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	<title>Nationalpark Jasmund - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Rudolphu: /* Wandern und Radfahren */ ergänzt um UNESCO-Welterbeforum</title>
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		<updated>2026-04-17T16:53:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Wandern und Radfahren: &lt;/span&gt; ergänzt um UNESCO-Welterbeforum&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Nationalpark&lt;br /&gt;
|title           = Nationalpark Jasmund&lt;br /&gt;
|altmap          = &lt;br /&gt;
|altmap_name     = &lt;br /&gt;
|latitude        = 54.5602&lt;br /&gt;
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|map             = &lt;br /&gt;
|map_name        = &lt;br /&gt;
|img1            = Königsstuhl und Viktoria-Sicht.jpg&lt;br /&gt;
|img1_name       = Teil der Kreideküste mit [[Viktoriasicht]] und &amp;#039;&amp;#039;[[Königsstuhl (Rügen)|Königsstuhl]]&amp;#039;&amp;#039; von der Ostsee gesehen&lt;br /&gt;
|img2            = NLP Jasmund logo.svg&lt;br /&gt;
|img2_name       = &lt;br /&gt;
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|img4_name       = &lt;br /&gt;
|img5            = &lt;br /&gt;
|img5_name       = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Rügen - Arndt-Sicht.jpg|mini|An der sog. [[Ernst Moritz Arndt|Arndt]]-Sicht in der Nähe der Wissower Klinken wird die ständige Erosion anhand des halb abgestürzten Baumes besonders eindrucksvoll demonstriert]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nationalpark Jasmund&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; liegt auf der Halbinsel [[Jasmund]] im Nordosten der Insel [[Rügen]] im Bundesland [[Mecklenburg-Vorpommern]] und besteht seit dem 12.&amp;amp;nbsp;September 1990. Er ist etwa 3070 [[Hektar]] (ha) groß&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.nationalpark-jasmund.de/fileadmin/jasmund/Inhaltsseiten/service/Downloads/Nationalparkplan_Jasmund.pdf |text=Nationalparkplan Jasmund |wayback=20250719211625}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und ist damit [[Deutschland]]s kleinster [[Nationalpark]]. Seit 25.&amp;amp;nbsp;Juni 2011 gehört ein Teil des Buchenwalds des Parks zum [[UNESCO-Welterbe]].&amp;lt;ref&amp;gt;Meldung in der {{Webarchiv |url=http://www.tagesschau.de/inland/unescobuchen100.html |text=ARD-Tagesschau |wayback=20110628002509}} vom 25. Juni 2011; die [http://weltnaturerbe-buchenwaelder.de/fileadmin/media/pdf/Dossier_DEUTSCH.pdf Anmeldung dazu] (PDF; 8,7&amp;amp;nbsp;MB) erfolgte im Dezember 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet des Nationalparks Jasmund umfasst den mit ursprünglichem Buchenwald bestockten Höhenrücken der [[Stubnitz]] nördlich der Hafenstadt [[Sassnitz]] mit der [[Rügener Kreide|Kreide]]-[[Kliffküste]] (2200 ha) (charakteristisch vor allem die [[Stubbenkammer]]), einen 500 Meter weit in die [[Ostsee]] hinein reichenden Wasserstreifen (603 ha) sowie 200 ha im Westen des [[Nationalpark]]s, die sich aus den ehemaligen [[Quoltitzer Kreidebrüche]]n, Wiesen, [[Moor]]en und [[Trockenrasen]] zusammensetzen. Die höchste Erhebung Rügens, der 161 Meter hohe [[Piekberg]], befindet sich ebenfalls im Nationalpark.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kreidefelsen&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Faltblatt &amp;#039;&amp;#039;Kreidefelsen am Meer&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Geschichte des Nationalparkes ==&lt;br /&gt;
