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	<title>Narona - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T15:22:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-04-23T06:37:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: nowiki um ISBN entfernt, http nach https umgestellt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate|article=DMS|map=right|NS=43/02/47/N|EW=17/35/55/E|type=landmark|region=HR-19}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Narona&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine antike, am Fluss [[Neretva|Naro]] gelegene Handelsstadt und [[Colonia (Rom)|römische Kolonie]] im antiken [[Dalmatia]] im Süden [[Kroatien]]s. Im frühen [[Mittelalter]] wurde die Stadt zerstört und verlassen. Die römisch-katholische Kirche vergibt Narona bzw. den Titel &amp;#039;&amp;#039;episcopus Naronensis&amp;#039;&amp;#039; als [[Titularbischof|Titularbistum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die Reste der antiken Stadt Narona befinden sich in [[Vid (Kroatien)|Vid]], einem Dorf etwa 4&amp;amp;nbsp;km westlich von [[Metković]]. Die Stadt lag an einem Berghang 58&amp;amp;nbsp;m über dem Meeresspiegel, direkt am Fluss [[Neretva]], der von seiner Mündung bis herauf nach Narona schiffbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Aus schriftlichen Quellen ist wenig über Narona bekannt. [[Pseudo-Skylax]] erwähnt die Stadt als griechisches Emporion (Handelsplatz), an dem importierte griechische Ware ins illyrische Hinterland verkauft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Informationen über die Stadt lieferten Ausgrabungen: Die Bewohner Naronas waren griechische Kolonisten und hellenisierte [[Illyrer]]. Vermutlich legten sie die Stadt um 400 v. Chr. an. Die ältesten aufgefundenen Befestigungen, zwei Rundtürme auf der Hügelkuppe, stammen aus dem 4. vorchristlichen Jahrhundert. Die Stadt blieb von der östlichen Seite unbefestigt, da die Neretva einen natürlichen Schutz bot. Während des 2. Jahrhunderts v. Chr. kam Narona in die Interessenssphäre der Römer. Im Jahre 156 v. Chr. diente Narona dem römischen Heer unter der Führung von Gaius Marcius Figulus als Basis, ebenso im Jahre 135 v. Chr. einem Heer von Servius Flaccus. Im 1. Jahrhundert v. Chr. wurden die Stadtmauern bis zu jener Straße erweitert, die von Salona nach Narona führte. Nach der Eroberung Naronas durch Octavian im Jahre 33 v. Chr. wurde die Stadt römische Kolonie und die Bevölkerung wuchs stark an. In römischer Zeit wurden ein Forum, verschiedene Tempel, Thermen und vermutlich auch das Theater erbaut. Zur Zeit der [[Markomannenkriege]] (166–180 n. Chr.) wurden die Befestigungen erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt existierte vermutlich bis in das 7. Jahrhundert, was durch Geld- und Schmuckfunde aus dieser Zeit belegt wird. Neueste Forschungsergebnisse deuten sogar auf eine noch längere Existenz der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgrabungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Vid Museum.JPG|mini|Archäologisches Museum Narona in Vid]]&lt;br /&gt;
Die ersten systematischen Grabungen wurden am Ende des 19. Jahrhunderts durch den österreichischen [[Archäologie|Archäologen]] [[Carl Patsch]] ausgeführt. Er identifizierte die Lage des [[Forum (Platz)|Forums]] und der [[Stadtmauer]]n und fand eine Reihe von Münzen, [[Amphore]]n und Inschriften. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] nahmen Experten des [[Archäologisches Museum Split|Archäologischen Museums Split]] erneut Grabungen vor. Sie entdeckten ein Mosaik in der Nähe des Forums. 1978 fand Cambi einen aus weißem [[Kalkstein]] gefertigten Kopf des [[Römisches Reich|römischen]] Kaisers [[Vespasian]] aus dem Jahre 75 n. Chr. Weitere Grabungen fanden von 1991 bis 1997 unter Leitung [[Emilio Marin]]s (* 1951) statt. Die Fundamente der frühchristlichen Basilika, die sich unter der heutigen Kirche des heiligen Vitus befinden, wurden untersucht, wobei ein gut erhaltenes [[Taufbecken]] gefunden wurde. Auf dem Forum wurde ein [[Augustus]]-Tempel aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. zu Tage gefördert. Es wurden sechzehn [[Statue]]n der Familie des Augustus sowie von römischen Beamten und Gottheiten gefunden, die – vermutlich im 4. Jahrhundert zur Zeit der Erhebung des [[Christentum]]s zur [[Staatsreligion]] – enthauptet und von ihren Sockeln gestürzt worden waren. Heute befindet sich an dieser Stelle das Archäologische Museum Narona, das neben den rekonstruierten Statuen etwa 900 weitere Fundstücke ausstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche steinerne Fundstücke wurden von den Bewohnern Vids als Ornamente in Hausfassaden eingearbeitet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Museum Narona Innenansicht.jpg|mini|Museum Narona, Innenansicht mit Statuen der Familie des Augustus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Helm DSC02149.JPG|mini|[[Spangenhelm]] (Typ Baldenheim; St. Vid/Narona II.) aus Narona]]&lt;br /&gt;
