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	<title>Naturdenkmal - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Naturdenkmal&amp;diff=48772&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-15131-87 am 12. April 2026 um 16:26 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-12T16:26:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:FFM-Roedelheim Ginkgo ND Sign 01.jpg|mini|Hinweisschild &amp;#039;&amp;#039;Naturdenkmal&amp;#039;&amp;#039; am Stamm des [[Ginkgo in Rödelheim]] in [[Frankfurt am Main]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hofgeismar-Gesundbrunnen - Schlosspark - Flächenhaftes Naturdenkmal-1152.jpg|mini|Der &amp;#039;&amp;#039;Brunnenpark&amp;#039;&amp;#039; in [[Hofgeismar]] ist als &amp;#039;&amp;#039;flächenhaftes Naturdenkmal&amp;#039;&amp;#039; ausgewiesen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturdenkmal 350-jährige Eiche auf dem Platnersberg in Nürnberg 20170825 120016a.jpg|mini|Naturdenkmal Bäreneiche auf dem [[Platnersberg]] in [[Nürnberg]], Alter etwa 300 Jahre&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Lippert: [http://www.monumentale-eichen.de/bayern/2-kategorie/nürnberg/ &amp;#039;&amp;#039;Bäreneiche auf dem Platnersberg in Nürnberg&amp;#039;&amp;#039;] auf [https://www.monumentale-eichen.de Monumentale Eichen von Rainer Lippert]&amp;lt;/ref&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Naturdenkmal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (abgekürzt: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ND&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein natürlich entstandenes [[Landschaftselement]], das unter [[Naturschutz]]&amp;lt;!--i.a.--&amp;gt; gestellt ist. Ein Naturdenkmal kann zum Beispiel ein einzelner Baum ([[Baumdenkmal]]), eine Gehölzgruppe, eine [[Felsnadel]], eine [[Höhle]] oder eine [[Quelle]] sein. Als &amp;#039;&amp;#039;flächenhaftes Naturdenkmal&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Flächennaturdenkmal&amp;#039;&amp;#039; (abgekürzt: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;FND&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) wird beispielsweise ein Felsengarten oder eine Wiese bezeichnet. Naturdenkmäler gelten als „Botschafter“ des Umweltgedankens, da sie das Schutzgut in seiner Vielfalt eindrücklich darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung des Begriffs ==&lt;br /&gt;
[[Alexander von Humboldt]] gilt als Schöpfer des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;Naturdenkmal&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Zielonkowski: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Naturschutzes&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ringvorlesung Naturschutz. Laufener Seminarbeiträge, Ausgabe 02/1989.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von der [[Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege|Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege]] (ANL), Ausgabe: Juni 1989 ([https://www.anl.bayern.de/publikationen/spezialbeitraege/doc/lsb1989_02_gesamtheft.pdf PDF]; 27 MB), S. 5–12, hier S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; In seiner zusammen mit [[Aimé Bonpland]] in französischer Sprache verfassten Beschreibung der Amerikareise, die sie 1799–1804 gemeinsam unternommen hatten, erscheint im ersten Band (1814) der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;monumens&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;nowiki&amp;gt;[&amp;lt;/nowiki&amp;gt;[[sic]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;]&amp;lt;/nowiki&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;de la nature&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alexander von Humboldt]]: &amp;#039;&amp;#039;Relation historique du Voyage aux Regions equinoxiales du Nouveau Continent&amp;#039;&amp;#039;. Band&amp;amp;nbsp;1, Paris 1914, [https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k61298j/f625.item.r=monuments S.&amp;amp;nbsp;617]. Neudruck, hrsg. von Hanno Beck, Stuttgart 1970.