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	<title>Nationalliberalismus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Nere: /* Nach dem Zweiten Weltkrieg */</title>
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		<updated>2025-10-09T17:31:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Nach dem Zweiten Weltkrieg&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nationalliberalismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rechtsliberalismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt bezeichnet eine politische Haltung, die sich im 19. Jahrhundert im Streben nach individueller [[Freiheitsrechte|Freiheit]] ([[Liberalismus]]) und nationaler [[Souveränität]] ([[Nationalismus]]) bildete.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dieter Langewiesche]]: &amp;#039;&amp;#039;Liberalismus und Region.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Lothar Gall]], ders. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Liberalismus und Region. Zur Geschichte des deutschen Liberalismus im 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 1995, S. 1–18, hier S. 4&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zum [[Sozialliberalismus]] bildet der Nationalliberalismus den eher [[Konservatismus|konservativen]] Flügel des liberalen [[Soziales Milieu|Milieus]]. Er erlangte insbesondere in [[Deutschland]] politische Bedeutung, weil die anderen europäischen Staaten mit größeren liberalen Parteien ihre [[Nationenbildung]] bereits abgeschlossen hatten, während die [[Deutsche Frage]] bis weit ins 20. Jahrhundert hinein offenblieb.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang J. Mommsen]]: &amp;#039;&amp;#039;Freiheit und Einheit. Liberalismus und nationale Frage.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Friedrich-Naumann-Stiftung]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Freiheit und Einheit. Liberalismus und deutsche Frage.&amp;#039;&amp;#039; COMDOK, Sankt Augustin 1989, S. 15–43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
==== Ursprung ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Liberales Lager Kaiserreich Wahlergebnisse.png|mini|Wahlergebnisse liberaler Parteien im Deutschen Kaiserreich 1871–1912]]&lt;br /&gt;
Der politische Ursprung des deutschen Nationalliberalismus geht auf die Folgen der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] zurück. In Frankreich entwickelten die Bürger ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das unabhängig von ihrer Konfession, ständischen und sozialen Zugehörigkeit war. Ihre nationale Identität lag in der [[Volkssouveränität]] begründet, das heißt einer politischen Selbstbestimmung des Staatsvolkes. Die Franzosen empfanden sich also nicht mehr als passive Untertanen eines Königreiches, sondern als mündige Bürger einer Nation mit der Losung [[Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit]]. Diese Ideale ließen auch in den deutschen Staaten eine nicht zu trennende Verbindung zwischen der Strömung des [[Liberalismus]] und des Nationalismus entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Thomas Nipperdey]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Geschichte 1800–1918|Deutsche Geschichte 1800–1866]]: Bürgerwelt und starker Staat.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1983, S.&amp;amp;nbsp;300–302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich nahm die deutsche Bevölkerung aber auch die sich besonders unter Napoleon verschärfende aggressive und imperiale Ausprägung des französischen Nationalismus wahr. Die vielfältigen Belastungen, etwa Soldateneinquartierungen und [[Kontribution]]en, ließen die französische Besetzung deutscher Länder als „Fremdherrschaft“ erscheinen. Während der sogenannten [[Befreiungskriege]] hoffte das Volk, als Gegenleistung für seinen Waffengang gegen Napoleon einen freiheitlichen, geeinten deutschen Nationalstaat zu erhalten. Diese Erwartungen zerschlugen sich jedoch während des [[Wiener Kongress]]es, der mit dem [[Deutscher Bund|Deutschen Bund]] lediglich einen losen Zusammenschluss deutscher Einzelstaaten schuf. Dem Deutschen Bund fehlten eine gemeinsame Rechtsprechung, Verwaltung, Gesetzgebung und Heerorganisation.