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	<title>Nationaltheatret - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nationaltheatret&amp;diff=738345&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mef.ellingen: /* Theaterbrand 1980 */ + Sanierung</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Theaterbrand 1980: &lt;/span&gt; + Sanierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:NOR-2016-Oslo-National Theatre.jpg|mini|hochkant=1.3|Das &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039; in Oslo, Frontseite (mit Ibsen- und Bjørnson-Statue)]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in [[Oslo]] wurde 1899 eröffnet und ist das größte [[Sprechtheater]] [[Norwegen]]s. Mit seinen Klassiker&amp;amp;shy;inszenierungen – vor allem der Stücke [[Henrik Ibsen]]s – ist es international bekannt geworden. Besonders in den 1960er und 1970er Jahren und seit etwa 1990 hat das &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039; auch systematisch die Gegenwartsdramatik gefördert. Das vom Architekten [[Henrik Bull]] entworfene Theatergebäude steht seit 1983 unter [[Denkmalschutz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Ihren Namen bekam die neue Hauptbühne Oslos erst während der Bauphase in den 1890er Jahren. Seit der Einweihung des Gebäudes befindet sich unter dem [[Tympanon (Architektur)|Tympanon]] der Frontseite der Schriftzug &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheater&amp;#039;&amp;#039;. Parallel dazu gelangte die bestimmte Form des Wortes (d.&amp;amp;nbsp;h. &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;National-Theatret&amp;#039;&amp;#039;) rasch in Umlauf. Nach der norwegischen [[Rechtschreibreform]] von 1917, die darauf abzielte, die Orthografie stärker der mündlichen Aussprache anzupassen, hätte das Haus eigentlich in &amp;#039;&amp;#039;Nasjonalteater&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Nasjonalteatret&amp;#039;&amp;#039; umgetauft werden müssen, analog zur benachbarten, schon seit 1842 existierenden &amp;#039;&amp;#039;Nasjonalgalleriet&amp;#039;&amp;#039;. Offenbar lag der Leitung des Theaters jedoch daran, für das damals erst 18&amp;amp;nbsp;Jahre alte Haus die ehrwürdigere und [[Tradition]] verheißende Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039; beizubehalten. Die zunächst wichtigste Aufgabe der Kulturinstitution, die darin bestanden hatte, die Bevölkerung mit der noch jungen, nach Selbständigkeit von [[Schweden]] drängenden [[Nation]] zu identifizieren, erhielt dadurch einen Anstrich von Feierlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Das &amp;#039;&amp;#039;Christiania Theater&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Christiania theater.jpg|mini|Das 1837 erbaute &amp;#039;&amp;#039;Christiania Theater&amp;#039;&amp;#039; am [[Bankplassen]]]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Hauses geht auf das vom Architekten [[Christian Heinrich Grosch]] erbaute &amp;#039;&amp;#039;Christiania Theater&amp;#039;&amp;#039; zurück, das sich seit 1837 am [[Bankplassen]] befand und unmittelbar vor der Eröffnung des &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039; geschlossen wurde. Aufgrund der über 400&amp;amp;nbsp;Jahre währenden politischen und kulturellen Abhängigkeit Norwegens von [[Dänemark]] (1380–1814) galt die [[norwegische Sprache]] zunächst noch als unfein und ungehobelt. Vereinzelte Versuche, Norwegisch als Bühnensprache zu etablieren, stießen auf breite Ablehnung der gebildeten Osloer Bürger, die sich von dem so bezeichneten „Rinnstein“-Idiom heftig distanzierten. Folglich waren in den ersten Jahrzehnten überwiegend dänische Schauspieler am &amp;#039;&amp;#039;Christiania Theater&amp;#039;&amp;#039; beschäftigt, die mehrheitlich dänische [[Drama|Dramen]] und [[Vaudeville]]s zur Aufführung brachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Festforestilling Holberg.jpg|miniatur|links|200px|Plakat vom Eröffnungsabend am 1.&amp;amp;nbsp;September 1899]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst ab den 1860er Jahren, nachdem die Bühne eine Fusion mit dem &amp;#039;&amp;#039;Kristiania Norske Theater&amp;#039;&amp;#039; eingegangen war, hielt die norwegische Sprache allmählich Einzug auf der Bühne, und es wurden immer häufiger norwegische Stücke inszeniert. Der Trend vollzog sich parallel zur Genese eines neuen [[Patriotismus|patriotischen]] Bewusstseins, das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Wunsch nach voller Unabhängigkeit entstehen ließ und die [[Personalunion]] mit Schweden (1814–1905) zunehmend in Frage stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eröffnung 1899 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:&amp;quot;Streifzug&amp;quot; mit der Kamera durch Oslo. 01.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039; in Oslo, Rückseite]]&lt;br /&gt;
