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	<title>Nečujam - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T02:54:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ne%C4%8Dujam&amp;diff=2740290&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Graph Pixel: /* Geschichte */ Tippfehler korrigiert.</title>
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		<updated>2025-12-14T04:35:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Kroatien&lt;br /&gt;
|Name               = Nečujam&lt;br /&gt;
|Wappen             = &lt;br /&gt;
|lat_deg            = 43 |lat_min = 23 |lat_sec = 2.07&lt;br /&gt;
|lon_deg            = 16 |lon_min = 19 |lon_sec = 28.62&lt;br /&gt;
|Beschriftung       = top&lt;br /&gt;
|Gespanschaft       = Split-Dalmatien&lt;br /&gt;
|Insel              = [[Šolta]]&lt;br /&gt;
|Gemeindeart        = Dorf&lt;br /&gt;
|Höhe               = 0&lt;br /&gt;
|Fläche             = &lt;br /&gt;
|Gliederung         = &lt;br /&gt;
|Einwohner          = 173&lt;br /&gt;
|EinwohnerStand     = 2011&lt;br /&gt;
|Postleitzahl       = 21430 [[Grohote]]&lt;br /&gt;
|Telefonvorwahl     = +385(0)21&lt;br /&gt;
|Kfz-Kennzeichen    = ST&lt;br /&gt;
|Bootskennzeichen   = &lt;br /&gt;
|Bürgermeister      = Nikola Cecić-Karuzić&lt;br /&gt;
|BürgermeisterStand = 2017&lt;br /&gt;
|Partei             = Kandidat Grupe Birača&lt;br /&gt;
|AnschriftStraße    = Podkuća 8&lt;br /&gt;
|AnschriftOrt       = Grohote&lt;br /&gt;
|Webpräsenz         = https://www.solta.hr/&lt;br /&gt;
|Schutzpatron       = &lt;br /&gt;
|Stadtfest          = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Šolta Nečujam Hrvatska Podkamenica 2012 d.jpg|mini|links|hochkant=0.9|Podkamenica]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nečujam&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Bucht und Streusiedlung auf der Insel bzw. Gemeinde [[Šolta]] in der [[Kroatien|kroatischen]] [[Gespanschaft Split-Dalmatien]] in der [[Adriatisches Meer|Adria]] gegenüber von [[Split]] westlich von [[Brač]]. Nečujam gehört zu [[Grohote]] und ist der jüngste Ort der Insel, im Jahr 2006 mit 173 Einwohnern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dzs.hr/Hrv_Eng/publication/2011/SI-1441.pdf Statistical yearbook for 2006 of the Central Bureau of Statistics of the Republic of Croatia] (PDF; 2,5&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Šolta Nečujam OpenStreetMap 120829.png|mini|links|hochkant=0.9|Nečujam bei [http://www.openstreetmap.org/?lat=43.3795&amp;amp;lon=16.325&amp;amp;zoom=14&amp;amp;layers=M OpenStreetMap]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Šolta Nečujam Hrvatska Appartements 2012 a.jpg|mini|links|hochkant=0.9|Apartmentsiedlung in Supetar]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Šolta Nečujam Hrvatska Podkamenica 2012 g.jpg|mini|links|hochkant=0.9|Auf der Landzunge sollte ein rotierendes Hotel entstehen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort ist mit dem Festland ([[Split]]) über [[Autofähre]]n und [[Katamaran]]fähren via [[Rogač]] oder [[Stomorska]] verbunden. Er ist 7,2&amp;amp;nbsp;km vom Hauptort der Insel, Grohote an der Staatsstraße D111, entfernt. Von Rogač aus verkehren Busse nach Nečujam. Zum Ort gehört das Gebiet um die nach Nordosten offene Bucht, die ca. 1,8&amp;amp;nbsp;km lange ist. Sie unterteilt sich in die acht kleineren Nebenbuchten Bok Supetra, Šumpjivina, Podkamenica, Maslinica, Tiha, Bok od rata, Piškera und Supetar. In Supetar befindet sich das Ortszentrum mit Touristinformation, einen kleinen Supermarkt, einige Restaurants, Kirche, Post und ca. 30 Privatquartiere.