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	<title>Naum Slutzky - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T01:41:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-06-06T19:23:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Werk: &lt;/span&gt; Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Naum Slutzky&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ukS|Наум Слуцький|Naum Sluzkyj}}, {{RuS|Наум Слуцкий|Naum Sluzki}}; * [[28. Februar]] [[1894]] in [[Kiew]], [[Russisches Kaiserreich]]; †&amp;amp;nbsp;[[4. November]] [[1965]] in [[Stevenage]], [[England]]) war ein [[Ukraine|ukrainischer]] [[Goldschmied]], Lehrer für [[Produktdesign|Industriedesign]] und Meister am [[Bauhaus|Weimarer Bauhaus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wien, Weimar, Berlin (1905 bis 1927) ===&lt;br /&gt;
Naum Slutzky wurde in Kiew, der heutigen Hauptstadt der [[Ukraine]] geboren. Er entstammte einer alten Goldschmiedfamilie. Bereits sein Vater Nachman war als Handwerker bei der Kiewer Filiale des [[Hoflieferant|Hofjuweliers]] [[Carl Peter Fabergé]] angestellt. Um 1905 wanderte seine Familie wegen ihres jüdischen Glaubens nach [[Wien]] aus. Nach einer [[Handwerk|Lehrzeit]] wurde er 1912 Goldschmied in der [[Wiener Werkstätte]]. 1914 studierte er an der [[Technische Universität Wien|Technischen Hochschule]] in Wien. Von 1917 bis 1919 nahm er Kunstunterricht an der privaten Kunstschule von [[Johannes Itten]] in Wien und wurde 1919 durch [[Walter Gropius]] als Hilfsmeister an das [[Bauhaus]] in Weimar gerufen, war dort 1921 Jungmeister der [[Metallwerkstatt am Bauhaus]] und wurde im folgenden Jahr Meister des Goldschmiedehandwerks. Als eine seiner wichtigsten Arbeiten am Bauhaus gilt ein zwischen 1920 und 1922 entstandener Anhänger, den er der Bauhausstudentin Else Kleinwort schenkte und der daher, bis zu seiner Wiederentdeckung 2009 bei &amp;#039;&amp;#039;[[Kunst und Krempel|Kunst &amp;amp; Krempel]]&amp;#039;&amp;#039; im [[Bayerisches Fernsehen|BR]], als verschollen galt.&amp;lt;ref&amp;gt;Pinakothek der Moderne: [https://www.pinakothek.de/ausstellungen/bauhaus-anhaenger-naum-slutzky Bauhaus-Anhänger von Naum Slutzky]. 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; 1923 heiratete er die Kunstgewerblerin und Inneneinrichterin [[Hedwig Arnheim]]. 1924 verließ er das Bauhaus, um als [[Innenarchitektur|Innenarchitekt]] und Beleuchtungsdesigner zu arbeiten. 1924 bis 1927 hielt sich Naum Slutzky in Wien und Berlin auf und arbeitete für die &amp;#039;&amp;#039;[[Werkstätten Bildender Kunst]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Friedl Dicker]] und [[Franz Singer (Architekt)|Franz Singer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hamburg (1927 bis 1933) ===&lt;br /&gt;
1927 ließ sich Slutzky im Elternhaus seiner Frau am Isequai 5 in Hamburg nieder; dort gestaltete er u.&amp;amp;nbsp;a. die Lichtobjekte des &amp;#039;&amp;#039;Emelka-Palastes&amp;#039;&amp;#039; für [[Karl Schneider (Architekt, 1892)|Karl Schneider]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich de Fries]]: &amp;#039;&amp;#039;Karl Schneider: Bauten.&amp;#039;&amp;#039; Mit einer Einleitung von Heinrich de Fries. Hübsch, Berlin/Leipzig/Wien 1929; Neuausgabe: Gebr. Mann, Berlin 2001, ISBN 3-7861-2365-9&amp;lt;/ref&amp;gt; Es begann eine fruchtbare Schaffensperiode. Er stellte mit der [[Hamburgische Sezession|Hamburgischen Sezession]] in der [[Hamburger Kunsthalle]] aus und schloss Freundschaft mit [[Max Sauerlandt]], dem Direktor am [[Museum für Kunst und Gewerbe]] in [[Hamburg]], der ihn materiell und ideell unterstützte, ihm viele Kontakte in der [[Hansestadt]] verschaffte und schließlich zur [[Auswanderung|Emigration]] nach [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] verhalf. 1930 wurde die kinderlose Ehe mit Hedwig Arnheim aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== London, Birmingham (1933 bis 1965) ===&lt;br /&gt;