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nipperdey: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Geschichte 1800–1866: Bürgerwelt und starker Staat.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1983, S.&amp;amp;nbsp;303.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang J. Mommsen]]: &amp;#039;&amp;#039;1848 – Die ungewollte Revolution: Die revolutionären Bewegungen in Europa 1830–1849.&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Berlin 2000, S.&amp;amp;nbsp;31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig beherrschte die Forderung nach der Gewährung von [[Bürgerrechte]]n die politische Debatte. Die von der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] beeinflussten, Anfang des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts in einigen deutschen Staaten eingeführten Bürgerrechte waren in den Jahren zwischen 1819 und 1830 durch die [[Karlsbader Beschlüsse]] und weitere [[Restauration (Geschichte)|restaurative]] Maßnahmen beschnitten worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forderungen nach Bürgerrechten und einem deutschen Nationalstaat wurden von oppositionellen Politikern in ganz Deutschland parallel vertreten und verbanden sich im Kampf gegen die antiliberalen Fürsten der deutschen Staaten miteinander. Frühe Höhepunkte dieser politischen Strömung waren beispielsweise das von [[Burschenschaft]]en veranstaltete [[Wartburgfest]] 1817 und das [[Hambacher Fest]] 1832. Gleichzeitig drückte sich die Begeisterung für Nationalbewegungen anderer Länder in [[Polenschwärmerei]] und [[Philhellenismus]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ab der Deutschen Revolution 1848/1849 ====&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Deutsche Revolution 1848/1849|Revolution von 1848/1849]] machten sich die bürgerlich-liberalen Kräfte zusammen mit der radikaldemokratischen Bewegung in der [[Frankfurter Nationalversammlung]] an die Umsetzung der beiden Forderungen, scheiterten jedoch letztlich an der gleichzeitigen Umsetzung eines zu definierenden deutschen Nationalstaats und bürgerlicher Freiheiten vor allem an [[Preußen|preußischem]] Widerstand. Gleichzeitig verfolgte Preußen mit der [[Erfurter Union]] eine konservativere Variante des deutschen Nationalstaats. Führende Vertreter der rechtsliberalen [[Casino (Fraktion)|Casino-Fraktion]] trafen sich Ende Juni 1849 im [[Gothaer Nachparlament]], um über die vorgestellte Unionsverfassung zu beraten. Eine Mehrheit sprach sich dafür aus, trotz Bedenken der Nationalstaatsgründung noch eine Chance zu geben. Diese &amp;#039;&amp;#039;Gothaer&amp;#039;&amp;#039; stellten dann im [[Erfurter Unionsparlament]] 1850 die &amp;#039;&amp;#039;Bahnhofspartei&amp;#039;&amp;#039;. Das Scheitern der Union bedeutete auch einen erheblichen Ansehensverlust der Liberalen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Preußen 1866 im [[Deutscher Krieg|Preußisch-Österreichischen Krieg]] die [[Hegemonie]] über Deutschland errungen hatte, gründete sich 1867 im [[Norddeutscher Bund|Norddeutschen Bund]] die [[Nationalliberale Partei]]. Diese Abspaltung von der [[Deutsche Fortschrittspartei|Fortschrittspartei]] sah den [[Preußischer Verfassungskonflikt|Verfassungskonflikt]] als beendet an und wollte mit [[Otto von Bismarck]] zusammenarbeiten. Im Reichstag des Norddeutschen Bundes