In Narona wurden auch spätantik-frühmittelalterliche Waffen, darunter fünf Helme entdeckt. Es handelt sich offenbar um Depotfunde, also Hinterlassenschaften, die einst bewusst dort versteckt worden waren und später in Vergessenheit gerieten. Bei den Helmen handelt es sich um zwei [[Spangenhelm]]e des Typs Baldenheim (St. Vid/Narona I. und II.), einen Spangenhelm des Typs Deir el-Medina/Leiden (St. Vid Narona V.) sowie zwei eiserne Bandhelme (St. Vid Narona III. und IV.), die im Baldenheimer Spangenhelm I. steckten. Die Fundstücke befinden sich heute im [[Kunsthistorisches Museum Wien|Kunsthistorischen Museum Wien]].&amp;lt;ref&amp;gt;Mahand Vogt: &amp;#039;&amp;#039;Spangenhelme. Baldenheim und verwandte Typen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Monographien des Römisch-Germanischen Zentralmuseums.&amp;#039;&amp;#039; Band 39). Verlag des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Mainz 2006, ISBN 978-3-7954-2006-2 ([https://books.ub.uni-heidelberg.de/propylaeum/catalog/book/1065 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Titularbistum Narona]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Marc Mayer: &amp;#039;&amp;#039;La sociedad de la Narona romana.&amp;#039;&amp;#039; In: Gianpaolo Urso (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dall’Adriatico al Danubio. l’Illirico nell’età greca e romana. Atti del Convegno internazionale, Cividale del Friuli, 25–27 settembre 2003&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;I convegni della Fondazione Niccolò Canussio.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). Pisa 2004, ISBN 88-467-1069-X ([https://www.fondazionecanussio.org/atti2003/mayer.pdf PDF-Datei; 2,54 MB]).&lt;br /&gt;
* Emilio Marin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Arheoloska istrazivanja u Naroni i Dolini Neretve&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Izdanja Hrvatskog Arheoloskog Drustva.&amp;#039;&amp;#039; Band 22). Zagreb 2003, ISBN 953-98743-9-4.&lt;br /&gt;
* Emilio Marin: &amp;#039;&amp;#039;Corpus inscriptionum naronitanarum.&amp;#039;&amp;#039; Macerata 1999, ISBN 88-8147-150-7.&lt;br /&gt;
* Carl Patsch: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte und Topographie von Narona&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften der Balkankommission der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Antiquarische Abteilung.&amp;#039;&amp;#039; Band 5). Wien 1907.&lt;br /&gt;
* Carl Patsch: &amp;#039;&amp;#039;Kleinere Untersuchungen in und um Narona.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Altertumskunde.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, 1908, S. 87–117.&lt;br /&gt;
* [[János Szilágyi]]: &amp;#039;&amp;#039;Narona.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Kleine Pauly]].&amp;#039;&amp;#039; Band 3, Sp. 1574–1575.&lt;br /&gt;
* Emilio Marin - Michael Vickers: &amp;#039;&amp;#039;The rise and fall of an Imperial Shrine: Roman sculpture from the Augusteum at Narona&amp;#039;&amp;#039;. Split 2004, ISBN 953-7174-01-8&lt;br /&gt;
* Adnan Busuladžić: &amp;#039;&amp;#039;Forgotten Narona. Archaeological items from Narona in the Antiquities Collection of the National Museum of Bosnia and Herzegovina / Zaboravljena Narona. Arheološki nalazi iz Narone u antičkoj zbirci Zemaljskog muzeja Bosne i Hercegovine&amp;#039;&amp;#039;. Sarajevo 2025, ISBN 978-9958-502-40-8. ISBN 978-953-8269-08-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.a-m-narona.hr/ |titel=Arheološki Muzej Narona – Arheološki Muzej Narona |werk=a-m-narona.hr |sprache=hr |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2022-06-12 |abruf-verborgen=1 |kommentar=Website des Archäologischen Museums Narona in Vid}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://mdc.hr/split-arheoloski/nj/narona.html |titel=sadrzaj |werk=mdc.hr |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2022-06-12 |abruf-verborgen=1 |kommentar=Archäologische Sammlung Narona}}&lt;br /&gt;
* [http://www.visitdubrovnik.hr/attractions/index.php?menu=58&amp;amp;id=59 Archäologische Fundstätte Narona]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4288078-6|VIAF=234272338}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Kroatien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike illyrische Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Kolonie]]&lt;/div&gt;</summary>
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