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	<title>Negentropie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T12:43:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Negentropie&amp;diff=72662&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2025-07-08T09:03:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Negentropie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Kurzbezeichnung für &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;negative Entropie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und ist ein Spezialfall der [[Transinformation|Synentropie]]. Allgemein ist die Negentropie definiert als [[Entropie]] mit negativem [[Vorzeichen (Zahl)|Vorzeichen]]. Sie kann interpretiert werden als ein Maß für die [[Empirische Standardabweichung|Abweichung]] einer [[Zufallsvariable]]n von der [[Gleichverteilung]]. Da die Entropie (Unordnung oder [[Zufälligkeit]]) einer gleichverteilten Zufallsfolge maximal ist, folgt, dass die Negentropie dieser Folge minimal wird. In der [[Entropie (Informationstheorie)|informationstheoretischen Interpretation der Entropie]] ist damit die Negentropie groß, wenn in einer [[Zeichenfolge]] viel [[Information]] steckt, und klein in einer zufälligen Zeichenfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Negentropie wird unterschiedlich definiert. Die einfachste Definition (s.&amp;amp;nbsp;o.) lautet: &amp;#039;&amp;#039;Negentropie ist negative Entropie&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Definition definiert Negentropie &amp;lt;math&amp;gt;J&amp;lt;/math&amp;gt; für eine [[diskret]]e [[Zufallsvariable]] &amp;lt;math&amp;gt;y&amp;lt;/math&amp;gt; so, dass sie der [[Redundanz (Informationstheorie) #Redundanz eines Codes|Redundanz]]&amp;lt;ref&amp;gt;ISO/IEC DIS 2382-16&amp;lt;/ref&amp;gt; entspricht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;J(y) = H(y_{\text{gleich}}) - H(y)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit&lt;br /&gt;
* der Entropie &amp;lt;math&amp;gt;H(y)&amp;lt;/math&amp;gt;; entscheidend ist, dass sie gemäß der o.&amp;amp;nbsp;g. Definition mit negativem Vorzeichen eingeht&lt;br /&gt;
* einer [[Standardisierung (Statistik)|Normierung]] &amp;lt;math&amp;gt;H(y_{\text{gleich}})&amp;lt;/math&amp;gt; einer gleichverteilten Variable &amp;lt;math&amp;gt;y_{\text{gleich}}&amp;lt;/math&amp;gt; (mit der gleichen [[Korrelationsmatrix|Korrelations-]] und [[Kovarianzmatrix]] wie &amp;lt;math&amp;gt;y&amp;lt;/math&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch geeignete Normierung kann man erreichen, dass die Negentropie der gleichverteilten Variable gleich Null ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\Rightarrow J(y_{\text{gleich}}) = 0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation und Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Der Begriff negative Entropie wurde von [[Erwin Schrödinger]] in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Was ist Leben&amp;#039;&amp;#039; geprägt bzw. von [[Ludwig Boltzmann|Boltzmann]] übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat: &amp;#039;&amp;#039;Übrigens ist die „negative Entropie“ gar nicht meine Erfindung. Sie ist nämlich der Begriff, um den sich Boltzmanns unabhängige Erörterung drehte.&amp;#039;&amp;#039; Quelle: Erwin Schrödinger &amp;#039;&amp;#039;Was ist Leben? – Die lebende Zelle mit den Augen des Physikers betrachtet.&amp;#039;&amp;#039; Piper Taschenbuch 1989, ISBN 978-3492211345, S. 130&amp;lt;/ref&amp;gt; Er definiert Leben als etwas, das negative Entropie aufnimmt und speichert. Das bedeutet, dass Leben etwas sei, das Entropie exportiert und seine eigene Entropie niedrig hält: Negentropie-Import ist Entropie-Export.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn Schrödinger mit negativer Entropie [[freie Energie]] meinte, wie er in einer Fußnote schrieb, widerspricht das entgegen der oftmals vorgebrachten Auffassung nicht dem [[Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik|Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik]], da dieser Prozess unter Energiezufuhr (bei Pflanzen etwa durch das Sonnenlicht) stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Léon Brillouin]] verkürzte die Bezeichnung später zu &amp;#039;&amp;#039;Negentropie&amp;#039;&amp;#039;, um den Sachverhalt auf „positivere“ Weise auszudrücken: Ein lebendiges System nimmt Negentropie auf und speichert sie. Organismen verändern sich negentropisch durch Energienutzung. Wegen des Energiebedarfs sind Organismen [[Offenes System|offene Systeme]].&amp;lt;ref&amp;gt;Brillouin, Leon: (1953) &amp;quot;The Negentropy Principle of Information&amp;quot;, &amp;#039;&amp;#039;J. of Applied Physics&amp;#039;&amp;#039;, v. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;24(9)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, pp. 1152–1163&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Léon Brillouin, &amp;#039;&amp;#039;La science et la théorie de l&amp;#039;information&amp;#039;&amp;#039;, Masson, 1959&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was die Verwendung in anderen Gebieten betrifft, scheint der Begriff der Negentropie nicht eindeutig definiert zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Lexikon der Biologie]] wird Negentropie definiert als &amp;#039;&amp;#039;durchschnittlicher [[Informationsgehalt]] des Einzelzeichens innerhalb einer gegebenen [[Zeichenkette]]&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Biologie, Herder Verlag 1988&amp;lt;/ref&amp;gt; womit ein Bezug zur [[Informationstheorie]] hergestellt wird. Dies entspricht auch dem oben genannten Beispiel für die Gleichverteilung, da bei einer „gleichverteilten“ Variable keine zusätzliche Information gegenüber einer „Gleichverteilung“ vorhanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas anders wird der Begriff von [[Soziologische Systemtheorie|soziologischen Systemtheoretikern]] definiert, nämlich als „Negation der Entropie“ bzw. als „Zunahme von [[Komplexität]]“. Damit ist Negentropie hier gleichbedeutend mit [[Sortierung|Ordnung]] oder [[Information]] und damit ein Kennzeichen der Entstehung oder Abgrenzung von [[System]]en. Eine weitere (freie) Übersetzung wäre: „Abwesenheit von (relativ vollständiger) Entropie“ oder auch entsprechend: „Abwesenheit von [[Chaos]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Negentropie und Ordnung ==&lt;br /&gt;
Ähnlich uneinheitlich wie der Begriff Negentropie wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Ordnung&amp;#039;&amp;#039; verwendet, der mit der Negentropie meistens gleichgesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kurtosis]]&lt;br /&gt;
* [[Normalverteilung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Norbert Wiener, &amp;#039;&amp;#039;Cybernetics or Control and Communication in the Animal and the Machine&amp;#039;&amp;#039;, Massachusetts, MIT Press 1948&lt;br /&gt;
* {{Literatur  |Titel=Entropie für Ingenieure |Autor=Heinz Herwig, Tammo Wenterodt |Verlag=Springer Fachmedien |Ort=Wiesbaden |Auflage=1 |Datum=2012 |ISBN=978-3-8348-1714-3 |Kapitel=2.10.1 Negentropie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thermodynamik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Informationstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erwin Schrödinger]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;GoldenPants42</name></author>
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