Das natürliche Kreidevorkommen auf der Halbinsel Jasmund wurde in Kreidebrüchen seit langem abgebaut. Als 1926 die Wiedereröffnung eines bereits stillgelegten Kreidebruchs drohte, wies man die Küste nördlich von [[Sassnitz]] als [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]] aus. Am 12.&amp;amp;nbsp;September 1990 wurde dieser Küstenabschnitt im Rahmen des [[Nationalparkprogramm der DDR|Nationalparkprogramms]] zum Nationalpark erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Kreidefelsen des Nationalparks Jasmund ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wissower Klinken April 2004.jpg|mini|links|[[Wissower Klinken]] (2004)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2019 - Nationalpark Jasmund - 03.jpg|mini|links|Kreidefelsen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rügen Kreidefelsen Königsstuhl 2011.jpg|mini|hochkant|Königsstuhl, südliche Sicht]]&lt;br /&gt;
Die Kreidefelsen der Insel Rügen sind einer ständigen [[Erosion (Geologie)|Erosion]] ausgesetzt. Mit jedem Sturm brechen große Stücke aus den Felsen und reißen gelegentlich auch Bäume und Sträucher mit ins Meer. Herausgelöst werden dabei auch [[Fossilien]]: Hier sind versteinerte Reste von [[Seeigel]]n, [[Schwämme]]n und [[Austern]] zu entdecken. Die Erosion der Küste hat zugenommen, seitdem im 19. und 20. Jahrhundert größere [[Findling]]e vor der Küste entnommen wurden, um sie für den Ausbau von Häfen zu verwenden. Die Findlinge wirkten vor den Kreidefelsen als natürliche Wellenbrecher; seit ihrem Abtransport dringt das Wasser der Ostsee mit ungebrochener Gewalt an die Steilküste vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der markanteste Punkt des Nationalparks ist der 118 Meter hohe Kreidefelsen [[Königsstuhl (Rügen)|Königsstuhl]], der 2004 mit in das Gelände des neuen Besucherzentrums einbezogen wurde. Die Plattform dieses aus der Küstenlinie herausragenden Kreidefelsens betreten im Schnitt jährlich 300.000 Menschen, um von dort aus auf die Ostsee und die benachbarten imposanten Küstenabschnitte blicken zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besondere Erscheinung haben auch die [[Wissower Klinken]] Weltruhm erlangt, die allerdings seit dem 24. Februar 2005 nach einem großen Uferabbruch weitgehend zerstört wurden. Irrtümlicherweise wird oft angenommen, dass diese von [[Caspar David Friedrich]] 1818 in seinem Gemälde &amp;#039;&amp;#039;[[Kreidefelsen auf Rügen]]&amp;#039;&amp;#039; verewigt wurden. Zu seiner Zeit, also vor rund 200 Jahren, existierten aber auch andere Kreidefelsformationen an Jasmunds Küste, etwa die Kreidesäulen in der &amp;#039;&amp;#039;Großen [[Stubbenkammer]]&amp;#039;&amp;#039; –&amp;amp;nbsp;also der Schlucht direkt nördlich des Königsstuhls&amp;amp;nbsp;– und die, den Kreidevorsprüngen der abgestürzten Wissower Klinken damals sehr ähnliche, &amp;#039;&amp;#039;Kleine Stubbenkammer&amp;#039;&amp;#039; direkt südlich des Königsstuhls. So entspricht die Ansicht seiner &amp;#039;&amp;#039;Kreidefelsen auf Rügen&amp;#039;&amp;#039; fast exakt dem Stahlstich &amp;#039;&amp;#039;Kleine Stubbenkammer&amp;#039;&amp;#039; von [[Johann Friedrich Rosmäsler]] (im Stadtarchiv Stralsund), den dieser 1834 schuf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kreidefelsen des Nationalparks Jasmund sind Motiv einer Sonderbriefmarke ([[Sonderpostwertzeichen]]), die vom Bundesfinanzministerium im Januar 2012 in der Serie „Deutsche National- und Naturparke“ herausgegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kreideküste von Jasmund wurde 2006 in die Liste der 77 ausgezeichneten [[Nationaler Geotop|Nationalen Geotope]] aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Dieter Krienke, Hilmar Schnick: &amp;#039;&amp;#039;Aufgebaut aus kleinen Kalkschalen – Die Kreideküste von Jasmund auf Rügen.&amp;#039;&amp;#039; In: Ernst-Rüdiger Look, Ludger Feldmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Faszination Geologie. Die bedeutende Geotope Deutschlands.