<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Najdorf-Variante</id>
	<title>Najdorf-Variante - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Najdorf-Variante"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Najdorf-Variante&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T22:31:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Najdorf-Variante&amp;diff=269445&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TWsk am 30. April 2026 um 20:05 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Najdorf-Variante&amp;diff=269445&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-30T20:05:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Schachbrett&lt;br /&gt;
| Ausrichtung=rechts&lt;br /&gt;
| Titel=&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- a  b  c  d  e  f  g  h --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Z8=rd/nd/bd/qd/kd/bd/--/rd/&lt;br /&gt;
| Z7=--/pd/--/--/pd/pd/pd/pd/&lt;br /&gt;
| Z6=pd/--/--/pd/--/nd/--/--/&lt;br /&gt;
| Z5=--/--/--/--/--/--/--/--/&lt;br /&gt;
| Z4=--/--/--/nl/pl/--/--/--/&lt;br /&gt;
| Z3=--/--/nl/--/--/--/--/--/&lt;br /&gt;
| Z2=pl/pl/pl/--/--/pl/pl/pl/&lt;br /&gt;
| Z1=rl/--/bl/ql/kl/bl/--/rl/&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- a  b  c  d  e  f  g  h --&amp;gt; &lt;br /&gt;
| Beschreibung=Die Grundstellung der Najdorf-Variante nach 5. … a7–a6&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Najdorf-Variante&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der [[Sizilianische Verteidigung|Sizilianischen Verteidigung]] ist eine der komplexesten und gleichzeitig bekanntesten [[Eröffnung (Schach)|Eröffnungen]] im [[Schach]]spiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist in den [[ECO-Code]]s unter den Schlüsseln B90 bis B99 klassifiziert und entsteht nach den Zügen: &lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1. e2–e4  c7–c5&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2. Sg1–f3 d7–d6&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3. d2–d4  c5xd4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;4. Sf3xd4 Sg8–f6&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;5. Sb1–c3 a7–a6&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Najdorf-Variante können, je nach gewähltem Abspiel, zweischneidige Stellungen entstehen, in denen Weiß am [[Flügel (Schach)|Königsflügel]] und Schwarz am Damenflügel angreift. Dies gilt beispielsweise für Fortsetzungen mit heterogenen [[Rochade]]n, in denen Weiß lang und Schwarz kurz rochiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Najdorf-Variante hat sich aus dem „[[Sizilianische Verteidigung#Klassischer Sizilianer|klassischen Sizilianer]]“ entwickelt. Der Zug 5. … a6, der im ersten Moment passiv oder gar überflüssig erscheint, da er nichts zur Figurenentwicklung beiträgt, hat den Vorteil, dass er gegenüber 5. … Sc6 eine größere Flexibilität im schwarzen Aufbau erhält. So geht der Springer von b8 manchmal über d7 nach c5, um auf den e4-Bauern zu drücken. Außerdem bereitet er mögliches schwarzes Gegenspiel am Damenflügel vor und kontrolliert das Feld b5, das nun weder für die weißen [[Springer (Schach)|Springer]] noch für den [[Läufer (Schach)|Läufer]] zugänglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem schwarzen Spieler werden durch 5. … a6 aktive Möglichkeiten wie e7–e5 und b7–b5 eröffnet. Durch den Zug e7–e6 kann Schwarz oft in die [[Scheveninger Variante]] einlenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft sucht Schwarz den schnellen Angriff auf dem Damenflügel mittels b7–b5–b4, dem Weiß mit einem Bauernsturm am Königsflügel (f2–f4–f5, g2–g4–g5 usw.) zuvorkommen will. In einigen Varianten [[Opfer (Schach)|opfert]] Weiß seinen c3-Springer auf d5 für die Öffnung der e-Linie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer Grundgedanke der Najdorf-Variante ist eigentlich der Zug e7–e5, um die engeren Stellungen der Scheveninger Variante zu vermeiden. 