1933 emigrierte Slutzky nach [[London]] und unterrichtete von 1935 bis 1940 an der [[Dartington Hall School]] in [[Totnes]], [[Devon (England)|(Devon)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Nazis galt er als „entarteter“ Künstler, und 1937 wurden in der Aktion „[[Entartete Kunst]]“ nachweislich zwei seiner Plastiken und sechzehn Zeichnungen aus dem [[Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg]] beschlagnahmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://emuseum.campus.fu-berlin.de/eMuseumPlus?service=direct/1/ResultDetailView/result.t1.collection_detail.$TspImage.link&amp;amp;sp=10&amp;amp;sp=Scollection&amp;amp;sp=SfieldValue&amp;amp;sp=0&amp;amp;sp=6&amp;amp;sp=3&amp;amp;sp=SdetailView&amp;amp;sp=1&amp;amp;sp=Sdetail&amp;amp;sp=2&amp;amp;sp=F |titel=Stale Session |abruf=2022-06-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die beschlagnahmte Skulptur &amp;#039;&amp;#039;Weibliche Büste&amp;#039;&amp;#039; (Bronze, Höhe 15,5 cm, 1931)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://emuseum.campus.fu-berlin.de/eMuseumPlus?service=RedirectService&amp;amp;sp=Scollection&amp;amp;sp=SfieldValue&amp;amp;sp=0&amp;amp;sp=6&amp;amp;sp=3&amp;amp;sp=SdetailList&amp;amp;sp=0&amp;amp;sp=Sdetail&amp;amp;sp=2&amp;amp;sp=F |titel=Stale Session |abruf=2022-06-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde 2010 mit dem [[Berliner Skulpturenfund]] aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1946 bis 1950 wurde Slutzky Lehrer an der &amp;#039;&amp;#039;Central School of Arts and Crafts&amp;#039;&amp;#039; in London, 1950 gründete er die Abteilung für [[Produktdesign]] an der &amp;#039;&amp;#039;School of Industrial Design&amp;#039;&amp;#039; im [[Royal College of Art]] in London. 1957 bis 1964 leitete er die Abteilung für Industriedesign im &amp;#039;&amp;#039;College of Arts and Crafts&amp;#039;&amp;#039;, [[Birmingham]]. 1965 erhielt er einen Lehrauftrag am &amp;#039;&amp;#039;Ravensbourne College of Art&amp;#039;&amp;#039;. Slutzky starb am 4. November 1965 in [[Stevenage]]/[[Hertfordshire]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Slutzky war ein vielseitiger Künstler, dessen Lebenswerk sowohl [[Schmuck]]stücke, wie Halsketten, Armreife, Ring und Broschen in hoher handwerklicher Qualität als Unikate, wie – vor allem ab 1930 – auch Modelle für Schmuckstücke umfasste, die, mit preisgünstigen Materialien, für die industrielle Produktion gedacht waren. Bereits in seiner Berliner Zeit um 1925 gestaltete Slutzky auch [[Möbel]], wie Sessel, Bücherregale, Tische und Liegen, die sich, wie auch seine anderen Entwürfe, an einer auf Einfachheit, Zweckmäßigkeit und Materialgerechtigkeit gerichteten Gestaltung orientierten. In seiner Hamburger Zeit traten Industrieentwürfe in den Vordergrund. Schreibtischlampen für die Firma Chr. Zimmermann in [[Frankfurt am Main]] entstanden ebenso wie ein Entwurf für [[Essbesteck|Tafelbesteck]] für [[Zwilling J. A. Henckels|J. A. Henckels]] in [[Solingen]]. Daneben beschäftigte sich Slutzky mit Beleuchtungs- und Metalldesign. Hauptwerke waren die Beleuchtung der Bugenhagenkirche, der Aula des [[Museum für Kunst und Gewerbe|Museums für Kunst und Gewerbe]], des Emelka-Filmpalastes und des Neuen Israelitischen Tempels, alle in Hamburg. Aber auch Werke der „freien Kunst“ entstanden: Entwürfe für Tierskulpturen und figurative Arbeiten sind bekannt. In seiner Zeit in [[England]] war Slutzky vor allem als Lehrer hervorgetreten: er gründete Industriedesign-Abteilungen an Kunstschulen und prägte in 30-jähriger Lehrtätigkeit Generationen britischer Industriedesigner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungen Auswahl ==&lt;br /&gt;
=== 1928 bis 1965 ===&lt;br /&gt;
* 1928: [[Hamburgische Sezession|Hamburger Sezession]], 8. Sezessionsausstellung&lt;br /&gt;
* 1930: Hamburger Neue Sezession, [[Hamburger Kunsthalle]]&lt;br /&gt;
* 1930: [[Deutscher Werkbund]] im [[Grand Palais]], Paris (Frankreich)&lt;br /&gt;
* 1931: Hamburger Sezession, 10. Sezessionsausstellung&lt;br /&gt;
* 1961: Goldsmith’s Hall, London (Großbritannien)&lt;br /&gt;
