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	<title>Nationalpark Virunga - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Earwig am 14. April 2026 um 19:00 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-14T19:00:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Schutzgebiet&lt;br /&gt;
| Name=Nationalpark Virunga&lt;br /&gt;
| IUCN_Kategorie    = II&lt;br /&gt;
| WDPA-ID           = 166889&lt;br /&gt;
| Bild              = Virunga_Mountain_Gorilla.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung  = Gorilla im Virunga-Nationalpark&lt;br /&gt;
| Lage              = [[Nord-Kivu]], [[Demokratische Republik Kongo|DR Kongo]]&lt;br /&gt;
| Breitengrad       = 0/23/45/S&lt;br /&gt;
| Längengrad        = 29/30/7/E&lt;br /&gt;
| Region-ISO        = CD&lt;br /&gt;
| Fläche            = 7835&lt;br /&gt;
| Einrichtungsdatum = 1925&lt;br /&gt;
| Verwaltung        = [[Institut Congolais pour la Conservation de la Nature]] (ICCN)&lt;br /&gt;
| Besonderheiten    = ältester [[Nationalpark]] [[Afrika]]s&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Welterbe&lt;br /&gt;
|Name          = Nationalpark Virunga&lt;br /&gt;
|Bild          = &lt;br /&gt;
|Beschriftung  = &lt;br /&gt;
|Staats-Gebiet = {{Demokratische Republik Kongo}}&lt;br /&gt;
|Typ           = Natur&lt;br /&gt;
|Kriterien     = (vii) (viii) (x)&lt;br /&gt;
|Fläche        = 800.000&lt;br /&gt;
|Puffer        = &lt;br /&gt;
|Referenz-Nr   = 63&lt;br /&gt;
|Link          = &lt;br /&gt;
|Region        = Afrika&lt;br /&gt;
|Jahr          = 1979&lt;br /&gt;
|Erweiterung   = &lt;br /&gt;
|Gefährdung    = seit 1994&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nationalpark Virunga&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{frS|&amp;#039;&amp;#039;Parc national des Virunga&amp;#039;&amp;#039;}}) ist ein 7835&amp;amp;nbsp;km² großer Nationalpark im Nordosten der [[Demokratische Republik Kongo|Demokratischen Republik Kongo]] an der Grenze zu [[Ruanda]] und [[Uganda]]. Ebenso wie der [[Vulkan-Nationalpark]] in Ruanda entstand der Virunga-Nationalpark 1969 aus der Teilung des bereits seit 1925 bestehenden Albert-Nationalparks. Es handelt sich damit um Afrikas ältesten Nationalpark.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.wwf.de/themen-projekte/projektregionen/virunga/|titel=Virunga Nationalpark – Weltnaturerbe im Herzen Afrikas|autor=|hrsg=[[WWF Deutschland]]|werk=|datum=|sprache=|zugriff=2016-06-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Direktor des Parks ist der Belgier [[Emmanuel de Merode]], Chef-Ranger Innocent Mburanumwe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=@NatGeoDeutschland |url=https://www.nationalgeographic.de/umwelt/2018/06/die-ranger-von-virunga-blutzoll-fuer-den-artenschutz |titel=Die Ranger von Virunga: Blutzoll für den Artenschutz |datum=2018-06-19 |abruf=2020-10-09 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der großen Höhenunterschiede sind Flora und Fauna im Nationalpark sehr vielfältig. Bekannt ist der Virunga-Nationalpark vor allem durch die hier vorkommenden [[Berggorilla]]s. Der Nationalpark steht seit 1994 auf der [[Rote Liste des gefährdeten Welterbes|Roten Liste des gefährdeten Welterbes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Der schon 1925 gegründete und somit älteste Nationalpark Afrikas befindet sich direkt östlich der großen [[Zentralafrikanische Schwelle|Zentralafrikanischen Schwelle]] und größtenteils im langgestreckten [[Großer Afrikanischer Grabenbruch|Großen Afrikanischen Grabenbruch]]. Er erstreckt sich auf bis zu 300&amp;amp;nbsp;km Länge und 150&amp;amp;nbsp;km Breite vom [[Kiwusee]] über die [[Virunga-Vulkane]] und den [[Eduardsee]] bis in die Grabenbruch-Gegend nördlich des schneebedeckten [[Ruwenzori-Gebirge]]s. Der Park erstreckt sich von Flachland im Norden (798&amp;amp;nbsp;m) bis ins Gebirge, einschließlich des [[Margherita Peak]] mit einer Höhe von 5.109&amp;amp;nbsp;m. Der Jahresniederschlag variiert von 500&amp;amp;nbsp;mm am [[Albertsee]] bis zu 3000&amp;amp;nbsp;mm in den [[Ruwenzori-Gebirge|Mondbergen]]. Wichtige Flüsse sind der [[Semliki]] im Norden, und der [[Ishasha (Fluss)|Ishasha]] und der [[Rutshuru (Fluss)|Rutshuru]] im Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Virunga-Nationalpark grenzt auf einer Länge von etwa 50&amp;amp;nbsp;km an den [[Vulkan-Nationalpark]] in Ruanda, auf etwa 45 Kilometern an den [[Nationalpark Rwenzori Mountains|Rwenzori-Mountains-Nationalpark]] und auf einigen wenigen Kilometern an den [[Mgahinga-Gorilla-Nationalpark]], letztere beide in Uganda. Durch die gemeinsamen Grenzen bilden die vier Parks ein zusammenhängendes Schutzgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nyiragongo Lava Lake.jpg|mini|Lavasee des Vulkans [[Nyiragongo]]]]&lt;br /&gt;