6. Lc1–g5 und 6. Lf1–c4 unterbinden wegen der Schwächung des Feldes d5 in [[Strategie (Schach)|strategischer]] Hinsicht e7–e5. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Stellungen, die heute als Najdorf-Variante bezeichnet werden, wurden in Partien vom Beginn der 1930er Jahre zunächst durch Zugumstellung über Abspiele der Scheveninger Variante &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;5. … e7–e6&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erreicht, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;6. Lc1–g5 a7–a6&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der namensgebende „Entdecker“ der Variante ist der [[Großmeister (Schach)|Schachgroßmeister]] [[Miguel Najdorf]] (1910–1997). Früh in seiner Karriere begann er, die Sizilianische Verteidigung zu spielen. In seiner Partie gegen Christian Poulsen auf der [[Schacholympiade 1939]] in Buenos Aires brachte er dann zum ersten Mal in seiner Karriere die Najdorf-Variante in reiner Zugfolge aufs Brett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren konnte sich die Najdorf-Variante nur langsam durchsetzen, erst Anfang der [[1950er|50er Jahre]] gewann sie immer mehr an Popularität. Anfangs nur von [[Herman Pilnik|Pilnik]], [[Tigran Petrosjan|Petrosjan]] und [[Miguel Najdorf|Najdorf]] selbst gespielt, bekam die Najdorf-Variante nun immer mehr Anhänger, zu denen weltberühmte Spieler wie [[Michail Tal]] und [[Bobby Fischer]] zählten. Anfang der [[1980er|80er Jahre]] erlebte die Variante durch [[Garri Kimowitsch Kasparow|Garri Kasparow]], der sie als seine Hauptwaffe mit den schwarzen Steinen ansah, einen zweiten Frühling. Heute noch ist sie eine der beliebtesten Erwiderungen auf 1. e4, sowohl auf Großmeister-, als auch auf Klubspielerniveau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die große Zahl an Abspielen und Variationen gilt die Najdorf-Variante als eine der am meisten gefürchteten und kompliziertesten Schacheröffnungen überhaupt. Manche Varianten sind bis weit über den 20. Zug hinaus [[Analyse (Schach)|analysiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varianten ==&lt;br /&gt;
6. Lc1–g5, 6. Lc1–e3 und 6. Lf1–e2 sind die häufigsten Abspiele.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;6. Lc1–g5 e7–e6&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Nach 6. … e7–e5? 7. Lg5xf6 Dd8xf6 8. Sc3–d5 Df6–d8 9. Sd4–f5 steht Weiß besser. 6. … Sb8–d7 ist jedoch eine Alternative, da dies ebenso einen Doppelbauern auf f6 vermeidet.) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;7. f2–f4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Weiß [[Drohung (Spieltheorie)|droht]] nun sowohl e4–e5, was momentan eine Figur gewinnen würde, als auch f4–f5. &lt;br /&gt;
** Die Hauptvariante ist weiteres 7. … Lf8–e7 8. Dd1–f3 Dd8–c7 (Die [[Eröffnung (Schach)#Eröffnungsneuerung|Göteborger Variante]] 8. … h6 9. Lh4 g5 bewährte sich nicht.) 9. 0–0–0 Sb8–d7.&lt;br /&gt;
***[[Boris Spasski]] spielte hiernach 10. Lf1–d3 b7–b5 11. Th1–e1. Hierbei geschieht auf b5–b4 Sc3–d5. Z.B. 11.&amp;amp;nbsp;… Lc8–b7 12. Df3–g3 b5–b4 13. Sc3–d5 e6xd5 14. e4xd5 oder [[David Navara#Partiebeispiel|14. e4–e5]].&lt;br /&gt;
***Oft zieht Weiß seinen Königsflügel auf mit&amp;amp;nbsp;10. g2–g4&amp;amp;nbsp;b7–b5 11. Lg5xf6 Sd7xf6 (g7xf6 geschah in [[Ratmir Dmitrijewitsch Cholmow#Partiebeispiele|Cholmow - Bronstein, Kiew 1964]]) 12. g4–g5 und f4–f5. &lt;br /&gt;
** Ein scharfes System ist die sogenannte [[Bauernraubvariante]] 7. … Dd8–b6. &lt;br /&gt;
** 7. … b7–b5 ist die [[Polugajewski-Variante]]. Die Polugajewski-Variante ist eine von drei möglichen Versuchen, die Aufstellung Lb7, Sbd7 und Dc7 mit Läufer auf f8 einzunehmen, wodurch Schwarz ein [[Tempo (Schach)|Tempo]] für sein Gegenspiel am Damenflügel gewinnt. Die anderen sind 7. … Dd8–c7, 7. … Sb8–d7 (gern von [[Boris Gelfand]] gespielt).&lt;br /&gt;
* Mit dem von [[Bobby Fischer]] vorwiegend gespielten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;6. Lf1–c4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geht das Spiel in die [[Sosin-Variante]] über. &lt;br /&gt;
