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	<title>Narym - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Narym&amp;diff=1736825&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-05-31T06:18:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Russland&lt;br /&gt;
|deutscher Name         = Narym&lt;br /&gt;
|Name in Landessprache  = Нарым&lt;br /&gt;
|Wappen                 = &lt;br /&gt;
|Flagge                 = &lt;br /&gt;
|lat_deg = 58 |lat_min = 55 |lat_sec = 40&lt;br /&gt;
|lon_deg = 81 |lon_min = 35 |lon_sec = 45&lt;br /&gt;
|Art des Gebietes       = Rajon&lt;br /&gt;
|Gebiet                 = Parabelski&lt;br /&gt;
|Gebiet in der Tabelle  = &lt;br /&gt;
|innere Gliederung      = &lt;br /&gt;
|Bezeichnung des Oberhaupts = &lt;br /&gt;
|Oberhaupt              = &lt;br /&gt;
|Gründungsjahr          = 1596&lt;br /&gt;
|erste Erwähnung        = &lt;br /&gt;
|frühere Namen          = &lt;br /&gt;
|Status                 = Dorf&lt;br /&gt;
|Status seit            = 1925&lt;br /&gt;
|Fläche                 = &lt;br /&gt;
|Art der Höhe           = &lt;br /&gt;
|Höhe des Zentrums      = 50&lt;br /&gt;
|offizielle Sprache     = &lt;br /&gt;
|offizielle Sprache-ref = &lt;br /&gt;
|Bevölkerung            = 995&lt;br /&gt;
|Jahr der Zählung       = 2008&lt;br /&gt;
|Ballungsraum           = &lt;br /&gt;
|nationale Zusammensetzung = &lt;br /&gt;
|Zusammensetzung nach Religionen = &lt;br /&gt;
|Telefonvorwahl         = (+7) 38252&lt;br /&gt;
|Postleitzahl           = 636611&lt;br /&gt;
|OKATO                  = 69244830001&lt;br /&gt;
|Webseite               = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Narym&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{RuS|Нары́м}}) ist ein Dorf in der [[Oblast Tomsk]] ([[Russland]]). Es hat {{EWZ|RU|69244830001}} Einwohner (Stand {{EWD|RU|69244830001}})&amp;lt;ref name=&amp;quot;einwohner_aktuell&amp;quot; /&amp;gt; und gehört zu den ältesten russischen Ortschaften in [[Sibirien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Das Dorf liegt im [[Westsibirisches Tiefland|Westsibirischen Tiefland]], etwa 330&amp;amp;nbsp;km Luftlinie nordwestlich des Oblastverwaltungszentrums [[Tomsk]] an einem rechten Arm des [[Ob]] (Besymjannaja Protoka, „Namenloser Arm“). Wenig oberhalb des Ortes mündet die [[Ket (Fluss)|Ket]] mit ihrem rechten Mündungsarm Kopylowskaja Ket in den Ob.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Narym gehört zum [[Rajon]] [[Parabelski rajon|Parabelski]] und liegt 25&amp;amp;nbsp;km Luftlinie nördlich von dessen Verwaltungszentrum [[Parabel (Ort)|Parabel]]. Im Dorf befindet sich der Verwaltungssitz der Landgemeinde &amp;#039;&amp;#039;Narymskoje selskoje posselenije,&amp;#039;&amp;#039; zu der neben Narym die Dörfer Alatajewo (50 Einwohner; 14&amp;amp;nbsp;km aufwärts der Kopylowskaja Ket jenseits der Einmündung der [[Paidugina]]) und Lugowskoje (165 Einwohner; 4&amp;amp;nbsp;km aufwärts) gehören, außerdem die Siedlungen Talinowka (136 Einwohner; 6&amp;amp;nbsp;km abwärts des rechten Ob-Arms) und Schpalosawod (808 Einwohner; unmittelbar jenseits des Ob-Arms an Narym anschließend und am Hauptarm des Stroms). Die Gesamteinwohnerzahl der Gemeinde beträgt somit 2106 ({{EWD|RU|69}}).&amp;lt;ref name=&amp;quot;einwohner_aktuell&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Narym gehört zu den ältesten von [[Russen|russischen]] [[Kosaken]] während ihrer [[Geschichte Sibiriens#Russische Eroberung und Einwanderung|Expansion nach Sibirien]] gegründeten Siedlungen jenseits des [[Ural]]. Nach der Gründung von [[Surgut]] 1594 entstand der mehr als 500&amp;amp;nbsp;km stromaufwärts gelegene [[Ostrog]] Narym 1596 als erster Ort auf dem Territorium der heutigen Oblast Tomsk (Tomsk selbst entstand 1604). Der Name Narym wurde wahrscheinlich vom [[Selkupische Sprache|selkupischen]] Wort für &amp;#039;&amp;#039;Sumpf&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1601 wurde Narym „Stadt“ als Verwaltungszentrum eines gleichnamigen [[Ujesd]]s. 1619 und 1632 wurde der Ostrog verlegt, jedoch blieb die Lage am hier besonders flachen rechten Ob-Ufer einschließlich der heutigen ungünstig: der Ort hat oft unter Hochwasser zu leiden. Mehrfach wurde er zudem von Großfeuern heimgesucht. 