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Zoran Civadelic, Zoran Bursac |url=http://capita.wustl.edu/solta/Towns/Necujam/Necujam.html |archiv-url=https://web.archive.org/web/20161101225344/http://capita.wustl.edu/solta/Towns/Necujam/Necujam.html |titel=Welcome to Necujam! |datum=2012-09-02 |abruf=2019-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Šolta Nečujam Hrvatska Ruins of St. Peter Church 2012 a.jpg|mini|links|hochkant=0.9|Ruinen der Peterskirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Šolta Nečujam Hrvatska Maja Ettinger Cecić Fisherman in row boat.jpg|mini|links|hochkant=0.9|Sardellen-Fischer der Familie Cecić vlg. Bilini in der Podkamenica]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nečujam ist ein touristisches Zentrum der Insel [[Šolta]]. Fischfang oder Landwirtschaft spielen heute keine Rolle mehr. Die [[Streusiedlung]] besteht vor allem aus Ferienwohnsitzen, meist von [[Split]]ern oder [[Slowenen]]. Die bisher einzige Apartmentsiedlung der Insel, ein wirtschaftlich nicht erfolgreiches Projekte, ist nunmehr in slowenischem Besitz und befindet sich in der Bucht Supetar. 2009 sorgte ein futuristisches Großprojekt des Architekturbüros Richard Hywel Evans für Aufsehen. Auf der Landzunge zwischen der Podkamenica und Maslinica sollte eine ausgedehnte Marina mit einem Steg über die Piškera mit einem rotierenden Hotel entstehen, wo jedes Zimmer Meerblick haben sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.impactlab.net/2009/10/17/solta-island-resort-europes-first-rotating-hotel/ |titel=Solta Island Resort: Europe’s First Rotating Hotel. |werk=Architecture, Breakthrough Thinking, Globalism, Science &amp;amp; Technology News |hrsg=www.impactlab.net |sprache=en |kommentar= |datum=2009-10-17 |zugriff=2019-08-18 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190818200522/http://www.impactlab.net/2009/10/17/solta-island-resort-europes-first-rotating-hotel/ |archiv-datum=2019-08-18 |offline=ja |archiv-bot=2024-03-31 06:46:19 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bisher fand sich kein Investor. Auf einem Teil des geplanten Geländes, vis á vis der Buchten Podkamenica und Maslinica, entsteht gegenwärtig ein Villenkomplex mit elf Häusern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritisiert wird die „unbedachte Raumplanung und der Bau neuer touristischer Zonen“&amp;lt;ref&amp;gt;Belamarič, &amp;#039;&amp;#039;Insel Šolta&amp;#039;&amp;#039;, Zagreb, 2011, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neue Projekte würden keine Rücksicht auf die typische Architektur der Insel nehmen oder aufgrund der demographischen Situation (fehlende Arbeitskräfte) kein Gewinn für die Insel sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anrainer klagen, dass besonders an den Sommerwochenenden sehr viele Yachten in der Bucht ankern. Es gäbe Lärmbelästigung in der Nacht und Abwässer werden nicht in den Häfen, sondern hier verklappt. Die Küstenwache habe zu wenig Personal, um die vielen Yachten, die in Nečujam ankern, ausreichend zu kontrollieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Šolta Nečujam Hrvatska Podkamenica 2012 d2.jpg|mini|links|hochkant=0.9|Rechts das Fischerhaus zur Sardellen-Produktion der Familie Cecić]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Šolta Nečujam Hrvatska bunja 2012 e.jpg|mini|links|hochkant=0.9|Bunja mit Meerblick in der Piškera]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1353 wird Nečujam als &amp;#039;&amp;#039;vale de Naçue&amp;#039;&amp;#039; erstmals schriftlich erwähnt. Als Namensursprung führte der kroatische Dichter [[Marko Marulić]] im 16. Jahrhundert die Übernahme des [[latein]]ischen &amp;#039;&amp;#039;Vallis surda&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;taube&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;leise&amp;#039;&amp;#039; Bucht an.