=== Albert-Nationalpark ===&lt;br /&gt;
Der Vorgänger des Virunga-Nationalparks, der Albert-Nationalpark, wurde bereits 1925 eingerichtet und war damit der erste Nationalpark Afrikas. Zunächst wurde nur ein kleines Gebiet um Karisimbi, [[Visoke]] und Mikeno als Nationalpark erklärt, um die hier lebenden Gorillas vor Wilderei zu schützen. Bereits 1929 wurde der Park durch die Kolonialmacht Belgien um weitere Gebiete in [[Ruanda-Urundi]] und [[Geschichte der Demokratischen Republik Kongo#Belgisch-Kongo|Belgisch Kongo]] erweitert. Der Park wuchs damit auf eine Fläche von 8090&amp;amp;nbsp;km².&amp;lt;ref&amp;gt;Philip Briggs &amp;amp; Janice Booth (2001) Rwanda: The Bradt Travel Guide p171. Bradt Travel Guides Ltd. and The Globe Pequot Press Inc. ISBN 1-84162-034-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Teilung und Kriegszustand ===&lt;br /&gt;
Nach der Unabhängigkeit des Kongos wurde der Albert-Nationalpark 1969 geteilt. Es entstanden der [[Vulkan-Nationalpark]] in Ruanda und der Virunga-Nationalpark in der DR Kongo. Seit 1979 ist der Nationalpark [[UNESCO-Welterbe|Weltnaturerbe]] der [[UNESCO]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://whc.unesco.org/en/list/63|titel=Virunga National Park|autor=UNESCO World Heritage Centre|sprache=en|zugriff=2017-08-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Park umfasst eine der Regionen mit der größten Artenvielfalt Afrikas. Seit 1994 steht er auf der [[Rote Liste des gefährdeten Welterbes|Roten Liste des gefährdeten Welterbes]]. Grund dafür war die riesige Flüchtlingswelle, die damals nach dem [[Völkermord in Ruanda]] in die Region drängte. Der Bedarf an Feuerholz und Nahrung von fast einer Million Menschen, die in Camps innerhalb des Parks Zuflucht suchten, bedrohte den Bestand des Parks in seiner Gesamtheit. Mehr als 600 Tonnen Holz wurden in dieser Zeit am Tag geschlagen und über 9000 Nilpferde geschlachtet. Im Flachland wurde von den Flüchtlingen Land für Siedlungen und Ackerbau gerodet. Die zum Schutz abgestellten Soldaten beteiligten sich zum Teil selbst an Wildereien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| autor=Juliane von Mittelstaedt| hrsg=[[Rudolf Augstein]]| url=https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-126589942.html| titel=Der Schatz von Virunga| titelerg=Kongo| werk=Der Spiegel| datum=2014-04-19| archiv-url=https://web.archive.org/web/20140805030721/http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-126589942.html| archiv-datum=2014-08-05| zugriff=2015-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Berggorillas blieben von den Unruhen weitgehend verschont, da sich ihr Lebensraum vor allem hoch an den Berghängen befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 gibt es nach Schätzungen noch 90.000 Siedler auf dem Gebiet des Parks. Mehrere bewaffnete Gruppen operieren seit dem Ende des [[Zweiter Kongokrieg|Zweiten Kongokrieges]] dort, zu deren Bekämpfung wiederum die [[Forces Armées de la République Démocratique du Congo|kongolesische Armee]] 2006 bis zu vier Brigaden in der Region zusammengezogen hatte. Auch nach dem offiziellen Ende des Krieges 2002 finden immer wieder bewaffnete Auseinandersetzungen statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2008 wurde der belgische Dokumentarfilmer [[Emmanuel de Merode]] Leiter des Nationalparks.