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	<title>Nassenerfurth - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T03:47:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nassenerfurth&amp;diff=1418815&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Der blaue Himmelsreiter: Einwohnerzahl aktualisiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nassenerfurth&amp;diff=1418815&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-19T07:55:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einwohnerzahl aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Borken (Hessen)&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = Borken&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/1/29/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 9/15/38/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Hessen&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 188 &amp;lt;!-- Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 5.13&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 528 &amp;lt;!-- hier nur Hauptwohnsitze --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2025-11&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.borken-hessen.de/wohnen-leben/stadtportrait/statistik-zahlen-fakten/ |titel=Statistik/Zahlen/Fakten |hrsg=Stadt Borken |sprache=de |abruf=2026-02-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1974-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 34582&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 05682&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Bild                   = Schloss Nassenerfurth, Südseite (1. Juni 2012).JPG&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Das Schloss&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das Dorf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nassenerfurth&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist seit dem 1. Januar 1974 ein [[Ortsteil|Stadtteil]] von [[Borken (Hessen)|Borken]] im [[Nordhessen|nordhessischen]] [[Schwalm-Eder-Kreis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Die Gemarkung Nassenerfurth liegt im [[Olmes]]grund, südwestlich der Kernstadt Borken, und hat eine Größe von ca. 513 [[Hektar]]. Die Olmes kommt von Süden, fließt am östlichen Ortsrand entlang, dann westlich um den [[Borkener See]] herum, ehe sie nördlich von Borken in die [[Schwalm (Eder)|Schwalm]] mündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Liste der Landesstraßen in Hessen ab der L 3001#L 3149|Landesstraße 3149]] von Borken und [[Trockenerfurth]] umgeht den Ort westlich und südlich und führt weiter nach [[Dillich]]. Die [[Main-Weser-Bahn]] und die [[Bundesautobahn 49]] verlaufen ein bzw. zwei Kilometer westlich des Orts. Der nächste Autobahnanschluss befindet sich etwa vier Kilometer nördlich an der [[Bundesstraße 3]] zwischen [[Kerstenhausen]] und [[Kleinenglis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie auch in den anderen umliegenden Orten wurde die Landschaft durch den ehemaligen [[Braunkohletagebau]] im [[Borkener Braunkohlerevier]] geprägt. So liegt heute ein Teil der Gemarkung, unmittelbar nordöstlich des Dorfs, im [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]] [[Borkener See]], entstanden nach der [[Rekultivierung]] des Tagebaurestlochs „Altenburg IV“, wo von 1954 bis 1975 etwa 9 Millionen Tonnen [[Braunkohle]] gefördert wurden. Mit der Rekultivierung in den Jahren 1975 bis 1992 entstand der See, der mit seiner Uferlandschaft heute ein Naturschutzgebiet ist. Der Borkener See selbst trennt Nassenerfurth von Borken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Holtzadel siebmacher142.jpg|mini|hochkant|Das Wappen der &amp;#039;&amp;#039;Holzsadel&amp;#039;&amp;#039;, urkundliche Erstbesitzer der Wasserburg in Nassenerfurth&amp;lt;ref&amp;gt;aus [[:Datei:Siebmacher142.jpg|Siebmachers Wappenbuch - Blatt 142]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste bekannte urkundliche Erwähnung des Ortes „Erffrede“ war im Jahre 1040. „Naszinerphurd“ als solches wird 1357 in einer Urkunde des [[Kloster Spieskappel|Klosters Spieskappel]] erstmals erwähnt, als das Kloster seinen Hof zu Nassenerfurth tauschte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt; Schon im Jahre 1338 wird jedoch eine wohl im 14. Jahrhundert erbaute [[Wasserburg]] erwähnt, als die Brüder Eberhard, Widerold und Konrad von Hohenberg, genannt [[Holzsadel|Holzadel]], Söhne des Hermann gen. Holtzsatel aus „Erpherde“ (Erfurth), als Inhaber eines [[Hohenburg (Homberg)|Homberger]] Burglehens in Nassenerfurth genannt werden. 