&amp;lt;/ref&amp;gt; der in der deutschen Übersetzung mit &amp;#039;&amp;#039;Naturdenkmale&amp;#039;&amp;#039; übersetzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander von Humboldt: &amp;#039;&amp;#039;Reise in die Aequinoctial-Gegenden des neuen Continents&amp;#039;&amp;#039;, deutsch von Hermann Hauff, Band&amp;amp;nbsp;2, Stuttgart 1859, S.&amp;amp;nbsp;199.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch konnte der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Naturdenkmal&amp;#039;&amp;#039; in Wörterbüchern oder Lexika vor 1900 nicht nachgewiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1900 publizierte der Botaniker [[Hugo Conwentz]] den ersten Band eines &amp;#039;&amp;#039;Forstbotanischen Merkbuchs&amp;#039;&amp;#039; mit dem Untertitel &amp;#039;&amp;#039;Nachweis der beachtenswerthen und zu schützenden urwüchsigen Sträucher, Bäume und Bestände im [[Königreich Preussen]]&amp;#039;&amp;#039;. In der Einleitung sprach er von den „Denkmälern der Natur“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conwentz 1900 S. V&amp;quot; /&amp;gt; In einer Denkschrift aus dem Jahr 1904 sprach Conwentz dann schon im Titel von „Naturdenkmälern“ &amp;#039;&amp;#039;(Die Gefährdung der Naturdenkmäler und Vorschläge zu ihrer Erhaltung)&amp;#039;&amp;#039; und erläuterte den Begriff genauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;poschlod2017&amp;quot; /&amp;gt; 1906 wurde in [[Danzig]] die [[Staatliche Stelle für Naturdenkmalpflege in Preußen]] eingerichtet und somit der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Naturdenkmalpflege&amp;#039;&amp;#039; in den Namen einer Behörde aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Kategorie der IUCN: Natural Monument or Feature}} Schutzgebiete der IUCN-Kategorie III ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[IUCN-Kategorien für Schutzgebiete]] gibt es die Kategorie III &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|natural monument or feature}}&amp;#039;&amp;#039;. Die Kategorie III betrifft laut [[IUCN]] „Gebiete, die zum Schutz eines bestimmten Naturdenkmals ausgewiesen sind“:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Natural monument or feature: Protected areas set aside to protect a specific natural monument, which can be a landform, sea mount, submarine cavern, geological feature such as a cave, or even a living feature such as an ancient grove. They are generally quite small protected areas and often have high visitor value.&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;IUCN-Kategorie [http://dd.eionet.europa.eu/vocabularyconcept/cdda/IucnCategoryValue/III/view &amp;#039;&amp;#039;natural monument or feature&amp;#039;&amp;#039;] im [[Europäisches Umweltinformations- und Umweltbeobachtungsnetz|EIONET]] Data Dictionary (Zitat der Definition).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;IUCN (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Tourism and visitor management in protected areas. Guidelines for sustainability.&amp;#039;&amp;#039; Best Practice Protected Area Guidelines Series No. 27, 2018 ([https://portals.iucn.org/library/sites/library/files/documents/PAG-027-En.pdf PDF]; 6,5 MB), S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Naturdenkmal oder -erscheinung: Gebiete, die zum Schutz eines bestimmten Naturdenkmals ausgewiesen sind, z.&amp;amp;nbsp;B. einer Landschaftsform, eines [[Tiefseeberg]]s, einer [[Unterwasserhöhle|Meeresgrotte]], eines geologischen Merkmals wie einer Höhle oder einer lebenden Erscheinung wie einem alten Hain. Es sind im Allgemeinen recht kleine geschützte Gebiete und sie haben oft einen hohen Wert für Besucher.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. IUCN (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Tourismus- und Besuchermanagement in Schutzgebieten. Leitlinien zur Nachhaltigkeit.&amp;#039;&amp;#039; Schriftenreihe Best-Practice-Leitlinien für Schutzgebiete, Nr. 27, 2019 ([https://portals.iucn.org/library/sites/library/files/documents/PAG-027-De.pdf PDF]; 6,4 MB), S. 2. Hier wird nur der erste Satz wiedergegeben.