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	<title>Nachschusspflicht - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T17:54:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nachschusspflicht&amp;diff=312596&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (braucht keine Versalien -&gt; Wikipedia:Rechtschreibung#Groß-_und_Kleinschreibung), Kleinigkeiten.</title>
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		<updated>2025-10-26T11:37:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (braucht keine Versalien -&amp;gt; Wikipedia:Rechtschreibung#Groß-_und_Kleinschreibung), Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nachschusspflicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; kommt insbesondere im [[Gesellschaftsrecht (Deutschland)|Gesellschaftsrecht]] und [[Finanzwesen]] vor und betrifft allgemein die [[gesetz]]liche oder [[vertrag]]liche [[Verpflichtung]] eines [[Wirtschaftssubjekt]]s, bestimmte nachträglich auftretende [[Verbindlichkeit]]en zu begleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaftsrecht ==&lt;br /&gt;
Als Nachschusspflicht bezeichnet man die Verpflichtung eines [[Gesellschafter]]s oder [[Genossenschaft|Genossen]], anteilsmäßig das bestehende [[Gesellschaftskapital]] zu erhöhen bzw. für entstandene Verluste zu haften. Sie kann sich aus dem [[Gesetz]], der [[Satzung (Privatrecht)|Satzung]] oder dem [[Gesellschaftsvertrag]] ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang unterscheidet man zwei Arten von Nachschusspflicht. Sie ist entweder beschränkt (bis zur &amp;#039;&amp;#039;Haftsumme&amp;#039;&amp;#039;) oder auch unbeschränkt:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=LC_LFZSqTcIC&amp;amp;pg=PA238&amp;amp;dq=Nachschusspflicht&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjww9vxktXkAhUOGewKHY0TCoQQ6AEISjAG#v=onepage&amp;amp;q=Nachschusspflicht&amp;amp;f=false Harald Bartl (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;GmbH-Recht&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 238]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei der &amp;#039;&amp;#039;beschränkten Nachschusspflicht&amp;#039;&amp;#039; (beispielsweise gemäß {{§|28|gmbhg|juris}} [[Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung|GmbHG]]) wird ein nachzuzahlender Höchstbetrag ermittelt, um den Fehlbetrag auszugleichen. Dieser Betrag richtet sich dabei nach der Höhe der [[Geschäftsanteil]]e. Es kann aber auch zu einer [[Kaduzierung]], allerdings zu keiner kollektiven kommen.&lt;br /&gt;
* Bei der &amp;#039;&amp;#039;unbeschränkten Nachschusspflicht&amp;#039;&amp;#039; (etwa gemäß {{§|27|gmbhg|juris}} GmbHG), wenn also von vornherein nicht klar ist, in welcher Höhe nachgezahlt werden muss, kann sich ein Gesellschafter aufgrund des sogenannten [[Abandonrecht]]s entziehen. Der Gesellschaftsanteil wird hierzu vom Gesellschafter zur Versteigerung zur Verfügung gestellt. Der Erlös steht dabei der Gesellschaft bis zur Höhe des zu leistenden Nachschusses zu.&lt;br /&gt;
Auch bei der Genossenschaft kennt man die beschränkte und unbeschränkte Nachschusspflicht ({{§|6|geng|juris}} Nr. 3 [[Gesetz betreffend die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften|GenG]]). Im Falle der [[Insolvenz]] einer Genossenschaft sind die [[Mitglied]]er regelmäßig verpflichtet, über den oder die übernommenen [[Geschäftsanteil]]e hinaus Nachschüsse zu leisten, um die Ansprüche der Gläubiger gegenüber der Genossenschaft auszugleichen ({{§|105|geng|juris}} GenG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit]] (VVaG) kann in der [[Satzung (Privatrecht)|Satzung]] vorsehen, dass zusätzlich zu den Beiträgen von den Mitgliedern Leistungen zu erbringen sind, die von in der Satzung näher geregelten Voraussetzungen abhängig sind und sich wirtschaftlich wie eine Erhöhung der Beiträge auswirken. Umfang und Einziehung der nachgeforderten Beiträge müssen in der Satzung genau festgelegt werden (§{{§|179|vag_2016|juris}} Abs. 2 [[Versicherungsaufsichtsgesetz (Deutschland)|VAG]], {{§|182|vag_2016|juris}} VAG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[BGB-Gesellschaft]] haben gemäß {{§|735|bgb|juris}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] die Gesellschafter für den Fehlbetrag nach dem Verhältnis aufzukommen, nach welchem sie den Verlust zu tragen haben, wenn das Gesellschaftsvermögen zur Berichtigung der gemeinschaftlichen [[Schulden]] und zur Rückerstattung der [[Einlage (Bilanzrecht)|Einlagen]] nicht ausreicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Schäfer |Titel=MüKo BGB |Hrsg=Säcker et al. |Band=7 |Auflage=8 |Fundstelle=§ 735 Rn. 1 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzwesen ==&lt;br /&gt;
