verstärkt jüdische Siedler –&amp;amp;nbsp;insbesondere englischsprachige Einwanderer&amp;amp;nbsp;– anzusiedeln, als auch die verbleibende beduinische Bevölkerung in teils dafür gegründete Städte umzusiedeln&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news |url=http://www.aolnews.com/world/article/israels-bedouin-villagers-demand-justice-on-ancestral-land/19624319 |title=Israel’s Bedouin Villagers Demand Justice |publisher=AOL News |date=2010-09-09 |accessdate=2011-04-02 |language=englisch}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (vgl. [[Prawer-Plan]]). Um juristisch gegen die nomadisch lebende Bevölkerung vorgehen zu können, wurde 1950 im Namen des Umweltschutzes das Grasen von Viehherden –&amp;amp;nbsp;die Beduinen züchteten seit Jahrhunderten insbesondere Ziegenherden in dieser Region&amp;amp;nbsp;– in großen Teilen des Negev verboten. Mit Verweis auf frühere Forschungen hat insbesondere Michael Evenari die Beduinen nicht als Söhne, sondern als Väter der Wüste betrachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Linda Olsvig-Whittaker, Eliʿezer Frankenberg, Avi Perevolotsky, Eugene D Ungar: “Grazing, overgrazing and conservation: Changing concepts and practices in the Negev rangelands”. In: &amp;#039;&amp;#039;Science et changements planétaires / Sécheresse&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 17, Nr. 1, I 2006, S. 195–199.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 21. Jahrhundert: bis heute nicht anerkannte Dörfer ===&lt;br /&gt;
Im Negev gab es bis zu 46 Dörfer palästinensischer Beduinen, die von der israelischen Regierung nicht anerkannt wurden. Diese Dörfer werden von der israelischen Regierung nicht mit Infrastruktur (Straßen, Wasser- und Stromleitungen, Müllabfuhr etc.) versorgt und sind ständig von Zerstörung durch die israelischen Behörden und der Vertreibung der Bewohner bedroht. Nachdem elf dieser Dörfer von der israelischen Regierung anerkannt wurden, sind bis heute 35 Dörfer nicht anerkannt. Rund 25–40 Prozent der mehr als 250.000 Beduinen des Negev lebt in solchen nicht anerkannten Dörfern; das kleinste davon hat mehr als 400, das größte mehr als 10.000 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hrw.org/report/2008/03/30/map/land-and-housing-rights-violations-israels-unrecognized-bedouin-villages Off the Map. Land and Housing Rights Violations in Israel’s Unrecognized Bedouin Villages] [[Human Rights Watch]], 30.&amp;amp;nbsp;März 2008; [https://www.english.acri.org.il/post/__148 The Unrecognized Bedouin Villages in the Negev – Facts and Figures] [[Vereinigung für Bürgerrechte in Israel|ACRI]], 31.&amp;amp;nbsp;Dezember 2019; [https://www.dukium.org/map/ On the Map: the Arab Bedouin Villages in the Negev-Naqab] &amp;#039;&amp;#039;Negev Coexistence Forum for Civil Equality&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. Mai 2024 ließ die israelische Regierung das nicht anerkannte Dorf Wadi al-Khalil zerstören; mehr als dreihundert Bewohner wurden obdachlos. Es war die größte derartige Zerstörung seit vierzehn Jahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ziv&amp;quot;&amp;gt;Oren Ziv: [https://www.972mag.com/israel-razes-bedouin-village-wadi-al-khalil/] [[+972 Magazine]], 10.&amp;amp;nbsp;Mai 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Acht weitere nicht anerkannte Dörfer sind akut von der Zerstörung durch die israelischen Behörden bedroht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ziv&amp;quot;/&amp;gt; [[Amnesty International]] bezeichnete die Zerstörung von Wadi al-Khalil und die [[Zwangsumsiedlung]] seiner Bewohner als »klares Zeugnis für [[Apartheid (Recht)|Apartheid]]«.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amnesty.org.uk/press-releases/israelopt-forced-evictions-over-300-palestinians-naqab-clear-illustration-apartheid Israel/OPT: Forced evictions of over 300 Palestinians in the Naqab is ‘clear illustration of apartheid’] [[Amnesty International]], 9.&amp;amp;nbsp;Mai 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umweltprobleme ===&lt;br /&gt;
