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	<title>Nasalhelm - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T00:46:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nasalhelm&amp;diff=62089&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2024-11-23T20:09:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nasalhelm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein [[mittelalter]]licher [[Helm]]typus, der sich aus den [[konisch]]en [[Spangenhelm]]en und [[Spätantiker Kammhelm|Bügelhelm]]en entwickelt hatte. Die nur in wenigen Originalexemplaren erhaltene Helmform erscheint besonders im 11./12. Jahrhundert auf zahlreichen Bildquellen, wurde allerdings noch bis ins ausgehende 13. Jahrhundert verwendet.&lt;br /&gt;
[[Bild:KHM Wien A 41 - Moravian nasal helmet, 11th century transparent.png|mini|hochkant|Der Nasalhelm aus Olmütz. Dieser mährische Helm des 11. Jhdt. ist einer der fünf erhaltenen originalen Nasalhelme des Hochmittelalters.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Nasalhelm ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Unidentified artists - The Bayeux Tapestry - Bishop Odo - WGA24164.jpg|mini|links|Krieger mit Nasalhelmen auf dem [[Teppich von Bayeux]], teilweise sind [[Spangenhelm|Helmspangen]] angedeutet]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Morgan Bible 10r.jpg|mini|Die klassischen hochmittelalterlichen Helmtypen: [[Topfhelm|Topf-]] und Nasalhelme, [[Hirnhaube]]n und [[Eisenhut (Helm)|Eisenhüte]] (Maciejowski-Bibel, Frankreich, um 1250)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nasalhelm war ein Eisenhelm des frühen Mittelalters, der über ein [[Naseneisen|Nasenstück]] (&amp;#039;&amp;#039;Nasal&amp;#039;&amp;#039;) verfügte, welches manchmal zum unteren Ende zunehmend breiter wird. Die Helmglocke läuft spitz zu, wodurch der Schutzeffekt erhöht wird. Ab dem [[10. Jahrhundert]] wurde der Nasalhelm, im Gegensatz zum mehrteiligen Spangenhelm und zweiteiligen Bügelhelm, zunehmend nur noch aus einer einzigen Eisenplatte geschmiedet. Unter dem Nasalhelm wurde als zusätzlicher Schutz oft eine Haube aus [[Kettenrüstung|Kettengeflecht]] getragen. Der Nasalhelm ist fälschlicherweise auch als &amp;#039;&amp;#039;Normannenhelm&amp;#039;&amp;#039; bekannt, obwohl er in ganz [[Europa]] verwendet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Nasalhelme wurden in den germanisch und [[Slawen|slawisch]] besiedelten Gebieten [[Mitteleuropa|Mittel-]] und [[Osteuropa]]s gefunden. Die Verbindung mit den [[Normannen]] könnte auf die Bekanntheit des [[Teppich von Bayeux|Teppichs von Bayeux]] zurückgehen, auf dem zahlreiche normannische [[Ritter]] mit einem Nasalhelm abgebildet sind. Auch die auf dem Teppich abgebildeten [[Angelsachsen]] tragen Nasalhelme, was von der Verbreitung des oftmals für ausschließlich normannisch gehaltenen Helmes zeugt. Ein Nasalhelm mit einem besonders breiten Nasenstück konnte die Identität seines Trägers verbergen (siehe z.&amp;amp;nbsp;B. [[Schlacht bei Hastings#Verlauf|Schlacht bei Hastings]]), was auch auf dem [[Teppich von Bayeux]] angedeutet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[13. Jahrhundert]] wurde der [[Topfhelm]] zum bevorzugten Kopfschutz des kämpfenden [[Westeuropa|west-]] und [[Mitteleuropa|mitteleuropäischen]] [[Adel]]s, doch wurde der Nasalhelm erst gegen Ende desselben Jahrhunderts vollständig von anderen Helmarten verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich wie die jüngeren Topf- und Kübelhelme waren auch viele Nasalhelme ursprünglich  [[Heraldik|heraldisch]] bemalt oder trugen eine [[Helmkleinod|Helmzier]]. Eine Miniatur im [[Liber ad honorem Augusti sive de rebus Siculis]] des [[Petrus de Ebulo]] (1195/97, [[Bern]], [[Burgerbibliothek Bern|Burgerbibliothek]]) deutet darauf hin, dass [[Kreuzzüge|Kreuzfahrer]] sich durch eine entsprechende Helmbemalung auswiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der wenigen erhaltenen Originalhelme werden am unteren Rand durch Lochungen unterbrochen, die in der Literatur gelegentlich als „Nietlochungen“ interpretiert werden. Tatsächlich dürfte es sich hier um Bohrungen zur Befestigung einer Helmpolsterung handeln, oder in