&amp;lt;ref&amp;gt;Belamaric: &amp;#039;&amp;#039;Insel Šolta.&amp;#039;&amp;#039; Zagreb, 2011, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von den acht Buchten tragen sechs alte kroatische Namen, die Bok Supetra, Šumpjivina, Podkamenica, Maslinica, Tiha und Bok od rata. Piškera und Supetar sind italienisch-römischen Ursprungs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Piškera heißt es in der lokalen Überlieferung, dass es zur Zeit des [[Römisches Reich|römischen]] Kaisers [[Diokletian]] ein Fischreservoir gab, in dem lebende Fische bis zur nächsten [[Orgie]] aufbewahrt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Maja Ettinger-Cecic |url=https://maja-ttinger-cecic.jimdo.com/ |titel=Mag.art Maja Ettinger-Cecic |datum=2019-08-13 |zugriff=2019-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diokletian hatte in Split als Alterssitz [[Diokletianspalast|einen Palast]] bauen lassen. Archäologisch gesichert ist das nicht, aber die Legende ist vermutlich auf die zahlreichen Reste von Gebäudemauern im Wasser um die Insel zurückzuführen, da der Meeresspiegel in den letzten 2000 Jahren ca. 1,7 m gestiegen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Belamaric: &amp;#039;&amp;#039;Insel Šolta.&amp;#039;&amp;#039; Zagreb, 2011, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch am Land gibt es in der Piškera Überreste einer [[Villa rustica]] mit Gräbern und Keramikfragmenten. Bei Pod Vela gomila fand man auch Silbermünzen der römischen Kaiser [[Claudius]] und [[Valens]]. In der Podkamenica gibt es einen Küstenabschnitt zwischen den Häusern direkt am Ufer, an dem in der Antike Kalksteinblöcke für Olivenölgefäße gehauen wurden, wovon sich auch der Name der Bucht ableitet. Mitte des 14. Jahrhunderts wurde in dieser weiten und gut geschützten Bucht [[Salinen#Meerwassersalinen (Salzgärten)|Meerwassersalinen]] angelegt. In der westlichsten Bucht, dreihundert Meter vom Strand in Mala Maslinica, steht ein Turmhaus, in dem die Tagelöhner der Adeligen aus Split wohnten. Es ist nach dem letzten Eigentümer Krušević benannt. Die Insel Šolta war vom 14. Jahrhundert bis 1905 im Besitz des Adels von Split bzw. der [[Römisch-katholische Kirche|Katholischen Kirche]]. Die Nähe zur Stadt prädestinierte die Insel zu einem wichtigen Lieferanten für Holz, Kalk, Fleisch, Fisch, Öl, Wein, Mandeln [[Johannisbrotbaum|Johannisbrot]], Feigen und Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Insel Šolta finden sich mehrere prähistorische Hügelgräber und Spuren der [[Illyrer]]. Möglicherweise ist die Bunja, ein einfaches rundes Steingebäude in der Piškera das älteste Gebäude in Nečujam.