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	<title>Nabelschnurvorfall - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:2|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = O69.0&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Komplikationen bei Wehen und Entbindung durch Nabelschnurvorfall&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cord.prolaps.jpg|mini|Nabelschurvorfall nach &amp;#039;&amp;#039;W. Smellie, 1792&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nabelschnurvorfall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein geburtshilflicher Notfall, bei dem bei einem vorzeitigen [[Blasensprung]] oder während der [[Geburt]] nach dem Blasensprung die [[Nabelschnur]] vor den vorangehenden Teil des Kindes rutscht, diese kann dabei abgeklemmt werden. Diese für das Kind gefährliche [[Komplikation]] kann zum Sauerstoffmangel ([[Hypoxie (Medizin)|Hypoxie]]) mit möglicher [[Behinderung (Sozialrecht)|Behinderung]] oder bis zum Tod des Föten führen. Kommt die Nabelschnur bei noch erhaltener [[Fruchtblase]] vor dem vorangehenden Teil des Kindes zu liegen, spricht man hingegen vom &amp;#039;&amp;#039;Vorliegen der Nabelschnur&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epidemiologie und Ätiologie ==&lt;br /&gt;
Die Häufigkeit des Nabelschnurvorfalls beträgt etwa 0,3 % unter allen Geburten in Deutschland. Als Ursache wird eine mangelhafte Abdichtung des [[Geburtskanal]]s durch das Kind angesehen. Prädisponierend sind [[Einstellungsanomalie|Einstellungs-]], [[Kindslage|Lage-]] und [[Haltungsanomalie]]n, [[Frühgeburt]]en, hypotrophe Kinder, ein [[Hydramnion]] und ein tiefer Sitz der [[Plazenta]]. Bei Zwillingsschwangerschaften ist bei [[monoamniotisch]]en (&amp;quot;eineiigen&amp;quot;) Zwillingen, der zweite Zwilling immer durch einen Nabelschnurvorfall bedroht, bei [[diamniotisch]]en Zwillingen nur dann, wenn der Blasensprung erfolgt, bevor er sich in das mütterliche Becken eingestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein relatives Missverhältnis, welches entsteht, wenn der kindliche Kopf beim Blasensprung noch hoch über dem Beckeneingang steht, begünstigt ebenfalls einen Nabelschnurvorfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine [[Amniotomie]] bei noch nicht eingestelltem Kind kann es zum [[iatrogen]]en Nabelschnurvorfall kommen. Am häufigsten werden Nabelschnurvorfälle bei [[Querlage|Quer-]], Schräg- oder Fußlage und [[Mehrlingsgeburt]]en beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptomatik und Diagnostik ==&lt;br /&gt;
Erste Hinweise auf das Vorliegen oder den Vorfall der Nabelschnur geben neuaufgetretene variable [[Dezeleration]]en und [[Bradykardie]]n in der [[Kardiotokographie]] (CTG). Die Verdachtsdiagnose wird anschließend bei der vaginalen [[Palpation]] gesichert: die pulsierende Nabelschnur ist vor dem kindlichen Teil tastbar. Sollte weiterhin Zweifel bestehen, wird die [[Diagnose]] durch die Spekulumeinstellung bei ausreichend geöffnetem [[Muttermund]] oder durch eine [[Amnioskopie]] verifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
=== Vorliegen der Nabelschnur ===&lt;br /&gt;
Beim &amp;#039;&amp;#039;Vorliegen der Nabelschnur&amp;#039;&amp;#039; lässt diese sich durch [[Beckenhochlagerung]] oder Seitenlagerung der Schwangeren oftmals [[Reposition (Medizin)|reponieren]]. In diesen Fällen ist die physiologische vaginale Geburt möglich: unter kontinuierlicher Überwachung des Kindes durch Kardiotokographie wird die [[Geburt]] eingeleitet, während ein OP-Team bereitsteht, um bei Komplikationen einen [[Kaiserschnitt]] vorzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erweist sich die fetale [[Bradykardie]] als sehr ausgeprägt, erfolgt eine intrauterine [[Reanimation]] durch Verabreichung von [[Fenoterol]] (Partusisten), einem beta-[[Sympathomimetikum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nabelschnurvorfall ===&lt;br /&gt;
Bei einem &amp;#039;&amp;#039;Nabelschnurvorfall&amp;#039;&amp;#039; wird notfallmäßig eine sofortige Sectio durchgeführt, um eine kindliche [[Hypoxie (Medizin)|Hypoxie]] zu vermeiden. Um die Nabelschnur bis zum Operationsbeginn zu entlasten, wird das mütterliche Becken hochgelagert und der vorangehende Teil des Kindes samt Nabelschnur, mit einer Hand, von vaginal zurückgeschoben ins [[Cavum uteri]]. Wenn die fetale Bradykardie sehr ausgeprägt ist, muss mittels [[Fenoterol]] eine intrauterine [[Reanimation]] versucht werden. Evtl. müssen zusätzlich [[Tokolytikum|Tokolytika]] langsam infundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei diagnostiziertem vorzeitigem Blasensprung muss vor der geplanten Sectio der Zustand des Feten mittels [[Kardiotokographie]] und [[Sonographie]] genaustens bestimmt werden. Ist der Fetus bereits abgestorben, oder die fetale Bradykardie bestand mehr als 20 min, sollte die vaginale Geburt eingeleitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorsichtsmaßnahmen ==&lt;br /&gt;
Wenn bei einem [[Blasensprung]] der kindliche Kopf noch keinen Bezug zum Becken hat, sollte die Schwangere liegend, in Linksseitenlage zur Vermeidung eines [[Vena-cava-Kompressionssyndrom]]s, per Krankentransport in ein Krankenhaus gebracht werden, um einem Nabelschnurvorfall vorzubeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;T. Schneider, B. Wolcke, R. Böhmer, T. Merz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Taschenatlas Notfall &amp;amp; Rettungsmedizin: Kompendium für den Notarzt.&amp;#039;&amp;#039; Springer Verlag, 2013, ISBN 9783662130810, S. 294.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Secchi, Thomas Ziegenfuß: &amp;#039;&amp;#039;Checkliste Notfallmedizin.&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme Verlag, 2009, ISBN 9783131510549, S. 366.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* M. Stauber, T. Weyerstahl: &amp;#039;&amp;#039;Duale Reihe Gynäkologie und Geburtshilfe.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Thieme Verlag, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-13-125343-9.&lt;br /&gt;
* Heinrich Schmidt-Matthiesen, Diethelm Wallwiener: &amp;#039;&amp;#039;Gynäkologie und Geburtshilfe.&amp;#039;&amp;#039; 10. Auflage. Schattauer, Stuttgart 2004, ISBN 3-7945-2260-5.&lt;br /&gt;
* [[Willibald Pschyrembel|W. Pschyrembel]], J. W. Dudenhausen: &amp;#039;&amp;#039;Praktische Geburtshilfe.&amp;#039;&amp;#039; 17. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1991, ISBN 3-11-012881-0, S. 421 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in Gynäkologie und Geburtshilfe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Noctiluca miliaris</name></author>
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