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	<title>Naum von Ohrid - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;GünniX: WPCleaner v2.05 - Begriffsklärung. - Unterpannonien / Wikipedia:WPSK (Undefiniertes Ende bei Einzelnachweis)</title>
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		<updated>2026-03-27T04:33:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://192.168.1.62:8083/index.php/WP:CLEANER&quot; class=&quot;extiw&quot; title=&quot;en:WP:CLEANER&quot;&gt;WPCleaner&lt;/a&gt; v2.05 - Begriffsklärung. - &lt;a href=&quot;/index.php?title=Unterpannonien&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Unterpannonien (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Unterpannonien&lt;/a&gt; / &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:WPSK&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:WPSK&quot;&gt;Wikipedia:WPSK&lt;/a&gt; (Undefiniertes Ende bei Einzelnachweis)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|1=Naum}}&lt;br /&gt;
[[Datei:SaintNaum.jpg|mini|„Der heilige Naum von Ohrid“, [[Prozession]]sikone aus dem Ende des [[14. Jahrhundert]]s, aus der Kirche &amp;#039;&amp;#039;Sveta Bogorodica Perivlepta&amp;#039;&amp;#039; in [[Ohrid]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Naum von [[Ohrid]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Naum von [[Weliki Preslaw|Preslaw]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt ([[altbulgarisch]]: Наоумъ Охридскїй bzw. Наумъ Прѣславьскїй, [[Bulgarische Sprache|neubulgarisch]] und [[Mazedonische Sprache|mazedonisch]]: Наум Охридски &amp;#039;&amp;#039;Naum Ohridski&amp;#039;&amp;#039; bzw. Наум Преславски &amp;#039;&amp;#039;Naum Preslawski&amp;#039;&amp;#039;; * um 830 im [[Erstes Bulgarisches Reich|Ersten Bulgarischen Reich]]; † [[23. Dezember]] [[910]] in Ohrid, [[Erstes Bulgarisches Reich]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS1998&amp;quot;&amp;gt;Härtel, Schönfeld, S. 30–33&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein mittelalterlicher [[Bulgaren|bulgarischer]] Gelehrter, [[Missionar]] und Heiliger, der unter den [[Slawen]] wirkte, und zählt zu den sogenannten [[Sieben Heilige (bulgarisch-orthodoxe Kirche)|Sieben Apostel]] des Ersten Bulgarischen Reiches.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.com/books?id=YbS9QmwDC58C&amp;amp;dq=saint+naum+boris&amp;amp;pg=PA128 The early medieval Balkans: a critical survey from the sixth to the late twelfth century, John Van Antwerp Fine, University of Michigan Press, 1991], ISBN 0-472-08149-7, S. 128.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |last=Obolensky |first=Dimitri |title=Byzantium and the Slavs |publisher=St Vladimir&amp;#039;s Seminary Press |year=1994 |isbn=0-88141-008-X |pages=48–49|language=en}}[https://books.google.com/books?id=jv6jcwjW9WUC&amp;amp;dq=Obolensky+Dimitri+saint+naum&amp;amp;pg=PA48]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.com/books?id=tGSAyNr4870C&amp;amp;dq=Saint+Naum+bulgarian&amp;amp;pg=PA25 Monks and Laymen in Byzantium, 843-1118, Rosemary Morris, Cambridge University Press, 2003], ISBN 0-521-31950-1, S. 25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.com/books?id=1jSg3lxgSy8C&amp;amp;dq=saint+naum+boris&amp;amp;pg=PA159 Historical dictionary of the Republic of Macedonia, Dimitar Bechev, Scarecrow Press, 2009], ISBN 0-8108-5565-8, S. 159.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.com/books?id=KfqbujXqQBkC&amp;amp;pg=PA309 The national question in Yugoslavia: origins, history, politics], Cornell Paperbacks: Slavic studies, history, political science, [[Ivo Banac]], Cornell University Press, 1988, ISBN 0-8014-9493-1, S. 309.