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Benennung dieser Gebietskategorie hängt vom jeweiligen Land ab. Beispielsweise werden Schutzgebiete der IUCN-Kategorie III in Deutschland als „[[Nationales Naturmonument]]“ bezeichnet. Diese Schutzgebietsklasse wurde erst im Jahr 2010 im deutschen [[Bundesnaturschutzgesetz]] (BNatSchG) eingeführt, wobei „Nationale Naturmonumente“ von „Naturdenkmälern“ unterschieden werden. Nationale Naturmonumente werden zusammen mit [[Nationalpark]]s in {{§|24|bnatschg_2009|juris}} BNatSchG behandelt, Naturdenkmäler in {{§|28|bnatschg_2009|juris}} BNatSchG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Kategorie-III-Schutzgebiete variiert von Land zu Land beträchtlich. Bei den nachfolgend unter [[#Nationales]] aufgeführten Ländern sind die Zahlen wie folgt (jeweils Stand Dezember 2023): Es gibt [[Nationales Naturmonument#Liste|8 Kategorie-III-Schutzgebiete]] in Deutschland, 148 in Österreich, 0 in der Schweiz, 192 in Serbien, 0 in Japan.&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen zu Schutzgebieten in den Ländern [https://www.protectedplanet.net/country/AUT Österreich], [https://www.protectedplanet.net/country/CHE Schweiz], [https://www.protectedplanet.net/country/SRB Serbien], [https://www.protectedplanet.net/country/JPN Japan] bei protectedplanet.net, siehe jeweils &amp;#039;&amp;#039;IUCN Management Categories&amp;#039;&amp;#039;. Abgerufen am 27. Dezember 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Die bei Österreich und Serbien angegebenen Zahlen sind möglicherweise nicht aktuell. Bei der Datenbank-Abfrage zu [https://www.protectedplanet.net/country/DEU Deutschland] wurden im Dezember 2023 nur 6 Kategorie-III-Gebiete angezeigt, obwohl es seit Januar 2023 [[Nationales Naturmonument#Liste|8 Kategorie-III-Gebiete]] gab.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nationales ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reichsnaturschutzgesetz-Tafel 1935.JPG|mini|Kennzeichnung eines Naturdenkmals nach dem deutschen [[Reichsnaturschutzgesetz]] von 1935, Anbringung vor 1945]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DDR-Briefmarke Ivenacker Eichen.jpg|mini|DDR-Briefmarke „[[Ivenacker Eichen]]“ aus der Serie „[[Briefmarken-Jahrgang 1977 der Deutschen Post der DDR#Sondermarken|Naturdenkmäler]]“ (1977)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann der [[Naturschutz#Geschichte des Naturschutzes in Deutschland|Aufschwung des Naturschutzgedankens in Deutschland]]. Um die Zeit der Jahrhundertwende wurden [[Zeittafel zur Geschichte des Naturschutzes#Vereine und staatliche Maßnahmen|mehrere Naturschutzvereine gegründet]], zum Beispiel der [[Naturschutzbund Deutschland#Geschichte|Bund für Vogelschutz]] (1899).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1900 erschien der erste Band eines fünfbändigen Verzeichnisses „der beachtenswerthen und zu schützenden urwüchsigen Sträucher, Bäume und Bestände im Königreich Preussen“, das Kandidaten für schützenswerte Naturdenkmäler inventarisierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;poschlod2017&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Poschlod |Titel=Geschichte der Kulturlandschaft |Auflage=2. aktualisierte Auflage |Verlag=Ulmer |Datum=2017 |ISBN=978-3-8001-0926-5 |Seiten=223–233}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Band über die [[Provinz Westpreußen]] schrieb der Verfasser [[Hugo Conwentz]] in der Einleitung, der Staat sei schon lange „erfolgreich bestrebt, die Denkmäler frühzeitiger Kunst und Kultur zu pflegen und zu erhalten“; jetzt solle sich „das erweiterte Interesse der Gegenwart auch den Denkmälern der Natur in gleicher Weise zuwenden“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conwentz 1900 S. V&amp;quot;&amp;gt;Hugo Conwentz: &amp;#039;&amp;#039;Forstbotanisches Merkbuch. Nachweis der beachtenswerthen und zu schützenden urwüchsigen Sträucher, Bäume und Bestände im Königreich Preussen. I. Provinz Westpreussen. Herausgegeben auf Veranlassung des preußischen Ministers für Landwirthschaft, Domänen und Forsten.