* 1961: [[Museum für Kunst und Gewerbe]], Hamburg: &amp;#039;&amp;#039;Schmuck aus Hamburger Zeit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ab 1965 ===&lt;br /&gt;
* 1966: [[Musée des Arts décoratifs (Paris)|Musée des Arts décoratifs]], Paris (Frankreich)&lt;br /&gt;
* 1968: [[Württembergischer Kunstverein Stuttgart|Württembergischer Kunstverein]], Stuttgart: &amp;#039;&amp;#039;50 Jahre Bauhaus&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1983: [[Hamburger Kunsthalle]]: &amp;#039;&amp;#039;Schmuck von Naum Slutzky&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1986: [[Neue Gesellschaft für bildende Kunst]], Berlin: &amp;#039;&amp;#039;Kunst im Exil&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1995: [[Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Naum Slutzky - Ein Bauhauskünstler in Hamburg&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke in öffentlichem Besitz ==&lt;br /&gt;
* [[Bauhaus-Archiv]], Berlin&lt;br /&gt;
* Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg&lt;br /&gt;
* [[Pinakothek der Moderne]], München&lt;br /&gt;
* [[Schmuckmuseum Pforzheim]]&lt;br /&gt;
* [[British Museum]], London&lt;br /&gt;
* [[Victoria and Albert Museum]], London&lt;br /&gt;
* Goldsmith’s Hall, London&lt;br /&gt;
* [[Schwedisches Nationalmuseum]], Stockholm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* [[Alfred Rohde (Kunsthistoriker)|Alfred Rohde]]: &amp;#039;&amp;#039;Hamburgische Werkkunst der Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Verlagsbuchhandlung Broschek &amp;amp; Co., Hamburg 1927&lt;br /&gt;
* Monika Rudolph: &amp;#039;&amp;#039;Naum Slutzky. Meister am Bauhaus, Goldschmied und Designer.&amp;#039;&amp;#039; Arnold, Stuttgart 1990, ISBN 3-925369-06-6&lt;br /&gt;
* [[Rüdiger Joppien]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Naum Slutzky. Ein Bauhauskünstler in Hamburg. 1894–1965.&amp;#039;&amp;#039; Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg 1995&lt;br /&gt;
* Klaus Weber (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Metallwerkstatt am Bauhaus. Ausstellung im Bauhaus-Archiv, Museum für Gestaltung, Berlin, 9. Februar–20. April 1992.&amp;#039;&amp;#039; Kupfergraben-Verlags-Gesellschaft, Berlin 1992, ISBN 3-89181-405-4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.nationalmuseum.se/sv/English-startpage/Collections/Applied-art-and-modern-design/20th-century/Steel-Coffe-Pot/ Steel Coffe Pot by Naum Slutzky]&amp;#039;&amp;#039; im [[Schwedisches Nationalmuseum|Schwedischen Nationalmuseum]] (mit Kurzbiografie)&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118975757}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118975757}}&lt;br /&gt;
* {{Spk-digital}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118975757|LCCN=n/91/47849|VIAF=67265736}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Slutzky, Naum}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler der Moderne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innenarchitekt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Designer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goldschmied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehrer am Bauhaus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler (Kiew)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ukrainer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1965]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Slutzky, Naum&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Слуцкий, Наум&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=russischer Gebrauchs-Designer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Februar 1894&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kiew]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. November 1965&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stevenage]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Graph Pixel</name></author>
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