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er gehörte zu den Schülern von [[Kyrill und Method]] und wird mit der Entwicklung der [[Glagolitische Schrift|glagolitischen]] und [[Kyrillisches Alphabet|kyrillischen Schrift]] in Verbindung gebracht. Naum war einer der Gründer der [[Schule von Preslaw|Literaturschule von Preslaw]]. Später wirkte er an der [[Schule von Ohrid|Literaturschule von Ohrid]]. Er gehörte zu den ersten Heiligen, die von der [[Bulgarisch-Orthodoxe Kirche|Bulgarisch-Orthodoxen Kirche]] nach ihrer Gründung im [[9. Jahrhundert]] heiliggesprochen wurden. Die Mission des Naum von Ohrid spielte eine bedeutende Rolle bei der [[Ethnokulturalismus|ethnokulturellen]] Transformation der lokalen [[Sklavinen|frühslawischen Bevölkerung]] im damaligen [[Kutmičevica]] ([[Makedonien]] und [[Albanien|Südalbanien]]) zu [[Bulgaren]].&amp;lt;ref&amp;gt;John Van Antwerp Fine, The Early Medieval Balkans: A Critical Survey from the Sixth to the Late Twelfth Century, University of Michigan Press, 1991, ISBN 0-472-08149-7, S. 127–128.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Informationen über seine frühen Jahre sind spärlich. Laut der Zweiten Lebensbeschreibung des Heiligen Naum wuchs er in [[Moesia]] auf, der byzantinischen Bezeichnung für [[Bulgarien]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kiril Petkov, The Voices of Medieval Bulgaria, Seventh-Fifteenth Century: The Records of a Bygone Culture, Volume 5, BRILL, 2008, ISBN 90-04-16831-1, S. 161.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Hagiographie des [[Kliment von Ohrid]] durch [[Theophylakt von Ohrid]] und einigen anderen Quellen zufolge nahm Naum im Jahr 863 zusammen mit Kyrill und Method, ihren Schülern Gorazd, Kliment von Ohrid, Angelarij und Sava sowie weiteren slawischen Missionaren an der historischen Mission nach [[Großmähren]] teil.&amp;lt;ref&amp;gt;Kantor, Marvin (1983). Medieval Slavic Lives of Saints and Princes. The University of Michigan Press. S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus einem im [[10. Jahrhundert]] verfassten Auszugs aus dem „Leben Naums“ von einem aus Devol stammenden Schüler Naums, dessen Namen unbekannt geblieben ist, heißt es:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„...Der ehrenwürdige und große Vater Naum wuchs in [[Moesien]] auf, und gemäß der Erziehung, die ihm seine adligen Eltern angedeihen ließen, hielt er Adel und Reichtum und all das für Spreu und schloss sich dem apostelgleichen [[Kyrill von Saloniki|Konstantin dem Philosophen]] und seinem Bruder [[Method von Saloniki|Method]] an, die umherwanderten und das moesische und [[Dalmatien|dalmatinische]] Volk lehrten, folgte ihnen überallhin, sogar bis zum alten [[Rom]]...“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Auszug&amp;quot;&amp;gt;Auszug aus dem &amp;#039;&amp;#039;„Leben Naums“&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;„Житие на св. Наум“&amp;#039;&amp;#039;) verfasst im 10. Jahrhundert von einem aus [[Kreis Devoll|Devol]] stammenden Schüler Naums, dessen Namen unbekannt geblieben ist. Eine altslawische Abschrift des Buches ist 1906 im [[Kloster Zografou]] entdeckt worden. Es gibt außerdem drei griechische Übersetzungen aus den Jahren 1695, 1740 und 1742, die aber gekürzt sind und nur wenig biographisches Material über Naum enthalten (Sekundärquellen: Kossew, Boshinow, Panajotow, 1982 sowie Васил Златарски, &amp;#039;&amp;#039;История на българската държава през средните векове&amp;#039;&amp;#039;, Band I., Teil 2., Sofia, 1971 und Trapp, E. &amp;#039;&amp;#039;Die Viten des hl. Naum von Ochrid&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Byzantinoslavica&amp;#039;&amp;#039;, 35, 1974, S. 161–185 und П. Лавров: &amp;#039;&amp;#039;Жития св. Наума Охридского и служба ему&amp;#039;&amp;#039;, In: Известия отделения русского языка и словесности Академии наук, XII., 4., 1907, S. 1–51).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== In Großmähren und Unterpannonien ===&lt;br /&gt;