und dann des Kaiserreichs fanden Bismarck und Nationalliberale echte Kompromisse in der Innen- und Justizpolitik, die Deutschland erheblich modernisierten und vereinheitlichten. Diese Periode dauerte etwa ein Jahrzehnt, bis zum Bruch von 1878, als Bismarck durch Einführung [[Protektionismus|protektionistischer]] Maßnahmen wie der [[Schutzzollpolitik]] eine konservative Wende einläutete, die teilweise als „[[Innere Reichsgründung]]“ bezeichnet wird. Über die Frage, wie weit man Bismarck jeweils entgegenkommen konnte, spalteten sich Teile der Nationalliberalen von der Fraktion ab. Seit 1890 verloren die Nationalliberalen Stimmen; sie erreichten bei den folgenden Reichstagswahlen etwa 13 bis 15 % und waren nicht mehr die dominante Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch des deutschen [[Deutsches Kaiserreich|Kaiserreiches]] schlossen sich 1918 die Mehrheit der Nationalliberalen unter [[Gustav Stresemann]] sowie der rechte Flügel der früheren [[Fortschrittliche Volkspartei|Fortschrittlichen Volkspartei]] im Dezember 1918 zur [[Deutsche Volkspartei|Deutschen Volkspartei]] (DVP) zusammen. Gegen Stresemanns pro-republikanischen Kurs bildete sich 1924 die kurzlebige [[Nationalliberale Reichspartei]]. 1933 war mit dem Ende der DVP jedoch die parteibildende Kraft des Nationalliberalismus aufgezehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nach dem Zweiten Weltkrieg ====&lt;br /&gt;
Innerhalb der [[Freie Demokratische Partei|FDP]] gab es vor allem bis in die 50er Jahre teils [[Konservativismus|konservative]], teils [[Reaktion (Politik)|reaktionäre]] nationalliberale Bestrebungen, die insbesondere in einzelnen Landesverbänden stark waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Gert-Joachim Glaeßner: &amp;#039;&amp;#039;Politik in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, VS Verlag für Sozialwissenschaften 2006, S. 457 [http://books.google.de/books?id=7wWMkK635_AC&amp;amp;lpg=PA457&amp;amp;dq=Nationalliberalismus%20FDP&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA457#v=onepage&amp;amp;q=Nationalliberalismus%20FDP&amp;amp;f=false online] auf [[Google Bücher]]&amp;lt;/ref&amp;gt; So stimmte sie im Bundestag gegen das von CDU und SPD Ende 1950 eingebrachte [[Entnazifizierung]]sverfahren. Auf ihrem Bundesparteitag 1951 in [[München]] verlangte sie die Freilassung aller „so genannten [[Kriegsverbrecher]]“ und begrüßte die Gründung des [[Verband deutscher Soldaten|Verbands Deutscher Soldaten]] aus ehemaligen [[Wehrmacht]]s- und [[Schutzstaffel|SS]]-Angehörigen, um die Integration der [[Nationalismus|nationalistischen]] Kräfte in die Demokratie voranzubringen. Die nach [[Werner Naumann]] benannte Naumann-Affäre (1953) kennzeichnet den Versuch alter [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]], die Partei zu unterwandern, die in [[Hessen]], [[Nordrhein-Westfalen]] und [[Niedersachsen]] viele rechtskonservative und nationalistische Mitglieder hatte. Nachdem die britischen Besatzungsbehörden sieben prominente Vertreter des [[Naumann-Kreis]]es verhaftet hatten, setzte der FDP-Bundesvorstand eine Untersuchungskommission unter dem Vorsitz von [[Thomas Dehler]] ein, die insbesondere die Zustände in der [[FDP Nordrhein-Westfalen|nordrhein-westfälischen FDP]] rügte. In den folgenden Jahren verlor der rechte Flügel an Kraft, die extreme Rechte suchte sich zunehmend Betätigungsfelder außerhalb der FDP. Seit Mitte der 1960er Jahre definierte sich die FDP unter [[Walter Scheel]] und [[Hans-Dietrich Genscher]] als Partei der Mitte bzw. mit den [[Freiburger Thesen]] als [[linksliberal]]e Partei. Der Großteil der noch verbliebenen Nationalliberalen – um [[Erich Mende]] und [[Siegfried Zoglmann]] – verließ die Partei zwischen 1969 und 1972 aus Protest gegen die [[Neue Ostpolitik]] und