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	<title>Nachgeburt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T13:30:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nachgeburt&amp;diff=274258&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 28. März 2026 um 05:13 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-28T05:13:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Human placenta 02.JPG|mini|Vollständige menschliche [[Plazenta]]]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nachgeburt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Secundinae&amp;#039;&amp;#039;, mittellateinisch auch &amp;#039;&amp;#039;secunda&amp;#039;&amp;#039;, mittelhochdeutsch&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Bernhard Schnell]]: &amp;#039;&amp;#039;Der deutsche „Macer“: Vulgatfassung. Mit einem Abdruck des lateinischen Macer floridus ‘De viribus herbarum’ kritisch herausgegeben.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 2003 (= &amp;#039;&amp;#039;Texte und Textgeschichte. Würzburger Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 50), ISBN 3-484-36050-X, S. 387 (&amp;#039;&amp;#039;geburt&amp;#039;&amp;#039;) und 397 (&amp;#039;&amp;#039;secunda&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; die &amp;#039;&amp;#039;ander geburt&amp;#039;&amp;#039;) werden bei Menschen und den meisten anderen [[Säugetiere]]n die nach der eigentlichen [[Geburt]] eines Jungtiers bzw. Kindes noch zu gebärende [[Plazenta]] (Mutterkuchen), die [[Eihäute]] sowie der [[Nabelschnur|Nabelschnurrest]] bezeichnet. Auch der Vorgang der Abstoßung als solcher wird Nachgeburt genannt. Er findet im frühen [[Puerperium]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachgeburt beim Menschen ==&lt;br /&gt;
Nach der Geburt muss durch [[Hebamme]] oder Arzt die Nachgeburt auf Vollständigkeit überprüft werden. In besonderen Fällen ist eine [[Ausschabung]] zur Verhinderung von Komplikationen notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mögliche Komplikationen durch zurückgebliebene Plazentareste ([[Plazentaretention]]) sind etwa eine Entzündung der [[Gebärmutter]] ([[Endometritis]]) sowie [[Kindbettfieber]]. Ob sich nach der Geburt noch Restgewebe in der Gebärmutter befindet, kann im Allgemeinen mit Hilfe der [[Sonografie]] festgestellt werden; insbesondere kann mittels des [[Farbkodierte Doppler-Sonografie|Dopplerverfahrens]] leicht festgestellt werden, ob sich noch durchblutetes Plazentagewebe darin befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Zeitraum von der Geburt des Kindes bis etwa zwei Stunden nach Ausstoßung der Plazenta nennt man &amp;#039;&amp;#039;Nachgeburtsperiode&amp;#039;&amp;#039; bzw. Plazentarperiode. Deren Dauer beträgt meist 10 bis 20 Minuten. Die Gebärmutter ([[Uterus]]) wird durch die Ausschüttung von [[Prostaglandin]]en kontrahiert. Dies bewirkt eine Plazentaablösung durch die sich verkleinernde Haftfläche. Häufig löst sich die Plazenta zuerst zentral, seltener ist die Lösung beginnend an ihrem Rand. Überschreitet die Ablösungszeit 30 Minuten oder kommt es zu großen Blutverlusten, wird manuell oder instrumentell nachgeholfen (siehe &amp;#039;&amp;#039;Nachgeburt-Handgriffe&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachgeburtsblutung sind beim Menschen jene 250–500 ml [[Blut]], die physiologischerweise in der Nachgeburtsperiode verloren werden. Ein darüber hinausgehender Blutverlust wird dagegen als [[Nachblutung]] bezeichnet. Um größeren Blutverlusten vorzubeugen, kann nach der Abnabelung ein [[Bolus (Medizin)|Bolus]] von drei [[Internationale Einheit|IE]] [[Oxytocin]] [[intravenös]] verabreicht werden. Oxytocin bewirkt eine starke Uteruskontraktion und kann so die Blutstillung fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Geburt der vollständigen Plazenta beginnt das [[Wochenbett]], durch die dadurch ausgelöste Hormonumstellung wird die [[Laktation|Milchbildung]] in Gang gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachgeburt-Handgriffe ===&lt;br /&gt;
Die folgenden Handgriffe dienen zur manuellen Lösung der Plazenta:&lt;br /&gt;
* Baer’scher Handgriff (häufigste Methode):&lt;br /&gt;
