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	<title>Nathan Notowicz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T02:28:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-06-10T08:12:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nathan „Noto“ Notowicz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. Juli]] [[1911]] in [[Tyczyn]], Bezirk [[Rzeszów]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[15. April]] [[1968]] in [[Ost-Berlin]]) war ein deutscher [[Musikwissenschaft]]ler und [[Komponist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Notowicz war Sohn eines Kaufmanns. Die Familie zog 1913 nach [[München]], wo Notowicz die Volksschule besuchte. In [[Düsseldorf]] studierte er am Konservatorium, unter anderem Musikwissenschaft bei [[Ernst Bücken]] und Komposition bei [[Hermann Unger (Komponist)|Hermann Unger]], und wurde dort 1932 Lehrer für Musiktheorie. Nach der [[Machtergreifung]] der Nationalsozialisten emigrierte er 1933 nach [[Amsterdam]], wo er bei [[Willem Andriessen]] und [[Stefan Askenase]] studierte und als Musiklehrer und Musiker tätig war. Gleichzeitig war er im kommunistischen Widerstand in Holland tätig; 1940 trat er in die [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] ein und war 1944/45 unter dem Decknamen „Gerard Fischer“ Leiter der KPD-Gruppe in Holland.&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin.Dorotheenstädt. Kirchhof I.Notowicz.1970.jpg|miniatur|Grab von Notowicz auf dem Berliner [[Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichswerderschen Gemeinden|Dorotheenstädtischen Kirchhof I]]]]&lt;br /&gt;
1946 kehrte er nach Deutschland zurück. Zunächst war er als KPD-Funktionär in [[Düsseldorf]] tätig; 1948 übersiedelte er in die [[Sowjetische Besatzungszone|SBZ]]. In der im Folgejahr gegründeten [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] war er als Musikwissenschaftler und Komponist tätig. Er wurde 1950 Professor für Musikgeschichte und Prorektor der neu gegründeten [[Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin|Deutschen Hochschule für Musik]] in [[Ost-Berlin]]. Neben dem Gründungsrektor der Hochschule, [[Georg Knepler]], seinem Professorenkollegen [[Harry Goldschmidt]], dem Chefredakteur der Fachzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Musik und Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, [[Eberhard Rebling]], und dem Professor für Musiksoziologie an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Humboldt-Universität]], [[Ernst Hermann Meyer]], war Notowicz einer der tonangebenden marxistischen Musikwissenschaftler der jungen DDR.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.berliner-zeitung.de/archiv/zum-90--geburtstag-des-musikwissenschaftlers-eberhard-rebling-nicht-sieger-der-geschichte,10810590,9956188.html &amp;#039;&amp;#039;Nicht Sieger der Geschichte&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 4. Dezember 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig profilierte er sich als Verbandsfunktionär: Den DDR-Komponistenverband [[Verband der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR|Verband deutscher Komponisten und Musikwissenschaftler]] (VDK) leitete das [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]-Mitglied Notowicz als Erster Sekretär seit seiner Gründung im April 1951.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/1956/14/sozialistischer-realismus-nach-noten/komplettansicht &amp;#039;&amp;#039;„Sozialistischer Realismus“ nach Noten&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 14/1956.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dem am 9. Mai 1962 gegründeten [[Musikrat der DDR]] wurde Notowicz zum Generalsekretär gewählt; Präsident war [[Hanns Eisler]]. Außerdem saß Notowicz im Präsidium des [[Kulturbund der DDR|Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands]]. Im Juni 1964 wurde er Präsident der neugegründeten [[Deutsch-Belgische Gesellschaft in der DDR|Deutsch-Belgischen Gesellschaft in der DDR]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Neues Deutschland]] vom 7. Juni 1964.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Hanns Eislers Tod beförderte Notowicz 1963 die Gründung des &amp;#039;&amp;#039;Hanns-Eisler-Archivs&amp;#039;&amp;#039; an der [[Akademie der Künste (Berlin)|Deutschen Akademie der Künste zu Berlin]]. Ziel des von Notowicz geleiteten Archivs war die Herausgabe einer wissenschaftlich-kritischen Gesamtausgabe; als erster Band der &amp;#039;&amp;#039;Gesammelten Werke&amp;#039;&amp;#039; (EGW) erschien 1968 ein von Notowicz kurz vor seinem Tod fertiggestellter Notenband.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Edition wurde von [[Manfred Grabs]] und [[Eberhardt Klemm]] fortgesetzt; bis 1989 erschienen im VEB Deutscher Verlag für Musik Leipzig drei weitere Noten- sowie fünf Schriftenbände. Zur Geschichte der Edition vgl. das [http://www.hanns-eisler.com/index.php/de/gesamtausgabe/vorwort Vorwort] auf Hanns-Eisler.com.