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach mehreren tödlichen Zwischenfällen und Entführungen erfolgte am 4. Juni 2018 die Schließung des Nationalparks Virunga für Touristen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutschlandfunk.de/virunga-nationalpark-tourismus-pause-nach-entfuehrung.2850.de.html?drn:news_id=889503 |titel=Virunga Nationalpark: Tourismus-Pause nach Entführung |zugriff=2018-06-04 |datum=2018-06-04 |werk=[[Deutschlandfunk]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als der Park im Februar 2019 wiedereröffnet wurde, setzte sich die Gewalt gegen die Ranger fort. Bis zum März 2019 ließen über 170 der 700 [[Ranger (Schutzgebietsbetreuer)|Ranger]] des Parks ihr Leben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.theguardian.com/world/2019/mar/08/ranger-killed-weeks-after-reopening-of-virunga-national-park |titel=Ranger killed weeks after reopening of Virunga national park |zugriff=2020-04-27 |datum=2019-03-08 |werk=[[The Guardian]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende April 2020 wurden bei einem Angriff auf einen Konvoi in der Nähe der Parkverwaltungszentrale in Rumangabo bis zu 18 Menschen erschossen, darunter etwa ein Dutzend Ranger.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Abdi Latif Dahir |Titel=12 Rangers Among 17 Killed in Congo Park Ambush |Sammelwerk=The New York Times |Datum=2020-04-25 |ISSN=0362-4331 |Online=https://www.nytimes.com/2020/04/25/world/africa/congo-virunga-national-park-attack.html |Abruf=2020-05-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Angaben der kongolesischen Naturschutzbehörde [[Institut Congolais pour la Conservation de la Nature|ICCN]] ging der Überfall von der Rebellengruppe [[Forces Démocratiques de Libération du Rwanda|FDLR]] aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Die Miliz finanziert ihre Aktivitäten unter anderem durch illegalen Holzkohlehandel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://taz.de/Virunga-Nationalpark-im-Kongo/!5678539/ |titel=Massaker an Gorillaschützern |zugriff=2020-04-27 |datum=2020-04-26 |werk=[[Die Tageszeitung]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora und Fauna ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rwindi 49.jpg|mini|Zwei Löwen im Nationalpark nahe Rwindi]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gazelle in Virunga National Park.jpg|mini|[[Kob]]antilope im Nationalpark]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vegetation variiert von afroalpinen, nahezu unbewachsenen Zonen bis zu [[Galeriewald|Galeriewäldern]]. Es gibt ausgedehnte Grasflächen, Baumsavannen, stellenweise auch [[Lavafeld]]er und äquatorialen [[Tropischer Regenwald|Regenwald]]. Die Seen innerhalb des Nationalparks dienen den Tieren als ständige Tränke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am bekanntesten sind die im Park lebenden sehr seltenen [[Berggorilla]]s. Trotz des Bürgerkrieges und der Flüchtlingswellen blieb die Population zwischen 1994 und 2004 weitgehend stabil. Neben den Berggorillas finden sich aber noch weitere seltene Tierarten im Park. Im Jahr 1901 wurde hier das erste [[Okapi]] entdeckt. 2006 wurden erstmals seit 1959 wieder Okapi-Spuren im Park gesehen, 2008 gelangen erste Kamera-Aufnahmen von Okapis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.worldwildlife.org/who/media/press/2006/WWFPresitem859.html WWF, Rare Okapi Sighted in Eastern Congo Park, 8. Juni 2006]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://newswise.com/articles/view/544205/ Photo Reveals Rare Okapi Survives Poaching Onslaught, 10. September 2008]&amp;lt;/ref&amp;gt; Des Weiteren lebt noch eine unbekannte Anzahl von [[Waldelefant]]en im Park; sie wandern zwischen Uganda, dem [[Nationalpark Kahuzi-Biéga|Kahuzi-Biega-]] und dem Virunga-Nationalpark. Daneben gibt es [[Giraffe]]n, verschiedene [[Afrikanischer Büffel|Büffel]] sowie mehrere [[Endemit|endemische]] Vogelarten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| hrsg=UNEP| url=http://www.unep-wcmc.org/sites/wh/virunga.html| sprache=englisch| titel=Informationsblatt zum Virunga-Nationalpark| werk=Protected Areas and World Heritage| datum=2002-07| archiv-url=https://web.archive.org/web/20081012014552/http://www.unep-wcmc.org/sites/wh/virunga.html| archiv-datum=2008-10-12| zugriff=2015-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesen Raritäten leben 22 weitere Großsäugerarten (&amp;gt;20&amp;amp;nbsp;kg) im Park. Darunter finden sich typische Arten der zentralafrikanischen Regenwälder, wie [[Gewöhnlicher Schimpanse|Schimpanse]], [[Bongo (Antilope)|Bongo]], [[Gelbrückenducker]], [[Schwarzrückenducker]], [[Riesenwaldschwein]] und [[Pinselohrschwein]], aber auch echte Savannentiere, wie [[Löwe]], [[Hyänen|Hyäne]], [[Leierantilope|Topi]], [[Wasserbock]], [[Uganda-Grasantilope]], [[Gemeiner Riedbock]], [[Warzenschwein]], [[Anubispavian]] und [[Gewöhnliches Stachelschwein|Stachelschwein]]. Daneben gibt es auch anpassungsfähige Arten, wie Leopard, [[Buschbock]] und [[Buschschwein]], die verschiedenste Lebensräume besiedeln. Die [[Sitatunga]]-Antilope bewohnt die Sumpfgebiete des Parks.