gründete die kurzlebige [[Kleinpartei]] [[Nationalliberale Aktion]] (NLA). Während Mende und [[Heinz Starke]] bald zur CDU/CSU übertraten, versuchte Zoglmann noch bis 1974 mit der [[Deutsche Union (Partei)|Deutschen Union]] einen eigenen Weg und schloss sich erst dann der CSU an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch später gab es immer wieder Versuche, die nationalliberale Tradition in der FDP wiederzubeleben, so gründete [[Alexander von Stahl]] gemeinsam mit [[Hermann Oxfort]] 1979 die &amp;#039;&amp;#039;Liberale Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, die sich eine rechtsliberale Erneuerung zum Ziel setzte. Mit [[Achim Rohde]] und [[Heiner Kappel]] gründete er 1995 die &amp;#039;&amp;#039;Liberale Offensive in der FDP&amp;#039;&amp;#039;. 2009 wurde ein &amp;#039;&amp;#039;Stresemann Club&amp;#039;&amp;#039; als national- und rechtsliberales Netzwerk innerhalb der FDP ins Leben gerufen, der aber mittlerweile nicht mehr existiert. So trat der ehemalige Vorsitzende [[Sven Tritschler]] inzwischen der AfD bei.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://web.archive.org/web/20160301221813/https://www1.wdr.de/fernsehen/westpol/sendungen/afd-nrw-steckbriefe-100.html Wer ist die AfD in Nordrhein-Westfalen?]&amp;#039;&amp;#039; WDR, Sendung &amp;#039;&amp;#039;Westpol&amp;#039;&amp;#039;, 28. Februar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Verschiedene Medien und politische Beobachter attestieren einzelnen FDP-Politiker auch heute noch nationalliberale bzw. rechtsliberale Ansichten. Bis heute gebe es nationalliberale Strömungen in der FDP.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephan-Andreas Casdorff: [https://www.tagesspiegel.de/politik/kubicki-und-die-fdp-die-partei-der-zwei-herzen/22983152.html &amp;#039;&amp;#039;Kubicki und die FDP. Die Partei der zwei Herzen&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Der Tagesspiegel&amp;#039;&amp;#039;, 4. September 2018, abgerufen am 29.&amp;amp;nbsp;Dezember 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Severin Weiland: [https://www.spiegel.de/politik/deutschland/fdp-in-thueringen-thomas-kemmerich-fordert-christian-lindner-heraus-a-1286384.html &amp;#039;&amp;#039;Thüringer FDP-Chef nimmt Lindner in die Pflicht&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Spiegel Online&amp;#039;&amp;#039;, 12. September 2019, abgerufen am 29.&amp;amp;nbsp;Dezember 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg traten ehemalige Politiker der nationalliberalen DVP in die [[CDU]] ein bzw. beteiligten sich an deren Gründung, so zum Beispiel der erste Bundestagspräsident [[Erich Köhler]], der Hamburger Erste Bürgermeister [[Kurt Sieveking]] und die spätere Bundesgesundheitsministerin [[Elisabeth Schwarzhaupt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2013 gegründete [[Alternative für Deutschland]], die sich programmatisch rechts von CDU/CSU und FDP positioniert und auch ehemalige FDP-Wähler an sich binden konnte, wurde in ihrer frühen Phase auch als „nationalliberal“ charakterisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Patzelt]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.tagesschau.de/inland/patzelt-sachsen-landtagswahl-100.html „Den Sachsen geht es zu gut“.]&amp;#039;&amp;#039; Interviewt von Ute Welty, Tagesschau, 1. September 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Simon T. Franzmann: &amp;#039;&amp;#039;The Failed Struggle for Office Instead of Votes. The Greens, Die Linke and the FDP.&amp;#039;&amp;#039; In: Gabriele D’Ottavio, Thomas Saalfeld: &amp;#039;&amp;#039;Germany After the 2013 Elections.&amp;#039;&amp;#039; Ashgate, Farnham (Surrey)/Burlington (VT) 2015, S. 155–179, hier S. 166–167.