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Wikimedia Commons]] contributors |url=https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Bunja_in_Maslinica_Ne%C4%8Dujam_%C5%A0olta |titel=Category:Bunja in Maslinica Nečujam Šolta |zugriff=2019-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Viele antike Funde der Insel sind im Archäologischen Museum Split ausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mdc.hr/split-arheoloski/nj/index.html Archäologischen Museum Split | deutsch]&amp;lt;/ref&amp;gt; Während man zur Zeit des nahezu tausendjährigen römischen Friedens an der Küste siedelte wurde das Leben an der Küste im Frühmittelalter wieder gefährlicher. Da Šolta im Grenzgebiet zwischen [[Osmanisches Reich|Osmanischem Reich]] und der [[Republik Venedig]] lag, war die Gefahr von Plünderungen und Überfällen, insbesondere durch die Piraten von [[Omiš]] groß, weshalb es über Jahrhunderte nur mehr Orte im Inselinneren gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Bucht Supetar befindet sich das Zentrum der heutigen Streusiedlung Necujam. Hier steht eine kleine Kirche die dem hl. [[Simon Petrus|Petrus]] geweiht ist. Die Kirchenruinen daneben stammen aus dem 15. Jahrhundert. Gut erkennbar ist eine kleine [[Apsis]]. Die Türschwelle könnte aus der Spätantike stammen. In unmittelbarer Nähe verweilte der „Vater der kroatischen Literatur“ [[Marko Marulić]] von 1510 bis 1512 im Haus von Dujam Balistrić. Jahre nach seinem Tod begab sich der [[Universalgelehrter|Universalgelehrte]] [[Petar Hektorović]] auf seine Spuren. Er schrieb auf der einzigen Reise seines Lebens, er lebte in [[Stari Grad (Hvar)|Stari Grad]] auf der Nachbarinsel [[Hvar]], zu diesem Aufenthaltsort von Marulić sein wichtigstes Werk „Ribanje i ribarsko prigovaranje“ (dt. „Fischerei und die Dialoge von Fischern“). Auf der Basis seiner quasi-ethnographischen Beobachtungen versuchte er, die Dialoge von Fischern in ihrer Alltagssprache in Form eines epischen Gedichts darzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ante Kadić |Titel=Croatian Renaissance |Sammelwerk=Studies in the Renaissance |Band=6 |Datum=1959 |Seiten=28–35, S. 34 |JSTOR=2857180}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Werk wurde am 14. Januar 1566 abgeschlossen und 1568 in [[Venedig]] gedruckt. In seinem dreiteiligen Werk beschreibt er in einem Brief an Cousin eine dreitägige Bootsfahrt mit den Fischern Paskoje Debelja und Nikola Zet aus Hvar. Das Werk ist die erste realistische, weltliche Reisebeschreibung in kroatischer Sprache, die Landschaft und Schönheiten der Natur beschreibt. Die Ribanje sind eine der frühesten Aufzeichnungen der kroatischen Volksmusik.&amp;lt;!-- [[:en:Fishing and Fishermen&amp;#039;s Talk|Fishing and Fishermen&amp;#039;s Talk]] --&amp;gt; Neben dem Anlegeplatz vor dem Haus erinnert eine Gedenksäule an ihn. Der Legende nach soll er den [[Lebkuchen]] nach Šolta gebracht haben, der hier auch mit Johannisbrot, Honig, Öl und dem Dessertwein &amp;#039;&amp;#039;prošek&amp;#039;&amp;#039; zubereitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Belamaric: &amp;#039;&amp;#039;Insel Šolta.&amp;#039;&amp;#039; Zagreb, 2011, S. 70 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Härtegrad des Pfefferkuchens diente früher der volkstümlichen Wettervorhersage. Knackigkeit und Härte zeigte schönes Wetter und [[Bora (Wind)|Bora]] (Nordwind), Weichheit hingegen Regen und Jugo, den [[Scirocco]] (Südwind).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Umfeld der Kirche fand man antike Keramik und steinerne Pflasterungen. Aus einem mittelalterlichen Dokument kann man schließen, dass es hier ein [[Benediktiner]]kloster gab, das dem Heiligen Petrus, [[Cyprian von Karthago|Cyprian]] und [[Bonifatius]] geweiht war. Beim Bau der Appartementsiedlung in Supetar fand man eine bescheidene [[Nekropole]] mit Beisetzung in [[Amphore]]n oder unter [[Dachziegel]]n. Der größte Teil des Landes in der Bucht Supetar gehörte der St. Stephansbruderschaft von [[Grohote]] und