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1900, Einleitung, [https://archive.org/details/bub_gb_Ux8oAAAAYAAJ/page/n5/mode/2up S. V].&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenfalls im Jahr 1900 erschienen ein von [[Alfred Jentzsch (Geologe)|Alfred Jentzsch]] erstelltes Inventar von Naturdenkmalen in der Provinz [[Ostpreußen]] und die erste Auflage des Bildbandes &amp;#039;&amp;#039;Die größten, ältesten oder sonst merkwürdigen Bäume Bayerns in Wort und Bild&amp;#039;&amp;#039; des Baumfotografen Friedrich Stützer.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Zielonkowski: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Naturschutzes&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ringvorlesung Naturschutz. Laufener Seminarbeiträge 2/89.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von der [[Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege|Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege]] (ANL), Juni 1989 ([https://www.anl.bayern.de/publikationen/spezialbeitraege/doc/lsb1989_02_gesamtheft.pdf PDF]; 27 MB), S. 5–12, hier S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1904 verfasste Conwentz eine Denkschrift mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Die Gefährdung der Naturdenkmäler und Vorschläge zu ihrer Erhaltung&amp;#039;&amp;#039;, die er bei dem Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten einreichte. Sie enthielt eine umfassende Definition des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;Naturdenkmal&amp;#039;&amp;#039;, zu dem auch flächenhafte Elemente der Natur, „Landschafts-“ und „Lebenszustände“ zählten. 1906 übernahm Conwentz die Leitung der neu eingerichteten [[Staatliche Stelle für Naturdenkmalpflege in Preußen|Staatlichen Stelle für Naturdenkmalpflege]] in Danzig. Es war die erste Naturschutzbehörde in Preußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1905 bis 1907 erschienen vier weitere Bände des &amp;#039;&amp;#039;Forstbotanischen Merkbuchs&amp;#039;&amp;#039; für das Königreich Preußen; verschiedene Verfasser erarbeiteten jeweils einen Band über die Naturdenkmale in den preußischen Provinzen [[Provinz Pommern|Pommern]], [[Provinz Hessen-Nassau|Hessen-Nassau]], [[Provinz Schleswig-Holstein|Schleswig-Holstein]] und [[Provinz Hannover|Hannover]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Forstbotanisches Merkbuch. Nachweis der beachtenswerthen und zu schützenden urwüchsigen Sträucher, Bäume und Bestände im Königreich Preussen. II. Provinz Pommern&amp;#039;&amp;#039;, 1905 ([https://archive.org/details/bub_gb_ah8oAAAAYAAJ online]). &amp;#039;&amp;#039;III. Provinz Hessen-Nassau&amp;#039;&amp;#039;, 1905 ([https://archive.org/details/bub_gb_nx8oAAAAYAAJ online]). &amp;#039;&amp;#039;IV. Provinz Schleswig-Holstein&amp;#039;&amp;#039;, 1906 ([https://archive.org/details/bub_gb_nx8oAAAAYAAJ online]). &amp;#039;&amp;#039;Provinz Hannover&amp;#039;&amp;#039;, 1907 ([https://archive.org/details/bub_gb_vx8oAAAAYAAJ online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Weimarer Verfassung]] von 1919 bestimmte in Artikel 150: „Die Denkmäler der Kunst, der Geschichte und der Natur sowie die Landschaft genießen den Schutz und die Pflege des Staates.“&amp;lt;ref&amp;gt;Weimarer Verfassung, [http://www.documentarchiv.de/wr/wrv.html#VIERTER_ABSCHNITT02 Zweiter Hauptteil, Vierter Abschnitt], Artikel 150, Satz 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Reichsnaturschutzgesetz]] (RNG) von 1935 sah in §&amp;amp;nbsp;1 den Schutz von Naturdenkmalen als Gegenstand des Naturschutzes vor, neben dem Schutz von Pflanzen, nichtjagdbaren Tieren, Naturschutzgebieten und sonstigen „Landschaftsteilen in der freien Natur“. Voraussetzung für den Schutz sei bei allen diesen Kategorien, dass die Erhaltung „wegen ihrer Seltenheit, Schönheit, Eigenart oder wegen ihrer wissenschaftlichen, heimatlichen, forst- oder jagdlichen Bedeutung im allgemeinen Interesse liegt“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Text RNG&amp;quot; /&amp;gt; In §&amp;amp;nbsp;3 RNG wurde zu schützenswerten Naturdenkmalen ausgeführt, dies seien „Einzelschöpfungen der Natur, deren Erhaltung wegen ihrer wissenschaftlichen, geschichtlichen, heimat- und volkskundlichen Bedeutung oder wegen ihrer sonstigen Eigenart im öffentlichen Interesse liegt (z.