&amp;#039;&amp;#039; E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 2006, ISBN 3-510-65219-3, 26f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wissower Klinken]] sind das dritte im Rahmen der 30 Geotope³-Initiative der [[Deutsche Geologische Gesellschaft – Geologische Vereinigung|DGGV]] präsentierte 3D-Modell.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=NDR |url=https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Ruegens-beruehmte-Kreidefelsen-Wissower-Klinken-jetzt-in-3D,wissowerklinken142.html |titel=Rügens berühmte Kreidefelsen: Wissower Klinken jetzt in 3D |datum=2021-04-16 |abruf=2021-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://digitalgeology.de/ruegen-kreidekueste |titel=Rügen, Kreideküste (Mecklenburg-Vorpommern) |datum=2021-04-15 |abruf=2021-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Insel [[Møn]] befindet sich das Gegenstück zu den Kreidefelsen, da der Sedimentationsraum früher einmal zusammenhing.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Die [[Steilküste]] der Halbinsel Jasmund im Nordosten [[Rügen]]s setzt sich aus einer Abfolge von [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimentgesteinen]] zusammen, die im unteren Teil aus weißen [[Mergel|Kalkmergeln]] aufgebaut sind. Dieses besonders weiche Gestein wurde wegen seiner Eigenschaften früher oft als [[Tafelkreide]] verwendet, weshalb es auch Schreibkreide genannt wird.&amp;amp;nbsp;Es stammt aus der [[Kreide (Geologie)|Kreidezeit]], genauer aus dem unteren [[Maastrichtium]], und ist ungefähr 70 Millionen Jahre alt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://digitalgeology.de/ruegen-kreidekueste |titel=Rügen, Kreideküste (Mecklenburg-Vorpommern) |datum=2021-04-15 |abruf=2021-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der späten Kreide war ganz Norddeutschland von einem bis zu 200 m tiefen, kühlen Flachmeer bedeckt, in dem vor allem [[Kalkalgen]] zur Produktion der mächtigen Sedimente beigetragen haben&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Meschede |Titel=Geologie Deutschlands. Ein prozessorientierter Ansatz |Auflage=2. |Verlag=Springer-Spektrum |Ort=Berlin/Heidelberg |Datum=2018 |ISBN=978-3-662-45297-4 |Seiten=249}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diese einzelligen Algen aus der Ordnung der [[Coccolithophorida]] umgaben ihren Zellkörper mit nur wenige Mikrometer großen Calcitplättchen (Coccolithen). Als die Algen abstarben, fielen die kugeligen Gebilde auseinander und die Coccolithen bildeten die Grundmasse der feinkörnigen Kalkablagerungen. Die Schreibkreide ist diagenetisch nicht stark verfestigt und so weich, dass sie sich im feuchten Zustand mit dem Messer schneiden lässt. In der kalkigen Grundmasse finden sich oft auch die Reste größerer Organismen wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Seeigel]], [[Armfüßer|Brachiopoden]], [[Schwämme]], [[Muscheln]], [[Belemniten]] oder [[Ammoniten]]. Diagenetisch entstanden in den Kalken Horizonte mit [[Feuerstein]]en, die als knollige Formen oder in Lagen ausgebildet sind. Sie bestehen aus [[Siliciumdioxid|SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]] in Form von kryptokristallinem [[Quarz]], d.