1356 wurde Johann von [[Falkenberg (hessisches Adelsgeschlecht)|Falkenberg]] vom Mainzer Erzbischof [[Gerlach von Nassau|Gerlach]] mit dieser Burg oder einem Teil davon [[Lehnswesen|belehnt]], aber schon im nächsten Jahr geriet er offenbar mit dem Erzbischof in Streit, so dass dieser die Burg einnahm und sie dem [[Ministeriale]]n [[Schrendeisen (Familie)|Schrendeisen]] 1357 zu Lehen übergab. Im Jahr 1359 legten Erzbischof Gerlach und Johann von Falkenberg ihren Streit bei, und der Erzbischof belehnte Johann von Falkenberg zunächst mit einem halben [[Vorwerk (Gutshof)|Vorwerk]] zu Nassenerfurth,&amp;lt;ref&amp;gt;Das Vorwerk gehörte dem [[St. Johannis (Mainz)|Mainzer St. Johannisstift]] und war an mainzische Lehnsmannen vergeben. in: Werner Ide: &amp;#039;&amp;#039;Von Adorf bis Zwesten.&amp;#039;&amp;#039; S. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1365 dann wieder mit dem gesamten mainzischen Besitz in Nassenerfurth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Holzsadel waren allerdings weiterhin die bedeutendsten Grundbesitzer im Ort. Im Jahre 1400 wurde ihre [[Kemenate]] in Nassenerfurth durch Feuer zerstört, wohl im Zuge der langdauernden kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen [[Kurmainz]] und den [[Landgrafschaft Hessen|Landgrafen von Hessen]]; Erzbischof [[Johann II. von Nassau|Johann von Mainz]] nahm noch im gleichen Jahr die Brüder Heinrich und Henne Holzsadel als Burgmannen in [[Fritzlar]] mit 20 Gulden Burglehen auf, als Wiedergutmachung für den ihrer Familie entstandenen Schaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Sieg von Landgraf [[Ludwig I. (Hessen)|Ludwig I.]] über [[Kurmainz]] im [[Mainzisch-Hessischer Krieg (1427)|Mainzisch-Hessischen Krieg (1427)]] kam Nassenerfurth zur [[Landgrafschaft Hessen]]. 1437 belehnte Landgraf Ludwig I. den Ritter Werner Holzsadel erneut mit dem Burgsitz sowie mit einem Haus und drei [[Hufe]]n zu Nassenerfurth. Erneute Belehnungen der Holzsadel durch die hessischen Landgrafen mit Haus, Burgsitz und Grundbesitz in Nassenerfurth sind bis 1491 urkundlich belegt. 1485 wurde das Haus bzw. die Wasserburg der Holzsadel zu Nassenerfurth in den landgräflichen Kriegen erneut zerstört, und im Jahre 1516 verkaufte der [[Amt Sinzig-Remagen|Sinziger]] [[Amtmann]] Werner Holzsadel die Burg und [[Hofreite]] an die Familie derer von [[Wildungen (Adelsgeschlecht)|Wildungen]], die daraufhin auch von Landgraf [[Philipp I. (Hessen)|Philipp I.]] damit belehnt wurden. 1538 belehnte Landgraf Philipp seinen [[Ministeriale]]n [[Hiob von Schrendeisen]] mit Burg und Dorf Nassenerfurth, die dieser über seine Mutter Elisabeth von Wildungen geerbt hatte. Schrendeisens Söhne verkauften die Burg im Jahre 1590 an [[Philipp Wilhelm von Cornberg]], den außerehelichen Sohn des Landgrafen [[Wilhelm IV. (Hessen-Kassel)|Wilhelm IV.]], der sie aber bereits 1594 an seinen Halbbruder, Landgraf [[Moritz (Hessen-Kassel)|Moritz]], verkaufte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser belehnte 1598 Asmus [[Baumbach (Adelsgeschlecht)|von Baumbach]] mit der Burg und dem Dorf. Asmus von Baumbach ließ an der Stelle der alten Burg, unter Einbeziehung von deren Resten, das [[Schloss Nassenerfurth]] errichten. Das Schloss wurde im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] am 7. September 1631 von Truppen der [[Katholische Liga (1609)|Katholischen Liga]] geplündert und verwüstet und im Jahre 1636 von [[Polen|polnischen]] Truppen ein zweites Mal heimgesucht. Nach dem Ende des Kriegs wurde die Anlage restauriert und im Laufe der folgenden zwei Jahrhunderte durch zusätzliche Wohn- und Wirtschaftsgebäude erweitert. Die Belehnung an die Baumbachs wurde bis 1822 wiederholt erneuert, und bis in die frühen 1970er Jahre blieb das Schloss Privatbesitz der Familie. Das Dorf Nassenerfurth hingegen wurde während der Zeit des [[Königreich Westphalen|Königreichs Westphalen]] von König [[Jérôme Bonaparte]] eingezogen und war seitdem staatlicher Besitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere geistliche und weltliche Herren, die in Nassenerfurth Grundbesitz und/oder [[Zehnt]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;einkünfte besaßen oder zu Lehen innehatten, waren die [[Grafschaft Ziegenhain|Grafen von Ziegenhain]], das [[Kloster Spieskappel]] (1430 beurkundet), die Herren von [[Linsingen (Adelsgeschlecht)|Linsingen]] (1441–1526 belegt) und die Familie von dem Berge (1411–1591).