1785 wurde das Stadtrecht erneuert und Narym erhielt ein Wappen als Stadt des [[Gouvernement Tobolsk|Gouvernements Tobolsk]]. 1822 kam es zum [[Gouvernement Tomsk]], verlor seine Verwaltungsfunktion, blieb aber formal Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Narym spielte eine gewisse Rolle im Handel mit [[Rauchwaren|Fellen]], die von hier zu den großen Handelsmessen, dem [[Pelzhandel auf der Irbit-Messe]] und nach [[Makarjewo|Makarjew]], die spätere [[Pelzmesse in Nischni Nowgorod]], gingen. Auch in Narym fand ein jährlicher „Jahrmarkt“ statt, der aber vorwiegend regionale Bedeutung hatte. Die Einwohnerzahl des Ortes blieb immer gering und sank wie auch seine wirtschaftliche Bedeutung um die Wende zum 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert endgültig, nachdem die [[Transsibirische Eisenbahn]] hunderte Kilometer südlich gebaut worden war. 1925 verlor Narym das Stadtrecht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://trog.narod.ru/topo/narym.html |titel=Нарым - Cело Парабельского района Томской области. Geschichte Naryms auf einer privaten Webseite (russisch)|zugriff=30. August 2009}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=O. Tjapkina|Titel=Severnye goroda Zapadnoj Sibiri vo vtoroi polovine XIX v.|Sammelwerk=Goroda Sibiri XVIII – načala XX v.|Ort=Nowosibirsk, Barnaul|Jahr=2001|Seiten=65–98|Kommentar=&amp;#039;&amp;#039;Die nördlichen Städte Westsibiriens in der zweiten Hälfte des 19.&amp;amp;nbsp;Jh.&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Die Städte Sibiriens vom 18. bis Anfang des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;; russisch; [http://new.hist.asu.ru/biblio/gorsib/65-98.html online]; Abgerufen am 30. August 2009}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbannungsort ===&lt;br /&gt;
Bekannt wurde Narym vor allem als politischer [[Verbannung]]sort, insbesondere ab Beginn des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. In die „Narymer Verbannung“ &amp;#039;&amp;#039;(Narymskaja ssylka)&amp;#039;&amp;#039; wurden [[Dekabristen]] (darunter Nikolai Mosgalewski und Pawel Dunzow-Wygodowski), Teilnehmer der [[Geschichte Polens#Zeit der Aufstände 1815–1864|polnischen Aufstände]], [[Narodniki]] und schließlich [[Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands|Sozialdemokraten]] geschickt. Aus dieser Zeit stammt das geflügelte Wort &amp;#039;&amp;#039;Gott schuf die [[Krim]] und der Teufel Narym ({{lang|ru|Бог создал Крым, а чёрт – Нарым}})&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1910er-Jahren waren ein Großteil der nach Narym Verbannten [[Bolschewiki]], die sich teils gleichzeitig dort aufhielten, sich organisieren und in mehreren Fällen von dort fliehen konnten. Darunter war als prominentester für nur 39 Tage im Jahre 1904 [[Josef Stalin]], aber auch weitere später hochrangige sowjetische Funktionäre, wie [[Jakow Michailowitsch Swerdlow|Jakow Swerdlow]] (Staatsoberhaupt [[Sowjetrussland]]s), [[Walerian Wladimirowitsch Kuibyschew|Walerian Kuibyschew]] ([[Volkskommissar]] und [[Gosplan]]-Vorsitzender), [[Alexei Iwanowitsch Rykow|Alexei Rykow]] (Vorsitzender des [[Rat der Volkskommissare der RSFSR|Rates der Volkskommissare]]), [[Michail Pawlowitsch Tomski|Michail Tomski]] (Vorsitzender des &amp;#039;&amp;#039;Allunions-Zentralrates der Gewerkschaften&amp;#039;&amp;#039;), [[Philipp Menczel]] (altösterreichischer Rechtsanwalt, Journalist, Herausgeber und Zionist) und [[Alexander Wassiljewitsch Schischkow|Alexander Schischkow]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der sowjetischen Zeit blieb Narym Verbannungsort; durch die Narymer Verbannung – was