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	<title>Name-des-Vaters - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T11:58:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Name-des-Vaters&amp;diff=646183&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Andrzej.Kraków: Ergänzungen ISBN</title>
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		<updated>2025-01-21T12:48:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzungen ISBN&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Name-des-Vaters&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Französische Sprache|frz.]] &amp;#039;&amp;#039;Nom-du-Père&amp;#039;&amp;#039;) ist in der Theorie des französischen [[Psychoanalyse|Psychoanalytikers]] [[Jacques Lacan]] ein [[Signifikant]], der die [[Widerspruchsfreiheit|Konsistenz]] der Gesetze der [[Das Symbolische|symbolischen Ordnung]] garantiert. Jedes Gesetz, so Lacan, spricht immer schon „im Namen des Vaters“ und verdankt diesem seine [[Autorität]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in den 1950er Jahren der Begriff zum ersten Mal in Lacans Werk auftaucht (damals noch kleingeschrieben), bezeichnet er die verbietende Rolle des Vaters, der im [[Ödipuskomplex]] das [[Inzesttabu]] verhängt und durch die [[Kastrationsdrohung]] durchsetzt. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;nom du père&amp;#039;&amp;#039; spielt deshalb mit dem [[Homophon]] &amp;#039;&amp;#039;non du père&amp;#039;&amp;#039; (frz. für „Nein des Vaters“).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michel Foucault]], 1962 in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Critique&amp;#039;&amp;#039; über &amp;#039;&amp;#039;[[Hölderlin]] et la question du père&amp;#039;&amp;#039; von [[Jean Laplanche]], 1961&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Seminar III: Die Psychosen&amp;#039;&amp;#039; (1955–56) schreibt Lacan den Ausdruck zum ersten Mal groß und versieht ihn mit Bindestrichen; gleichzeitig präzisiert und verallgemeinert er ihn im Sinne eines „[[Herrensignifikant]]en“. Der Name-des-Vaters wird nun der „fundamentale Signifikant“,&amp;lt;ref&amp;gt;Evans, &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Lacanschen Psychoanalyse&amp;#039;&amp;#039;, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt; der bezüglich des Subjekts eine konstitutive Funktion erfüllt, ihm [[Identität]] verleiht, und es ihm ermöglicht, einen festen Platz in der symbolischen Ordnung (der Familie und der Gesellschaft) einzunehmen. Die „Verwerfung“ dieses Signifikanten aus der symbolischen Ordnung des Subjekts führt, so Lacan, zur [[Psychose]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff „Name-des-Vaters“ ist nicht wörtlich zu verstehen. Der Träger des ödipalen Neins und des Gesetzes muss nicht zwangsläufig der reale [[Vater]] sein, es handelt sich hier vielmehr um die väterliche Funktion, um den [[das Symbolische|symbolischen]] Vater, dessen struktureller Platz auch von anderen Personen (Mutter, Geschwister, Erzieher) oder [[Institution]]en eingenommen wird (Lehrer, Richter, Polizisten, Priester, politische und religiöse Führer, Psychoanalytiker, Gott, aber auch allgemeiner: [[soziale Norm]]en, [[der große Andere]]). Lacan spricht deshalb auch oft von den &amp;#039;&amp;#039;Namen-des-Vaters&amp;#039;&amp;#039; in der Mehrzahl. Dazu schreibt [[Jacques-Alain Miller]]: „Der Vater hat keinen Eigennamen. Dies ist keine Figur, dies ist eine Funktion. Der Vater hat ebenso viele Namen, wie sie[, d. h. die Funktion,] Träger hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lacan: &amp;#039;&amp;#039;Namen-des-Vaters&amp;#039;&amp;#039;, Klappentext&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ist die berühmte Kastrationsdrohung, die im Namen des Vaters ausgesprochen wird, nicht wörtlich zu verstehen als ausgesprochene Drohung eines Vaters, sein Kind zu [[Kastration|kastrieren]]. Nach Lacan ist es das Kind selbst, das diese [[Phantasie]] entwickelt, um sich das Nichtvorhandensein eines weiblichen [[Penis]] zu erklären. Ebenso muss das Inzesttabu nicht explizit ausgesprochen werden, sondern geht indirekt aus der Abweisung des Begehrens des Kindes durch die begehrte Person hervor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Jouissance]]&lt;br /&gt;
* [[Phallus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jacques Lacan: &amp;#039;&amp;#039;Seminar III. Die Psychosen&amp;#039;&amp;#039; (1955–56). Quadriga, Weinheim/Berlin 1997, ISBN 978-3-88679-909-1.&lt;br /&gt;
* Jacques Lacan: &amp;#039;&amp;#039;Über eine Frage, die jeder möglichen Behandlung der Psychose vorausgeht&amp;#039;&amp;#039; (1958). In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Schriften II.&amp;#039;&amp;#039; Walter-Verlag, Olten 1975, S. 61–117 (über die Verwerfung des Namens-des-Vaters als Ursache der Psychose), ISBN 978-3-530-50202-2.&lt;br /&gt;
* Jacques Lacan: &amp;#039;&amp;#039;Namen-des-Vaters&amp;#039;&amp;#039;. Turia + Kant, Wien 2006, ISBN 978-3-85132-450-1.&lt;br /&gt;
* Dylan Evans: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Lacanschen Psychoanalyse&amp;#039;&amp;#039;. Turia + Kant, Wien 2002, ISBN 978-3-85132-190-6.&lt;br /&gt;
* Erik Porge: &amp;#039;&amp;#039;Les noms du père chez Jacques Lacan. Ponctuations et problématiques.&amp;#039;&amp;#039; Érès, Toulouse 2013 (mit einem neuen Vorwort zur Taschenbuchausgabe, die erste Auflage erschien 1997), ISBN 978-2-74923-645-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://staferla.free.fr/S21/S21.htm Jacques Lacan: &amp;#039;&amp;#039;Les nons-dupes errent.&amp;#039;&amp;#039; Seminar 21 von 1973/74] (Der Titel &amp;quot;Les nons-dupes errent&amp;quot; – Die Nicht-Getäuschten irren – ist lautgleich mit &amp;quot;Les noms du père&amp;quot;, Die Namen des Vaters)&lt;br /&gt;
* [[Rolf Nemitz]]: [http://lacan-entziffern.de/vater/der-symbolische-vater-der-name-des-vaters/ Der symbolische Vater (der Name-des-Vaters) – bis 1958] Artikel in [http://lacan-entziffern.de &amp;quot;Lacan entziffern&amp;quot;] (2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lacanismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Andrzej.Kraków</name></author>
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