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 1974 wurde die bis dahin [[selbständige Gemeinde]] Nassenerfurth im Zuge der [[Gebietsreform in Hessen]] kraft [[Landesgesetz]] in die Stadt Borken [[Eingemeindung|eingegliedert]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=GVBL |hrsg=Der Hessische Minister des Innern |titel=Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain (GVBl. II 330-22) |nr=25 |jahr=1973 |datum=1973-09-28 |seite=4 |seiten=356 |fundstelle=§&amp;amp;nbsp;11 |kbytes=2210}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;HGV&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1|Seite=393}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Für alle durch die Gebietsreform eingegliederten Stadtteile wurde [[Ortsbezirk]]e mit [[Ortsbeirat]] und [[Ortsvorsteher]] eingerichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.borken-hessen.de/rathaus-politik/service/satzungen-downloads-formulare/satzungen-der-stadt-borken-hessen/ |titel=Hauptsatzung |titelerg=§&amp;amp;nbsp;5|werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Borken |format=DOC;&amp;amp;nbsp;35&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2023-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohnerstruktur 2011&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Erhebungen des [[Zensus 2011]] lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Nassenerfurth 579 Einwohner. Darunter waren 6 (1,0 %) Ausländer.&lt;br /&gt;
Nach dem Lebensalter waren 93 Einwohner unter 18 Jahren, 243 zwischen 18 und 49, 144 zwischen 50 und 64 und 99 Einwohner waren älter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt; Die Einwohner lebten in 231 Haushalten. Davon waren 60 [[Alleinstehender|Singlehaushalte]], 60 [[Ehe|Paare]] ohne Kinder und 81 Paare mit Kindern, sowie 24 [[Alleinerziehender|Alleinerziehende]] und 6 [[Wohngemeinschaft]]en. In 39 Haushalten lebten ausschließlich [[Senior]]en und in 156 Haushaltungen lebten keine Senioren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohnerentwicklung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Quelle: Historisches Ortslexikon&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;um 1570: || 42 [[Hausgesess]]e&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1724: || 97 Personen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1742: || 44 Häuser&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1747: || 52 Hausgesesse&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{LAGIS Einwohner Diagramm|Name=Nassenerfurth|width=450|float=none|maxEinwohner=735&lt;br /&gt;
|382|378|385|390|388|356|331|327|337|317|332|347|364|415|666|735|638|614|683&lt;br /&gt;
|vor1834=(1775,255)(1800,-1)&lt;br /&gt;
|nach1967=(1970,718)(1980,-1)(1990,-1)(2000,-1)(2011,579)(2020,552)(2025,528)&lt;br /&gt;
|quelle=LAGIS&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;; Stadt Borken (Hessen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.borken-hessen.de/wohnen-leben/stadtportrait/statistik-zahlen-fakten/ |titel=Statistik/Zahlen/Fakten |hrsg=Stadt Borken (Hessen) |archiv-url=https://web.archive.org/web/20230214163824/https://www.borken-hessen.de/wohnen-leben/stadtportrait/statistik-zahlen-fakten/#accordion-1-0 |abruf=2023-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Zensus 2011]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Historische Erwerbstätigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1961 || Erwerbspersonen: 106 Land- und Forstwirtschaft, 122 Produzierendes Gewerbe, 11 Handel und Verkehr, 23 Dienstleistungen und Sonstiges&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Historische Religionszugehörigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Quelle: Historisches Ortslexikon&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1835: || 376 [[Reformierte Kirchen|evangelisch-reformierte]], 4 [[Judentum|jüdische]] Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1861: || 352 evangelisch-reformierte, 5 jüdische Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1885: || 337 evangelische (= 100,00 %) Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1961: || 460 [[Evangelische Kirche in Deutschland#Geschichte|evangelische]] (= &amp;#039;&amp;#039;74,2 %&amp;#039;&amp;#039;). 