&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Morrison, Wes Sechrest, Eric Dinerstein, David S. Wilcove, and John F. Lamoreux: Persistence of Large Mammal Faunas as Indicators of Global Human Impacts. [[Journal of Mammalogy]], 88(6):1363-1380, 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[BirdLife International]] listet den Park zudem als [[Important Bird Area]]. Zu den vorkommenden Vogelarten zählen der [[Edelfrankolin]] und [[Stuhlmann-Nektarvogel]] (&amp;#039;&amp;#039;Cinnyris stuhlmanni&amp;#039;&amp;#039;), der als gefährdet eingestufte [[Kivubuschsänger]], [[Papyrusspötter]], [[Gelbschopf-Brillenvanga]] und &amp;#039;&amp;#039;[[Fraseria lendu]]&amp;#039;&amp;#039; sowie der jeweils stark gefährdete [[Rotmantelastrild]] und [[Goldnackenweber]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://datazone.birdlife.org/site/factsheet/virunga-national-park |titel=Site factsheet: Virunga National Park |hrsg=[[BirdLife International]] |werk=datazone.birdlife.org |datum=2025 |sprache=en |abruf=2025-09-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wilderei und Naturschutz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Park beschäftigt über 730 Ranger, die zu großen Teilen bewaffnet sind (Stand 2018)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;. Es gelang in den vorangegangenen Jahren die Zahl der Ranger zu steigern und den Job attraktiv für jüngere Personen zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ranger im Nationalpark wurden in die politischen Konflikte der Region verwickelt. Die Rebellen hätten jeglichen Dialog mit den Nationalparkrangern der ICCN verweigert, berichtete ein Mitarbeiter der [[Zoologische Gesellschaft Frankfurt|Zoologischen Gesellschaft Frankfurt]] (ZGF), und begonnen, deren Posten anzugreifen. Obwohl im Laufe des Bürgerkrieges mehr als 100 Ranger im Dienst getötet wurden und die Bezahlung sehr unregelmäßig erfolgte, sind die Ranger im Virunga-Nationalpark laut ZGF engagiert und von ihrer Sache überzeugt. Die Bedrohung für die Ranger nahm demnach ab 2006 massiv zu. Damals forderten die Ranger eine Kooperation mit der [[Mission de l’Organisation des Nations Unies en République Démocratique du Congo|Mission der Vereinten Nationen für die Stabilisierung in der Demokratischen Republik Kongo, MONUSCO]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 bildete die ZGF mit finanzieller Unterstützung der EU, der UNESCO und des [[Fish and Wildlife Service|US Fish and Wildlife Service]] 480 Ranger in Virunga aus. Doch diese Ranger sehen sich Wilderern im Verhältnis 5:1 gegenüber, die teilweise mit Maschinengewehren und Panzerfäusten bewaffnet sind. Die Ranger sind generell schlecht mit Ausrüstung und Essen versorgt und erhalten unregelmäßig ihr Gehalt. Über 200 von ihnen sind mittlerweile (2020) ums Leben gekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;virunga.org: [https://virunga.org/support-us/donate/fallen-rangers-fund/ &amp;#039;&amp;#039;The Fallen Rangers Fund.&amp;#039;&amp;#039;] Abgerufen am 15. Oktober 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im überwiegenden Teil des Nationalparks wurden Konzessionen für Erdöl ausgegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Artikel Guardian&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle| autor=John Vidal| hrsg=Guardian News &amp;amp; Media Ltd.