[[Datei:AS Nationaltheatret 100 nkr 1898.jpg|thumb|Aktie über 100 nkr von AS Nationaltheatret vom Oktober 1898]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diese Entwicklung schloss das &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039; konsequent an. Es wurde im September 1899 mit gleich drei Festvorstellungen eröffnet: am ersten Abend (1. September) wurden Auszüge aus zwei [[Komödie]]n von [[Ludvig Holberg]] gespielt, am zweiten Abend (2. September) ging Henrik Ibsens Schauspiel &amp;#039;&amp;#039;[[Ein Volksfeind]]&amp;#039;&amp;#039; über die Bühne, am dritten Abend schließlich (3. September) stand [[Bjørnstjerne Bjørnson]]s [[Kreuzzug|Kreuzfahrer]]-Drama &amp;#039;&amp;#039;Sigurd Jorsalfar&amp;#039;&amp;#039; auf dem Programm. Zu den Höhepunkten dieses dritten Tages zählte, dass [[Edvard Grieg]] die Aufführungsfassung seiner bekannten Bühnenmusik zu Bjørnsons Stück selbst dirigierte. An allen drei Abenden waren Bjørnson und Ibsen persönlich anwesend, am ersten auch der schwedisch-norwegische König [[Oskar II. (Schweden)|Oskar II]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039; entstand auf private Initiative und wurde zunächst mit rein privaten Mitteln betrieben. Schon 1906, ein Jahr nach der inzwischen erfolgten Unabhängigkeit Norwegens von Schweden, erlebte es seine erste ökonomische Krise. Erst 1927 jedoch gewährte die Stadt Oslo der Bühne einen [[Zuschuss]] von relativ bescheidenen 123.000 Kronen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Lise Lyche, &amp;#039;&amp;#039;Norges teaterhistorie&amp;#039;&amp;#039;, Asker 1991, S. 178.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der norwegische Staat beteiligte sich erstmals 1933 mit einer kleinen Summe an den Kosten, die seitdem jedoch kontinuierlich anstieg. In den 1970er Jahren deckten die Zuwendungen der öffentlichen Hand zeitweise 94 % des [[Budget|Etats]] ab.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Nils Johan Ringdal, &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatrets historie 1899–1999&amp;#039;&amp;#039;, Oslo 2000, S. 416.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Rekordhöhe wurde seitdem allerdings nie wieder erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die ersten Intendanten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bjoernson Bjoern2.jpg|mini|hochkant=0.8|Bjørn Bjørnson]]&lt;br /&gt;
Der erste [[Intendant]] des Hauses war [[Bjørn Bjørnson]], ein Sohn des Dramatikers [[Bjørnstjerne Bjørnson]], der seine umfassende Theaterausbildung unter anderem am [[Burgtheater]] in [[Wien]] erhalten hatte. Für eine Art &amp;#039;&amp;#039;Goldenes Zeitalter&amp;#039;&amp;#039; der neuen Bühne sorgten seine Nachfolger: der norwegische Dichter und Kritiker [[Vilhelm Krag]] und der Schauspieler und Regisseur Halfdan Christensen. Das Projekt der [[Nationenbildung]] trat vorübergehend in den Hintergrund, so dass ausländische Gegenwartsdramatik stärker Fuß zu fassen begann. Standen während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] noch überwiegend deutsche und französische [[Lustspiel]]e auf dem Programm, wurde das [[Repertoire]] nach 1918 ernster. Stücke des lange vernachlässigten schwedischen Ibsen-Rivalen [[August Strindberg]] gelangten nun ebenso auf die Bühne wie sozialkritische Dramen von [[George Bernard Shaw]] oder [[Arthur Schnitzler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit zwischen etwa 1908 und 1933 war nicht zuletzt von Darbietungen großer Schauspieler geprägt, die vereinzelt auch als Regisseure tätig waren. Namen wie [[Hauk Aabel]], August Oddvar, Egil Eide, [[Ingolf Schanche]] oder Ragna Wettergreen sind noch heute jedem norwegischen Theaterliebhaber geläufig. Die bedeutendste Schauspielerin dieser Periode war jedoch ohne Zweifel [[Johanne Dybwad (Schauspielerin)|Johanne Dybwad]], nach der seit 1989 der Platz vor dem Theatergebäude benannt ist. Ihre Popularität war so groß, dass ihr alle Intendanten bedeutende Privilegien einräumten. Sie konnte zeitweise selbst bestimmen, welche Stücke inszeniert und welche Schauspieler eingesetzt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Lise Lyche, &amp;#039;&amp;#039;Norges teaterhistorie&amp;#039;&amp;#039;, Asker 1991, S. 134.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1908 besetzte sich die damals schon 41-jährige Diva als Hedvig in Ibsens &amp;#039;&amp;#039;[[Die Wildente]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;– ungeachtet der Tatsache, dass die Rollenfigur in dem Stück gerade erst ihren 14. Geburtstag feiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039; während der Besatzungszeit ===&lt;br /&gt;
