<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Nathan_Steinberger</id>
	<title>Nathan Steinberger - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Nathan_Steinberger"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nathan_Steinberger&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T06:34:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nathan_Steinberger&amp;diff=1605307&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-21632-55: Grammatik</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nathan_Steinberger&amp;diff=1605307&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-08T14:57:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Grammatik&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nathan Steinberger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[16. Juli]] [[1910]] in [[Berlin]]; gestorben am [[26. Februar]] [[2005]] ebenda)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Verena Nees |url=https://www.wsws.org/de/articles/2025/07/15/stei-j15.html |titel=Zur Erinnerung an Nathan Steinberger: Kämpfer gegen Faschismus und Stalinismus |werk=wsws.org |datum=2025-07-15 |sprache=de |abruf=2025-07-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein deutscher [[Kommunismus|kommunistischer]] Wirtschaftswissenschaftler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nathan Naphtali Steinberger wurde 1910 in eine arme [[Orthodoxes Judentum|jüdisch-orthodoxe]] Familie in Berlin geboren. 1928 machte er das Abitur am Kaiser-Friedrich-Realgymnasium Berlin-Neukölln. Mit 14 Jahren wurde er Mitglied des [[Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (1920)|Kommunistischen Jugendverbands]] und beteiligte sich am Aufbau der Kommunistischen Pennälerfraktion und des Sozialistischen Schülerbunds. 1927 wurde er mitsamt seiner Ortsgruppe aus dem Kommunistischen Jugendverband ausgeschlossen, da diese [[Karl Korsch]] nahestand. Zwei Jahre später trat er der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steinberger begann 1929 ein Studium der Medizin, wechselte aber zur [[Volkswirtschaftslehre|Nationalökonomie]] und spezialisierte sich auf [[Agrarwissenschaft]]. 1932 erhielt er die Möglichkeit am Institut für Agrarwissenschaft der [[Kommunistische Internationale|Kommunistischen Internationale]] in Moskau als Assistent von [[Karl August Wittfogel]] zu arbeiten. Gegen den Rat seines Freundes [[Arthur Rosenberg]] nahm er diese Gelegenheit wahr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Mario Keßler |url=https://das-blaettchen.de/2005/03/nathan-steinberger-19751.html |titel=Nathan Steinberger |werk=das-blaettchen.de |sprache=de |abruf=2025-07-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der [[Machtergreifung]] der Nationalsozialisten wurde die Rückkehr nach Deutschland unmöglich. 1934 wurde ihm die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. 1935 promovierte er in Moskau mit Untersuchungen zur Agrarpolitik des Nationalsozialismus. 1936 erhielt er die Staatsbürgerschaft der UdSSR. Zu Zeiten des [[Großer Terror (Sowjetunion)|Großen Terrors]] wurde Steinberger im April 1937, seine Frau Edith (geboren am 21. Juni 1908; gestorben 2001 in Berlin) 1941 verhaftet. Nathan Steinberger wurde zu Lagerhaft in [[Kolyma]] verurteilt (bis 1946). Seine Frau war bis 1946 in Mittelasien im Lager in [[Qaraghandy|Karaganda]] in [[Kasachstan]]. Sie erhielt 1952 die Erlaubnis zu ihrem Mann nach Kolyma/Sibirien zu ziehen. Erst nach [[Josef Stalin|Stalins]] Tod wurden beide 1955 (nichtöffentlich) rehabilitiert, konnten nach Deutschland zurückkehren und siedelten in die DDR über, deren Staatsbürgerschaft Steinberger 1956 erhielt. Im gleichen Jahr wurde seine Parteimitgliedschaft (jetzt in der SED) wiederhergestellt. Unmittelbar nach seiner Rückkehr trat er der [[Jüdische Gemeinde Berlin|Jüdischen Gemeinde Berlin]] bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bruder Steinbergers wurde in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] ermordet, zwei weitere überlebten in [[Brüssel]] und London.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der DDR arbeitete Steinberger auf Vermittlung durch [[Margarete Wittkowski|Grete Wittkowski]] zunächst bei der [[Staatliche Plankommission|Staatlichen Plankommission]]. 