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 2014 begann jedoch aus Sicht einiger Beobachter ein „Exodus“ der Nationalliberalen aus der AfD, während sich ein völkisch-nationalistischer und rechtsextremer Parteiflügel formierte. Als Wendepunkt der AfD von Wirtschafts- und Nationalliberalismus zu Nationalkonservatismus und völkischem Nationalismus gilt die Abwahl [[Bernd Lucke|Bernd Luckes]] als Parteivorsitzender im Juli 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Volker Weiß]]: &amp;#039;&amp;#039;Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes.&amp;#039;&amp;#039; Klett-Cotta, Stuttgart 2017. Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Eine deutsche Tea Party?&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Andererseits vertritt die amtierende Co-Vorsitzende [[Alice Weidel]] weiterhin eine dezidiert nationalliberale Haltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
Anders als in Deutschland entwickelten sich im kaiserlichen Österreich nur spärlich liberale Parteien, einzig die [[Deutschliberale Partei (Österreich)|Deutschliberale Partei]] konnte sich Mitte des 19. Jahrhunderts als nationalliberale Kraft etablieren. Der andauernde Kampf gegen den Katholizismus und die slawischen Bevölkerungsgruppen, sowie der [[Gründerkrach]] führten zum Niedergang der Partei, die sich schließlich in mehrere deutschfreiheitliche und deutschnationale Parteien und Gruppierungen aufsplitterte. In der [[Geschichte Österreichs#Erste Republik und Austrofaschismus (1918–1938)|1. Republik]] spielte dann der Liberalismus nur mehr eine Nebenrolle und wurde zwischen den [[Christlichsoziale Partei (Österreich)|christlichsozialen]] und [[Sozialdemokratische Partei Österreichs#Bis 1934: Sozialdemokratische Arbeiterpartei|sozialdemokratischen]] Blöcken aufgerieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit bezeichnet sich die [[Freiheitliche Partei Österreichs|FPÖ]] als nationalliberale Partei in der Tradition des [[Drittes Lager|dritten Lagers]]; sie wird von der Wissenschaft jedoch mehrheitlich als [[Rechtspopulismus|rechtspopulistisch]] eingestuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dänemark ===&lt;br /&gt;
Der Nationalliberalismus hatte in Dänemark in den 1830er Jahren seinen Durchbruch. Innerhalb weniger Jahre war in Dänemark eine nationalliberale Bewegung entstanden, die die Gesellschaft verändern wollte. [[De Nationalliberale|Die Nationalliberalen]] führten 1849 unter der Führung von [[D.&amp;amp;nbsp;G. Monrad]] die [[Grundgesetz Dänemarks|Juniverfassung]] ein, die die Demokratie im Staat Dänemark sicherstellte.&lt;br /&gt;
Der nationalistische Aspekt führte dazu, dass Staat und Nation das gleiche Ausmaß hatten. In einem dänischen Kontext bedeutete dies, dass der dänische Staat jeden mit dänischer Nationalität (d.&amp;amp;nbsp;h. die Menschen, die Dänisch sprachen) einschließen sollte.&lt;br /&gt;
Der liberale Aspekt umfasste unter anderem die Forderung nach einer freien Verfassung. Eine demokratisch gewählte Versammlung sollte die Staatspolitik beeinflussen, und die Macht des Königs sollte erheblich beschnitten werden. Die wirtschaftliche Seite des Liberalismus wurde auch durch das Gesetz über die Gewerbefreiheit von 1857 zum Ausdruck gebracht, das zur Abschaffung der letzten feudalen Monopole beitrug. Der Handel sollte frei und vorzugsweise ohne staatliche Einmischung sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.danmarkshistorien.dk/leksikon-og-kilder/vis/materiale/nationalliberalisme/ Danmarkshistorien.dk über Nationalliberalismus in Dänemark, 1840–1880]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Slowakei ===&lt;br /&gt;
In der [[Slowakei]] gilt die Partei [[Sloboda a Solidarita]], welche sowohl [[EU-Skepsis|EU-kritische]] als auch [[Liberalismus|liberale]] Positionen vertritt, als Vertreterin des Nationalliberalismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niederlande ===&lt;br /&gt;