Am 9. April 1940 wurde das Theater nur wenige Stunden nach der [[Norwegen unter deutscher Besatzung|Okkupation Norwegens]] durch deutsche Truppen vorübergehend in eine [[Kaserne]] für Hitlers Soldaten verwandelt. Später erzwang die Besatzungsmacht mehrfach Gastspiele deutscher Theater, die [[Richard Wagner|Wagner]]-Opern, Wiener Operetten und deutsche Klassiker aufführten. Der deutschfreundliche Schauspieler Gustav Berg-Jæger löste den Intendanten Axel Otto Normann ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1941 verhörte die [[Gestapo]] sechs Schauspieler, die im Verdacht standen, Widerstandsaktionen vorzubereiten&amp;amp;nbsp;– mit dem Resultat, dass ihnen mit sofortiger Wirkung untersagt wurde, ihren Beruf weiter auszuüben. Daraufhin traten viele ihrer Kollegen, trotz massiver Drohungen des Reichskommissars [[Josef Terboven]], in einen [[Streik]], der kurz darauf auch die Bühnen in [[Bergen (Norwegen)|Bergen]] und [[Trondheim]] erfasste. Am 24. Mai 1941 wurden 13 Schauspieler des &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039; verhaftet und erst zwei Wochen später, nach etlichen Verhandlungen, wieder auf freien Fuß gesetzt. Nach der Sommerpause dieses Jahres nahmen die Schauspieler auf nachdrückliche Anordnung der Besatzungsmacht ihre Arbeit wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1943 gerieten bei einer Sabotageaktion, die von der norwegischen [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandsbewegung]] koordiniert worden war, das Bühnenhaus, der [[Schnürboden (Theater)|Schnürboden]] und das Dach des Theaters in Brand. Das &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039; war daraufhin monatelang nicht bespielbar; die Proben und Vorstellungen mussten in das Gebäude von &amp;#039;&amp;#039;Det Nye Teater&amp;#039;&amp;#039; (Das Neue Theater) verlegt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Carola Peckolt, &amp;#039;&amp;#039;Das norwegische Theater während der deutschen Besatzung 1940 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Skandinavistik&amp;#039;&amp;#039;, 20, 1990, S. 24–39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Theaterbrand 1980 ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer verheerender Brand, der die Theaterleitung zu allerlei Improvisationen zwang, ereignete sich am 9. Oktober 1980. Das Feuer brach gegen 21 Uhr während einer Vorstellung der Komödie &amp;#039;&amp;#039;Der Eisvogel&amp;#039;&amp;#039; von William Douglas Home aus. Die &amp;#039;&amp;#039;grande dame&amp;#039;&amp;#039; des Theaters, die Schauspielerin [[Wenche Foss]], teilte dem verdutzten Publikum von der Bühne herab mit, dass es das Theater auf direktem Weg zu verlassen habe. Auf der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Amfiscenen&amp;#039;&amp;#039; (Amphibühne) über dem Hauptsaal ging die Vorstellung des Abends unterdessen zunächst noch weiter; die Zuschauer und Schauspieler hatten den rasch ausgelösten Alarm zwar wahrgenommen, aber vermutet, dass in einem anderen Teil des Gebäudes eine Brandübung stattfinde. Mit roher Muskelkraft gelang es dem [[Inspizient (Theater)|Inspizienten]] und einigen Bühnenarbeitern, den elektrisch nicht mehr zu bedienenden [[Eiserner Vorhang (Theater)|Eisernen Vorhang]] herunterzulassen, so dass die Flammen den Zuschauerraum der Hauptbühne nicht erreichen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niemand kam zu Schaden, das Bühnenhaus jedoch wurde komplett zerstört. Ein explodierter [[Scheinwerfer]] wurde später als Brandursache ausgemacht. Bis zur Wiedereröffnung des Theaters im August 1985, mit einer Produktion von Ibsens &amp;#039;&amp;#039;[[Peer Gynt]]&amp;#039;&amp;#039;, fanden die Vorstellungen in einem Zelt vor dem Theater oder auf kleineren Spielflächen im Haus statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sanierung des Theaters ==&lt;br /&gt;
