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	<title>NS-Frauenschaft - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-08-09T19:56:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;bild&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Versammlung der NS-Frauenschaft in der Sigmaringer Stadthalle - LABW - Staatsarchiv Sigmaringen N 1-68 Nr. 936.jpeg|mini|Versammlung von Mitgliedern der NS-Frauenschaft in der [[Sigmaringen|Sigmaringer]] Stadthalle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luise Lampert NS-Frauenschaft 1933.png|mini|Gausachbearbeiterin für Mütterschulung [[Luise Lampert]] (1933)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;NS-Frauenschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;NSF&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war die Frauenorganisation der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]. Sie entstand im Oktober [[1931]] als Zusammenschluss mehrerer [[Deutscher Nationalismus|nationalistischer]] und nationalsozialistischer Frauenverbände, wie dem bereits 1926 in Berlin entstandenen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutschen Frauenorden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (DFO). Fortan unterstand die Frauenschaft der NSDAP-Reichsleitung. Mädchen und junge Frauen fielen in die Zuständigkeit des [[Bund Deutscher Mädel|Bundes Deutscher Mädel]] (BDM). Zur Abdeckung der Lücke zwischen 18 und 21 Jahren wurde 1938 [[Glaube und Schönheit]] gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben ==&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit dieser Reorganisation hatte der [[NSDAP-Reichsleiter]] [[Gregor Strasser]] die Aufgaben der Frauenorganisation auf wirtschaftliche und krankenpflegerische Tätigkeiten sowie die Mitwirkung an den politischen Schulungen der weiblichen NSDAP-Mitglieder begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|NS-Machtübernahme]] ab 1933 diente die NSF der [[Gleichschaltung]] aller anderen, nicht-nationalsozialistischen Frauengruppen und Verbände unter dem Dachverband des [[Deutsches Frauenwerk|Deutschen Frauenwerks]] (DFW). Der politische Einfluss der NSF innerhalb der NSDAP und auf die Machthaber des Staates tendierte allerdings gegen Null. Dies dürfte am [[Nationalsozialistisches Frauenbild|nationalsozialistischen Frauenbild]] gelegen haben, das eine politische oder gar Machtbeteiligung für Frauen nicht vorsah. Die „[[Frauen im Nationalsozialismus|Deutsche Frau]]“ wurde als [[Hausfrau]] und [[Mutter]] definiert, eine Rollenverteilung, die so auch von der NS-Frauenschaft propagiert wurde. Die Pflege allgemein und die Erziehung der Kinder wurden als „weiblicher Lebensraum“ (im Sinne von sozialer Umgebung) tituliert, eine Bezeichnung, die der Nationalsozialismus von der konservativ-bürgerlich geprägten [[Frauenbewegung in Deutschland]] übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Breitenwirkung sorgten vor allem die Mütterschulungskurse der Frauenschaft, welche bis 1937 schon von jeder 5. Frau (über 20 Jahre) besucht worden waren. Der Schulungsinhalt beruhte vor allem auf dem Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind]]&amp;#039;&amp;#039; der Nationalsozialistin [[Johanna Haarer]]. Zudem baute die Frauenschaft Kindergruppen auf, nicht zuletzt, um die Mütter im Krieg für die Arbeit freizustellen. Wie eine Untersuchung aus der Grafschaft Bentheim zeigt, wurde in den Schulungen nicht zuletzt auch die rassistische NS-Weltanschauung verbreitet. Dort war die sehr mitgliederstarke NS-Frauenschaft vor allem im Krieg unersetzlich zur Stabilisierung der Funktionsfähigkeit des NS-Systems und sorgte für die Durchsetzung von Vorgaben etwa beim alltäglichen Umgang mit &amp;quot;fremdvölkischen&amp;quot; Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern. Ebenso waren Mitglieder der NS-Frauenschaft etwa in den Niederlanden und Polen im deutschen Besatzungsregime tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offensichtlich nach dem Muster des [[Nationaler Frauendienst|Nationalen Frauendiensts]] im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] fand zumindest in [[Tübingen]] häufig Öffentlichkeitsarbeit vor allem zu Verbraucherfragen statt – auch die Hauswirtschaft sollte systemkonform betrieben werden und ihren Beitrag zur Autarkie des Reiches leisten. Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;Wir kochen heute mit Kraut&amp;#039;&amp;#039;, mit Rezepten.&amp;lt;ref&amp;gt;Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;Tübinger Chronik&amp;#039;&amp;#039;, 1. April 1937 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Auftrag, systematische Beaufsichtigungs-, Schulungs- und Führungsaufgaben zu betreiben, mussten die Mitglieder mindestens einmal im Monat an den wöchentlich stattfindenden Frauenschaftsabenden teilnehmen. Der Schwerpunkt dieser Bildungsarbeit lag in der Durchführung von Kursen zur Haushalts- und Gesundheitsführung sowie zu Erziehungsfragen, zur Vorbereitung von Frauen auf ihre Aufgaben als Hausfrau und Mutter. Zu diesem Zweck standen der NSF eigene Reichs- und Gauschulen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Reichsfrauenführerin Kfz-Stander.png|mini|hochkant|Kfz-Standarte der „Reichsfrauenführerin“]]&lt;br /&gt;