&amp;amp;nbsp;B. Felsen, erdgeschichtliche Aufschlüsse, Wanderblöcke, Gletscherspuren, Quellen, Wasserläufe, Wasserfälle, alte oder seltene Bäume)“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Text RNG&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Schwenkel |Titel=Das Reichsnaturschutzgesetz vom 26. Juni 1935 (RGBl, I, S, 821) und die Verordnung zur Durchführung des Reichsnaturschutzgesetzes vom 31. Oktober 1935 (RGBl. I, S. 1275) mit Erläuterungen |Sammelwerk=Jahrbuch des Vereins zum Schutze der Alpenpflanzen und -Tiere |Band=7 |Ort= |Datum=1935 |Seiten=6 und 8 |Online={{ZOBODAT/URL |pdf/Jh-Ver--vaterl-Naturkunde-Wuerttemberg_91_0005-0056.pdf}} |KBytes=2300}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1940 wurden knapp 50.000 Naturdenkmäler ausgewiesen. Der in der Zeit des Nationalsozialismus ideologisch aufgeladene Naturschutz geriet jedoch immer wieder in Konflikt mit der höher priorisierten Intensivierung der Landwirtschaft und Ausbau von Verkehrswegen (→&amp;amp;nbsp;[[Naturschutz im Nationalsozialismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Bundesrepublik Deutschland löste 1976 das [[Bundesnaturschutzgesetz]] das Reichsnaturschutzgesetz ab&amp;lt;ref name=&amp;quot;poschlod2017&amp;quot; /&amp;gt; und regelt seitdem den Schutz von Naturdenkmalen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesgesetzblatt: [https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?start=//*%5B@attr_id=%27bgbl176s3573.pdf%27%5D#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl176s3573.pdf%27%5D__1680599810172 Bundesnaturschutzgesetz vom 20. Dezember 1976]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[DDR]] galten §&amp;amp;nbsp;3 &amp;#039;&amp;#039;Gesetz zur Erhaltung und Pflege der heimatlichen Natur der DDR&amp;#039;&amp;#039; von 1954, §&amp;amp;nbsp;13 &amp;#039;&amp;#039;Gesetz über die planmäßige Gestaltung der sozialistischen Landeskultur der DDR&amp;#039;&amp;#039; von 1970 und §&amp;amp;nbsp;18 &amp;#039;&amp;#039;Erste Durchführungsverordnung zum Landeskulturgesetz der DDR&amp;#039;&amp;#039; von 1989.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Jan Wüst, Bachelorarbeit, 2017 ([https://digibib.hs-nb.de/file/dbhsnb_thesis_0000001717/dbhsnb_derivate_0000002408/Bachelorarbeit-Wuest-2017.pdf PDF]; 51 MB), S. 18&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Landesnaturschutzgesetz]]e beriefen sich zum Teil noch bis 2005 auf das Reichsnaturschutzgesetz von 1935.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.transparenz.bremen.de/vorschrift_detail/bremen2014_tp.c.89323.de |wayback=20210604124220 |text=Dritte Verordnung zur Sicherung von Naturdenkmalen vom 2. Dezember 1960 }} in Bremen&amp;lt;/ref&amp;gt; Naturdenkmale, die zuvor nach DDR-Recht unter Schutz gestellt worden waren, wurden 1990&amp;lt;!--nach Artikel 6 § 8 des Umweltrahmengesetzes --&amp;gt; vorbehaltlich einer Neuregelung übergeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Sächsisches Naturschutzgesetz: [https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/12836-Saechsisches-Naturschutzgesetz#p51 &amp;#039;&amp;#039;§ 51 Überleitungen bestehender Schutzvorschriften&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 13. Juli 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher kann es in den betreffenden Bundesländern Abweichungen geben, beispielsweise deutlich größere Flächennaturdenkmale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bundesnaturschutzgesetz ====&lt;br /&gt;