* Gelegentlich spielte Fischer 6. h2–h3 mit der Idee 7. g2–g4 nebst Lf1–g2. 6. h3 ist nach [[Weaver_W._Adams|Weaver Adams]] benannt.&lt;br /&gt;
* 6. f2–f3 leitet das Muster Le3, Dd2, f3, g4 des &amp;#039;&amp;#039;[[Englischer Angriff|Englischen Angriffs]]&amp;#039;&amp;#039; ein, der die meistgespielte Variante ist.&lt;br /&gt;
* Bei der Einleitung des &amp;#039;&amp;#039;Englischen Angriffs&amp;#039;&amp;#039; via 6. Lc1–e3 kann sofortiges 6. … Sf6–g4 stören. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;6. Lc1–e3&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; e7–e6 7. g2–g4 mit der Einladung zu e6–e5 8. Sd4–f5 g7–g6 9. g4–g5 g6xf5 10. e4xf5 d7–d5 11. Dd1–f3 d5–d4 12. 0–0–0 wurde Perenyi-[[Gambit]] oder Ungarischer Angriff genannt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;6. Lf1–e2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine ruhige, positionelle Fortsetzung, die gern von [[Anatoli Jewgenjewitsch Karpow|Anatoli Karpow]] gespielt wurde. Oft lenkte Garri Kasparow mit e7–e6 in die [[Scheveninger Variante]] ein. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;6. … e7–e5 7. Sd4–b3 Lf8–e7 8. 0–0 0–0&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist typisch für die Najdorf-Variante. &lt;br /&gt;
* 6. g2–g3 ist eine ruhige, positionelle Fortsetzung, in der Weiß seinen weißfeldrigen Läufer sofort auf dessen große Diagonale bringt und somit [[Zentrum (Schach)|Zentrumskontrolle]] erlangt. &lt;br /&gt;
* 6. f2–f4  &lt;br /&gt;
* 6. a2–a4 (gegen b7–b5 gerichtet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Alexei Stepanowitsch Suetin|Alexei Suetin]]: Lehrbuch der Schachtheorie, Sportverlag Berlin, 1974.&lt;br /&gt;
* [[John Nunn (Schachspieler)|John Nunn]]: &amp;#039;&amp;#039;Najdorf für Turnierspieler: Theorie und Praxis eines komplexen Eröffnungssystems&amp;#039;&amp;#039;. Falken 1990, ISBN 3-8068-1121-0.&lt;br /&gt;
* John Nunn: &amp;#039;&amp;#039;The Complete Najdorf: 6. Bg5&amp;#039;&amp;#039;. Batsford 1996, ISBN 0-7134-7900-0.&lt;br /&gt;
* John Nunn: &amp;#039;&amp;#039;The Complete Najdorf: Modern Lines&amp;#039;&amp;#039;. Batsford 1999, ISBN 0-7134-8218-4.&lt;br /&gt;
* Julen Arizmendi, Javier Moreno: &amp;#039;&amp;#039;Mastering the Najdorf&amp;#039;&amp;#039;. Gambit 2004, ISBN 1-904600-18-2.&lt;br /&gt;
* [[Kiril Georgiew (Schachspieler)|Kiril Georgiev]], Atanas Kolev: &amp;#039;&amp;#039;The Sharpest Sicilian&amp;#039;&amp;#039;. Chess Stars 2007, ISBN 9-5487-8256-1, [http://www.schachversand.de/DBBilder/leseprob/LOGEOTSS.pdf Leseprobe] mit Variantenbaum (5 Seiten pdf; 98&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
* [[James Rizzitano]]: &amp;#039;&amp;#039;Play the Najdorf Sicilian&amp;#039;&amp;#039;. Gambit, London 2010. ISBN 9781906454166.&lt;br /&gt;
* John Doknjas, Joshua Doknjas: &amp;#039;&amp;#039;Opening repertoire: The Sicilian Najdorf&amp;#039;&amp;#039;. Everyman Chess, London 2018. ISBN 9781781944837.&lt;br /&gt;
* [[Miloš Pavlović (Schachspieler, 1964)|Miloš Pavlović]]: &amp;#039;&amp;#039;The Modernized Najdorf&amp;#039;&amp;#039;. Thinkers Publishing, Landegem 2018. ISBN 9789492510389.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=E40r7mLM2eg Youtube-Video] von [[Jan Gustafsson]] (63 min)&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=SI8iWxzzgRA Youtube-Video] von [[Niclas Huschenbeth]] (14 min)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4243818-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sizilianische Verteidigung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TWsk</name></author>
	</entry>
</feed>