wurde 1920 unter den Mitgliedern aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die touristische Entwicklung von Šolta begann in der [[Zwischenkriegszeit]] vor allem in Nečujam und [[Rogač]]. Eine Pionierfamilie waren die aus Polen kommenden Baltermus, die das baufällige Haus von Dujam Balistrić restaurierten und ein kleines Hotel eröffneten. Daneben bauten sie ein Kirchlein zu Ehren der polnischen [[Schwarze Madonna von Tschenstochau|Schwarzen Madonna von Tschenstochau]]. Haus und Kapelle stehen unmittelbar rechts der heutigen Apartmentsiedlung und wurden wie viele weitere Besitzungen zur Zeit [[Josip Broz Tito|Titos]] enteignet. Im [[Realsozialismus|realsozialistischen Staat]] wurde versucht, den Bewohnern Šoltas Arbeit zu verschaffen. In Supetar gab es einige Zeit ein Spritzgusswerk, das allerdings nicht profitabel betrieben werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der große Waldbrand von 2007 im östlichen Teil der Insel, bei dem 70 Hektar [[Kiefern]]wälder und Gebüsch verbrannten, legte ein ganzes Netz von Hügelgräbern, einstigen Olivenhainen und Weinterrassen und Resten von Kalköfen (Erdgruben) frei und verschonte Nečujam nur knapp.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fischfang ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Šolta Nečujam Hrvatska Piškera 2012 b.jpg|mini|links|hochkant=0.9|Piškera]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Šolta Nečujam Hrvatska 2012 g.jpg|mini|links|hochkant=0.9|Letzte Spuren des Waldbrandes von 2007]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1970er Jahre die [[Sardellen]]fischerei eine Hauptbeschäftigung und Einnahmequelle vieler Familien auf Šolta. Gefischt wurde mittels der „Pod sviču“-Methode. Fischerboote, auf denen [[Petroleum]]-Lampen montiert waren, fuhren in der Nacht im Konvoi aufs Meer. Bei der richtigen Lichtsituation, ein heller Vollmond durfte nicht am Himmel stehen, konnten in guten Nächten mehr Sardellen mit den Netzen gefangen werden, als die einfachen Boote vom Typ Leuti oder Gajete transportieren konnten. Boote waren teuer, sodass Fischer aus ärmeren Familien bei Bootseigentümern als Mannschaft anheuerten. Die in Grohote ansässige Familie Cecić hatte ca. 2&amp;amp;nbsp;km vom Ort entfernt ein Fischerhaus. Das Haus hatte oben ein Lager für die Lampen und die Fischernetze. Hier schlief auch die Mannschaft. Im unteren Teil wurden Holzfässer mit Sardellen und Salz gefüllt. Die Fässer wurden mit Betonkegeln beschwert und gelagert, bis der Reifungsprozess beendet war. Das war eine ziemlich stinkende Angelegenheit, bei der eine Flüssigkeit genannt „Salamura“ austrat, die mittels Betonrinnen aus dem Haus ins Meer abgeleitet wurde. Prototypisches geschah nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]. Die selbständigen Fischer wurden von den [[Jugoslawien|jugoslawischen]] [[Kommunismus|Kommunisten]] als [[Kapitalist]]en bezeichnet, die Ruderboote enteignet und die Besitzer gegebenenfalls aus politischen Gründen auf der Insel [[Goli otok]] inhaftiert. Die Sardellen-Fischerei wurde von den Kommunisten später zwar geduldet aber erschwert. In Pod Kamenica wurde kein Strom eingeleitet. Die Fischer hatten eine Sonderlizenz und bezogen verbilligtes Petroleum. Allerdings gingen die Fischbestände durch Überfischung der Adria immer stärker zurück. Bis Anfang der 1970er Jahre wurde noch mit dieser Methode gefischt. Man schwenkte auf Langusten- und Hummerzucht um. Einstweilen gibt es fast nur mehr Hobby-Fischerei. In der Nachkriegszeit zeichnet sich bald ab, dass der Tourismus als Einnahmequelle interessant wurde. Die Familie Cecić nahm in Italien einen Kredit auf und baute ein Gästehaus mit einem Baumeister aus der Tschechoslowakei. Im kleinen Hotel „Vela kuča“ wurden Gäste einquartiert, wenn das Hotel in Nečujam überbelegt war. Der Beton-Bau im 40-Jahre Look wurde nicht fertiggestellt. Ohne Stromversorgung war ein ordentlicher Hotelbetrieb nicht möglich.&lt;br /&gt;