In den folgenden 22 Jahren arbeitete er mit Kyrill und Method sowie anderen Missionaren an der Übersetzung der [[Bibel]] ins [[Altkirchenslawisch]]e und deren Verbreitung in [[Großmähren]] und im [[Fürstentum]] [[Pannonia inferior (Fränkisches Reich)|Unterpannonien]]. 867 oder 868 wurde er in [[Rom]] zum Priester geweiht, zusammen mit zwei weiteren Schülern von Kyrill und Methodi, Gorazd und [[Kliment von Ohrid]], durch die Bischöfe [[Formosus]] und [[Gauderich von Velletri|Gauderich]]. Für die Mission in Mähren entwickelten die Missionare das [[Glagolitische Schrift|glagolitische Alphabet]], das erste Alphabet, das den spezifischen Merkmalen der [[Slawische Sprachen|slawischen Sprache]] entsprach. Seine Nachfolgeschrift, das [[Kyrillisches Alphabet|Kyrillische]], wird noch heute von vielen Sprachen verwendet. Die Missionare verfassten auch das erste slawische Zivilgesetzbuch, das in Großmähren Anwendung fand. Die Missionsarbeit stieß jedoch auf Widerstand deutscher Geistlicher, die sich ihren Bemühungen um die Schaffung einer slawischen Liturgie widersetzten. 874 änderte der mährische Fürst [[Kocel]] seine politische Orientierung, wandte sich von [[Konstantinopel]] ab und suchte Kontakte nach Westen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS1998&amp;quot; /&amp;gt; Naum und die anderen Schüler Konstantins und Methods gerieten in Konflikt mit den lateinischen Missionaren, die nach Mähren kamen und der Verkündigung in [[Latein|lateinischer]] (und nicht in slawischer) Sprache den Vorzug gaben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS1998&amp;quot; /&amp;gt; Im Jahr 885 waren die beiden wichtigsten Förderer der Missionare, [[Rastislav (Mähren)|Rastislav von Mähren]] (Großmähren) und Fürst [[Kocel|Koceľ]] von Unterpannonien, sowie Kyrill und Method verstorben, und der Druck der deutschen Kirche nahm zusehends zu. Nach dem Tod Methods 885 wurden seine Schüler vertrieben und fanden Zuflucht im Bulgarischen Reich von Zar [[Boris I.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Southeastern Europe Late Ninth Century.png|mini|320x320px|Das [[Erstes Bulgarisches Reich|Erste Bulgarische Reich]] unter [[Knjas]] [[Boris I.]] im späten [[9. Jahrhundert]].]]&lt;br /&gt;
=== Im Ersten Bulgarischen Reich ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Saint Naum Monastery (манастир Свети Наум код Охрида, Македонија).jpg|mini|Das [[Kloster Sveti Naum]] am [[Ohridsee]] im heutigen [[Nordmazedonien]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 886 empfing der Statthalter von [[Belgrad]], damals in Bulgarien, die Schüler von [[Kyrill und Method]]. Bulgarien wurde zu dieser Zeit von [[Knjas]] Boris I. regiert, der 864 zum [[Christentum]] konvertiert war. Nach der [[Christianisierung]] wurden die religiösen Zeremonien von byzantinischen Geistlichen auf [[Griechische Sprache|Griechisch]] abgehalten. Um den byzantinischen Einfluss auf seinen Staat zurückzudrängen, war Boris I. an der Etablierung der slawischen Sprache im Gottesdienst interessiert. Vor diesem Hintergrund veranlasste Boris die Gründung zweier literarischer Akademien, in denen die Theologie in slawischer Sprache gelehrt werden sollte. Unter Kliments und Naums Leitung wurden zwei berühmte Schulen gegründet – die [[Schule von Ohrid]], wo Kliment tätig war, und die [[Schule von Preslaw]], wo zunächst Naum tätig war (daher auch sein Beiname Preslawski). In den zwei Schulen wurde das [[Altkirchenslawische Sprache|Altkirchenslawische]] bzw. altbulgarische als [[Liturgiesprache]] unterrichtet. Die Entwicklung der altslawischen Schriftkultur verhinderte eine Assimilation an die benachbarten Kulturen und förderte die Herausbildung einer eigenständigen bulgarischen Identität.