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	<title>Negermusik - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T05:30:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Negermusik&amp;diff=379070&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2025-05-07T13:44:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Negermusik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Pejorativum|abwertender Ausdruck]] für die insbesondere von [[Afroamerikaner]]n geprägten Musikstile wie [[Blues]] und [[Jazz]]. In Anlehnung daran wurde in den 1950er Jahren auch [[Rock ’n’ Roll]] noch so bezeichnet. Seltener wurde der Ausdruck auch für die einheimischen Musikstile der [[Schwarzafrikaner]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Die [[völkische Bewegung]] fokussierte ihren Protest erstmals auf den Jazz, als im Februar 1927 [[Ernst Krenek]]s Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Jonny spielt auf]]&amp;#039;&amp;#039;, die musikalische Anleihen aus dem Jazz enthielt, in Leipzig uraufgeführt wurde und sich schnell zu einem Erfolgsstück in der [[Weimarer Republik]] und in [[Rotes Wien|Wien]] entwickelte. Der amerikanische Komponist [[Henry Cowell]] interpretierte 1930 in der deutschen Musikzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Melos (Zeitschrift)|Melos]]&amp;#039;&amp;#039; den Jazz als eine Mischung aus afroamerikanischen und [[Judentum|jüdischen]] Elementen: „Die Grundlagen des Jazz sind die Synkopen und rhythmischen Akzente der [[Neger]]. Ihre Modernisierung ist das Werk von New Yorker Juden […] Jazz ist also Negermusik gesehen durch die Augen dieser Juden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zit. nach Bernd Polster: &amp;#039;&amp;#039;„Swing Heil“, Jazz im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1989, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Solche Sichtweisen wurden von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] aufgegriffen: [[Herbert Gerigk]] fasste 1938 zusammen, dass „der neue Rhythmus“, „die sinnlose Anwendung der [[Synkope (Musik)|Synkope]]“, „der jüdische industrialisierte Jahrmarktskram, der aufgepropft wurde“ und „schließlich alles, was einmal mit den typischen Kapellen negroider Haltung zusammenhing: das Saxophon, die gestopften Blasinstrumente, die Gliederverrenkungen der Spieler, der heisere, bellende Refraingesang usw.“ vom [[Musik im Nationalsozialismus|nationalsozialistischen Regime]] abgelehnt werde.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Gerigk: &amp;#039;&amp;#039;Was ist Jazzmusik?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Musik&amp;#039;&amp;#039; Juli 1938, S. 680, zit. nach [[Joseph Wulf]]: &amp;#039;&amp;#039;Musik im Dritten Reich – Eine Dokumentation&amp;#039;&amp;#039;. Sigbert Mohn, Gütersloh 1963, S. 350.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Max Merz behauptete 1940, im Jazz trete „die Sucht des Sprengens der Form als Versuch einer Zersetzung der sich auswirkenden rasse- und artgebundenen Kräfte zutage“. Zum „artbedingten Musizieren irgendeines europäischen Volkes der weißen Rasse“ habe der Jazz „nicht die geringste Beziehung“.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Merz: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Volkstum und der Jazz&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Musik in Jugend und Volk&amp;#039;&amp;#039; 1940, S. 56, zit. nach [[Joseph Wulf]]: &amp;#039;&amp;#039;Musik im Dritten Reich – Eine Dokumentation&amp;#039;&amp;#039;. Sigbert Mohn, Gütersloh 1963, S. 352, 353.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Für Carl Hannemann war der Jazz 1943 ein „politisches Kampfmittel des Judentums im Dienste der [[Internationale]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Hannemann: &amp;#039;&amp;#039;Der Jazz als politisches Kampfmittel des Judentums und des Amerikanismus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Musik in Jugend und Volk.&amp;#039;&amp;#039; 1943, S. 57–59, zitiert nach Joseph Wulf: &amp;#039;&amp;#039;Musik im Dritten Reich – Eine Dokumentation.&amp;#039;&amp;#039; Sigbert Mohn, Gütersloh 1963, S. 354.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1930 veröffentlichte der thüringische Volksbildungs- und Innenminister, der Nationalsozialist [[Wilhelm Frick]], einen &amp;#039;&amp;#039;Erlass wider die Negerkultur für deutsches Volkstum.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Heribert Schröder: &amp;#039;&amp;#039;Zur Kontinuität nationalsozialistischer Maßnahmen gegen Jazz und Swing in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Bad Honnef 1988, S. 176.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1932 wurde von der [[Reichsregierung]] unter [[Franz von Papen]] ein Auftrittsverbot für schwarze Musiker veranlasst und 1935 vom Reichssendeleiter [[Eugen Hadamovsky]] das „endgültige Verbot des Niggerjazz für den ganzen deutschen Rundfunk“ erlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heribert Schröder: &amp;#039;&amp;#039;Zur Kontinuität nationalsozialistischer Maßnahmen gegen Jazz und Swing in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Bad Honnef 1988, S. 179.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1938 von den Nationalsozialisten veranstaltete Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;[[Entartete Musik]]&amp;#039;&amp;#039; setzte mit dem Titelblatt der zugehörigen Broschüre, das eine gehässige Karikatur eines [[saxophon]]&amp;amp;shy;spielenden Schwarzen zeigte, die pauschale rassistische Diffamierung der zeitgenössischen US-amerikanischen Musik als „Negermusik“ ins Bild.&amp;lt;ref&amp;gt;Marko Ikonic, Michael Boldhaus: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.cinemusic.de/rezension.htm?rid=5044 Im Dritten Reich verboten – Entartete Musik, Folge 1]&amp;#039;&amp;#039;. Auf cinemusic.de vom 18. April 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit ==&lt;br /&gt;