Die Regierung hat 2025 eine Lösung für die notwendige Sanierung des Nationaltheatret beschlossen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das historische Hauptgebäude des Theaters im Zentrum von Oslo wird saniert, die Hauptbühne bleibt im bestehenden Gebäude erhalten. Bevor die Sanierung beginnen kann, benötigt das Theater einen neuen Standort für die permanenten Nebenbühnen mit zugehörigen Räumlichkeiten, in denen während der Sanierungsphase Aufführungen stattfinden können. [[Statsbygg]] sucht daher nach einem Grundstück mit mindestens 5000 m² Fläche innerhalb oder in der Nähe des dritten Osloer Stadtrings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mitarbeiter des Nationaltheaters müssen während der Sanierung des Gebäudes im Zentrum von Oslo ausziehen. Die neuen Räumlichkeiten sollen auch nach Abschluss der Sanierung als permanente Nebenbühnen für das Nationaltheater genutzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hege Njaa Aschim |url=https://www.statsbygg.no/nyheter/statsbygg-soker-tomt-for-nationaltheatret |titel=Statsbygg søker tomt for Nationaltheatret |titelerg= |werk=statsbygg.no |hrsg= |datum=2026-02-09 |seiten= |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2026-02-18|abruf-verborgen= |format= |sprache=no |kommentar= |zitat= |offline=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Profil ==&lt;br /&gt;
=== Anfänge als Drei-Sparten-Theater ===&lt;br /&gt;
In den ersten Jahren fungierte das &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039; nicht nur als Sprechtheater, sondern auch als Institution für Opern- und Operettenaufführungen. Die weltbekannte norwegische Sopranistin [[Kirsten Flagstad]] feierte hier 1913 ihre ersten Erfolge (als Nuri in [[Eugen d’Albert]]s Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Tiefland (Oper)|Tiefland]]&amp;#039;&amp;#039;). Vor allem in ökonomischen Notzeiten sorgten Inszenierungen z.&amp;amp;nbsp;B. von [[Franz Lehár]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Die lustige Witwe]]&amp;#039;&amp;#039; für wichtige Einnahmen. Bis 1919 unterhielt das Theater ein eigenes [[Orchester]], aus dem sich das heute noch existierende &amp;#039;&amp;#039;Oslo Filharmoniske Orkester&amp;#039;&amp;#039; entwickelte. Zwischen 1910 und 1922 war dem Theater darüber hinaus ein eigenes [[Ballett]]ensemble angeschlossen. Erst im Lauf der zwanziger Jahre wurde aus dem klassischen [[Mehrspartentheater|Drei-Sparten-Haus]] (Schauspiel, Musik, Tanz) ein Sprechtheater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holberg, Bjørnson, Ibsen ===&lt;br /&gt;
Von Beginn an&amp;amp;nbsp;– und bis in die Gegenwart hinein&amp;amp;nbsp;– spielte das Werk der Autoren-Trias Holberg, Bjørnson und vor allem Ibsen eine große Rolle für das Repertoire des &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039;. Die Namen dieser oft so bezeichneten &amp;#039;&amp;#039;Säulen&amp;#039;&amp;#039; des Theaters prangen seit jeher an dessen Frontseite.[[Datei:Ibsen photography.jpg|miniatur|links|Henrik Ibsen]] Bjørnson Doppeldrama &amp;#039;&amp;#039;Über die Kraft I&amp;amp;nbsp;– II&amp;#039;&amp;#039; erlebte noch in der Eröffnungssaison seine norwegische [[Erstaufführung]], ebenso wie zwei Jahre später sein Schauspiel &amp;#039;&amp;#039;Paul Lange und Tora Parsberg&amp;#039;&amp;#039;, das seit 1901 zum [[Kanon der Literatur|Kanon]] der Osloer Bühne gehört. Letzteres gilt auch für die Komödien Holbergs, die regelmäßig in den Spielplänen auftauchen. Sein wohl populärstes Werk, &amp;#039;&amp;#039;Jeppe vom Berge&amp;#039;&amp;#039;, wurde zwischen 1903 und 2003 auf höchst unterschiedliche Weise zehnmal inszeniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im März 1900 produzierte das Theater Henrik Ibsens damals sehr umstrittenes Drama &amp;#039;&amp;#039;[[Gespenster (Ibsen)|Gespenster]]&amp;#039;&amp;#039;, das nach jahrelangem Verbot zuvor erst zweimal in Norwegen aufgeführt worden war. In den ersten fünf Jahren nach der Eröffnung des Hauses hatte das Publikum nicht weniger als zwölf Ibsen-Premieren erleben dürfen; das &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039; schloss damit an die Tradition des &amp;#039;&amp;#039;Christiania Theater&amp;#039;&amp;#039; an, das nicht zuletzt durch nationale Erstaufführungen zahlreicher Dramen Ibsens bekannt geworden war. Noch während der Okkupationszeit galten Ibsen-Inszenierungen als Zankapfel. In einzelnen Fällen, z.&amp;amp;nbsp;B. anlässlich einer Produktion von &amp;#039;&amp;#039;Brand&amp;#039;&amp;#039; 1942, beriefen sich sowohl Funktionäre der Besatzungsmacht als auch Teile der Widerstandsbewegung auf den norwegischen Nationaldichter.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Eric Samuelson, &amp;#039;&amp;#039;Occupation Theatre: Ibsen’s &amp;#039;&amp;#039;Brand&amp;#039;&amp;#039; in Performance in Norway, 1940–1942&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Scandinavian Studies&amp;#039;&amp;#039;, 66, 1994, S. 488–520, hier: S. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Internationales Ibsen-Festival ===&lt;br /&gt;