In [[Deutschland]] ist der Schutz von Naturdenkmälern seit März 2010 in {{§|28|bnatschg_2009|juris}} [[Bundesnaturschutzgesetz]] (BNatSchG) verankert. Geschützt werden können außer Einzelbäumen auch andere besondere Objekte der Natur (&amp;#039;&amp;#039;Naturgebilde&amp;#039;&amp;#039;) oder entsprechende Flächen bis zu 5 Hektar (&amp;#039;&amp;#039;Flächennaturdenkmale&amp;#039;&amp;#039;), sofern ihr Schutz wegen ihrer [[Seltenheit]], Eigenart oder [[Schönheit]] oder aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen erforderlich ist. Der Schutz bedeutet ein weitgehendes Veränderungsverbot, das wie der jeweilige Schutzgegenstand und -zweck durch Rechtsverordnungen im Landesrecht näher bestimmt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Länder ====&lt;br /&gt;
Die Landesnaturschutzgesetze enthalten unterschiedliche Bestimmungen zu Naturdenkmälern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{§§|URL|2=https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/bshe/document/jlr-BNatSchGAGHErahmen |3=Hessisches Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz (HAGBNatSchG)}} abgerufen am 15. Juni 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt in allen Bundesländern – außer in [[Freie Hansestadt Bremen|Bremen]] – verschiedene Naturdenkmale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=&amp;quot;180px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Naturdenkmal Glienicke.jpg|Naturdenkmal-Schild (Brandenburg)&lt;br /&gt;
 Calvörde-Velsdorf, Naturdenkmal, Schild.jpg|Naturdenkmal-Schild (Sachsen-Anhalt)&lt;br /&gt;
 Naturdenkmal-Schild 2014-06 Berlin-Wartb 1483-1363-120.jpg|Naturdenkmal-Schild (Berlin, Stand 12/1994)&lt;br /&gt;
 Sonderschild Naturdenkmal, Bayerisches Landesamt für Umwelt, Stand 12-2007.svg|Sonderschild Naturdenkmal (Bayern, Stand 12/2007)&lt;br /&gt;
 Flächenhaftes Naturdenkmal Düne Dudenhofen.JPG|Naturdenkmal-Schild (Baden-Württemberg, Hessen)&lt;br /&gt;
 Haensel und Gretel Sengscheid 4.jpg|Eingewachsenes Naturdenkmal-Schild (Saarland)&lt;br /&gt;
 Eiche (Quercus robur) Borsigweg 4 (13).jpg|Naturdenkmal-Schild (Niedersachsen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lindenallee Kleinholz Zell Kufstein-7.jpg|mini|Naturdenkmal in Tirol]]&lt;br /&gt;
In [[Österreich]] können Naturgebilde, besondere Einzelbäume oder Baumgruppen, Felsen, Höhlen und Wasserfälle, wegen ihrer Eigenart, Schönheit, Seltenheit oder ihres besonderen Gepräges, ihrer wissenschaftlichen oder kulturellen Bedeutung von der [[Bezirksverwaltungsbehörde]] zu Naturdenkmalen erklärt werden. Die Objekte werden von den Naturschutzabteilungen der Landesregierungen registriert und sind mit Tafeln mit Landeswappen gekennzeichnet. Sie sind in den [[Landesnaturschutzgesetz]]en definiert, da Naturschutz [[Landesebene (Österreich)|Ländersache]] ist, und in allen neun Bundesländern vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur IUCN-Kategorie&amp;amp;nbsp;III gehören neben der Klasse &amp;#039;&amp;#039;Naturdenkmal&amp;#039;&amp;#039; auch meistens &amp;#039;&amp;#039;[[geschützter Landschaftsteil]]&amp;#039;&amp;#039; und diverse Spezialklassen der Landesebene, wie &amp;#039;&amp;#039;[[geschütztes Naturgebilde]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;(Salzburg), &amp;#039;&amp;#039;[[Naturdenkmal von örtlicher Bedeutung]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;(Vorarlberg) oder &amp;#039;&amp;#039;[[Örtliches Naturdenkmal]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;(Kärnten), und diverser ex-lege-Schutz (nicht explizit ausgewiesene Naturgebilde, die prinzipiell unter Schutz stehen), wie der [[Höhlenschutz]] (sofern es zugängliche [[Schauhöhle]]n sind, sonst gilt Betretungsverbot für die Öffentlichkeit, womit sie in eine höhere Schutzkategorie fallen), oder die &amp;#039;&amp;#039;[[Baumschutzverordnung]]&amp;#039;&amp;#039; (Stadt Salzburg, für alle Bäume eines gewissen Alters/Stammdurchmessers).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