sich aber nicht mehr nur auf das Dorf selbst, sondern den riesigen gleichnamigen [[Okrug]] bezog, der den Nordwestteil der heutigen Oblast Tomsk einnahm – gingen möglicherweise Hunderttausende. Darunter war beispielsweise 1927–1929 der als [[Trotzkismus#Geschichte|„Trotzkist“]] verurteilte [[Letten|lettischstämmige]] hohe Wirtschaftsfunktionär und Direktor des [[Russische Plechanow-Wirtschaftsuniversität|Moskauer Instituts für Volkswirtschaft]] [[Ivars Smilga|Ivars (Iwar) Smilga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Coat of Arms of Narym (Tomsk oblast) (1785).png|miniatur|Stadtwappen von 1785 (noch zum Gouvernement [[Tobolsk]] gehörend)]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1633 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1785 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 827&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1851 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 916&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1867 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 1673&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1879 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 2284&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1897 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 1129&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1911 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 895&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1917 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 1114&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2002 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 1063&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 947&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Anmerkung:&amp;#039;&amp;#039; 1897, ab 2002 Volkszählungsdaten&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Parabelskiy r-n, Tomskaya oblast&amp;#039;, Russia - panoramio.jpg|mini|Blick auf das Dorf]]&lt;br /&gt;
In Narym gibt es ein &amp;#039;&amp;#039;Museum der politischen Verbannung&amp;#039;&amp;#039;. Das Museum wurde am 27. Juni 1948 als Stalin-Museum gegründet und 1959 in ein Gedenkmuseum für die nach Narym verbannten Bolschewiki umgewandelt, als Folge der Verurteilung des [[Personenkult]]es um Stalin durch den [[XX. Parteitag der KPdSU]] 1956. Heute wird auch die Rolle des Ortes als Verbannungsort in der sowjetischen Periode thematisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.museum.ru/M611 |titel=Нарымский музей политической ссылки - Narymer Museum politischer Verbannung - bei museum.ru (russisch)|zugriff=30. August 2009}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort hat den Charakter eines fast ausschließlich aus Holzhäusern bestehenden sibirischen Dorfes bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Hauptwirtschaftszweig war lange Zeit die [[Forstwirtschaft]]; viele Einwohner waren auch in der benachbarten Siedlung Schpalosawod (wörtlich „Schwellenwerk“) in einem Werk zur Herstellung hölzerner [[Bahnschwelle]]n tätig. Auch wegen der ungünstigen Verkehrsanbindung wurden die Betriebe in der Wirtschaftskrise der 1990er-Jahre geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbefestigte Straßen gibt es nur zu den Nachbardörfern. Eine ganzjährig befahrbare Anbindung an das russische Straßennetz fehlt; im Winter kann das Eis auf dem Ob befahren werden. In der eisfreien Jahreszeit besteht auf dem Fluss auch eine Passagierschiffsverbindung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter des Ortes ==&lt;br /&gt;
* [[Wadim Michailowitsch Koschewnikow|Wadim Koschewnikow]] (1909–1984), Schriftsteller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Narym}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Oblast Tomsk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort am Ob]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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