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	<title>Nammer Lager - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T08:15:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nammer_Lager&amp;diff=1164247&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A01:5241:667:F900:0:0:0:240: [Kategorie:Archäologischer Fundplatz im Kreis Minden-Lübbecke]] ist Unterkategorie von Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Nordrhein-Westfalen</title>
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		<updated>2023-12-12T10:19:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;[Kategorie:Archäologischer Fundplatz im Kreis Minden-Lübbecke]] ist Unterkategorie von &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Arch%C3%A4ologischer_Fundplatz_in_Nordrhein-Westfalen&quot; title=&quot;Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Nordrhein-Westfalen&quot;&gt;Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Nordrhein-Westfalen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Name= Nammer Lager&lt;br /&gt;
|Bild= Nammer Lager.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung= Südseite des bewaldeten Nammer Lager&lt;br /&gt;
|Alternativname= Nammer Burg, [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]]: Nammer Klippen&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit= 300–100 v. Chr.&lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage= [[Höhenburg]]&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand= Gräben, Wälle und Erdwerk&lt;br /&gt;
|Ständische Stellung= keine Zuordnung&lt;br /&gt;
|Mauerwerksmerkmale= in Erdwerk eingefasste Holzpfosten mit Palisade und Vorwall&lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname= [[Bodendenkmal]]: Nammer Lager im [[Wesergebirge]]&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 52/14/24/N&lt;br /&gt;
|Längengrad = 8/57/55/E&lt;br /&gt;
|Region-ISO = DE-NW&lt;br /&gt;
|Höhenordinate= 235&lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug= DE-NHN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Nammer Lager Geländemodell.jpg|mini|3D-Ansicht des digitalen Geländemodells]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nammer Lager&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein kulturhistorisch bedeutendes [[Bodendenkmal]] aus vorchristlicher Zeit. Die [[Wallburg]] befindet sich am Westanfang des Wesergebirges, oberhalb der namensgebenden Ortschaft Nammen. [[Nammen]] ist ein Ortsteil der Stadt [[Porta Westfalica (Stadt)|Porta Westfalica]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine der fünf Ringwallanlagen, die sich vom westlichen Ende des [[Wiehengebirge]]s bis zum [[Süntel]] erstrecken. Ihre Erbauungs- und Belegungsphase ist vom 3. bis zum 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. während der sogenannten vorrömischen [[Eisenzeit]]. Historiker sprechen auch von der [[Kelten|keltischen]] [[Latènezeit|La-Tène-Zeit]] als Kulturepoche. Ebenso weist der [[Teutoburger Wald]] als südlicher Parallelhöhenzug vier solcher [[Fliehburg]]en auf. Die Entfernung zueinander beträgt etwa einen Tagesmarsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nammer Lager wurde 1897 von dem [[Hausberge]]r Arzt Eduard Braun entdeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;Braun, Eduard: &amp;#039;&amp;#039;Der Wallring auf dem Nammer Berge, östlich der Porta Westfalica, eine neu aufgefundene frühgeschichtliche Volksburg&amp;#039;&amp;#039;. Ravensberger Blätter 3, 1903, S. 13–19&amp;lt;/ref&amp;gt; Erstmals erforscht wurde das Ringwallsystem von dem [[Bünde]]ner Heimatforscher [[Friedrich Langewiesche]] zu Anfang des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts.&amp;lt;ref&amp;gt;Günther, Klaus: &amp;#039;&amp;#039;Die Nammer Burg bei Porta Westfalica, Kreis Minden-Lübbecke&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Frühe Burgen in Westfalen Bd. 10&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von der Altertumskommission für Westfalen, Münster 1990&amp;lt;/ref&amp;gt; 1983 erfolgten weitere archäologische Untersuchungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Günther, Klaus: &amp;#039;&amp;#039;Eine Probegrabung in der Wallburg Nammer Lager, Stadt Porta Westfalica, Kreis Minden-Lübbecke&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe Jg. 3&amp;#039;&amp;#039;. Mainz 1985&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besonderheit des Nammer Lagers liegt in seiner geografisch-strategischen Lage, seiner für hiesige Verhältnisse enormen Größe, seiner einmaligen Nutzung während der La-Tène-Zeit und vielleicht in seiner Funktion als Bindeglied zweier Kulturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Der Weserdurchbruch [[Porta Westfalica (Weserdurchbruch)|Porta Westfalica]] ist seit jeher ein wichtiger geographischer, strategischer und wirtschaftlicher Ort [[Westfalen|Westfalens]]. Hier verlässt die [[Weser]] den Mittelgebirgsraum und tritt in die [[Norddeutsches Tiefland|Norddeutsche Tiefebene]] ein. Aus allen Richtungen bündelten sich Handelswege bei der Porta Westfalica.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nammer Lager ist von der „Westfälischen Pforte“ und den Weserfurten bei Eisbergen, Vlotho und Minden weniger als fünf Kilometer Luftlinie entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Wallburg ===&lt;br /&gt;
Die nach Norden abfallende Fluchtburg umfasst eine Fläche von 25 ha.&amp;lt;ref&amp;gt;Günther, Klaus: &amp;#039;&amp;#039;Die Nammer Burg bei Porta Westfalica, Kreis Minden-Lübbecke&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Frühe Burgen in Westfalen Bd. 10&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von der Altertumskommission für Westfalen, Münster 1990&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Norden und Osten wird sie durch einen doppelten Wall mit vorliegendem Graben begrenzt. Auf der Südseite dienen Felswände und Klippen als Schutz. Zum sich stark westlich neigenden Lehmsiek wurde nur eine Wallung benötigt. Hier am nordwestlichen Eckpunkt liegt auch der einzige Toreingang der Anlage. Im Innenraum befinden sich drei Quellmulden mit ausreichender Kapazität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;170&amp;quot; heights=&amp;quot;150&amp;quot; perrow=&amp;quot;4&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Nammer-Lager Wall 1.jpg|Nammer Lager (Wallreste)&lt;br /&gt;
Datei:Nammer-Lager Wall 2.jpg|Nammer Lager (Wallreste)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relation der ostwestfälischen Wallburgen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wallburgen im Weserbogen.jpg|mini|„&amp;#039;&amp;#039;Keltische&amp;#039;&amp;#039;“ Wallburgen im Weserbogen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Uhrzeigersinn werden im Folgenden alle latènezeitlichen Höhensiedlungen aufgeführt vom Westen des [[Wiehengebirge]]s bis zum Westende des [[Teutoburger Wald|Osnings]], mit der entsprechenden Größe in Hektar. Die [[Schnippenburg]] (16&amp;amp;nbsp;ha) gefolgt von der [[Babilonie]] (12&amp;amp;nbsp;ha) und der [[Dehmer Burg]] (8&amp;amp;nbsp;ha) im Wiehen bilden den Anfang. Der [[Süntel]] verfügt über die [[Amelungsburg (Süntel)|Amelungsburg]] (15&amp;amp;nbsp;ha). Der Teutoburger Wald ist mit der Detmolder [[Grotenburg]] (11&amp;amp;nbsp;ha), dem Oerlinghauser [[Tönsberg|Tönsberg Lager]] (15&amp;amp;nbsp;ha), Bielefelds [[Hünenburg bei Bielefeld|Hünenburg]] (3&amp;amp;nbsp;ha) und dem [[Schweinskopf (Tecklenburger Land)]] vertreten. Im Lipper Bergland sind noch [[Herlingsburg]] (6&amp;amp;nbsp;ha), Rodenstatt (12&amp;amp;nbsp;ha) und [[Piepenkopf]] (7&amp;amp;nbsp;ha) zu nennen. Sie alle verfügen nur über einen Brunnen oder eine Auffang- bzw. Quellmulde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fächerförmige Angelpunkt dieser „keltischen“ Enklave scheint das Nammer Lager gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kontakt zu den sich am nächsten befindlichen keltischen Wallanlagen am Rande dessen eigentlichen Gebietes, im Lahntal und in der Wetterau, ist vermutlich über Höhenwege erfolgt. Hier zu nennen sind [[Christenberg]], [[Ringwallanlage Dünsberg|Dünsberg]] und der [[Glauberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bindeglied zwischen Germanen und Kelten?==&lt;br /&gt;