:Bei zwei positiven Lösungszeichen anzuwenden. Die Wehe wird durch Massieren des Uterus angerieben. Anschließend rafft die Hebamme oder der Arzt die Bauchdecke der Gebärenden und schiebt die Plazenta während der Wehe Richtung unten. Hierbei kann die Gebärende mitpressen, um den Vorgang zu erleichtern.&lt;br /&gt;
* [[Credé-Handgriff]]: Von außen wird der Uterus mit der Hand so umgriffen, dass vier Finger hinter die Gebärmutter rutschen, während der Daumen an die Vorderseite zu liegen kommt. Nun wird mit der nächsten [[Wehe]] durch Druck die Plazenta abgelöst.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Cord traction&amp;#039;&amp;#039; (Loslösung durch Zug auf die Nabelschnur):&lt;br /&gt;
:Indikation: schnelle Plazentalösung erforderlich, beispielsweise bei erhöhter Blutungsneigung oder bestehender Anämie der Gebärenden&lt;br /&gt;
:Verfahren: Zeitgleich zu einer Wehe wird durch Druck auf die Bauchdecke und Zug an der Nabelschnur versucht, die Plazenta abzulösen.&lt;br /&gt;
:Risiken: unvollständige Plazentagewinnung, vor allem bei unzureichendem Druck der Wehe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich ist eine abwartende Handlungsweise in der Nachgeburtsphase angeraten. Jeder Eingriff bedarf einer Indikation. Bereits die Diagnostik der meisten Lösungszeichen sowie frühes Abnabeln gehören zu Maßnahmen, die gegen den Grundsatz verstoßen, die Gebärmutter so wenig wie möglich zu manipulieren. Ohne Abnabelung ist die Cord-traction aber nicht möglich. Eine Wehe „anzureiben“ ist schädlich, provoziert das doch möglicherweise partielle Kontraktion, partielle Plazentalösung und damit verstärkte Nachblutung.&lt;br /&gt;
Wenn überhaupt kontrollierte Cord-traction angewandt wird, soll die Bauchdeckenhand oberhalb der Symphyse nach hinten-oben gegenhalten um eine Uterusinversion (Umstülpen der Gebärmutter nach außen) zu verhindern.&amp;lt;ref&amp;gt;Maternal and Newborn Health / Save Motherhood Unit, Family and Reproductive Health, WHO, 1211 Geneva 27, Switzerland und Deutscher Hebammenverband (DHV) „Geburtsarbeit“, Hippokrates 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plazentaablösungszeichen ===&lt;br /&gt;
Die folgenden Zeichen lassen Rückschlüsse darauf zu, ob sich die Plazenta postpartal (nach der Geburt) bereits zu lösen beginnt:&lt;br /&gt;
* Küstner-Zeichen (auch Nabelschnurzeichen):&lt;br /&gt;
:Man drückt mit der Hand hinter die [[Schambeinfuge|Symphyse]]. Ist die Plazenta noch nicht gelöst, so kann man beobachten, dass sich die Nabelschnur wieder in die Gebärmutter zurückzieht.&lt;br /&gt;
* Schröder-Zeichen („Achterform“/„Sanduhrform“ des Uterus):&lt;br /&gt;
:Ist die Plazenta gelöst, so steigt der Grund der Gebärmutter ([[Uterus|Fundus uteri]]) über den Nabel, wird schmal und hart und ist oft nach rechts, manchmal nach links verzogen. Es entsteht hierbei ein häufig gut tastbarer, sanduhrförmiger Uterus.&lt;br /&gt;
* [[Johann Friedrich Ahlfeld (Mediziner)|Ahlfeld]]-Zeichen Typ II:&lt;br /&gt;
:Direkt bei der [[Vulva]] wird eine Markierung (eine Klemme oder ein Bändchen) angebracht, um ein Vorrücken bei Ablösung des Mutterkuchens genau verfolgen zu können. Ab einem Abstand (Vulva-Markierung) von ungefähr zehn Zentimetern spricht man von einer Plazentalösung.&lt;br /&gt;
* Straßmann-Zeichen (eher unsicher):&lt;br /&gt;
:Die Nabelschnur muss hierbei straff gehalten werden. Ist die Plazenta gelöst, so übertragen sich Schwingungen, die durch vorsichtiges Klopfen auf den Uterus erzeugt werden, nicht auf die Nabelschnur (die Nabelschnur schwingt also nicht mit).&lt;br /&gt;
* Afterbürde:&lt;br /&gt;
:Bei gelöster Plazenta gibt die Gebärende häufig erneuten Druck auf den Darm an. Dies entsteht dadurch, dass die gelöste Plazenta aus dem Uterus ins Scheidengewölbe gerutscht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwendung der Nachgeburt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Amnion.jpg|mini|Untersuchung der Nachgeburt]]&lt;br /&gt;