&amp;amp;nbsp;h. die Kristallinität ist nur bei sehr großer Vergrößerung unter dem Mikroskop erkennbar. Diese Feuersteine säumen heute das Ufer entlang der Kreideküste. Sie sind deutlich widerstandsfähiger gegen die Brandung des Meeres als die weichen Kalke, die durch die [[Erosion (Geologie)|Erosion]] sehr schnell zerkleinert und wegtransportiert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schreibkreide des [[Maastrichtium]]s wird mitunter diskordant von [[Quartär (Geologie)|quartären]] Lockersedimenten überlagert, die zwischen 140.000 und 12.000 Jahren vor heute während der letzten Vereisungsphasen entstanden sind. An der Ostküste der Halbinsel Jasmund bilden diese Ablagerungen eine Sequenz aus mindestens drei Geschiebemergeln und glazigenen Zwischensedimenten aus Ton, [[Schluff|Silt]], Sand und Kies, die glazifluviatilen oder glazilimnischen Ursprungs sind&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anna Gehrmann |Titel=The multistage structural development of the Upper Weichselian Jasmund Glacitectonic Complex (Rügen, NE Germany) |Sammelwerk=E &amp;amp; G Quaternary Science Journal |Band=69 |Datum=2020 |Seiten=59-60}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kreideablagerungen und glazigenen Sedimente von Jasmund sind in der jüngeren Erdgeschichte durch einen weiteren geologisch wichtigen Prozess beeinflusst worden – der Glazitektonik. Dabei handelt es sich um Deformationen von Gesteinsabfolgen, die durch Gletscherbewegung verursacht werden. Die [[Kreide (Geologie)|kreidezeitlichen]] und [[Quartär (Geologie)|quartären]] Sedimente sind während des [[Weichsel-Kaltzeit|Weichselglazials]] durch vorstoßende Gletscher in ihrem Randbereich in einer großen Anzahl von Schuppen dachziegelartig aufeinander geschoben und verfaltet worden. Die Gesamtstruktur Jasmunds zeigt einen Falten- und Überschiebungsgürtel in einem Maßstab, der deutlich kleiner ist als es von [[Gebirgsbildung|Orogenen]] bekannt ist&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;. Über den gestapelten und deformierten Einheiten liegt wiederum [[Diskordanz|diskordant]] ein Geschiebemergelkomplex des jüngsten Abschnitts des Weichselglazials. Dieser ist nicht in die großräumige glazitektonische Bewegung einbezogen worden. Somit lässt sich die glaziale Deformation dem sogenannten [[Pommern-Stadium]] zuordnen. Das ist der Abschnitt nach dem [[Letzteiszeitliches Maximum|letzten glazialen Maximum]] vor ca. 22.000 bis 20.000 Jahren, aber vor dem jüngsten lokalen Gletschervorstoß, dem [[Mecklenburg-Stadium]], ca. 17.000 bis 15.000 Jahre der Weichselkaltzeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Börner, A., Gehrmann, A., Hüneke, H., Kenzler, M., Lorenz, S. |Titel=The Quaternary sequence of Mecklenburg-Western Pomerania: areas of specific interest and ongoing investigations. |Sammelwerk=DEUQUA Special Publications |Band=2 |Datum=2019 |Seiten=1-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gewässer ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rügen Nationalpark-Jasmund Wasserfall-am-Kieler-Ufer May-2009 SL272761.JPG|mini|hochkant|Wasserfall des Kieler Baches am Kieler Ufer]]&lt;br /&gt;
In den Mooren des Nationalparks entspringen mehrere Bäche, wie etwa (von Südwesten nach Norden) [[Steinbach (Sassnitz)|Steinbach]], &amp;#039;&amp;#039;Lenzer Bach,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Wissower Bach,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Leescher Bach,&amp;#039;&amp;#039; [[Kieler Bach]] &amp;#039;&amp;#039;und Brisnitzer Bach sowie Krietbach und Kollicker Bach.&amp;#039;&amp;#039; Mehrere von ihnen münden über die Kreidekliffs in die Ostsee und bilden einige der wenigen [[Liste der Wasserfälle in Deutschland#Norddeutsches Tiefland|Wasserfälle des norddeutschen Tieflands]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fauna und Flora ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nationalpark Jasmund Ansicht.jpg|mini|links|Ursprünglicher Buchenwald im Nationalpark Jasmund]]&lt;br /&gt;