&amp;lt;ref&amp;gt;Who are the Macedonians? Hugh Poulton, C. Hurst &amp;amp; Co. Publishers, 2000, ISBN 1-85065-534-0, S. 19–20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;A short history of modern Bulgaria, R. J. Crampton, CUP Archive, 1987, ISBN 0-521-27323-4, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naum zog zunächst zusammen mit Kliment von Ohrid, Angelarij und möglicherweise Gorazd (anderen Quellen zufolge war Gorazd zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben) in die Hauptstadt Pliska. Dort verbrachte er die nächsten 25 Jahre seines Lebens. Naum war einer der Gründer der Literaturschule von [[Pliska]], an der er von 886 bis 893 wirkte. Gegen Ende des 9. Jahrhunderts wirkte der heilige Naum gemeinsam mit dem heiligen Kliment von Ohrid von den Zaren Boris I. und [[Simeon I. (Bulgarien)|Simeon I.]] entsandt in der Region Ohrid ([[Kutmičevica]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lexikon des Mittelalters&amp;quot;&amp;gt;Lexikon des Mittelalters, S. 1378 &amp;#039;&amp;#039;„… wirkten in der Region Ohrid die vom bulg. Fürsten Boris I. bzw. seinem Nachfolger Simeon dorthin zur Mission entsandten Heilligen Clements von Ohrid und Naum.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
893, kurz nach seiner Machtergreifung, berief der neue bulgarische [[Simeon der Große|Zar Simeon der Große]] ein Konzil in der neuen Hauptstadt [[Weliki Preslaw|Preslaw]] ein, auf dem Kliment zum Bischof von Drembica und Velika geweiht wurde. Um Kliment in [[Ohrid]] zu ersetzen, entsandte Simeon Naum, der bis dahin in Preslaw gewirkt hatte. Anschließend setzte Naum Kliments Werk in Ohrid fort, einem weiteren wichtigen Zentrum slawischer Gelehrsamkeit. In diesen Jahren wurde an der [[Schule von Preslaw|Literaturschule von Preslaw]] die [[kyrillische Schrift]] entwickelt und in Bulgarien eingeführt, möglicherweise auf Naums Initiative hin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Florin Curta |Titel=Southeastern Europe in the Middle Ages, 500-1250 |Verlag=Cambridge University Press |Ort=Cambridge ; New York |Datum=2006 |Reihe=Cambridge medieval textbooks |ISBN=978-0-521-89452-4 |Abruf=2026-03-26}}, S. 221–222.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;The A to Z of the Orthodox Church, Michael Prokurat, Alexander Golitzin, Michael D. Peterson, Rowman &amp;amp; Littlefield, 2010, ISBN 0-8108-7602-7 [https://books.google.com/books?id=dDi24Fac-rwC&amp;amp;dq=naum+church+slavonic&amp;amp;pg=PA91 S. 91.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben dem Bau von Kirchen und Klöstern widmeten sich Naum und Kliment der Ausbildung slawischer Kleriker und entwickelten Ohrid zu einem kirchlichen und kulturellen Zentrum. Dabei waren sie an der Ausbildung und Erziehung von etwa 3.500 christlichen Studenten beteiligt. Die Schule von Ohrid brachte einen Großteil der altbulgarischen Literatur hervor&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lexikon des Mittelalters&amp;quot; /&amp;gt;. Im Jahr 905 gründete Naum ein Kloster am Ufer des [[Ohridsee]]s, das später seinen Namen ([[Kloster Sveti Naum]]) erhielt. Aus einem im [[10. Jahrhundert]] verfassten Auszugs aus dem „Leben Naums“ von einem aus Devol stammenden Schüler Naums, dessen Namen unbekannt geblieben ist, heißt es:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hösch/Nehring/Sundhaussen&amp;quot;&amp;gt;Hösch/Nehring/Sundhaussen, 2004, S.&amp;amp;nbsp;485.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„...Naum und Kliment kamen in das [[Illyrien|illyrische]] und das lychnidische Land. In den [[Gemeinde Devoll|Dewol-Bergen]] am Ende des Sees der Stadt [[Ohrid|Ochrida]], zwischen den Flüssen gründete Naum ein großes Kloster und eine Kirche, dem [[Erzengel Michael]] und allen himmlischen Kräften geweiht, mit den Mitteln und auf Geheiß des frommen bulgarischen Zaren [[Boris I.|Michail Boris]] und seines Sohnes Zar [[Simeon I. (Bulgarien)|Simeon]]...“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Auszug&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb dort im Jahr 910&amp;lt;ref&amp;gt;Der genaue Tag sollte der 23. Dezember sein (s. Trapp, Byzantinoslavica, XXXV., 1974, S. 166).