Aus der Plazenta wurden früher kosmetische Präparate hergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.hebammenblog.de/plazenta-braeuche-rund-um-den-mutterkuchen/ Plazenta - Bräuche rund um den Mutterkuchen]&amp;#039;&amp;#039;, hebammenblog.de, 6. April 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Lotus-Geburt]] bleiben Plazenta und Nabelschnur so lange mit dem Baby verbunden, bis die Nabelschnur getrocknet ist und von selbst abfällt.&amp;lt;ref&amp;gt;Charles Poladian: [http://www.ibtimes.com/umbilical-cord-trend-lotus-birth-practices-keeping-placenta-baby-umbilical-nonseverance-1188883 Umbilical Cord Trend: Lotus Birth Practices Keeping Placenta On Baby, &amp;#039;Umbilical Nonseverance&amp;#039;], [[International Business Times]], 12. April 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Madeline Scinto: [http://nypost.com/2013/04/10/lotus-birth-craziest-trend-yet-dont-cut-that-umbilical-cord/ &amp;#039;&amp;#039;Lotus Birth, craziest trend yet— Don’t cut that umbilical cord!&amp;#039;&amp;#039;], [[New York Post]], 10.  April 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Plazenta wird dabei mit Salz und Kräutern behandelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dal Pian&amp;quot;&amp;gt;Désirée Dal Pian: &amp;#039;&amp;#039;Lotus-Geburt&amp;#039;&amp;#039;. Frauenheilkunde aktuell (Schweiz) 2007, Ausgabe 2 vom Februar 2007, Seiten 35–36, [http://www.frauenheilkunde-aktuell.ch/frauenheilkunde-d/PDF-Ordner-FHA-Frauenheilkunde-aktuell/Frauenheilkunde-Aktuell-Ausgabe-02-07/FHA-Arikel_35_36-Lotus-Geburt.pdf Lotusgeburt: Fall-Bericht als PDF], abgerufen am 27. Dezember 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Menschen vergraben die Nachgeburt in der Erde, meist unter einem Baum, oder in einem Topf ([[Nachgeburtsbestattung]]). Dieser [[Brauch]] war und ist in unterschiedlichsten Regionen der Welt verbreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://museum-im-steinhaus.de/content/237/68/nachgeburtsbestattung/startseite &amp;#039;&amp;#039;Nachgeburtsbestattungen: » Wo weder Sonne noch Mond hinscheint « - ein fast vergessener Brauch&amp;#039;&amp;#039;], [[Museum im Steinhaus]]s, abgerufen am 30. Dezember 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Plazenta#Plazentophagie|Plazentophagie]], das Essen der Plazenta, ist in Nutzen und Risiko umstritten und noch kaum erforscht.&amp;lt;ref&amp;gt;Udo Pollmer: [https://www.deutschlandfunkkultur.de/ernaehrungsethik-plazenta-zu-schade-fuer-den-muell.993.de.html?dram:article_id=390471 &amp;#039;&amp;#039;Ernährungsethik: Plazenta – zu schade für den Müll?&amp;#039;&amp;#039;], [[Deutschlandfunk Kultur]], 17. Juni 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/die-plazenta-nach-der-geburt-essen-ein-neuer-trend-13701066.html &amp;#039;&amp;#039;Der Verzehr der Plazenta – ein neuer Trend?&amp;#039;&amp;#039;], faz.net, 15. Juli 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachgeburt bei Tieren ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Leverkusen Wildpark Reuschenberg Neugeborenes Mufflon.jpg|mini|Nachgeburt bei einem [[Europäischer Mufflon|Europäischen Mufflon]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Netieure moultea2.jpg|mini|links|hochkant|Nachgeburt bei einer [[Hausesel|Esel]]in mit einem [[Maultier]]fohlen]]&lt;br /&gt;
Wie beim Menschen werden auch bei den meisten Säugetieren nach der eigentlichen Geburt eines oder mehrerer Jungtiere noch Plazenta und [[Fruchtblase]] abgestoßen. Die Nachgeburt kann sich je nach Tierart bis zu einigen Tagen nach der Geburt hinauszögern, häufig wird sie aber auch sofort geboren und vom Muttertier mit der Nabelschnur zusammen gefressen, und zwar auch bei Tieren, die sich normalerweise ausschließlich von Pflanzen ernähren. Dabei kommt dem Muttertier der hohe Proteinanteil der Plazenta zugute. Nicht vom Muttertier verzehrte Plazenten können auch später vom Fuchs oder von [[Aasfresser]]n gefressen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Haustieren muss, ähnlich wie beim Menschen, auf eventuelle Komplikationen ([[Nachgeburtsverhaltung]]) im Zusammenhang mit der Nachgeburt geachtet werden, wie zum Beispiel [[Hufrehe|Geburtsrehe]] bei [[Pferde]]n. Auch die Übertragung verschiedener Krankheiten durch eine infektiöse Nachgeburt ist möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4171016-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Perinatalmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebärmutter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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