Der Nationalpark Jasmund bietet aufgrund seiner besonderen geologischen Bedingungen zahlreichen seltenen Pflanzen und Tieren eine Heimat. Insbesondere schützt er das größte zusammenhängende Buchenwaldgebiet an der deutschen Ostseeküste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Wäldern der [[Stubnitz]] sind zahlreiche mit Wasser gefüllte, abflusslose Senken und Mulden zu finden, die meistens als eiszeitliche [[Toteis]]löcher entstanden. Wo diese Wasserflächen verlanden, entstehen sogenannte [[Kesselmoor]]e. Zahlreiche [[Schwarzerle]]n sind an diesen Senken und Kesselmooren zu finden. An trockeneren Stellen sind [[Wildbirne]], [[Holzapfel|Wildapfel]], [[Elsbeere]] und [[Eiben]] zu finden. Zu den hier vorkommenden [[Orchideen]]arten zählt auch der [[Gelber Frauenschuh|Frauenschuh]]. Eine weitere Besonderheit ist die Salzvegetation an der Nordküste des Nationalparks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tierwelt im Nationalparkgebiet ist artenreich und vielfältig. Es leben allein 1000 Käferarten im oder vom Holz. In den klaren Bächen, die die Stubnitzwälder durchziehen, findet sich mit dem [[Alpenstrudelwurm]] ein ungewöhnlicher Bewohner, der sonst nur im Gebirge vorkommt. An diesen Bächen kann auch der [[Eisvogel]] beobachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Kliffs der Kreidefelsen nisten [[Mehlschwalbe]]n, und die [[Kreideeule]] (&amp;#039;&amp;#039;Chortodes morrisii&amp;#039;&amp;#039;), ein cremefarbener Nachtfalter, hat ihr einziges Vorkommen in Deutschland auf Jasmund&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://lepiforum.org/wiki/page/Photedes_morrisii?regions=eu |titel=Photedes morrisii - LepiWiki |abruf=2025-09-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des hohen Besucherdrucks sind allerdings [[Wanderfalke]] und [[Seeadler (Art)|Seeadler]] im Nationalpark nur noch selten zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besucher ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stubnitz-Parkzentrum-110513-008.JPG|mini|Nationalparkzentrum am Königsstuhl]]&lt;br /&gt;
Seit seiner Entstehung 1990 zieht der Nationalpark Jasmund jährlich Hunderttausende von Besuchern an. Eine der wesentlichen Aufgaben der Nationalparkverwaltung besteht deshalb darin, diese [[Besucherlenkung in Natur- und Landschaftsschutz|Besucherströme zu lenken]], um eine weitgehend ungestörte Entwicklung der vielfältigen Lebensräume des Nationalparks zu gewährleisten und den Besuchern dennoch Einblicke in die Natur des Nationalparks zu ermöglichen. Entlang der [[Küstenlinie]] verläuft oberhalb des Steilufers der Hochuferweg, welcher zum Wandern genutzt werden kann. Im März 2004 wurde das [[Nationalpark-Zentrum Königsstuhl]] eröffnet. Im Besucherzentrum ist das Mitführen von Hunden nicht gestattet. Im Nationalpark selbst müssen Hunde an der Leine geführt werden und das Wildcampen ist verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die direkte Anbindung erfolgt per [[Öffentlicher Personennahverkehr|öffentlichem Personennahverkehr]] sowie zu Fuß oder per Fahrrad. Mehrere Buslinien der [[Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen]] verkehren zu den umliegenden Parkplätzen sowie nach Sassnitz, unter der Linie 20 bis auf den Südteil der Insel (&amp;#039;&amp;#039;Königsstuhl – Sassnitz – Binz – Göhren – Klein Zicker&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wandern und Radfahren ==&lt;br /&gt;