Als Nachschusspflicht wird auch die Verpflichtung eines [[Kreditnehmer]]s bezeichnet, bei einem [[Effektenlombardkredit]] zusätzliche [[Wertpapier]]e bzw. [[Bargeld]] als [[Kreditsicherheit]] einzubringen, wenn die [[Beleihungsgrenze]] der Sicherheiten unter die Inanspruchnahme des Kredites fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kursschwankungen der [[Beleihung (Kreditwesen)|beliehenen]] Wertpapiere verändern unmittelbar die Beleihungsgrenze und damit auch das [[Kreditlimit]]. Sinkt die Beleihungsgrenze kursbedingt, ohne dass das Kreditlimit hieran angepasst werden kann, werden Nachbesicherungsrechte der [[Allgemeine Geschäftsbedingungen der Kreditinstitute|AGB]] ausgelöst. Es handelt sich um [[Covenants]], die in Ziff. 13 Abs. 2 AGB-Banken und 22. Abs. 1 AGB-Sparkassen umfassend geregelt sind. Der Kunde ist dann verpflichtet, weitere Wertpapiere zu [[Verpfändung|verpfänden]], um die Beleihungsgrenze an das Kreditlimit anzupassen. Kommt der Kreditnehmer diesem Verlangen nicht nach, werden automatisch Kündigungsrechte nach Ziff. 13 Abs. 3 in Verbindung mit Ziff. 19 Abs. 3 AGB-Banken bzw. Ziff. 26 Abs. 2b AGB-Sparkassen ausgelöst (siehe [[Negativerklärung]]). Diese Regelung entspricht dem Norminhalt des {{§|490|bgb|juris}} Abs. 1 BGB, der sich auch auf den Wertverfall gestellter Sicherheiten erstreckt (siehe [[wesentliche Verschlechterung der Vermögensverhältnisse]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Nachschusspflicht gibt es auch bei der [[Spekulation (Wirtschaft)|Spekulation]] mit [[Derivat (Wirtschaft)|Derivaten]] wie [[Differenzgeschäft]]en, [[Option (Wirtschaft)|Optionen]], [[Swap (Wirtschaft)|Swapgeschäften]] oder [[Terminkontrakt]]en. Hier unterliegt der [[Anleger (Finanzmarkt)|Anleger]] ([[Spekulant]], [[Trader]]) einem hohen [[Kursrisiko|Kursänderungsrisiko]], denn er muss zunächst weniger Kapital einsetzen als später – etwa bei der Realisierung von [[Jahresfehlbetrag|Verlusten]] für die [[Settlement (Finanzwesen)|Erfüllung]] – erforderlich wird. Wenn der Anleger bei einem Trade mehr Geld verliert als im [[Wertpapierdepot|Depot]] vorhanden ist, ist er verpflichtet, die Differenz an seinen jeweiligen [[Kontrahent]]en ([[Broker]], [[Kreditinstitut]]) in der Form der [[Margin]] zu zahlen. Unterschreitet das Marginkonto eine bestimmte Untergrenze ({{enS|maintenance margin level}}),  entsteht eine unverzügliche Nachschusspflicht ({{enS|[[Margin#Margin Call|margin call]]}}) bis zum Erreichen der ursprünglichen Margin ({{enS|initial margin}}).&amp;lt;ref&amp;gt;David Blake, &amp;#039;&amp;#039;Financial market analysis&amp;#039;&amp;#039;, 2000, S. 240.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bekanntes Beispiel für die Risiken der Nachschusspflicht ist die Kopplung der [[Schweizer Franken]] an den [[Euro]], die im Januar 2015 unerwartet aufgegeben wurde. Dadurch entstanden große Kursdifferenzen, als deren Folge viele Trader durch die Nachschusspflicht sehr viel Geld verloren. In der Regel versucht man solche unerwarteten Kursdifferenzen durch einen gesetzten [[Orderzusatz#Stop-Loss|Stop-Loss]] abzufangen, aber bei sehr großen Kurssprüngen greift dieser manchmal nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/franken-kurs-ingenieur-setzt-2800-und-verliert-280-000-euro-a-1023799.html |titel=2800 Euro Einsatz, 280.000 Euro Verlust |hrsg=Spiegel Online |datum=2015-03-19 |sprache=de |abruf=2017-07-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Nachschusspflicht|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4171043-5}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzmarkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreditgeschäft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaftsrecht (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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