den Löchern wurde ein Ringpanzergeflecht als Halsschutz eingehängt. Solche „[[Halsberge]]n“ scheinen ab dem frühen 12. Jahrhundert verwendet worden zu sein. Jüngere Nasalhelme tragen dementsprechend auch meist einen kleinen Haken am Ende des Naseneisens. Die Halsberge konnte so hochgezogen werden und schützte nun auch die untere Kopfhälfte, machte ihren Träger aber weitgehend unkenntlich. Diese „Vollverkleidung“ des Kopfes führte schließlich zur Entwicklung der Topf- und Kübelhelme des [[Hochmittelalter]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Helm des Heiligen Wenzel ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Wenzelshelm.JPG|mini|Der Helm des hl. Wenzel im Prager Domschatz]]&lt;br /&gt;
Der wohl bekannteste erhaltene „Nasalhelm“ ist der sog. [[Wenzelshelm]] im [[Veitsdom|Prager]] Domschatz. Das Exemplar besteht allerdings aus einer jüngeren Eisenkalotte (wohl 10. Jahrhundert) und einem älteren frühmittelalterlichen, kreuzförmigen Nasenstück. Der Helm wäre in dieser Form nicht im Kampf einsetzbar gewesen. Es handelt sich offenbar um einen reinen Repräsentationshelm, dessen mit [[Silber]]blech beschlagenes und reich verziertes Nasal wohl aus dem [[Skandinavien|skandinavischen]] Raum stammen dürfte. Möglicherweise wurde der Helm auch speziell als [[Reliquie]] zur Verehrung des hl. [[Wenzel von Böhmen]] angefertigt, also tatsächlich niemals vom [[Přemysliden]]fürsten getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erhaltene Originalhelme ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genaue zeitliche Einordnung der fünf erhaltenen Originalexemplare ist schwierig. Sie werden meist grob ins 11./12. Jahrhundert datiert. Die etwas ältere Helmform zeigt noch keinen Haken am Nasaleisen, dürfte also bis zum Ende des 11. Jahrhunderts hergestellt worden sein. Der Helm des Heiligen Wenzel in Prag ist im wissenschaftlichen Sinn nicht als „echter“ Nasalhelm einzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nasalhelm aus der [[Maas]] ([[Niederlande]]). ([[Mainz]], [[Römisch-Germanisches Zentralmuseum]], Inv.Nr. 0.39806). - Der Helm besitzt keinen Nasalhaken, dafür jedoch am Scheitel einen Stift mit herzförmiger Öse zur Befestigung einer Helmzier.&lt;br /&gt;
* Nasalhelm aus [[Olmütz]] ([[Tschechien]]). ([[Wien]], [[Hofjagd- und Rüstkammer]], Inv.Nr. HJRK A 41)&lt;br /&gt;
* Nasalhelm aus dem Lednicki-See ([[Polen]]). (Lednogóra, Muzeum Pierwszych Piastów na Lednicy, Inv.Nr. MPP 3/240/61/59)&lt;br /&gt;
* Nasalhelm aus Augsburg ([[Augsburg]]. [[Römisches Museum Augsburg|Römisches Museum]]). Sehr gut erhaltenes Exemplar mit dreieckigem Nasal und Haken&lt;br /&gt;
* Nasalhelm (Bodenfund). [[Leobendorf (Niederösterreich)]], [[Burg Kreuzenstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Dictionnaire raisonné du mobilier français de l’époque carlovingienne à la Renaissance, tome 6 - 120a.png|mini|150px|right|Nasalhelm mit runder Kalotte, zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Matthias Pfaffenbichler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kreuzritter – Pilger. Krieger. Abenteurer.&amp;#039;&amp;#039; (Katalog zur gleichnamigen Ausstellung, 31. März bis 4. November 2007). Schallaburg Kulturbetriebsges. m.b.H., Schallaburg, 2007. {{falsche ISBN|978-9502342-0-5}}.&lt;br /&gt;
* [[Christoph Stiegemann]], [[Matthias Wemhoff]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Canossa 1077 – Erschütterung der Welt. Geschichte, Kunst und Kultur am Aufgang der Romanik.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Katalog.&amp;#039;&amp;#039; Hirmer, München 2006, ISBN 3-7774-2865-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Nasal helmets|Nasalhelme}}&lt;br /&gt;
* [http://die-ritterschmiede.de/Normannenhelm_121.jpg Bild: Nasalhelm 11. Jahrhundert (Nachbildung)]&lt;br /&gt;
* [http://commons.wikimedia.org/wiki/Nasalhelm Bilder: Nasalhelme aus dem Azm-Palastmuseum in Damaskus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Helm (Schutzwaffe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostümkunde des Hochmittelalters]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rebbeod</name></author>
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