Der Negev wird zunehmend als „Abfallhalde des Landes“ bezeichnet, da große Mengen von Haushalts- und Bauabfällen abgelagert werden. Diese Praxis hat laut Umweltverbänden zu lokalen Problemen wie illegalen Müllverbrennungen, Luft- und Grundwasserverschmutzung sowie gesundheitlichen Belastungen geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.haaretz.com/israel-news/2019-09-22/ty-article/israels-negev-is-becoming-dumping-grounds-for-household-trash/0000017f-dbd8-d3ff-a7ff-fbf82f8f0000 | titel=Israel’s Negev Is Becoming Dumping Ground for Household Trash | werk=Haaretz | datum=2019-09-22 | zugriff=2025-10-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.israelnetz.com/israel-geht-der-deponieraum-aus/ | titel=Israel geht der Deponieraum aus | werk=Israelnetz | datum=2022-07-11 | zugriff=2025-10-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Siedlungsabfällen werden im Negev auch gefährliche Industrie- und Chemieabfälle zentral behandelt. Das nationale Entsorgungszentrum in [[Neot Chovav]] (früher Ramat Hovav) ist die einzige Anlage Israels für gefährliche Stoffe und nimmt Abfälle aus dem gesamten Land entgegen, einschließlich des Ballungsraums Tel Aviv.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.un.org/esa/dsd/dsd_aofw_ni/ni_pdfs/NationalReports/israel/waste_management.pdf | titel=Waste Management in Israel – National Implementation Report | werk=United Nations Division for Sustainable Development | datum=2023 | zugriff=2025-10-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Neot Chovav, wo sich auch ein Industriegebiet mit vorwiegend chemischer Schwerindustrie und das größte israelische Sondermülllager (siehe auch [[Kernforschungszentrum Negev]]) befinden, wird die Natur des Negev bedroht, da es hier immer wieder zu Un- und Störfällen kam.&amp;lt;ref&amp;gt;Gali Berger: {{Webarchiv |url=http://www.boker.org.il//english/sinofwaste.htm |text=“Sin of waste / Municipal garbage that’s out of sight, out of mind”. |wayback=20110609181637   }} In: &amp;#039;&amp;#039;Haʾaretz&amp;#039;&amp;#039;, 12. Oktober 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Klimadiagramm-metrisch-deutsch-Beersheba-Israel.png|Klimadiagramm von Beʾer Scheva&lt;br /&gt;
Klimadiagramm-metrisch-deutsch-Elat-Israel.png|Klimadiagramm von Eilat&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
Schon seit der Gründung des Staates [[Israel]] wird an der Verwirklichung des Traums gearbeitet, die Wüste in fruchtbares Land zu verwandeln. Der bekannteste Vertreter dieser Idee war [[David Ben-Gurion]] (erster Ministerpräsident Israels), der selbst in den [[Kibbuz]] [[Sde Boker]] zog, um an der Besiedlung der Wüste mitzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innovative landwirtschaftliche Methoden, wie die auf antike Vorbilder aufbauende [[Sturzwasserlandwirtschaft]], werden im Negev entwickelt, erprobt und angewendet. Ein Vorreiter dabei war der in [[Metz]] geborene [[Michael Evenari]]. Das Nationale Israelische Solarforschungsinstitut und das Israelische Wüstenforschungszentrum der [[Ben-Gurion-Universität im Negev]] in Sde Boker gehören zu den weltweit führenden in ihrem Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein aufstrebender Wirtschaftszweig des Negev ist die Fischzucht. So wird fossiles [[Brackwasser]] in künstliche Teiche gepumpt. Die Ausbeuten sind wegen des warmen Klimas äußerst ertragreich und der Wirtschaftszweig hat sich als sehr profitabel erwiesen. Das leicht salzhaltige fossile Brackwasser hat sich für die Bewässerung von speziell für diese Bedingungen gezüchteten Früchten und Gemüsesorten als geeignet erwiesen. Viele in Europa bekannte israelische Landwirtschaftserzeugnisse stammen aus der Wüste, auch deshalb, weil das