Da die Wirkung der Texte Ibsens bis in die Gegenwart anhält, entschloss sich der damalige Intendant [[Stein Winge]] im Jahr 1990, ein jährliches &amp;#039;&amp;#039;Internationales Ibsen-Festival&amp;#039;&amp;#039; am &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039; zu veranstalten. Interessante Ibsen-Produktionen aus vielen Ländern der Welt, so aus [[Dänemark]], [[Schweden]], [[Deutschland]], [[Österreich]], dem [[Baltikum]], [[Frankreich]], [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]], den [[Vereinigte Staaten|USA]], ja selbst aus [[Burkina Faso]], [[Volksrepublik China|China]], [[Iran]] oder [[Nepal]] wurden seitdem&amp;amp;nbsp;– jeweils zum Beginn der neuen Saison&amp;amp;nbsp;– nach Oslo eingeladen. Diesen Gastspielen werden regelmäßig mehrere Eigenproduktionen von Ibsen-Dramen gegenübergestellt. Seit 2002 findet das Festival in zweijährlichem Rhythmus statt. 2006, zum 100. Todestag Ibsens, waren 31 internationale Produktionen am &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039; sowie einigen kooperierenden Bühnen zu sehen. Begleitet werden die Festivals jeweils von internationalen [[Symposion|Symposien]] zu Ibsens Dramatik. Weltweit dürfte sich keine andere Institution so sehr für das Werk des norwegischen Autors eingesetzt haben wie das &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039;; die Zahl entsprechender Aufführungen auf allen Bühnen des Hauses übersteigt inzwischen 3000.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Alf G. Andersen, {{Webarchiv | url=http://www.hovedstaden.info/news.asp?articleID=220 | wayback=20141005173749 | text=Et nasjonalt symbol}}, www.hovedstaden.no (abgerufen am 1. September 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenwartsdramatik ===&lt;br /&gt;
Schon der erste Intendant Bjørn Bjørnson setzte sich sehr für die norwegische Gegenwartsdramatik seiner Zeit ein. So gelangten mehrere Stücke des damals renommierten Dramatikers [[Gunnar Heiberg]] zur Uraufführung am &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039;. [[Datei:Gunnar Heiberg.JPG|miniatur|links|220px|Gunnar Heiberg (Zeichnung von Erik Werenskiold, 1878)]] Auch Schauspiele in der Minoritätensprache [[Nynorsk]] waren von Beginn an zu sehen, so etwa das überaus erfolgreiche Musiktheaterstück &amp;#039;&amp;#039;Fossegrimen&amp;#039;&amp;#039; von Sigurd Eldegard. Später jedoch erhielt die Nynorsk-Dramatik ihre Heimstatt am 1912 gegründeten [[Det Norske Teatret]], auch wenn Nynorsk-Vorstellungen noch heute vereinzelt im Repertoire des &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039; zu finden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Nähe zum Zeitstück hatte der Intendant Arild Brinchmann, der die künstlerische Leitung der Bühne 1967 mit dem Anspruch übernahm, ein politisch radikales Theater zu präsentieren. In Form einer Gruppenarbeit und mit den ästhetischen Mitteln von [[Revue]] und [[Dokumentartheater]] entstand z.&amp;amp;nbsp;B. 1974 die Produktion &amp;#039;&amp;#039;Jenteloven&amp;#039;&amp;#039; (wörtlich: Das Mädchengesetz, in Anlehnung an [[Aksel Sandemose]]s Begriff [[Janteloven]]). Auf der Grundlage von Interviews wurde in dem Stück vor allem die Situation von Frauen am Arbeitsplatz beleuchtet. Arbeiten dieser Art trugen dem Intendanten heftige Kritik selbst von der staatlichen Aufsichtsbehörde ein.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Lise Lyche, &amp;#039;&amp;#039;Norges teaterhistorie&amp;#039;&amp;#039;, Asker 1991, S. 218.&amp;lt;/ref&amp;gt; Brinchmanns Renommee als Theatermacher litt darunter jedoch kaum, zumal er dafür gesorgt hatte, das norwegische Publikum mit Dramatikern wie [[Samuel Beckett]], [[Harold Pinter]] oder [[Peter Weiss]] vertraut zu machen. Daneben gelang es ihm, europaweit bekannte Regisseure wie [[Ingmar Bergman]] oder [[Hansgünther Heyme]] für einzelne Inszenierungen zu verpflichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Theater hat seit Mitte der 1990er Jahre auch Anteil am internationalen Erfolg des norwegischen Dramatikers [[Jon Fosse]], dessen Bühnenarbeiten weltweit rezipiert werden. Mehrere Fosse-Dramen, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Das Kind&amp;#039;&amp;#039; (1996) und &amp;#039;&amp;#039;Traum im Herbst&amp;#039;&amp;#039; (1999), erlebten ihre Uraufführung am &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039;. Gleichzeitig standen Texte weiterer europäischer Gegenwartsdramatiker (z.&amp;amp;nbsp;B. von [[Sarah Kane]], [[Michael Frayn]], [[Robert Woelfl]], [[Elfriede Jelinek]] oder [[Wassilij Sigarew]]) auf den Spielplänen. 2003 wurde erstmals das &amp;#039;&amp;#039;Samtidsfestivalen&amp;#039;&amp;#039; (Festival der Gegenwartsdramatik) ausgerichtet, das seitdem im alternierenden Rhythmus mit dem Internationalen Ibsen-Festival stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude und Bühnen ==&lt;br /&gt;