[[Datei:Celts.svg|mini|Ausbreitung der Kelten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Archeological cultures in Northern and Central Europe at the late pre-Roman Iron Age.png|mini|Harpstedt-Nienburger Kulturgruppe (beige) in Niedersachsen mit den sich bildenden Germanen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kulturen ===&lt;br /&gt;
Funde von Steinwerkzeugen im Naturschutzgebiet Nammer Klippen (Südseite) sind ein Indiz für die Nutzung in der Jungsteinzeit (ab dem 4.&amp;amp;nbsp;Jahrtausend v.&amp;amp;nbsp;Chr.). Die eisenzeitliche Nutzung beschränkt sich auf den Zeitraum vom 3. bis zum 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v. Chr. und endet dann abrupt. Die Ursache hierfür ist in dem Vordringen der protogermanische [[Harpstedter Gruppe|Harpstedt-Nienburger Kulturgruppe]] in die Münsterländische Bucht zu suchen. Alle aufgeführten Wallburgen werden verlassen, manche sogar [[Schleifung|geschleift]], auch nach vorangegangener Brandzerstörung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Nammer Lager vorgefundenen Tongefäßscherben und seine Befestigungstechnik weisen eindeutige keltische Stilelemente auf. Ob es sich bei den Bewohnern nun um Kelten gehandelt hat oder um eine alteingesessene Bevölkerung, die lediglich ihren epochalen Stil benutzt hat, ist zurzeit noch nicht zu klären. Die keltische Einflusssphäre endet im Norden am Wiehen- und Wesergebirge, weiter nördlich ist von ihr noch nichts gefunden worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handel ===&lt;br /&gt;
Bezeichnend für die typische Lage einer La-Téne-zeitlichen Wallburg sind Eisenerzvorkommen und Holzreichtum. Beides war an der „Westfälischen Pforte“ im Überfluss vorhanden, wie die Nachbargemeinde [[Besucherbergwerk Kleinenbremen|Kleinenbremen]] aufzeigt. Eisen und daraus weiterführende Produkte sind ein Beleg für diese umfangreiche Handelsniederlassung und frühe Vorgängerin [[Minden]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handel wurde in alle Himmelsrichtungen betrieben, auch durch die Weser mit den sich herausbildenden germanischen Stämmen und deren Produkten, zum Beispiel Salz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Torsten Capelle]]: &amp;#039;&amp;#039;Wallburgen in Westfalen-Lippe.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von der Altertumskommission für Westfalen, Münster 2010, {{ISSN|0939-4745}}, S.&amp;amp;nbsp;22 Nr.&amp;amp;nbsp;FBW10 (&amp;#039;&amp;#039;Frühe Burgen in Westfalen Sonderband 1&amp;#039;&amp;#039;) [https://www.altertumskommission.lwl.org/media/filer_public/1c/16/1c16b6a9-df63-4de8-9dfd-a75b15940723/fbw_sb01_2010.pdf Digitalisat]&lt;br /&gt;
* Klaus Günther: &amp;#039;&amp;#039;Die Nammer Burg bei Porta Westfalica, Kreis Minden-Lübbecke&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Frühe Burgen in Westfalen Bd. 10&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von der Altertumskommission für Westfalen, Münster 1990 [https://www.altertumskommission.lwl.org/media/filer_public/db/26/db26a61a-5bc4-49db-90c7-76ec71080c7b/fbw_10_1990.pdf Digitalisat]&lt;br /&gt;
* Klaus Günther: &amp;#039;&amp;#039;Eine Probegrabung in der Wallburg Nammer Lager, Stadt Porta Westfalica, Kreis Minden-Lübbecke&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe Jg. 3&amp;#039;&amp;#039;. Mainz 1986. ISBN 3-8053-0894-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.wanderverein-porta-westfalica-mittelweser.de/pub/geschichte/2004-fw-nl-pk.pdf | wayback=20131210001229 | text=Wanderverein Porta Westfalica: Das Nammer Lager}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Wallburgen (Latènezeit) in Westfalen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz (Latènezeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Porta Westfalica)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wesergebirge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodendenkmal im Kreis Minden-Lübbecke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höhensiedlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keltische Siedlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz im Kreis Minden-Lübbecke]]&lt;/div&gt;</summary>
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