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	<title>Nassauer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T16:24:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nassauer&amp;diff=80074&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2025-07-22T20:23:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nassauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Person]], die sich ohne [[Gegenleistung]] von anderen Personen aushalten lässt, beispielsweise indem sie bei jemandem wohnt, ohne [[Mietvertrag (Deutschland)|Miete]] zu zahlen oder ständig dort isst, ohne irgendetwas zur [[Mahlzeit]] beizutragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er unterscheidet sich vom [[Schnorrer]] dadurch, dass er sich [[Perpetuierung|kontinuierlich]] über einen längeren [[Zeitintervall|Zeitraum]] aushalten lässt, während der Schnorrer immer nur wiederholt um kleine Gaben bittet. Er ist kein [[Betrug (Deutschland)|Betrüger]], da sein [[Handeln]] für alle Beteiligten offen sichtbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologische Hypothese ==&lt;br /&gt;
„Nassauer“ als Bezeichnung für eine Person, die dauerhaft [[Leistung (Recht)|Leistungen]] ohne Gegenleistung in Anspruch nimmt, ist in dieser Bedeutung 1864 für [[Berlin]] bezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Wander&amp;amp;lemid=WN00296 Nassauer.] In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Sprichwörter-Lexicon&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wort könnte eine scherzhafte Umbildung des Berliner Ausdrucks &amp;#039;&amp;#039;nass&amp;#039;&amp;#039; sein, der „umsonst“ bedeutet. Der berlinerische Ausdruck stammt aus dem [[rotwelsch]]en &amp;#039;&amp;#039;nassen&amp;#039;&amp;#039;, der sich aus dem west[[jiddisch]]en &amp;#039;&amp;#039;nossenen&amp;#039;&amp;#039; ableitet und „schenken“ bedeutet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kluge&amp;quot;&amp;gt;[[Friedrich Kluge]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 24. Auflage. Fortgeführt von Elmar Seebold. de Gruyter, Berlin 2002, ISBN 3-11-017473-1, S.&amp;amp;nbsp;646.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise hat also der Begriff „[[Nassau]]“ selbst, der unter anderem die Stadt [[Nassau (Lahn)|Nassau]] an der Lahn, das Adelsgeschlecht [[Haus Nassau]] und mehrere historische Staatswesen wie das [[Herzogtum Nassau]] und die [[Preußische Provinzen|Preußische Provinz]] [[Hessen-Nassau]] bezeichnet – deren Einwohner also in &amp;#039;&amp;#039;anderer Bedeutung&amp;#039;&amp;#039; ebenfalls als „Nassauer“ bezeichnet werden – keinen direkten inhaltlichen Bezug zum &amp;#039;&amp;#039;Nassauern&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunftslegende ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aufwärterin.jpg|mini|Die Aufwärterin (Serviererin) umringt von Studenten]]&lt;br /&gt;
Die verbreitete Geschichte vom [[Freitisch]] der Nassauer Studenten gilt als eine nachträglich erfundene Herkunfts[[legende]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Nassauer |Band=14 |Seite=436 |zenoID=20007136145}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;kluge&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das [[Herzogtum Nassau]] über keine eigene [[Universität]] verfügte, schloss [[Wilhelm I. (Nassau)|Herzog Wilhelm von Nassau-Weilburg]] am 29. Oktober 1817 einen [[Staatsvertrag]] mit dem [[Königreich Hannover]]. Die Königlich Hannoversche [[Georg-August-Universität Göttingen]] wurde dadurch zur Nassauischen Landesuniversität. Um den Studenten einen Anreiz zur Aufnahme des Studiums im 200 bis 300 Kilometer entfernten Göttingen zu bieten, gewährte der Herzog über den [[Nassauischer Zentralstudienfonds|Nassauischen Zentralstudienfonds]] [[Stipendium|Stipendien]] in Form einer unentgeltlichen Verköstigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stipendiaten konnten also bei einem Göttinger Vertragswirt kostenlos essen. Nutzte ein Nassauer Student dieses Angebot nicht, nahm –&amp;amp;nbsp;so die Legende&amp;amp;nbsp;– häufig ein Fremder, Unbefugter, der sich als Nassauer ausgab, dessen Platz und das freie Mahl ein. Dadurch seien die studentischen Ausdrücke „nassauern“ und „Nassauer“ entstanden. Diese Wörter bezögen sich also auf ungebetene Gäste, die auf Kosten und anstelle anderer, nämlich der Nassauer, gegessen und getrunken hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christian Spielmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte von Nassau&amp;#039;&amp;#039;. Plaum, Wiesbaden 1910, S.&amp;amp;nbsp;290.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Volker Schmidt&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg&lt;br /&gt;
   |Titel=Nassauern!? Warum nicht nur Nassauer „nassauern“&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Jahrbuch für den Kreis Limburg-Weilburg 2020&lt;br /&gt;
   |Ort=Limburg&lt;br /&gt;
   |Datum=2019&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-927006-57-7&lt;br /&gt;
   |Seiten=99–109}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Haus Nassau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Göttinger Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schimpfwort (Person)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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