Fisch war früher die wichtigste Fleischquelle, denn die Schafzucht spielte auf der Insel keine große Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Weitere Fotos siehe [[commons:Šolta#Fishing .7C Fischerei|Commons | Šolta | Fishing]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie eine Kochrezeptsammlung von der Insel zeigt, galten [[Thunfisch]], [[Tintenfisch (Lebensmittel)|Calamari]] sowie [[Kaisergranat|Scampi]] und [[Garnele]]n als die edelsten Meeresfrüchte.&amp;lt;ref&amp;gt;Maja Ettinger-Cecić: &amp;#039;&amp;#039;Bilina. Ess-Lust-Kunst ein mediterranes Insel-Kochbuch.&amp;#039;&amp;#039; Wien, 2012, 2. Auflage, ISBN 978-3-200-01794-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Tuna ist heute ausgerottet. Andere Edelfische finden sich nur mehr in geringen Mengen und werden für die Gastronomie meist importiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Demografie ==&lt;br /&gt;
Die demografische Entwicklung zeigt sehr deutlich die Entwicklung zum Fremdenverkehrsort. Seit der Jahrtausendwende nehmen die Einwohner zu. Der Anstieg der Einwohnerzahl in den 1950er Jahren geht auf eine damals existierende Spritzgussfabrik zurück.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0.5em auto; text-align: center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;16&amp;quot;| Bevölkerungsentwicklung 1857–2011&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dzs.hr/ Republika Hrvatska - Državni zavod za statistiku: Naselja i stanovništvo Republike Hrvatske 1857.-2001.]; [http://www.dzs.hr/Hrv_Eng/publication/2011/SI-1441.pdf Statistical yearbook for 2006 of the Central Bureau of Statistics of the Republic of Croatia] (PDF; 2,5&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1857 || 1869 || 1880 || 1890 || 1900 || 1910 || 1921 || 1931 || 1948 || 1953 || 1961 || 1971 || 1981 || 1991 || 2001 || 2011&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 0 || 0 || 0 || 0 || 0 || 0 || 0 || 0 || 0 || 12 || 19 || 6 || 0 || 0 || 80 || 173&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Joško Belamaric: &amp;#039;&amp;#039;Insel Šolta.&amp;#039;&amp;#039; Bibliothek Tourismus und Kulturerbe. Nr. 82, Zagreb 2011, ISBN 978-953-215-697-3.&lt;br /&gt;
* Mladen Andreis: &amp;#039;&amp;#039;Stanovništvo otoka Šolte do godine 1900.&amp;#039;&amp;#039; Šolta, Opcina 2011, ISBN 978-953-55249-1-5 [https://www.rodoslovlje.hr/clanci/mladen-andreis-stanovnistvo-otoka-solte-do-godine-1900]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Općina Šolta |url=http://www.solta.hr |titel=Šolta Općina Šolta |sprache=hr |kommentar=offizielle Seite der Gemeinde Šolta |zugriff=2019-08-13}}&lt;br /&gt;
* [https://www.croatiatraveller.com/Local-Ferries/Split-Rogac.html#.UDO03FVmLZE Fahrzeiten der Fähren]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden der Gespanschaft Split-Dalmatien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Necujam}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Šolta]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Graph Pixel</name></author>
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