154 [[Römisch-katholische Kirche|katholische]] (= 25,08 %) Einwohner&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
Der erste [[Leutpriester|Pleban]] ist im Jahre 1378 bekundet. 1432 war Nassenerfurth eigenständige Pfarrei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Evangelische Kirche ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Evangelische Kirche Nassenerfurth.jpg|mini|hochkant|Evangelische Kirche Nassenerfurth]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste evangelische Pfarrer nach der [[Reformation]] war ab 1527 Christian Gleimenhain. Von 1557 bis 1835 war Trockenerfurth, ab 1569 auch [[Haarhausen (Borken)|Haarhausen]] nach Nassenerfurth eingepfarrt. Das [[Kirchenpatronat]] hielten, als hessisches Lehen, spätestens seit 1528 die Herren von [[Grifte (Adelsgeschlecht)|Grifte]] bzw. ab 1597 die Herren von [[Meysenbug (Adelsgeschlecht)|Meysenbug]] als deren Erben.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Herren von Grifte starben im Mannesstamm 1597 mit Kurt von Grifte aus.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Asmus von Baumbach 1598 mit Burg und Dorf belehnt wurde, kaufte er das Kirchenpatronat von den Meysenbug, und seine Familie hatte es danach ununterbrochen inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die evangelische Dorfkirche wurde im Jahre 1512 erbaut. Ihr Turm enthält vier Bronzeglocken. An der Glocke 3 befindet sich ein Uhrschlagwerk für die vollen Stunden.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Schlagton !! Gussjahr !! Gießer !! Durchmesser !! Anschläge pro Minute&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;as&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;||1964||Rincker, Sinn/Hessen||94&amp;amp;nbsp;cm||60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;b&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;||1715||Johann Geyrich Ulrich, Hersfeld||78&amp;amp;nbsp;cm||62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;des&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;||1921||Rincker, Sinn/Hessen||70&amp;amp;nbsp;cm||64&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;||1964||Rincker, Sinn/Hessen||63&amp;amp;nbsp;cm||70&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Das ältere künstlerisch gestaltete Fenster, hinter dem Altar, wurde anlässlich der Baumaßnahme von 1900 durch die Glasmalerei-Werkstatt K.J. Schultz Söhne in Marburg geschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Götz J. Pfeiffer |Titel=„an die letzten Ausläufer der alten Tradition angeknüpft“. Die Marburger Glasmalerei-Werkstatt K.J. Schultz seit 1850 |Sammelwerk=Hessische Heimat |Band=68. Jg. |Nummer=Heft 1 |Seiten=10-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das jüngere künstlerisch gestaltete Fenster wurde 1957 von Christiane Wollenhaupt-Brenner entworfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.wollenhaupt-brenner.de/oeff.html |titel=Christiane Wollenhaupt-Brenner (1935 - 2006) |abruf=2021-01-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Kirche ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ehemalige Katholische Kirche Nassenerfurth.jpg|mini|Ehem. katholische Kirche in Nassenerfurth]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] die Zahl der katholischen Einwohner durch Heimatvertriebene stark anstieg, wurden mit der Kirche Maria Regina 1958/59 in Nassenerfurth und der Kirche St. Gerhard Majella 1960/61 im nahen [[Kleinenglis]] als Filialkirchen der Pfarrkirche Christkönig in Borken neue katholische Kirchen erbaut. Da die Zahl der katholischen Gemeindemitglieder inzwischen wieder stark abgenommen hatte, wurden