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits ab Januar 1958 (und damit vor den bekannteren Gesprächen Eislers mit [[Hans Bunge (Dramaturg)|Hans Bunge]]) hatte Notowicz für den [[Rundfunk der DDR]] mehrere längere Gespräche mit Eisler geführt, die 1971 in Buchform erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lyriker [[Jens Gerlach (Lyriker)|Jens Gerlach]] widmete Notowicz in „&amp;#039;&amp;#039;Dorotheenstädtische Monologe&amp;#039;&amp;#039;“ ein Gedicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Gerlach: &amp;#039;&amp;#039;Dorotheenstädtische Monologe&amp;#039;&amp;#039;. Aufbau Verlag, Berlin, 1972, S. 107–110&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Notowicz’ Frau Ann Notowicz war Mitarbeiterin der [[Internationale Demokratische Frauenföderation|IDFF]] und später Vorsitzende des [[Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer|IVVdN]] in [[Berlin-Köpenick]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bda-koepenick.de/2011/11/11/die-faust/ &amp;#039;&amp;#039;Die Faust. Zum Denkmal auf dem Platz des 23. April.&amp;#039;&amp;#039;] Bund der Antifaschisten Köpenick, abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;Juni 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1956 [[Preis für künstlerisches Volksschaffen]] II. Klasse&lt;br /&gt;
* 1959 [[Vaterländischer Verdienstorden]] in Silber&lt;br /&gt;
* 1961 [[Johannes-R.-Becher-Medaille]]&lt;br /&gt;
* [[Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus 1933 bis 1945]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* (als Herausgeber) [[Alexander Nikolajewitsch Serow|Alexander Serow]]: &amp;#039;&amp;#039;Aufsätze zur Musikgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Aufbau-Verlag, Berlin 1955 (übersetzt von Felix Loesch)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erlebnisse in der Sowjetunion. Komponisten und Musikwissenschaftler der Deutschen Demokratischen Republik berichten von ihrer Studienreise&amp;#039;&amp;#039;. Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft, Berlin 1955 (mit [[Walther Vetter]], [[Ottmar Gerster]], [[Walther Siegmund-Schultze]] und [[Ernst Hermann Meyer]])&lt;br /&gt;
* (als Herausgeber mit [[Jürgen Elsner]]) &amp;#039;&amp;#039;[[Hanns Eisler]]: Quellennachweise&amp;#039;&amp;#039;. Im Auftrag des Hanns-Eisler-Archivs bei der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin. Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1966&lt;br /&gt;
* (als Herausgeber) Hanns Eisler: &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Werke, Serie 1, Band 18: [[Neue deutsche Volkslieder]], Chansons, Kinder- und Jugendlieder&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1968&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wir reden hier nicht von Napoleon. Wir reden von Ihnen! Gespräche mit Hanns Eisler und [[Gerhart Eisler]]&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Neue Musik, Berlin 1971 (übertragen und kommentiert von Jürgen Elsner)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl Laux: &amp;#039;&amp;#039;Nathan Notowicz zum Gedächtnis&amp;#039;&amp;#039;. Die Musikforschung. 21 (1968), S.&amp;amp;nbsp;269–271.&lt;br /&gt;
* Karl Laux: &amp;#039;&amp;#039;In Memoriam Nathan Notowicz&amp;#039;&amp;#039;. Deutsches Bachfest der Neuen Bachgesellschaft. 43 (1968), S.&amp;amp;nbsp;15–16.&lt;br /&gt;
* Walther Siegmund-Schultze: &amp;#039;&amp;#039;Nathan Notowicz&amp;#039;&amp;#039;. Musik in der Schule. 19 (1968), S.&amp;amp;nbsp;302–303.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=nathan-notowicz|lemma=Notowicz, Nathan|autor=Torsten Musial, [[Bernd-Rainer Barth]]|band=2|idNum=2536}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Notowicz, Nathan&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Frithjof Trapp]], Bärbel Schrader, Dieter Wenk, Ingrid Maaß: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des deutschsprachigen Exiltheaters 1933 - 1945. Band 2. Biographisches Lexikon der Theaterkünstler&amp;#039;&amp;#039;. München : Saur, 1999, ISBN 3-598-11375-7, S. 704f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Notowicz, Nathan&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. München : Saur 1980, S. 534&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|134474880}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Präsidenten der Gesellschaft DDR-Belgien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=134474880|LCCN=no/99/61591|VIAF=54665372}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Notowicz, Nathan}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Silber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Johannes-R.-Becher-Medaille]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikwissenschaft (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassische Musik (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1968]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Notowicz, Nathan&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Notowicz, Noto (Spitzname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Musikwissenschaftler und Komponist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Juli 1911&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Tyczyn]], Bezirk Rzeszów, Galizien&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. April 1968&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ost-Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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