In der [[Schweiz]] ist das &amp;#039;&amp;#039;[[Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;(NHG) maßgebend und die Schutzobjekte sind im &amp;#039;&amp;#039;[[Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;(BLN) aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Serbien ===&lt;br /&gt;
In [[Serbien]] werden sogenannte Schutzgebiete ([[Serbische Sprache|serbisch]] &amp;#039;&amp;#039;zaštićeno područje&amp;#039;&amp;#039;) in sechs Kategorien eingeteilt:&lt;br /&gt;
* Nationalpark (&amp;#039;&amp;#039;nacionalni park&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Naturpark (&amp;#039;&amp;#039;park prirode&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Naturreservat (&amp;#039;&amp;#039;rezervat prirode&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Naturdenkmal (&amp;#039;&amp;#039;spomenik prirode&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Schutzbiotop (&amp;#039;&amp;#039;zaštićeno stanište&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Bereich außerordentlicher Qualität (&amp;#039;&amp;#039;predeo izuzetnih odlika&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
Darunter werden ganzheitliche Gebiete verstanden, die eine spezifische [[Geologie|geologische]], biologische oder für das Ökosystem relevante Vielfalt aufweisen. Insbesondere geht mit der Ausweisung als Naturdenkmal das Verbot einher, auch nur Teile des Denkmals zu verändern. Naturdenkmäler können geologischen, [[Geomorphologie|geomorphologischen]], [[Speläologie|speläologischen]], [[Hydrologie|hydrologischen]] oder [[Botanik|botanischen]] Ursprungs sein und werden vom zuständigen Ministerium für Umwelt und Raumplanung (&amp;#039;&amp;#039;ministarstvo životne sredine i prostornog planiranja&amp;#039;&amp;#039;) ernannt. In Serbien gibt es fünf Nationalparks, 13 Naturparks, 74 Naturreservate, 78 Naturdenkmäler, drei Schutzbiotope und 28 Bereiche außerordentlicher Qualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Japan ===&lt;br /&gt;
In [[Japan]] können Tiere, Pflanzen, geologische Formationen und Naturschutzgebiete zum Naturdenkmal ({{lang|ja|天然記念物}}, &amp;#039;&amp;#039;Tennen Kinenbutsu&amp;#039;&amp;#039;) deklariert werden. Die Einteilung erfolgt in Abgrenzung zum Kulturdenkmal ({{lang|ja|文化記念物}}, &amp;#039;&amp;#039;Bunka Kinenbutsu&amp;#039;&amp;#039;), das vom Menschen im Rahmen kultureller Aktivitäten geschaffen wird. In Japan erfolgt die amtliche Klassifikation von Naturdenkmälern nach dem [[Kulturgutschutzgesetz (Japan)|Kulturgutschutzgesetz]] und den Kulturgutschutzbestimmungen der Gebietskörperschaften ({{lang|ja|地方自治体}}). Die Ernennung erfolgt durch den [[Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (Japan)|Minister für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie]], die Klassifikation obliegt dem [[Bunka-chō|Amt für kulturelle Angelegenheiten]]. Die Ernennung zum Naturdenkmal kann durch den Zusatz „besonderes Naturdenkmal“ um eine Ernennungsstufe und damit in der Wertschätzung erhöht werden.&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Grundlage für die Ernennung sind die „Bestimmungen zur Ernennung von Naturdenkmälern, landschaftlich schönen Orten und historischen Stätten, die Bestimmungen zur Ernennung besonderer historischer Stätten und Naturdenkmäler und die Bestimmungen zur Ernennung zum [[Wichtiges Kulturgut Japans|Wichtigen Kulturgut]] und [[Nationalschätze Japans|Nationalschatz]]“ ({{lang|ja|「国宝及び重要文化財指定基準並びに特別史跡名勝天然記念物及び史跡名勝天然記念物指定基準」}}) von 1951.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.mext.go.jp/b_menu/hakusho/nc/k19510510001/k19510510001.html |titel={{lang|ja|昭和二十六年文化財保護委員会告示第二号（国宝及び重要文化財指定基準並びに特別史跡名勝天然記念物及び史跡名勝天然記念物指定基準}} |hrsg=[[MEXT]] |sprache=ja |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180111110223/http://www.mext.go.jp/b_menu/hakusho/nc/k19510510001/k19510510001.html |archiv-datum=2018-01-11 |abruf=2015-01-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Idee des Schutzes von Naturdenkmälern geht auf westliche Vorbilder, insbesondere Deutschland, die Schweiz und Amerika, zurück und umfasst anders als in westlichen Breiten auch Lebewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der japanische Begriff für Naturdenkmal „Tennen Kinenbutsu“ geht auf einen Vorschlag des Botanikers [[Miyoshi Manabu]] ({{lang|ja|三好学}}, 1862–1939) der [[Universität Tokio|Kaiserlichen Universität Tokio]] zurück. Er ist eine analoge Nachbildung des deutschen Begriffs „Naturdenkmal“ von [[Alexander von Humboldt]]. In einem Aufsatz von 1906 über die Notwendigkeit alte Bäume vor der Abholzung&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Genauer Titel des Aufsatzes: {{lang|ja|「名木の伐滅幷びに其保存の必要」}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu schützen, führte er den Gedanken des Erhaltes von Naturdenkmälern in Japan ein und vertiefte ihn ein Jahr später mit zwei weiteren Schriften,&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Die Titel der beiden Schriften lauten: {{lang|ja|「天然記念物保存の必要竝びに其保存策に就いて」}}, etwa: „Die Notwendigkeit des Erhaltes von Naturdenkmälern nebst einem Plan zum Erhalt derselben“ und {{lang|ja|「自然物の保存及び保護」}}, etwa: „Schutz und Erhalt der Natur“.&amp;lt;/ref&amp;gt; in denen er bereits den Begriff „Tennen Kinenbutsu“ verwendete. 1911 brachte er einen Antrag zum Erhalt von Naturdenkmälern, landschaftlich schönen Orten und historischen Stätten im japanischen [[Kizokuin|Oberhaus]] ein, das 1919 das „Gesetz zum Erhalt historischer Stätten, landschaftlich schöner Orte und Naturdenkmäler“ verabschiedete und den Schutz administrativ verankerte. 1933 wurde das System zum Erhalt von Naturdenkmälern auch in [[Korea unter japanischer Herrschaft|Korea]] und [[Taiwan unter japanischer Herrschaft|Taiwan]], die unter japanischer Herrschaft standen, ein- und nach dem Krieg fortgeführt. 1950 wurde das Gesetz von 1919 zu Gunsten des Kulturgutschutzgesetzes abgeschafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenwärtig (Stand: 29. Juli 2014) sind 1.012 Naturdenkmäler deklariert, darunter 75 als „besondere Naturdenkmäler“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der besonderen Naturdenkmäler Japans|Denkmäler in Japan}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Naturdenkmale in Deutschland]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Liste (Naturdenkmäler in Österreich)|Listen der Naturdenkmäler in Österreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt; nach Autoren alphabetisch geordnet &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ernst-Rainer Hönes: &amp;#039;&amp;#039;Über den Schutz von Naturdenkmälern – Rund 100 Jahre Naturdenkmalpflege.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Gartenkunst]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;16 (2/2004), S.&amp;amp;nbsp;193–242.&lt;br /&gt;
* Anette Lenzing: &amp;#039;&amp;#039;Der Begriff des Naturdenkmals in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Gartenkunst&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;15 (1/2003), S.&amp;amp;nbsp;4–27.&lt;br /&gt;
* Reinhard Piechocki: &amp;#039;&amp;#039;Stichwort: Naturdenkmal.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Naturwissenschaftliche Rundschau&amp;#039;&amp;#039; 59 (4), 2006, {{ISSN|0028-1050}}, S. 233–234.&lt;br /&gt;
* Rudolf Schröder: &amp;#039;&amp;#039;Entwidmung von Baum-Naturdenkmalen – eine ernste Gefahr für ausgewiesene Bäume.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; 1/2019, S. 48–52.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Natural monuments|Naturdenkmäler}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4171310-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste IUCN-Kategorien}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4171310-2|LCCN=sh85090245|NDL=00572848}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturdenkmal| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzkategorie (Umwelt- und Naturschutz)|Denkmal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebiet nach IUCN-Kategorie|#3]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-15131-87</name></author>
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