=== Architektur ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ibsen sculpture Nationaltheatret.jpg|mini|Ibsen-Statue des Bildhauers Stephan Sinding]]&lt;br /&gt;
Schon Ende der 1870er Jahre begannen die Planungen für einen Theaterneubau, der das &amp;#039;&amp;#039;Christiania Theater&amp;#039;&amp;#039; ersetzen sollte. Ein eigens ausgelobter [[Architekturwettbewerb]] brachte 14 Entwürfe zutage, von denen nach Ansicht der Jury zunächst keiner ganz zufriedenstellend war. Nach einigen Änderungen wurde der Vorschlag des damals erst 27-jährigen Architekten [[Henrik Bull]], der sein Studium in [[Berlin]] absolviert hatte, angenommen. Der erste Spatenstich erfolgte im November 1891, doch wegen ständiger Finanzierungsprobleme und aufwendiger Fundamentierungsarbeiten in einem weitgehend sumpfigen Gelände wurde das neue Haus am &amp;#039;&amp;#039;Studenterlunden&amp;#039;&amp;#039;, unweit von Schloss, [[Storting]] und dem historischen Universitätsgelände an der &amp;#039;&amp;#039;Karl Johans gate&amp;#039;&amp;#039;, erst 1899 fertiggestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bulls Entwurf orientierte sich an der damals gebräuchlichen deutschen Theaterarchitektur. Er kombinierte Elemente des [[Jugendstil]]s, des Berliner [[Klassizismus]] jener Zeit und des [[Rokoko|Neorokoko]] miteinander und war auf ganzheitliche Wirkung angelegt. Das Interieur, z.&amp;amp;nbsp;B. die Einrichtung des [[Parkett]]s und die Möblierung im Vestibül, sollte stilistisch mit dem Außeneindruck des Hauses harmonieren, wovon noch heute die erhalten gebliebene erste Stuhlreihe des Hauptsaales zeugt. An der Ausschmückung der Publikumsbereiche beteiligten sich neben [[Stuckateur]]en aus Deutschland und [[Italien]] zahlreiche bekannte norwegische [[Malerei|Maler]], z.&amp;amp;nbsp;B. [[Christian Krohg]] und dessen Sohn [[Per Krohg]], [[Erik Werenskiold]] und [[Peder Severin Krøyer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Frontseite des Theaters befinden sich seit dessen Eröffnung zwei vom Bildhauer [[Stephan Sinding]] geschaffene Statuen der Dramatiker Bjørnstjerne Bjørnson und Henrik Ibsen. Sie stehen auf übereinandergeschichteten, kreisförmigen Fundamenten, die die Bevölkerung Oslos spöttisch als &amp;#039;&amp;#039;Käsesockel&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. An der Nordseite ist seit 1939 die Holberg-Statue des Bildhauers [[Dyre Vaa]] zu sehen. Neben Holberg stehen zwei seiner bekanntesten Bühnenfiguren: das aus der [[Commedia dell’arte]] entlehnte pfiffige Dienerpaar &amp;#039;&amp;#039;Henrik&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Pernille&amp;#039;&amp;#039;. Letztere Figur ist Namenspatronin eines in unmittelbarer Nähe des Theaters gelegenen Freiluft-Restaurants, das traditionell ein Künstlertreffpunkt sowie der Mittelpunkt sogenannter [[Russfeier]]n ist.&lt;br /&gt;
[[Datei:Oddvar.jpg|miniatur|Das Engagement des Schauspielers August Oddvar, einer Institution des Hauses, währte von der ersten Saison 1899/1900 bis 1960 (Zeichnung des Kostümbildners Andreas Bloch).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptbühne ===&lt;br /&gt;
Die von einem mächtigen Goldbogen umrahmte Hauptbühne von 1899, die nach diversen Umbauten und Modernisierungen noch heute genutzt wird, war als klassisches [[Guckkastentheater]] konzipiert. Ihr [[Orchestergraben]] bietet 45 Musikern Platz; schon seit 1917 ist sie drehbar. Ursprünglich war der Saal der Hauptbühne für 1268 [[Zuschauer]] ausgelegt; nach dem Bau der &amp;#039;&amp;#039;Amfiscenen&amp;#039;&amp;#039; in der Rundkuppel des Gebäudes finden noch 741 Besucher Platz in dem prachtvoll dekorierten Raum. Auf der Hauptbühne werden nationale wie internationale Klassiker, regelmäßig aber auch Kinder- und Jugendtheaterstücke, gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Bühnen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die &amp;#039;&amp;#039;Amfiscenen&amp;#039;&amp;#039; 1963 im dritten Stock des Hauses eröffnet wurde, war sie die erste norwegische Nebenbühne, die sich im Hauptgebäude eines Theaters befand. Nach Umbauten in den Jahren 1980 (im Anschluss an den Theaterbrand) sowie 1999 ist der Raum aufgrund einer flexiblen Bestuhlung sehr variabel nutzbar. Je nach Raumlösung fasst der kleine Saal bis zu 230 Besucher. Die &amp;#039;&amp;#039;Amfiscenen&amp;#039;&amp;#039; beheimatet Theaterliteratur aller [[Genre]]s und wird gerne auch für Gastspiele zur Verfügung gestellt. 