Der innere Aufbau der NS-Frauenschaft entsprach der [[Struktur der NSDAP]] mit Unterteilung in Gau, Kreis, Ortsgruppe, Zelle und Block bzw. „Haushaltungsgruppe“.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/innenpolitik/frauenschaft/index.html Internetseite des Deutschen Historischen Museums]&amp;lt;/ref&amp;gt; Jedem der 40 Gaue stand eine Gaufrauenschaftsleiterin vor, weiter unten gab es etwa 800 Kreisfrauenschaftsführerinnen, denen 28.000 Ortsfrauenschaftsführerinnen unterstanden. Eigenen Angaben zufolge hatte die NS-Frauenschaft am 31. Dezember 1932 109.320 Mitglieder, zwischenzeitlich gab es wie in der NSDAP eine [[Mitglieder-Aufnahmesperre der NSDAP|Mitglieder-Aufnahmesperre]], 1939 waren es 2,2 Millionen Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 wurde, nachdem [[Elsbeth Zander]] (1888–1963), die Gründerin und erste Vorsitzende&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Mück: &amp;#039;&amp;#039;NS-Hochburg in Mittelfranken: Das völkische Erwachen in Neustadt an der Aisch 1922–1933.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Philipp Schmidt, 2016 (= &amp;#039;&amp;#039;Streiflichter aus der Heimatgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Sonderband 4); ISBN 978-3-87707-990-4, S. 69 und 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; des &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Frauenordens&amp;#039;&amp;#039; (genannt auch „Rotes Hakenkreuz“), im April 1933 aus der Führung der NS-Frauenschaft von Reichsorganisationsleiter [[Robert Ley]] entlassen worden war, [[Lydia Gottschewski]], die Reichsleiterin des Bundes Deutscher Mädel (BDM), Leiterin der NS-Frauenschaft. Vom 24. Februar 1934 bis zum [[Kapitulation der Wehrmacht|Ende des Zweiten Weltkriegs]] 1945 wurde die NS-Frauenschaft von der „Reichsfrauenführerin“ [[Gertrud Scholtz-Klink]] geleitet, die ebenfalls dem DFW vorstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbot ==&lt;br /&gt;
Mit dem [[Kontrollratsgesetz Nr. 2]] (&amp;#039;&amp;#039;Auflösung und Liquidierung der Naziorganisationen&amp;#039;&amp;#039;) vom 10. Oktober 1945 wurde auch die NS-Frauenschaft durch den [[Alliierter Kontrollrat|Alliierten Kontrollrat]] verboten und ihr Eigentum beschlagnahmt.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kontrollratsgesetz Nr. 2&amp;#039;&amp;#039; vom 10. Oktober 1945. &amp;#039;&amp;#039;In: [[Amtsblatt des Kontrollrats in Deutschland]], Nummer 1 vom 29. Oktober 1945, S. 19 ff., Digitalisat der Deutschen Nationalbibliothek: {{URN|nbn:de:101:1-201301314955}}.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; Die Kreisfrauenschaftsleiterinnen fielen als „Hauptschuldige“ unter den [[Automatischer Arrest|Automatischen Arrest]] und wurden für die [[Entnazifizierung]] interniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Frauen im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christiane Berger: &amp;#039;&amp;#039;Die „Reichsfrauenführerin“ Gertrud Scholtz-Klink. Zur Wirkung einer nationalsozialistischen Karriere in Verlauf, Retrospektive und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Universität Hamburg, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Hamburg 2005 ([http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv:18-30442 online] 7. August 2007).&lt;br /&gt;
* Massimiliano Livi: &amp;#039;&amp;#039;Gertrud Scholtz-Klink. Die Reichsfrauenführerin.&amp;#039;&amp;#039; Lit-Verlag, Münster 2005, ISBN 3-8258-8376-0.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Lensing]]: &amp;#039;&amp;#039;„Hüterinnen der Familie, Erzieherinnen der Jugend und Betreuerinnen der Armen und Kranken“ [?] – Die NS-Frauenschaft und das Deutsche Frauenwerk in der Grafschaft Bentheim 1929 - 1945&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte]] (Hrsg.): [[Emsländische Geschichte]] 30, Meppen 2023, S. 231–323.&lt;br /&gt;
* Kathrin Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Entnazifizierung von Frauen: die Internierungslager der US-Zone Deutschlands 1945–1952.&amp;#039;&amp;#039; Metropol, Berlin 2004.&lt;br /&gt;
* Leonie Wagner: &amp;#039;&amp;#039;„Hüterinnen der Rasse“ – Frauenorganisationen der NSDAP.&amp;#039;&amp;#039; In: Stephanie Becker, Christoph Studt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Und sie werden nicht mehr frei sein ihr ganzes Leben.“ Funktion und Stellenwert der NSDAP, ihrer Gliederungen und angeschlossenen Verbände im „Dritten Reich“&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e. V.&amp;#039;&amp;#039; 16). LIT, Berlin 2012, ISBN 978-3-643-11892-9, S.&amp;amp;nbsp;248–267.&lt;br /&gt;
* Leonie Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistische Frauenansichten. Vorstellungen von Weiblichkeit und Politik führender Frauen im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete Auflage. Mensch &amp;amp; Buch Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-86664-765-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Frauenschaft}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=112157-1|LCCN=n/87/931111|VIAF=155370026}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Nsfrauenschaft}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauen im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nebenorganisation der NSDAP]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauenverband (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verbandsgründung 1931]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Organisation (Berlin)]]&amp;lt;!-- lt. fr --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1945]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TheImaCow</name></author>
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