die beiden Kirchen am 1. Oktober 2008 durch das Bistum Fulda [[Profanierung|profaniert]] und geschlossen. Die Kirche in Kleinenglis ist heute eine Lagerstätte des Bistums, die in Nassenerfurth steht zum Verkauf; ihr Glockenträger samt Glocke wurde nach [[Hosenfeld]]-[[Brandlos]] bei Fulda verbracht und dort im Jahre 2011 [[Brandlos#Sehenswürdigkeiten|zwischen Friedhof und Lourdesgrotte]] aufgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.bistum-fulda.de/borken/040-kirchengebaeude/kirche-nassenerfurth.php?navid=1326318647707 |text=Bistum Fulda: Kath. Filialkirche Borken-Nassenerfurth |wayback=20140307123132}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Für Nassenerfurth besteht ein [[Ortsbezirk]] (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Nassenerfurth) mit [[Ortsbeirat]] und [[Ortsvorsteher]] nach der [[Hessische Gemeindeordnung|Hessischen Gemeindeordnung]]. Der Ortsbeirat besteht aus neun Mitgliedern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei den [[Kommunalwahlen in Hessen 2021]] betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat Nassenerfurth 61,05 %. Alle Kandidaten gehörten der „Einheitsliste Nassenerfurth“ an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://votemanager-ks.ekom21cdn.de/2021-03-14/06634001/html5/Ortsbeiratswahl_Hessen_366_Ortsbezirk_Nassenerfurth.html |titel=Ortsbeiratswahl Nassenerfurth |werk=Votemanager |hrsg=Kommunales Gebietsrechenzentrum |abruf=2023-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ortsbeirat wählte Gerhard Buchholz zum Ortsvorsteher.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.borken-hessen.de/rathaus-politik/politik/gremien/ortsvorsteher/ |titel=Ortsbeiräte |werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Borken (Hessen) |abruf=2023-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schloss Nassenerfurth ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Nassenerfurth (01).jpg|mini|Das Schloss]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Schloss Nassenerfurth]], auch &amp;#039;&amp;#039;Baumbachsches Schloss&amp;#039;&amp;#039; genannt, befindet sich im Osten der Dorfanlage. Es steht an der Stelle einer wohl im 14. Jahrhundert erbauten und 1485 zerstörten [[Wasserburg]] auf 183&amp;amp;nbsp;m über NN und ist noch heute von teilweise verlandeten [[Wassergraben|Wassergräben]] umgeben. Die Anlage besteht aus drei größeren Flügeln, die gewinkelt und grob halbkreisförmig einen nach Osten offenen Innenhof flankieren, einem [[Treppenturm]] und einer geräumigen Vorburg mit Wirtschafts- und Wohngebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schloss befindet sich in Privatbesitz. Es kann für standesamtliche Trauungen und private Feiern in eigens dafür ausgestatteten Räumen angemietet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.hna.de/lokales/fritzlar-homberg/borken-hessen-ort305278/perfekte-zuhause-schloss-hirschgarten-in-nassenerfurth-hat-neue-eigentuemer-seo-10125327.html |titel=Schauspielstars machen aus Wasserschloss Nassenerfurth große Bühne |abruf=2020-03-16}}, auf hna.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.borken-hessen.de/wohnen-leben/stadtportrait/stadtteile/nassenerfurth/ &amp;#039;&amp;#039;Stadtteil Nassenerfurth&amp;#039;&amp;#039;] In: Webauftritt der Stadt Borken (Hessen).&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|ID=4094|titel=Nassenerfurth, Schwalm-Eder-Kreis}}&lt;br /&gt;
* {{HessBib |NAME=Nassenerfurth |PPN=116333863 |GND=4784991-5}}&lt;br /&gt;
* {{HessBib |NAME=Borken-Nassenerfurth |GND=1052054528}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{{LAGIS|ref=nein|ID=4094|titel=Nassenerfurth, Schwalm-Eder-Kreis |datum=2022-03-29}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_c.pdf#page=34 |seiten=30 und 86 |titel=Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen |werk=[[Zensus 2011]] |hrsg=[[Hessisches Statistisches Landesamt]] |abruf=2022-03 |format=PDF;&amp;amp;nbsp;1,0&amp;amp;nbsp;MB |abruf-verborgen=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20201027061845/https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_c.pdf#page=40 |archiv-datum=2020-10-27 |offline=1}}&lt;br /&gt;
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