2004 zeigte dort z.&amp;amp;nbsp;B. das [[Ensemble (Theater)|Ensemble]] &amp;#039;&amp;#039;Mabou Mines&amp;#039;&amp;#039; aus [[New York City|New York]] eine spektakuläre Adaption des Stückes [[Nora oder ein Puppenheim|Nora]] von Ibsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1983 wurde ein Teil der Werkstätten in den Osten Oslos verlegt. Seitdem fungiert der ehemalige &amp;#039;&amp;#039;Malersalen&amp;#039;&amp;#039; ([[Malersaal]]) des Theaters als weitere Spielfläche. Der intime Raum, für den maximal 60 Zuschauer pro Vorstellung vorgesehen sind, hat sich zu einem wichtigen Forum für die norwegische und internationale Gegenwartsdramatik entwickelt. Auch Lyrikabende oder Autorenpräsentationen finden hier gelegentlich statt. Eher sporadisch zum Einsatz kommt die &amp;#039;&amp;#039;Bakscenen&amp;#039;&amp;#039; (Hinterbühne), die nur dann bespielt werden kann, wenn sie nicht als Lagerstätte für [[Kulisse (Bühne)|Kulissen]] und [[Requisite]]n in Zusammenhang mit materialaufwendigen Inszenierungen auf der Hauptbühne benötigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Torshovteatret ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Torshovteatret.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Torshovteatret&amp;#039;&amp;#039; in der Vogts gate]]&lt;br /&gt;
Ebenfalls dem &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039; angeschlossen ist das 1977 gegründete &amp;#039;&amp;#039;Torshovteatret&amp;#039;&amp;#039;, das sich in einem 1928 erbauten ehemaligen Bibliotheksgebäude in der &amp;#039;&amp;#039;Vogts gate&amp;#039;&amp;#039; befindet. Es entsprach dem Zeitgeist jener siebziger Jahre, ein reines Stadtteiltheater in den östlichen, kulturell eher unterversorgten Bezirken Oslos zu etablieren. Mit einem dezidiert volkstümlichen, dabei aber politisch keineswegs indifferenten Programm sollte dem Institutionstheater ein neues Publikum jenseits des [[Bildungsbürgertum]]s gewonnen werden. Den Schauspielern wiederum wurde ein größeres [[Mitbestimmungsrecht]] in allen Repertoirefragen zugestanden. Noch heute liegt die künstlerische Leitung in den Händen einer drei- bis vierköpfigen Schauspielergruppe, die über einen Zeitraum von zwei Jahren ein gemeinsames ästhetisches Konzept entwickelt und weitgehend selbständig über einen bestimmten Etat verfügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eröffnet wurde das &amp;#039;&amp;#039;Torshovteatret&amp;#039;&amp;#039; mit einem Drama über die Nöte alter Menschen im [[Wohlfahrtsstaat]], das sich als Kassenschlager entpuppte und nicht weniger als 63-mal vor ausverkauften Rängen lief. Ein ähnlich großer Erfolg war die kurz darauf im Frühjahr 1978 produzierte [[Farce (Theater)|Farce]] &amp;#039;&amp;#039;[[Bezahlt wird nicht!]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Dario Fo]]. Seitdem haben die Vorstellungen auf der zirkusartigen, runden Bühne immer wieder zu künstlerischen und politischen Diskussionen provoziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenwart ==&lt;br /&gt;
=== Ziele und Perspektiven ===&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039; hat sich das künstlerische Ziel gesetzt, ein führendes Theater in Europa zu werden und profiliert sich dabei nach wie vor unter anderem über das Ibsen-Festival und das &amp;#039;&amp;#039;Samtidsfestivalen&amp;#039;&amp;#039;. Darüber hinaus ist das Theater in den letzten Jahren punktuelle Kooperationen mit den Nationalbühnen Dänemarks und Schwedens ([[Det Kongelige Teater]]; [[Königliches Dramatisches Theater|Kungliga Dramatiska Teatern]]) eingegangen. Unter der Federführung der staatlichen norwegischen [[Entwicklungshilfe]] arbeitete das &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039; zwischen 2002 und 2006 mit dem &amp;#039;&amp;#039;Carrefour International de Théâtre de Ouagadougou&amp;#039;&amp;#039; in Burkina Faso zusammen. Dieses Engagement nahm seinen Anfang in multikulturellen Inszenierungen des &amp;#039;&amp;#039;Torshovteatret&amp;#039;&amp;#039; und führte zur Entwicklung von gemeinsamen Produktionen in Afrika (unter anderem von &amp;#039;&amp;#039;Ein Volksfeind&amp;#039;&amp;#039;, 2002), die anschließend nach Oslo eingeladen wurden. Der Schauspieler Issaka Sawadogo aus [[Ouagadougou]] war zeitweise festes Ensemblemitglied des &amp;#039;&amp;#039;Torshovteatret&amp;#039;&amp;#039;. Weitere Kooperationen in Westafrika sind geplant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ensemble und Aufführungen ===&lt;br /&gt;