| url=https://www.theguardian.com/environment/2013/aug/01/congo-mountain-gorillas-virunga-wwf| sprache=englisch| titel=Congo&amp;#039;s rare mountain gorillas could become victims of oil exploration | titelerg=Endangered species| werk=[[The Guardian]]| datum=2013-08-01| zugriff=2015-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die britische Firma &amp;#039;&amp;#039;Soco International&amp;#039;&amp;#039; ist eine der Firmen, die Konzessionen erhalten haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Artikel Guardian&amp;quot; /&amp;gt; Obwohl lokale Gesetze umweltschädliche Aktivitäten in Schutzgebieten verbieten, nutzte die Explorationserlaubnis von Soco eine Ausnahmeregelung für „wissenschaftliche“ Aktivitäten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Studie_Die_oekonomische_Bedeutung_des_Virunga-Nationalparks.pdf|titel=Die ökonomische Bedeutung des Virunga-Nationalparks|autor=|hrsg=[[WWF]]|werk=|seiten=9|datum=2013-08-15|sprache=|format=PDF|zugriff=2016-06-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund öffentlichen Drucks stellte Soco International 2014 seine Aktivitäten im Nationalpark ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.wwf.de/2014/juni/abgewendet-keine-oelbohrungen-im-virunga-nationalpark/|titel=Abgewendet: Keine Ölbohrungen im Virunga Nationalpark!|autor=|hrsg=[[WWF Deutschland]]|werk=|datum=2014-06-11|sprache=|zugriff=2016-06-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Filme ==&lt;br /&gt;
Der Dokumentarfilm [[Virunga (Film)|Virunga]] (2014) beschreibt die Auseinandersetzung zwischen den Befürwortern und Schützern des Nationalparks und dem britischen Ölkonzern SOCO, der im Gebiet des Parks nach Öl sondieren will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Simone Schlindwein]] (2020): &amp;#039;&amp;#039;Die „grüne Armee“: Die Militarisierung des Naturschutzes und die Folgen in Afrika.&amp;#039;&amp;#039; Rosa Luxemburg Stiftung, Studien 3/2020 Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wally und Horst Hagen: &amp;#039;&amp;#039;Die afrikanischen Nationalparks als Lebensräume der Elefanten&amp;#039;&amp;#039;.  In: [[Vitus B. Dröscher]]: &amp;#039;&amp;#039;Rettet die Elefanten Afrikas&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage. [[Goldmann Verlag]], München 1992, ISBN 3-442-12322-4. S. 252.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 2015 &amp;#039;&amp;#039;Rolex National Geographic Explorers of the Year&amp;#039;&amp;#039; an alle Ranger des Parks&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Virunga National Park|Nationalpark Virunga}}&lt;br /&gt;
* [https://virunga.org/ Offizielle Homepage des Nationalparks] (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Weblink Welterbe |Nummer=63}}&lt;br /&gt;
* [https://whc.unesco.org/archive/repcom94.htm#virunga Begründung des WHC für den Eintrag in die Rote Liste] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://whc.unesco.org/archive/2006/whc06-30com-07Ae.pdf Statusreport 2006] (englisch; PDF; 742&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [https://www.regenwald.org/aktion/900/virunga-park-oelkonzern-bedroht-den-gorillawald#more Interview mit dem Parkmanager Ephrem Balole, 17. Dezember 2012, Rettet den Regenwald e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* [[Spektrum.de|Spektrum]].de: [https://www.spektrum.de/news/virunga-nationalpark-kaempft-um-die-sicherheit-von-rangern-und-tieren/1625806 &amp;#039;&amp;#039;Afrikas Kronjuwel in Gefahr&amp;#039;&amp;#039;] 23. Februar 2019&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Simone Schlindwein]] |url=https://taz.de/Nationalpark-contra-Menschenrechte/!5606273/ |titel=Nationalpark contra Menschenrechte: Bauern, Bomben und Berggorillas |werk=[[Die Tageszeitung]] |datum=2019-07-11 |abruf=2019-09-10 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Welterbe Demokratische Republik Kongo}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=115337594X|VIAF=266606272}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Virunga-Nationalpark}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalpark in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Welterbestätte in der Demokratischen Republik Kongo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltnaturerbestätte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gefährdete Welterbestätte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalpark Virunga| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ruwenzori-Gebirge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Welterbestätte in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ramsar-Gebiet in der Demokratischen Republik Kongo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebietsgründung 1925|Virunga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Important Bird Area in der Demokratischen Republik Kongo]]&lt;/div&gt;</summary>
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