In den [[Niederlande]]n existiert die rechtsliberale [[Volkspartij voor Vrijheid en Democratie]] (VVD), die mit [[Mark Rutte]] von Oktober 2010 bis Juli 2024 den Ministerpräsidenten des Landes stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prominente Vertreter ==&lt;br /&gt;
Zu den führenden Vertreter des Nationalliberalismus zählen [[Hans Victor von Unruh]], [[Karl Twesten]], [[Ludwig Bamberger]], [[Rudolf von Bennigsen (Politiker)|Rudolf von Bennigsen]], [[Eduard Lasker]], [[Johannes von Miquel]], [[Arthur Johnson Hobrecht]], [[Friedrich Hammacher]] im 19. Jahrhundert sowie [[Ernst Bassermann]], [[Robert Friedberg]], [[Gustav Stresemann]], [[Otto Hugo]], [[Ernst Scholz (Politiker, 1874)|Ernst Scholz]], [[Eduard Dingeldey]], [[Franz Blücher]], [[Hermann Schäfer (Politiker, 1892)|Hermann Schäfer]], [[Max Becker (Politiker)|Max Becker]], [[August-Martin Euler]], [[Erich Mende]], [[Knut von Kühlmann-Stumm]], [[Hermann Oxfort]] und [[Alexander von Stahl]] oder auch [[Rudolf Augstein]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ralf Dahrendorf]]: &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Augstein. Der Nationalliberale.&amp;#039;&amp;#039; In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Liberale und andere. Portraits.&amp;#039;&amp;#039; DVA, Stuttgart 1994, S. 292–294.&amp;lt;/ref&amp;gt; im 20. Jahrhundert und [[Thomas Kemmerich]]&amp;lt;ref&amp;gt;Severin Weiland: [https://www.spiegel.de/politik/deutschland/fdp-in-thueringen-thomas-kemmerich-fordert-christian-lindner-heraus-a-1286384.html &amp;#039;&amp;#039;Thüringer FDP-Chef nimmt Lindner in die Pflicht.&amp;#039;&amp;#039;] Spiegel Online, 12. September 2019, abgerufen am 29. Dezember 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Pascal Beucker: [https://taz.de/Skandalwahl-in-Thueringen/!5662209/?goMobile2=1581120000000 &amp;#039;&amp;#039;Skandalwahl in Thüringen: Nichts aus der Geschichte gelernt.&amp;#039;&amp;#039;] Die Tageszeitung (TAZ), 6.&amp;amp;nbsp;Februar 2020, abgerufen am 3. März 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; im 21. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Constantin Frantz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Religion des Nationalliberalismus.&amp;#039;&amp;#039; Neudruck. Scientia, Aalen 1970, ISBN 978-3-511-00501-6.&lt;br /&gt;
* Gerhard Gitzler: &amp;#039;&amp;#039;Der Nationalliberalismus in seiner Epoche. Rudolf von Bennigsen.&amp;#039;&amp;#039; Gedenkschrift anlässlich der Gründung der Rudolf von Bennigsen-Stiftung. Nomos, Baden-Baden 1981, ISBN 978-3-789-00735-4.&lt;br /&gt;
* Marc-Wilhelm Kohfink: &amp;#039;&amp;#039;Für Freiheit und Vaterland. Eine sozialwissenschaftliche Studie über den liberalen Nationalismus 1890–1933 in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Hartung-Gorre, Konstanz 2002, ISBN 978-3-89649-759-8.&lt;br /&gt;
* Oskar Muley: &amp;#039;&amp;#039;Nationalliberalismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Michael Festl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Liberalismus.&amp;#039;&amp;#039; Springer 2021.&lt;br /&gt;
* Yael Tamir: &amp;#039;&amp;#039;Liberal Nationalism.&amp;#039;&amp;#039; Princeton University Press, Princeton 1993, ISBN 978-0-691-00174-6.&lt;br /&gt;
* Kurt Klotzbach: &amp;#039;&amp;#039;Das Eliteproblem im politischen Liberalismus.&amp;#039;&amp;#039; VS Verlag für Sozialwissenschaft, Wiesbaden 1966, ISBN 978-3-322-98512-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalliberalismus| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liberalismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nere</name></author>
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