&amp;lt;/ref&amp;gt;, woraufhin Kliment den Prozess seiner Heiligsprechung einleitete.&amp;lt;ref&amp;gt;Historical Dictionary of Byzantium, John H. Rosser, Scarecrow Press, 2012, ISBN 0-8108-7567-5, [https://books.google.com/books?id=AYpqikYr3Q8C&amp;amp;dq=naum+church+slavonic&amp;amp;pg=PA141 S. 342.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wurde Naum der erste einheimische Heilige Bulgariens.&amp;lt;ref&amp;gt;Southeastern Europe in the Middle Ages, 500-1250, Florin Curta, Cambridge University Press, 2006, ISBN 0-521-81539-8, S. 214.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naum wird heute als „Erleuchter der Bulgaren“ und als Heiliger der [[Bulgarisch-Orthodoxe Kirche|Bulgarisch-Orthodoxen Kirche]] sowie von der [[Mazedonisch-Orthodoxe Kirche|Mazedonisch-Orthodoxen Kirche]] verehrt. Mögliche Gedenktage der 23. Dezember bzw. der 5. Januar oder der 27. Juli, der Gedenktag der [[Sieben Heilige (bulgarisch-orthodoxe Kirche)|Sieben Heiligen]] ({{bgS|Свети седмочисленици}}, Kyrill, Method und ihre fünf Schüler Kliment, Naum, Sava, Gorazd und Angelarij).&amp;lt;ref name=&amp;quot;D2006&amp;quot;&amp;gt;Döpmann, 2006, S. 24–25&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihm zu Ehren trägt der [[St. Naum Peak]] auf der [[Livingston-Insel]] in der Antarktis seinen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans-Dieter Döpmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Kirche in Bulgarien von den Anfängen bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, Biblion Verlag, München 2006, ISBN 3-932331-90-7.&lt;br /&gt;
* Cvetan Grozdanov: &amp;#039;&amp;#039;Sveti Naum Ohridski&amp;#039;&amp;#039;. Skopje 1995, ISBN 9989-30024-0.&lt;br /&gt;
* Hans-Jochim Härtel, Roland Schönfeld: &amp;#039;&amp;#039;Bulgarien&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 1998, ISBN 3-7917-1540-2.&lt;br /&gt;
* [[Edgar Hösch]], Karl Nehring, Holm Sundhaussen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon zur Geschichte Südosteuropas&amp;#039;&amp;#039;.  Wien/Köln/Weimar 2004, ISBN 3-205-77193-1.&lt;br /&gt;
* Frank Kämpfer: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.biolex.ios-regensburg.de/BioLexViewview.php?ID=1438 Naum]&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 3. München 1979, S. 295f.&lt;br /&gt;
* [[Dimiter Kossew]] (Hrsg.), Woin Boshinow (Hrsg.), Ljubomir Panajotow (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Makedonien – eine Dokumentensammlung.&amp;#039;&amp;#039; Bulgarische Akademie der Wissenschaften, Sofia 1982. {{Toter Link |date=2026-03-26 |url=http://titan.bsz-bw.de/bibscout/N/NK/NK1000-NK4700/NK1000-NK1080/NK.1064 }}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20100920225519/http://www.bautz.de/bbkl/n/naum_v_o.shtml |autor=Wolf Oschlies|artikel=Naum von Ohrid|band=32|spalten=995-1014}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Saint Naum|Naum}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119463393|LCCN=nr91036484|VIAF=7249009}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schule von Preslaw]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (10. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klostergründer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orthodoxer Mönch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 9. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Naum&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Naum Ohridski; Naum Preslawski&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Klostergründer und Schüler der heiligen Kyrill und Methodius&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=910&lt;br /&gt;
|STERBEORT=begraben [[Kloster Sveti Naum]] bei [[Ohrid]], Mazedonien&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;GünniX</name></author>
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