Seitdem die rassistisch abwertende und verletzende Dimension des Begriffs „[[Neger]]“ in den [[Bürgerrechtsbewegung|1950er und 1960er Jahren]] herausgearbeitet wurde, stehen Bezeichnungen, die den Begriff enthalten, den Konventionen eines [[Politische Korrektheit|antidiskriminierenden Sprachgebrauchs]] entgegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Grada Kilomba |url=http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/afrikanische-diaspora/59448/das-n-wort |titel=Das N-Wort {{!}} bpb |sprache=de |abruf=2019-09-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch in den 1950er Jahren wurde vor allem von Kirchen, Schulbehörden und Politikern vor der „obszönen Negermusik“ gewarnt, als der [[Rock ’n’ Roll]] vor allem in der Jugend Popularität erlangte.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv |url=http://www.ssm-site.ch/gazette/MillionenElvis.pdf |text=Millionen von Elvis-Fans können sich nicht irren |wayback=20121224195431}} (PDF; 26&amp;amp;nbsp;kB)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Gazette&amp;#039;&amp;#039;, Medienmagazin des SSM, {{ZDB|2075992-7}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei dieser auch noch bis in die 1960er Jahre fortdauernden Verwendung des abwertenden Begriffs, der nun auf die zeitgenössische [[Blues]]-&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Marc Spitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Jagger. Rebel, Rock Star, Ramble, Rogue.&amp;#039;&amp;#039; 2011 (Gewidmet [[Brendan Mullen]]); deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Mick Jagger. Rebell und Rockstar.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Amerikanischen von Sonja Kerkhoffs. Edel Germany, Hamburg 2012, ISBN 978-3-8419-0122-4, S. 61 und 90.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Rockmusik]] bezogen wurde,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch das Klischee vom „weißen Neger“ und die Bezeichnung der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Ebony (Zeitschrift)|Ebony]]&amp;#039;&amp;#039; als „führende Neger-Illustrierte“  im Jahr 1979 durch die Metronome Musik GmbH in Bezug auf Eric Burdon &amp;amp; War.&amp;lt;/ref&amp;gt; kamen nicht nur dauerhafte rassistische Ressentiments, sondern in der „aggressiven Abwehr der neuen Jugendkultur“ auch der zeitgenössische Generationenkonflikt zum Vorschein.&amp;lt;ref&amp;gt;Hubert Kleinert: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.bpb.de/themen/O9ARYO,1,0,Mythos_1968.html Mythos 1968].&amp;#039;&amp;#039; Auf [[Bundeszentrale für politische Bildung|bbp]] vom 19. März 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Nanny Drechsler: &amp;#039;&amp;#039;Die Funktion der Musik im deutschen Rundfunk 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Centaurus, Pfaffenweiler 1988, ISBN 3-89085-169-X (Dissertation an der Universität Freiburg).&lt;br /&gt;
* [[Bernd Polster]]: &amp;#039;&amp;#039;„Swing Heil“, Jazz im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Transit, Berlin 1989, ISBN 3-88747-050-8.&lt;br /&gt;
* Heribert Schröder: &amp;#039;&amp;#039;Zur Kontinuität nationalsozialistischer Maßnahmen gegen Jazz und Swing in der Weimarer Republik und im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;. In: Ders. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Colloquium: Festschrift Martin Vogel zum 65. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. Schröder, Bad Honnef 1988, ISBN 3-926196-08-4.&lt;br /&gt;
* Robert Stevenson: &amp;#039;&amp;#039;The Afro-American Musical Legacy to 1800&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The Musical Quarterly&amp;#039;&amp;#039;. Jg. 54, Nr. 4 (Oktober 1968), S. 475–502. {{JSTOR|741070}}&lt;br /&gt;
* [[Joseph Wulf]]: &amp;#039;&amp;#039;Musik im Dritten Reich: Eine Dokumentation&amp;#039;&amp;#039;. Mohn, Gütersloh 1963, ISBN 3-550-07059-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.iek.edu.ru/groups/airo/luecke.pdf Martin Lücke: &amp;#039;&amp;#039;Jazz in totalitären Diktaturen der 30er Jahre&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 133 kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.savoy-truffle.de/zippo/jazz_im_3._reich.html#einleitung Thomas Zippo Zimmermann: &amp;#039;&amp;#039;Jazz im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.rundfunkmuseum.fuerth.de/downloads/pressemitteilung-jazz.pdf Pressemitteilung des Rundfunkmuseums Fürth „Jazz im Dritten Reich“] (PDF; 7 kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schimpfwort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rassismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprache des Nationalsozialismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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