Das Wanderwegnetz im Nationalpark Jasmund ist gut ausgebaut und einheitlich beschildert. Ein 12 km langer [[Hochuferweg Jasmund|Hochuferweg]] führt vom nördlichen Ortsausgang von Sassnitz auf dem Hochufer über Wissower Klinken, Kieler Ufer, [[Viktoriasicht]] und Königsstuhl nach [[Lohme]] am Nordwestrand des Schutzgebiets.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rolf Goetz]]: &amp;#039;&amp;#039;Rügen – 50 Touren mit GPS-Tracks.&amp;#039;&amp;#039; Bergverlag Rother, München 2024, ISBN 978-3-7633-4678-3, S. 134–135&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Bahnhof Sassnitz beginnt der [[Themenweg Weißes Rügen]], ein gut siebenstündiger Rundwanderweg, der über den [[Kleiner Königsstuhl|Kleinen Königsstuhl]] sowie den &amp;#039;Großen&amp;#039; Königsstuhl und Wissower Klinken wieder nach Sassnitz zurückführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rolf Goetz]]: &amp;#039;&amp;#039;Rügen – 50 Touren mit GPS-Tracks.&amp;#039;&amp;#039; Bergverlag Rother, München 2024, ISBN 978-3-7633-4678-3, S. 128–133&amp;lt;/ref&amp;gt; An beiden Wanderwegen fungiert das [[UNESCO-Welterbeforum]] als Infostelle und Einkehrmöglichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Radfahrer gibt es speziell ausgewiesene Wege, das Befahren des Hochuferweges ist nicht gestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Nationalparkamt Vorpommern (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kreidefelsen am Meer.&amp;#039;&amp;#039; Born 2007 (Faltblatt)&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Stephanie Puffpaff&lt;br /&gt;
   |url=http://digibib.hs-nb.de/file/dbhsnb_derivate_0000000295/Diplomarbeit-Puffpaff-2008.pdf&lt;br /&gt;
   |titel=Naturschutzfachliche Kartierung und Bewertung der Gewässerstruktur des Nationalparks Jasmund unter Berücksichtigung bestimmter Gewässer als Feuchtlebensräume der Anhang II Arten der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie&lt;br /&gt;
   |datum=2008&lt;br /&gt;
   |seiten=115&lt;br /&gt;
   |format=PDF – 11&amp;amp;nbsp;MB&lt;br /&gt;
   |abruf=2012-07-29}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|251569780}}&lt;br /&gt;
* Christina Paulson: [https://e-docs.geo-leo.de/handle/11858/00-1735-0000-0023-B50D-2 &amp;#039;&amp;#039;Die Karstmoore in der Kreidelandschaft des Nationalparks Jasmund auf der Insel Rügen&amp;#039;&amp;#039;], Dissertation 2001, Greifswalder Geographische Arbeiten.&lt;br /&gt;
* [[Rolf Goetz]]: &amp;#039;&amp;#039;Rügen – 50 Touren mit GPS-Tracks.&amp;#039;&amp;#039; Bergverlag Rother, München 2024, ISBN 978-3-7633-4678-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmografie ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Im Nationalpark Jasmund&amp;#039;&amp;#039;. Dokumentarfilm, 45 Min., Deutschland, 1998, von Ina Knobloch und Manfred Praxl, Produktion: City Media TV Frankfurt, Vertrieb: Komplett-Media-GmbH, Grünwald ISBN 3-89672-491-6, {{Webarchiv |url=http://www.mdr.de/tiere/838514.html |text=Kurzbeschreibung |wayback=20070930220129}} des &amp;#039;&amp;#039;MDR&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Nationalpark Jasmund}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
* [http://www.landesrecht-mv.de/jportal/portal/page/bsmvprod.psml?showdoccase=1&amp;amp;st=lr&amp;amp;doc.id=jlr-JasmundNatPVMVrahmen Verordnung über die Festsetzung des Nationalparkes Jasmund vom 12. September 1990]&lt;br /&gt;
* [http://www.nationalpark-jasmund.de/ Nationalpark Jasmund], offizielle Website&lt;br /&gt;
* [http://www.koenigsstuhl.com/ Besucherzentrum Königsstuhl]&lt;br /&gt;
* [http://www.nationalpark-jasmund.de/index.php?article_id=92 Übersichtskarte]&lt;br /&gt;
* Bodo Noack: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.math.hu-berlin.de/~teschke/quell2.htm Quellen und Bäche im Nationalpark Jasmund]&amp;#039;&amp;#039;, September 1993.&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|7520881-7}}&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Rudolphu</name></author>
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