Am &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039; sind knapp 90 Schauspieler engagiert, die zu den besten des Landes gezählt werden und Erfolge teilweise auch mit nationalen und internationalen [[Film]]projekten erzielt haben. Dieses Ensemble erarbeitete 2008 insgesamt 771 Aufführungen, die von 212.000 Zuschauern gesehen wurden, was einer Sitzauslastung von 78 Prozent entsprach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nationaltheatret 2008&amp;quot;&amp;gt;  {{Webarchiv|text=Årsberetning 2008 |url=http://www.nationaltheatret.no/Nationaltheateret/Om_oss/Arsmeldinger/filestore/rsmelding08.pdf |wayback=20111203103352}} (PDF; 2,5&amp;amp;nbsp;MB) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Öffentlich bezuschusst wurde das Theater 2008 – bei Karteneinnahmen von 49,2 Millionen Kronen (circa 5,7 Millionen Euro) – mit einem Betrag von 135 Millionen Kronen (circa 15,8 Millionen Euro).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nationaltheatret 2008&amp;quot;/&amp;gt; Mit privaten Firmen wie dem Finanzdienstleistungsunternehmen [[DnB NOR]] hat das Theater mehrjährige [[Sponsoring|Sponsorenverträge]] abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Intendant des &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret&amp;#039;&amp;#039; ist seit dem 1. Januar 2021 [[Kristian Seltun]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Intendanten ==&lt;br /&gt;
{|width=&amp;quot;100%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;50%&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* 1899–1907 [[Bjørn Bjørnson]]&lt;br /&gt;
* 1908–1911 [[Vilhelm Krag]]&lt;br /&gt;
* 1911–1923 Halfdan Christensen&lt;br /&gt;
* 1923–1927 Bjørn Bjørnson&lt;br /&gt;
* 1928–1930 Einar Skavlan&lt;br /&gt;
* 1930–1933 Halfdan Christensen&lt;br /&gt;
* 1933–1934 Anton Rønneberg&lt;br /&gt;
* 1934–1935 Johan Henrik Wiers-Jensen&lt;br /&gt;
* 1935–1941 Axel Otto Normann&lt;br /&gt;
* 1941–1945 Gustav Berg-Jæger&lt;br /&gt;
* 1945–1946 Axel Otto Normann&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;50%&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* 1946–1960 Knut Hergel&lt;br /&gt;
* 1960–1961 Carl Fredrik Engelstad&lt;br /&gt;
* 1962–1967 Erik Kristen-Johanssen&lt;br /&gt;
* 1967–1978 Arild Brinchmann&lt;br /&gt;
* 1978–1986 [[Toralv Maurstad]]&lt;br /&gt;
* 1986–1988 [[Kjetil Bang-Hansen]]&lt;br /&gt;
* 1988–1990 [[Ellen Horn]], [[Ole-Jørgen Nilsen]] und Sverre Rødahl&lt;br /&gt;
* 1990–1992 Stein Winge&lt;br /&gt;
* 1992–2000 Ellen Horn&lt;br /&gt;
* 2000–2008 Eirik Stubø&lt;br /&gt;
* 2009–2020 Hanne Tømta&lt;br /&gt;
* seit 2021&amp;amp;nbsp;Kristian Seltun&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martin Kolberg: Nationaltheatret i Oslo. - In: [[Manfred Brauneck]] / Gérard Schneilin (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Theaterlexikon. Begriffe und Epochen, Bühnen und Ensembles&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlts Enzyklopädie, Reinbek bei Hamburg 1992 (3., vollständig überarbeitete und erweiterte Neuausgabe) ISBN 3-499-55465-8.&lt;br /&gt;
* Lise Lyche: &amp;#039;&amp;#039;Norges teaterhistorie&amp;#039;&amp;#039;. Tell, Asker 1991, ISBN 82-7522-006-8.&lt;br /&gt;
* Nils Johan Ringdal: &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatrets historie 1899–1999&amp;#039;&amp;#039;. Gyldendal, Oslo 2000, ISBN 82-05-26482-1.&lt;br /&gt;
* Anton Rønneberg: &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret gjennom femti år&amp;#039;&amp;#039;. Gyldendal, Oslo 1949.&lt;br /&gt;
* Anton Rønneberg: &amp;#039;&amp;#039;Nationaltheatret 1949–1974&amp;#039;&amp;#039;. Gyldendal, Oslo 1974, ISBN 82-05-06253-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.nationaltheatret.no/ Website des Theaters]&lt;br /&gt;
* [http://www.ibsenfestivalen.no/ Ibsenfestival 2008]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=59/54/51.49/N |EW=10/44/3.3/E |type=landmark |region=NO}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Exzellent|25. Dezember 2006|25511361}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=3051217-7|LCCN=n98045258|VIAF=295751298}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst (Oslo)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theater (Norwegen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theatergebäude]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Oslo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationaltheater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1890er Jahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mef.ellingen</name></author>
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