ganzjährig milde Klima einen Exportvorsprung ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Negev beherbergt einige wichtige Rohstofflager. Große Phosphatlagerstätten werden intensiv abgebaut und für den Export verarbeitet. Mehrere Großbetriebe der Schwerindustrie beschäftigen tausende von Arbeitern. So wird im Negev beispielsweise das vom [[Totes Meer|Toten Meer]] gewonnene [[Bromid]] weiterverarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tourismus spielt ebenfalls eine wichtige Rolle in der wirtschaftlichen Nutzung dieser Wüste. Die extreme Vielfalt der Negevwüste und die relativ kurzen Distanzen werden von vielen in- und ausländischen Touristen geschätzt, sodass sich das Gebiet touristisch ständig weiterentwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch viele [[Alija|Neueinwanderer]], vor allem aus der ehemaligen [[Sowjetunion]] und aus [[Äthiopien]], wurden zuletzt gezielt dort angesiedelt. Insgesamt leben circa 600.000 Menschen im Gebiet des Negev.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitläufige Gebiete der Wüste Negev sind ausschließlich für die militärische Nutzung vorgesehen. Die wichtigsten Militärflugplätze Israels konzentrieren sich in dieser Region, und Truppenübungen sowie Raketentests werden vor allem dort durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem schweren Busunglück in der Negev-Wüste kamen am 16. Dezember 2008 mindestens 24 Menschen ums Leben, mindestens 33 weitere wurden verletzt. Zwei voll besetzte Busse hatten sich eine Verfolgungsfahrt geliefert, bei der einer der Busse von der Fahrbahn abkam und 80 m tief in eine Schlucht stürzte. Es war der bis dahin schwerste Bus-Unfall in Israel.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/bus-stuerzt-in-abgrund-schwerster-busunfall-in-der-geschichte-israels-3737934.html Schwerster Busunfall in der Geschichte Israels] stern.de, 16. Dezember 2008, abgerufen am 19. Juli 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
NachalParan1.jpg|Nachal Paran&lt;br /&gt;
NachalParan2.JPG|Nachal Paran&lt;br /&gt;
AzZarnug Western Neighborhood.jpg|Westliche Teile von az-Zarnuq, 16 km südöstlich Beʾer Schevas&lt;br /&gt;
Negev 1.jpg|Negev bei Sde Boker&lt;br /&gt;
Negev mit Kamel.jpg|Negev bei Sde Boker&lt;br /&gt;
Die Negev blueht.jpg|Negev blüht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Panorama|2014-02-01-Lehavim-and-surroundings-pano-from-hilltop (cropped).jpg|3000|Frühlingspanorama von [[Lehavim]] und Umgebung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Al-Sayyid-Beduinen-Gebärdensprache]], eine von dem in der Negev-Wüste lebenden Beduinenstamm der Al-Sayyid benutzte Gebärdensprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{WiBiLex|29115|Negev |Autoren=Detlef Jericke|Datum=2011-04}}&lt;br /&gt;
* {{Astronautix|negev|Negev Desert Test Site, Hadarom Hanegev}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20071022113618/http://www.jafi.org.il/education/100/german/places/Negev.html &amp;#039;&amp;#039;Über die Wüste, The Jewish Agency.&amp;#039;&amp;#039;] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.bgu.ac.il/ &amp;#039;&amp;#039;Ben Gurion University of the Negev&amp;#039;&amp;#039;] (hebräisch, englisch, russisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.informationen-bilder.de/israel-palaestina/eilat_d.htm &amp;#039;&amp;#039;Bilder&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20090210115211/http://www.schaetze-der-welt.de/denkmal.php?id=332 &amp;#039;&amp;#039;Negev&amp;#039;&amp;#039;.] Schätze der Welt&lt;br /&gt;
* [http://www.geo.de/GEO/import_nicht_zugeordnet/1568.html &amp;#039;&amp;#039;Wüstenwälder atmen auf&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Wüste in Asien]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Region in Israel]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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