1960 wurde er Ökonomie-Professor an der [[LPG-Hochschule Meißen]], in Potsdam und 1963 an der [[Hochschule für Ökonomie Berlin|Hochschule für Ökonomie]] in Berlin-Karlshorst. Nach seiner Emeritierung sprach er auf Einladung von [[Heinrich Fink]] an der [[Humboldt-Universität Berlin|Humboldt-Universität]] vor Studenten, auch über seine Lagerhaft in der Sowjetunion. Am Ziel eines freiheitlichen, nicht stalinistischen [[Sozialismus]] hielt er zeitlebens fest. Als Ausgangspunkt des Stalinschen Terrors sah er die Vernichtung der Bauern im Zuge der „[[Entkulakisierung]]“ und [[Zwangskollektivierung in der Sowjetunion|Zwangskollektivierung]]. Zu seinen Vertrauten in der DDR zählten [[Friedrich Behrens|Fritz Behrens]] und [[Ernst Engelberg]]. Er stand im engen Kontakt mit [[Ernest Mandel]], der in die DDR nicht einreisen durfte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als er 1998 anlässlich des Todes des verstorbenen Historikers [[Wadim Rogowin]] an seiner alten Wirkungsstätte sprechen wollte, wurde dies von der Studentenvertretung (RefRat) abgelehnt. Steinberger protestierte in einem offenen Brief gegen das „moralisch widerliche(n) und skandalöse(n) Auftreten“ des RefRat das die „demonstrative Billigung der Ermordung der bedeutendsten Widerstandskämpfer gegen das Stalinregime“, [[Leo Trotzki]], beinhaltete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wsws.org/de/articles/1998/11/nata-n25.html |titel=Opfer des Stalinismus protestiert gegen Drohung |werk=wsws.org |datum=1998-11-24 |sprache=de |abruf=2025-07-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
*  &amp;#039;&amp;#039;Die Agrarpolitik des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Dietz Berlin, 1960. Moskauer Dissertation 1935.&lt;br /&gt;
*  (Als Mit-Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Edwin Hoernle – ein Leben für die Bauernbefreiung.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1965.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Berlin – Moskau – Kolyma und zurück. Ein biographisches Gespräch über Stalinismus und Antisemitismus mit Barbara Broggini.&amp;#039;&amp;#039; Ed. ID-Archiv, Berlin/Amsterdam 1996, ISBN 3-89408-053-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Antje Bauer: &amp;#039;&amp;#039;[https://taz.de/So-jagen-wir-dem-Sozialismus-nach/!633964/ So jagen wir dem Sozialismus nach. Wie man Stalins Gulags überlebt und trotzdem bis zuletzt ein Linker bleibt. Zum Tod von Nathan Steinberger.]&amp;#039;&amp;#039; In: [[die tageszeitung|&amp;#039;&amp;#039;taz&amp;#039;&amp;#039;]], 19. März 2005.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=nathan-steinberger|lemma=Steinberger, Nathan|autor=[[Bernd-Rainer Barth]]|band=2|idNum=3392}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119482649}}&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Rippert]], Verena Nees: [https://www.wsws.org/de/articles/2005/03/ste2-m05.html &amp;#039;&amp;#039;Ein Interview mit Nathan Steinberger aus dem Jahr 1997&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* Verena Nees: [https://www.wsws.org/de/articles/2005/03/ste1-m05.html &amp;#039;&amp;#039;Ein Leben, geprägt vom Kampf gegen Faschismus und Stalinismus. Zum Tode von Nathan Steinberger&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Fink]]: [https://antifa.vvn-bda.de/2013/09/05/widerstand-fur-das-leben/ &amp;#039;&amp;#039;Widerstand für das Leben&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://das-blaettchen.de/2005/03/nathan-steinberger-19751.html Mario Keßler: &amp;#039;&amp;#039;Nathan Steinberger.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Das Blättchen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 28. März 2005.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119482649|LCCN=n96093537|VIAF=263438399}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Steinberger, Nathan}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrarökonom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marxistischer Ökonom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Stalinismus (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Gulag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Bronze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2005]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Steinberger, Nathan&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Steinberger, Naftali&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher kommunistischer Wirtschaftswissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Juli 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Februar 2005&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-21632-55</name></author>
	</entry>
</feed>